Guten Morgen: Jahrhundertchance. *
Θ HAMBURG
Kompliziert mit Klima: Nach der Ankündigung des „Gebäudemodernisierungsgesetzes“ durch die CDU/SPD-Koalition in Berlin erklärte die grüne Umweltsenatorin Katharina Fegebank, dass das Hamburger Klimaziel damit weder 2040 noch 2045 erreichbar sei. Unter anderem, weil dem Handwerk die Planungssicherheit fehle. Hjalmar Stemmann, der Präsident der Handwerkskammer, lobt hingegen das Gesetz, da es nach Zeiten der Unsicherheit „stabile und verlässliche Rahmenbedingungen“ schaffe. SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf merkt an, die Regelungen seien „klimatechnisch und sozial verantwortungslos“ und das müsse auch der CDU klar sein. Dabei vergisst er, dass sich seine Partei mit der CDU auf den Kompromiss einlassen will, den CDU-Fraktionschef Dennis Thering wenig überraschend begrüßt.
abendblatt.de, ndr.de, welt.de, mopo.de, tagesschau.de
„Diese Pläne aus Berlin bedeuten faktisch den Abschied von den geltenden Klimazielen.“
Umweltsenatorin Katharina Fegebank hofft, dass der Entwurf keinesfalls zur Realität wird.
Im Trüben schwimmen: Die Projektgruppe „Nein zu Olympia“ des BUND Hamburg befürchtet, dass bei Schwimmwettbewerben in der Alster Schlamm aufgewirbelt wird, der Schwermetalle, Quecksilber und krebserzeugende Substanzen enthält. Die Stadt ist sich dieser Belastungen bislang nicht bewusst. Unklarheiten gibt es auch beim finanziellen Konzept der Stadt für Olympia. Dazu wollte die Linke eine Stellungnahme des Rechnungshofes anregen, sobald die Zahlen vorliegen. Dies lehnten insbesondere die Olympiabefürworter von SPD und CDU ab. Unter anderem mit dem Argument, der Vizebürgermeister der Olympiastadt Paris habe bei einem Frühstück gesagt, die Kosten seien gar kein Problem. Das Finanzierungskonzept des Senats soll in der zweiten Märzhälfte vorgestellt werden. Schon Ende April kann beim Referendum per Brief über die Bewerbung für Paralympische und Olympische Spiele abgestimmt werden.
ndr.de (Alster), taz.de, ndr.de (Olympia)
– Mit Meinung –
„Da oben sitzt er ja.“
Der Präsident des Rechnungshofs, Manfred Jäger verfolgte die Bürgerschaftsdebatte. Die Institution kann auch ohne Auftrag tätig werden. Wenn der Rechnungshof sich keine wirtschaftliche Meinung in der Kürze der Zeit bilden kann, kann man es von wählenden Bürgern auch nicht erwarten.
–Anzeige–
DER FALL BLOCK – 2×2 Karten zu verlosen
Seit Monaten liefern der freie Journalist Michael Maske und der Spiegel-Redakteur Christopher Piltz eine außergewöhnlich präzise und unaufgeregte Einordnung des Prozessgeschehens rund um den „Fall Block“. Sie erklären, was sich feststellen lässt, und markieren klar, wo Grenzen der Erkenntnis liegen. Erstmalig und einmalig am 8. März 2026 im Ernst Deutsch Theater. Das Hamburger Tagesjournal verlost 2×2-Karten. Bei Interesse schicken Sie eine Mail mit dem Betreff „Block“ an hamburg@tagesjournal.de.
Ukraine und Russland im Rathaus: In der Bürgerschaft wurde über die Folgen des Ukraine-Kriegs diskutiert. Einig sind sich alle Fraktionen über die klare Verantwortung Russlands. Fast alle Fraktionen befürworten zudem weitere Unterstützung für die Ukraine. Innensenator Andy Grote verurteilte die Haltung der AfD, die gegen eine weitere Unterstützung ist. Heftig debattiert wurde zudem über den CDU-Antrag, die seit Kriegsbeginn ausgesetzte Städtepartnerschaft mit St. Petersburg endgültig zu kündigen. Die rot-grüne Koalition lehnt dies ab und will die Zäsur beibehalten, um ein Zeichen an die demokratische Bevölkerung Russlands zu senden. Für einen Eklat sorgte zudem der fraktionslose Ex-AfD-Abgeordnete Robert Risch, der mehrfach eine verbotene SA-Parole verwendete.
ndr.de, welt.de, abendblatt.de
Flughafen vor Ansturm: 40.000 Passagiere täglich wollen zum Wochenende in die Sonne oder Schnee fliegen mopo.de
10 Jahre First Stage Theater: Zum Geburtstag gibt es die „Die Jubiläumsgala 2026“ abendblatt.de
Ein Herz für Hunde: Hamburg setzt Hundesteuer für adoptierte Tierheim-Hunde für drei Jahre aus bild.de
Wetter heute: Bewölkt bei sechs bis 13 Grad wetter.net
Θ ZAHL DES TAGES
17 Prozent weniger Verdienst hatten Frauen in Hamburg 2024 gegenüber Männern laut Statistikamt Nord.. Im Bund liegt die Differenz bei 16 Prozent. Frauen erhielten im Durchschnitt 25,29 Euro pro Stunde, während Männer auf 30,40 Euro kamen. Mit Hochschulabschluss beträgt die Lücke sogar 21 Prozent. Gründe hierfür sind Teilzeitarbeit, weniger Führungspositionen und schlechter bezahlte Berufe. Der DGB warnt vor einer wachsenden Rentenlücke und einem damit verbundenen höheren Armutsrisiko.
ndr.de
–Anzeige–
Werben im Hamburger Tagesjournal
Hier könnte Ihre Anzeige an die Stadtgesellschaft stehen. Für eine einmalige Textanzeige berechnen wir 240 Euro. Veranstaltungsanzeigen kosten 195 Euro. Rabatte bei Mehrfachschaltungen sind verhandelbar. Mehr Infos
Θ STADT & LEBEN
Baufeld 73: Das Grundstück in der HafenCity steht für den Wandel der Hamburger Wirtschaft. Ursprünglich war der Platz für den Verlag Gruner + Jahr reserviert. Nach der Abwicklung des von Hamburger Unternehmern gegründeten Verlagshauses wurden die Pläne jedoch ad acta gelegt. Nun errichtet hier die italienische Familie Aponte ein großes Haus, in das die Reederei MSC mit ihrem Deutschlandsitz einziehen soll. MSC ist enger Partner der Stadt, da das Unternehmen Miteigentümer der HHLA ist. Südlich der Deichtorhallen entsteht ein siebenstöckiger, über 100 Meter langer Glasbau mit 15.000 Quadratmetern Bürofläche. Mindestens 1.000 Quadratmeter davon sind öffentlich zugänglich, beispielsweise für einen MSC-Showroom und ein Restaurant für Mitarbeiter und externe Gäste.
ndr.de, welt.de, abendblatt.de
–Anzeige–
Kurzfristig schönes Einzelbüro mit Weitblick auf den Michel zu vermieten. Die 24 qm eignen sich als Einzelbüro oder für bis zu vier Arbeitsplätze. 970 Euro zzgl. MwSt. Direkt Besichtigungstermin vereinbaren. Mehr Informationen: mediafleet.de Kontakt: empfang@mediafleet.de
Restaurant-Tipp – Koreanisch im Grindel: Unweit der Grindelallee versteckt sich der koreanische Imbiss Umami Kimchi. Die schlichte Fassade erinnert an lokale Imbisse in Ostasien – ebenso wie der authentische Geschmack. Das Menü reicht von veganen Reisbowls mit Tofu über populäre Kimchi Tteokbokki – Reiskuchen mit Kimchi – bis hin zu handgezogenen Nudeln. Bis 15 Uhr profitiert man von einem 15-Prozent-Rabatt – für den kleinen Geldbeutel ganz praktisch.
genussguide-hamburg.com
„A Good Place“ : Drei Künstlerinnen, drei individuelle Handschriften: Oksana Tsvetyanska begeistert mit experimenteller Fluid Art voller Emotion und Farbbewegung. Irena Lucia Meyer, seit Jahrzehnten in der Hamburger Kunstszene etabliert, präsentiert Werke mit großer künstlerischer Erfahrung und Ausstellungstätigkeit. LaBruja verbindet in ihrer Malerei Natur, Reisen und weibliche Perspektiven zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Vernissage um 19 Uhr in Nissis Kunstkantine.
szene-hamburg.com
Θ FOFFTEIN
Trauer um Horst Schnoor: Mit dem Hamburger SV gewann Horst Schnoor 1960 die deutsche Meisterschaft und 1963 den DFB-Pokal. Kein Torhüter absolvierte mehr Pflichtspiele für den Verein als der gebürtige Hamburger. Der als „Mann der 1000 Hände“ bekannte Schlussmann ist am Mittwoch im Alter von 91 Jahren gestorben.
ndr.de
Heute ist der Erzähle-ein-Märchen-Tag. Wir wünschen Ihnen einen schönen Donnerstag.
Wenn Ihnen das Hamburger Tagesjournal am 26. Februar gefallen hat, empfehlen Sie uns gerne weiter; einfach diese Mail an Kollegen und Freunde schicken und auf tagesjournal.de anmelden.
Werben Sie für Ihr Unternehmen oder Ihre Veranstaltung im Hamburger Tagesjournal. Schreiben Sie uns, wir beraten Sie gerne. hamburg@tagesjournal.de