Umweltsenatorin erklärt sich, Sorgen vor Schulanfang, Streik im Hafen, Lebenserinnerungen im Schutt

Guten Morgen: Stress. * Schulanfang. * Streik. * Schutt. *

Θ HAMBURG

Umweltsenatorin erklärt sich: Am Dienstag muss sich Katharina Fegebank im Bürgerschaftsausschuss den Vorwürfen des CDU-Umweltpolitikers Sandro Kappe stellen. Er wirft der Grünen Versagen bei der Aufsicht über außer Kontrolle geratene Kostensteigerungen in ihrer Behörde vor. Besonders die Mehrkosten von einer halben Milliarde Euro für die Verbrennungsanlage ZRE der Stadtreinigung ärgern ihn. Aber auch Fegebank ist über die Versäumnisse der Vergangenheit verärgert, wie sie Jens Meyer-Wellmann am Vorabend erklärt. Der Abendblatt-Journalist ist das mediale Pendant des umtriebigen Kappe, der ein Bürgerbüro in Steilshoop hat. Im Gespräch räumt Fegebank auch ein, dass die ehrgeizigen Klimaziele der Stadt angesichts der Politik der schwarz-roten Bundesregierung nicht erreicht werden können.
hamburgische-buergerschaft.de, abendblatt.de (Fegebank), abendblatt.de (Kappe)

Mich ärgert das maßlos, und es macht mich auch wütend.
Umweltsenatorin Katharina Fegebank will Haftungsansprüche prüfen, die Aufsicht verbessern und hadert mit der Klimapolitik.

Sorgen vor Schulanfang: In Hamburg haben fast ein Viertel der Kinder im Kita-Alter Probleme mit Sprache, Sprechen oder der Motorik. Zudem leiden rund sieben Prozent von ihnen unter motorischen Entwicklungsstörungen, wie der Kinderatlas der Krankenkasse Barmer zeigt. In Kitas kann oft besser auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen werden als im Schulsystem. Zumal die Schulbehörde die Betreuung problematischer Kinder aufgrund stark steigender Fallzahlen reformieren will. Für viele betroffene Familien bedeutet dies eine Kürzung der Betreuungsstunden und eine Senkung der Betreuungsqualität. Elternvertreterinnen erklären, dass viele Familien zum Schulstart noch nicht wissen, ob und in welchem Umfang ihr Kind eine Schulbegleitung erhält. Die Schulbehörde habe zwar einige Fälle geprüft, dies jedoch offenbar vor allem nach Beschwerden von Eltern. Am Dienstag will Schulsenatorin Ksenija Bekeris die Pläne für das neue Schuljahr vorstellen.
ndr.de, mopo.de (Einschulung), taz.de (Schulbetreuung)

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startupport.de

Streik im Hafen: Die Gewerkschaft ver.di hat zu einem 24-stündigen Warnstreik im Hamburger Hafen aufgerufen. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für die rund 11.000 Hafenbeschäftigten. ver.di fordert 8,2 Prozent mehr Stundenlohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Das Angebot des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe sieht 5,1 Prozent mehr Lohn über einen Zeitraum von 19 Monaten sowie zusätzliches Urlaubs- und Sondergeld vor. ver.di lehnt vor allem die lange Laufzeit ab. In Hamburg sollen unter anderem Beschäftigte der HHLA und von Eurogate streiken. Zudem ist eine Demonstration durch den Hafen geplant. Auch in Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Emden und Brake soll der Betrieb ruhen.
welt.de, abendblatt.de, ndr.de

Rocker im Knast bevorzugt: Ermittlung gegen Santa Fu-Wärterin, die eine Beziehung zu einem Mongols hatte mopo.de
Zustände in der Justiz „erbärmlich“: Richterin am Landgericht echauffiert sich zum Prozessauftakt ndr.de
SAGA löst Problem nicht: Normalverdiener haben wenig Chancen auf eine günstige Wohnung mopo.de

Wetter heute: Bewölkt mit Schauern bei 13 bis 19 Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

249,4 Vollzeitstellen bei der Hamburger Finanzverwaltung sind unbesetzt, wie eine Kleine Anfrage der Linken ergab. Besonders betroffen sind die Betriebsprüfung mit 23,8 Prozent und die Umsatzsteuersonderprüfung mit 39,1 Prozent unbesetzten Stellen. Gleichzeitig sinken die Steuerprüfungen: So wurden im ersten Halbjahr 2026 nur 9,15 Prozent der Großbetriebe und 1,21 Prozent der Kleinbetriebe kontrolliert. Zudem verjährten im Jahr 2025 Steuerschulden von 263,4 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2026 wurden weitere 21,5 Millionen Euro niedergeschlagen.
abendblatt.de, ndr.de

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Europa – von Wolf Achim Wiegand

Düngerkrise treibt Preise: Die andauernde Blockade der Seestraße von Hormus hat eine schwere Preiskrise auf dem europäischen Düngemittelmarkt ausgelöst – und schürt Sorgen vor einer Lebensmittelteuerung von bis zu sechs Prozent. Grund: Nicht nur Öl und Gas kommen sonst über die Meerenge vor dem Iran, sondern auch ein Drittel des entsprechenden globalen Seehandels. Der versiegende Nachschub hat in Hamburgs Hafen binnen Monaten zum Umschlagsminus von 14 Prozent geführt. Überall in der EU haben sich die Preise für essenzielle Stickstoffdünger verdoppelt. Die EU-Kommission hilft Landwirten mit zunächst ausgesetzten Importzöllen auf Harnstoff und Ammoniak, aber es bleiben Risiken bei der anstehenden Herbstaussaat.
boerse-inside.de, t-online.de

Spionage per Hauskauf: Es klingt wie eine Verschwörungstheorie, ist aber wohl real. Russland baut sich ein Spionagenetz in Europa auf – auf der Grundlage bislang nicht sanktionierter Immobilienkäufe. Das teilte der finnische Verteidigungsminister Antti Häkkänen mit. Auch in Schweden herrscht Alarm: Der Geheimdienst Säpo fordert ein gesetzliches Verbot für Käufe durch russische Staatsbürger – was die Balten bereits eingeführt haben. Auch Polen beobachtet, dass Häuser und Grundstücke nahe strategischer Einrichtungen erworben werden, um dort offenbar Basen für Spionage, Informationsbeschaffung oder Sabotage einzurichten.
merkur.de, fr.de

Sie schrecken vor keinem Preis zurück und schlagen Bar-Transaktionen vor
Aussage eines bekannten polnischen Immobilienmaklers über russische Kunden

EU-Wohnungskrise: Ganz Europa rutscht immer tiefer in einen Mangel an Wohnraum. Davor warnt der europäische Diakonieverband Eurodiaconia. Rund 1,2 Millionen EU-Bürger (von 450 Millionen) seien wohnungslos – darunter etwa 400.000 Kinder. Hauptursache: Gestiegene Wohnkosten. So stiegen innerhalb von eineinhalb Jahrzehnten allein die EU-Mieten um durchschnittlich 28 Prozent an. Besonders drastisch wirkt sich das in Ungarn, Litauen und Estland aus und es trifft vorwiegend Menschen mit niedrigem Einkommen und Bürger mit prekären Jobs. Eurodiaconia fordert mehr Staatsinvestitionen in Sozialbauten und Maßnahmen gegen Spekulation.
evangelische-zeitung.de

Θ STADT & LEBEN

Lebenserinnerungen im Schutt: Nach dem Abriss des Anbaus eines einsturzgefährdeten Hauses an der Holstenstraße durften die Bewohner am Montag im Schutt nach persönlichen Gegenständen suchen. Die Überreste wurden dafür zum nahe gelegenen Holsten-Areal gebracht. Sie fanden lediglich Spielzeug, eine Kuscheldecke und kleine Haushaltsgegenstände. Für die Mieter war die Suche ein belastendes Erlebnis. Viele von ihnen hatten ihr Zuhause am 23. Juli innerhalb von zehn Minuten verlassen müssen und konnten nur das Nötigste mitnehmen. Die Suche im Schutt diente daher vor allem der Verarbeitung des Erlebten. Ob in dem erhaltenen Teil des Gebäudes genug Stabilität vorhanden ist, um den Mietern die Möglichkeit zu geben, ihr verbliebenes Hab und Gut zu sichern, ist noch ungeklärt. Dafür muss das Fundament untersucht werden.
abendblatt.de, ndr.de

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Barmbek schwingt – Hoffest auf dem Bert-Kaempfert-Platz – Am 22. August von 14 bis 22 Uhr.
Das Museum der Arbeit feiert zusammen mit seinen Hofnachbarn und Freunden ein Sommerfest auf dem Bert-Kaempfert-Platz – bis der Hof swingt! Am Nachmittag erwartet die kleinen und großen Gäste u.a. die mobile Druckwerkstätten, rasante Abfahrten auf der beliebten Rollenrodelbahnen, Kinderschminken und vielem mehr, am Abend geht es wieder musikalisch zur Sache! Ab 14 Uhr erwartet Besucher*innen ein buntes Familienprogramm voller Spiel, Tanz, Musik und Kreativität. Um 19.30 Uhr folgt das musikalische Highlight des Abends: The Jive Sharks begeistert mit kraftvoller Live-Musik.
shmh.de

Spot on: Hamburg Startups: Qodia hat sich das Ziel gesetzt, die Umsetzung der ordentlichen, deutschen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) mithilfe künstlicher Intelligenz wesentlich zu erleichtern. In einer Finanzierungsrunde hat es dafür jetzt 1,2 Millionen Euro erhalten. Es gibt Themen, über die man eher nicht so gern spricht, zum Beispiel Schweißfüße. Bei hohen Sommertemperaturen werden viele Menschen dennoch schnell zu Schweißfüßlern und nicht wenige fallen dauerhaft in diese Kategorie. So auch die Brüder Udo und Jan Schulte, die auf der Suche nach dem optimalen Gegenmittel auf Zimt gestoßen sind und daher sich und ihre Einlegesolenmarke Spiceboys nennen. Hamburg hat eine Reihe von Organisationen und Institutionen, die sich um die Interessen von Startups kümmern. Zuletzt hat sich bei Hamburg Invest, nextMedia.Hamburg, der Körber-Stiftung und dem Startup Port einiges getan.
qodia, spiceboys, startups-in-hamburg

Restaurant-Tipp – Gourmetküche im Alstertal: Dass das Pfeiffers beim Genuss-Michel 2026/2027 den Testsieg in der Kategorie „International“ abgeräumt hat, kommt nicht von ungefähr. Im stilvoll modernisierten Reetdachhaus in Lemsahl-Mellingstedt trifft präzises Handwerk auf beste Produkte, vom zarten Semi-Sashimi mit Trüffel-Ponzu über perfekt gegartes Dry-Age-Rib-Eye bis hin zum cremigen weißen Schokoladenmousse. Wer sich selbst von der ausgezeichneten Küche überzeugen möchte, hat am 22. August beim Testsieger-Food-Festival in der Fischauktionshalle die Gelegenheit dazu. Dort serviert das Team seine beliebten Kalbsbäckchen.
genussguide-hamburg.com

Killabeatmaker: Hilder Brando Osorno alias Killabeatmaker ist ein kolumbianischer Musikproduzent. In seiner Musik verbindet er traditionelle kolumbianische und indigene Klänge mit Afrobeats, Amapiano, Cumbia und elektronischer Clubmusik. Gemeinsam mit seiner Live-Band tritt er vor Tausenden Menschen in Europa und Amerika auf. Die dreiköpfige Formation besteht aus Guadalupe Giraldo an Schlagzeug, kolumbianischer Gaita und Gesang, Julian Ramirez an Percussion und Backing Vocals sowie Killabeatmaker mit Beatbox, Rap, Gesang und elektrisierenden Beats. Die energiegeladene Show verbindet mystische Sounds mit treibenden Rhythmen. Um 21 Uhr im Knust.
knusthamburg.de

Θ FOFFTEIN

Tschüs Goldkehlchen: Abendblatt-Buch erscheint abendblatt.de

Heute ist der Tag der schlechten Poesie. Wir wünschen Ihnen einen schönen Dienstag.

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