Iran: Freude, Angst, Sorgen – Block-Prozess geht weiter, HSV-Serie reißt, Lenz lesen

Guten Morgen: Ölig. *

Θ HAMBURG

Freude, Angst, Sorgen: In Hamburg freuten sich am Wochenende etwa 6.000 Menschen bei Kundgebungen über den Militärangriff Israels und der USA auf den Iran. Die zumeist aus dem Iran stammenden Menschen begrüßten den Schlag gegen die Islamische Republik und hoffen auf ein Ende der Mullah-Herrschaft. Derweil befinden sich jedoch auch viele Hamburger im Krisengebiet Naher Osten, die nicht wegkommen. In Dubai ist der Flughafen gesperrt und in Doha können Kreuzfahrtschiffe nicht auslaufen. Auch die Reedereien arbeiten im Krisenmodus, da Schiffspassagen durch die Straße von Hormus zu gefährlich geworden sind. Hapag-Lloyd kündigte bereits Verzögerungen und Umleitungen an. Zudem wird aufgrund der Situation mit steigenden Ölpreisen gerechnet, was dem lieferfähigen Marktführer USA neue Gewinne bescheren würde.
welt.de (Demo), abendblatt.de (Dubai), abendblatt.de (Kreuzfahrer), ndr.de (Reeder), tagesschau.de

Die Medien sind schuld: So heißt es ja gerne von Beteiligten im Block-Prozess, wenn die eine Seite etwas schneller durchgesteckt hat, als die andere. Am Montag wird der Prozess fortgesetzt und die Protagonisten bringen sich in Stellung. Gerhard Strate, der Anwalt von Eugen Block, hat im Abendblatt erneut dargelegt, wieso das Gericht Fehler macht. Darauf gibt es nun eine Replik von Philip von der Meden. Der Anwalt des Kindsvaters und Ex-Mannes von Christina Block widerlegt Strates Argumentation, dem er persönlich keine Vorwürfe macht. So sei das eben mit Mandanten. Christina Block wiederum hat sich eine juristische Niederlage eingehandelt. Sie hatte Spiegel TV unwahre Tatsachenbehauptungen und eine unzulässige Verdachtsberichterstattung vorgeworfen. Das Landgericht Hamburg folgte diesem Ansinnen jedoch nicht.
welt.de, t-online.de (Prozess), abendblatt.de (Strate), abendblatt.de (von der Meden), lto.de (Block)

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Irgendwas ist immer: Die Deutsche Bahn in Hamburg sorgt im Nah- oder Fernverkehr wöchentlich für Döntjes. Am Sonntag riss erneut eine Oberleitung im Hamburger Hauptbahnhof. Teile davon fielen auf das Dach eines aus München kommenden ICE. Verletzt wurde niemand, der Zug wurde evakuiert. Kurzzeitig waren alle Gleise gesperrt, was zu Verspätungen und Ausfällen im Regional- und Fernverkehr führte. Zudem wurde die Ernst-Merck-Brücke gesperrt. Es ist bereits der zweite Oberleitungsschaden binnen einer Woche. Möglicherweise ist erneut eine Taube mit der Leitung kollidiert. Derweil ist der Streik im Nahverkehr vorerst beendet. Seit Sonntag fahren die U-Bahnen und Busse wieder.
abendblatt.de, ndr.de, mopo.de

Höhenflug gestoppt: Die 1:2-Heimniederlage des HSV gegen RB Leipzig beendet die gute Rückrundenserie sowie den Heimnimbus. Der Relegationsplatz ist immer noch vier Punkte entfernt. Doch schon am Mittwoch können im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen im Volksparkstadion drei Punkte eingefahren werden. Der FC St. Pauli unterstrich hingegen seinen Lauf. Neun Punkte aus vier Spielen sind eine sehr ordentliche Bilanz nach dem unerwarteten 1:0-Auswärtssieg gegen den Favoriten TSG Hoffenheim. Die Kiezkicker stehen zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder auf einem Nichtabstiegsplatz. Am Tabellenende bleibt es jedoch bis Platz 17 sehr eng. Am Sonntag ist Eintracht Frankfurt der nächste Gegner am Millerntor.
ndr.de (HSV), mopo.de (FCSP)

Viel zu schnell: 21-Jähriger verunglückt in Eppendorf; zwei junge Mitfahrerinnen wurden schwer verletzt ndr.de
Medizinische Task-Forces: Hilfsorganisationen übten am Sonnabend einen großen Einsatz welt.de

Wetter heute: Bewölkt bei sechs bis 13 Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

8.386 junge Arbeitslose sind derzeit in Hamburg registriert. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren, in denen weniger als 6.000 Arbeitssuchende zwischen 15 und 25 Jahren verzeichnet wurden. Im Vergleich zu 2023 ist die Zahl um 42 Prozent gestiegen. „Dabei sind junge Menschen, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben, in der Regel kürzer arbeitslos als ungelernte Kräfte”, erklärt Arbeitsagenturchef Sönke Fock. Das war allerdings schon immer so. Die Zahl deutet darauf hin, dass es, auch aufgrund von KI, weniger Stellen und Einstiegspositionen für junge Menschen gibt.
ndr.de, capital.de

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Europa – von Wolf Achim Wiegand

Iran-Folgen für Europäer: Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat für Bürger in Europa konkrete und potenziell tiefgreifende Auswirkungen. So gibt es seit dem Wochenende erhebliche Störungen im Flugverkehr, weil Nahost-Länder ihre Lufträume geschlossen oder stark eingeschränkt haben. Airlines umfliegen deshalb Transit-Flughäfen wie Dubai, Abu Dhabi oder Doha – Hunderttausende Menschen sind gestrandet. Wirtschaftlich drohen in der EU drastische Anstiege bei Benzin- und Heizölpreisen, weil ein Fünftel des globalen Ölbedarfs ausfallen könnte. Länder wie Iran, Israel, Libanon oder angrenzende Gebiete sollte man laut Rat von EU-Regierungen „meiden oder verlassen“ – selbst diplomatisches Personal wird abgezogen.
theguardian.com, english.news.cn

Störung der Schifffahrt: Deutliche Folgen für die europäische Reederszene hat ein Vorfall nahe der Straße von Hormus. Laut verlässlichen Nachrichtenquellen ist der kleine Öltanker „Skylight“ am Oman in Brand geschossen worden – ob durch Raketen, Drohnen oder andere Waffen ist unklar. Vier der 20 überwiegend iranischen Seeleute wurden verletzt. Berichte vermuten, die von Teheran gesteuerten Revolutionsgarden hätten das für Iran tätige Schiff aus Versehen beschossen. Die armeeähnliche Miliz hatte vor dem Durchfahren des engen Gebietes gewarnt – faktisch ist die weltweit wichtigste Öl-Transportstrecke gesperrt. So hat als Erster der Logistikriese Maersk alle Golf-Reisen ausgesetzt.
omannews.gov, euronews.com, x.com (Video)

Die aktuelle Eskalation trifft das Herz globaler Seehandelsrouten und auch die Schiffe deutscher Reedereien, vor allem aber die Menschen an Bord, unmittelbar.
Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder, erwartet nichts Gutes
reederverband.de

Iran-Krieg erreicht Nordsee: Die Küste Europas ist am Wochenende in den Iran-Krieg hineingezogen worden. In der Nordsee enterten belgische Soldaten mit Hilfe französischer Hubschrauber den wohl fälschlich in Guinea registrierten Tanker „Ethera“. Es soll im Rahmen eines Sanktionsbrecher-Netzwerkes im Auftrag aus Iran für die russische Schattenflotte fahren und Sanktionen umgehen. Frankreichs Präsident spricht von einem „schweren Schlag“ gegen Kreml-Einnahmen zur Finanzierung des Angriffskriegs gegen die Ukraine – und veröffentlichte ein Video von der Aktion.
dw.com x.com (Video)

Θ STADT & LEBEN

„Hamburg liest Lenz“: Im März widmet die Stadt dem Schriftsteller Siegfried Lenz zu seinem 100. Geburtstag im März 2026 ein Literaturfestival. Bis 31. März gestalten zahlreiche Hamburger Institutionen ein vielfältiges Programm rund um sein Werk. Die Eröffnungsmatinee am Sonntag verband Texte, Musik und Bilder. Schauspieler wie Stephan Kampwirth, Catrin Striebeck und Bjarne Mädel lasen humorvolle Texte. Ab Dienstag wird die Ausstellung „Elfenbeinturm und Barrikade“ eröffnet. Illustrationsstudierende der HAW setzten sich mit den verbindenden Themen von Siegfried Lenz und Helmut Schmidt auseinander. In drei Jahren soll der lange in Othmarschen lebende Schriftsteller dauerhaft geehrt werden. Ein Park auf dem neuen Deckel der A7 zwischen Othmarschen und Bahrenfeld soll nach ihm benannt werden.
abendblatt.de, ndr.de, hamburgliest.de

-Tatort-Kritiker-
Ludwigshafen. Nicht gerade als Fahrradhauptstadt bekannt. Ein Fahrradkurier wird vor dem Polizeipräsidium von einem Lieferwagen übergemangelt. Mord? Die Kripo ermittelt z.T. undercover im Fahrradkurier- Milieu. Dort werden raffiniert Drogen zum Kunden transportiert. Unter den Verdächtigen auch der Leitende Polizeidirektor. Die üblichen Klischees über gute Radrowdies und böse Autofahrer dürfen nicht fehlen. Einige witzige Twists. Aber nur mäßige Spannung. Eine wohlwollende 3 + geht an den Rhein.
Tatort-Experte: Peter Hitpaß facebook

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Kitz4Kids e.V. hilft Hamburger Kindern: In Hamburg ist jedes 5. Kind von Armut betroffen. Mangel, Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit prägen das Umfeld dieser Kinder. Hamburger Firmen, aber auch Privatpersonen wollen mit der Initiative Kitz4Kids helfen. Soziale Einrichtungen sind auf Zuwendungen angewiesen, um den Kindern zu helfen, da öffentliche Mittel begrenzt zur Verfügung stehen. Mit der Unterstützung unserer Förderer helfen wir unterschiedlichen Einrichtungen im Hamburger Raum ihre tägliche Arbeit für Kinder zu erleichtern. Was Sie tun können: Jede noch so kleine Spende kann helfen.
kitz4kids.de/ihre-hilfe

Restaurant-Tipp – Fisch an der Elbe: Das Restaurant Henssler an der Großen Elbstraße besticht mit lässiger Urbanität und einer offenen Küche, die den Blick auf frischen Fisch erlaubt. Ob Sushi oder Sashimi, hier steht die japanische Küche im Vordergrund und wird bestens präsentiert.
https://www.genussguide-hamburg.com/gastro-tests/restaurants/restaurant-henssler/

Die kleine Meerjungfrau: Unter Wasser verschwimmen Formen und Grenzen – alles gerät ins Fließen. Ähnlich funktioniert Drag: Mit Kostüm und Make-up werden Geschlechterrollen aufgelöst und Identitäten neu inszeniert. Auch Andersens Märchen von der Meerjungfrau erzählt von Verwandlung und unerfüllter Liebe – vielleicht ein Spiegel seines eigenen Lebens. Die Geschichte von Nixen und Wassergeistern steht für den Wunsch, aus zugeschriebenen Rollen auszubrechen. Regisseur Bastian Kraft verbindet Märchen, Biografie und Drag zu neuen Erzählungen von Transformation und Befreiung. Um 20 Uhr im Thalia Theater.
szene-hamburg.com

Θ FOFFTEIN

Heute wird die ehemalige Intendantin der Hamburgischen Staatsoper sowie Hamburgische Generalmusikdirektorin, Simone Young 65 Jahre alt. Kommen Sie gut in die Woche und wir wünschen Ihnen einen schönen Montag.

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