Guten Morgen: Spätsommer. *
Θ HAMBURG
Prekäre Hochschulen: Der Streit um die Finanzierung der Hamburger Hochschulen hat sich verschärft. Bei einer Anhörung des Wissenschaftsausschusses durften Hochschulbeschäftigte zunächst nicht als Sachverständige sprechen. SPD und Grüne lehnten dies zunächst ab. Als Kompromiss wurden schließlich doch warnende Stimmen aus den Hochschulen zugelassen. Die HafenCity Universität erwägt derweil rechtliche Schritte gegen die Sparpläne. Auch sechs juristische Organisationen warnen vor den Folgen des Sparens für die Juristenausbildung. Zwar steigen die Hochschulbudgets nominal um zwei Prozent jährlich, diese Steigerung wird aber die zunehmenden Belastungen durch Inflation, höhere Tarif-, Energie- und Infrastrukturkosten nicht decken. Einschnitte bei Lehre und Forschung sind zu erwarten.
welt.de, abendblatt.de, mopo.de
Platte SUVs: Aktivisten des „Widerstands-Kollektivs“ haben in den Stadtteilen Rotherbaum und Winterhude bei zahlreichen SUV-Fahrern die Luft aus den Reifen gelassen. In einem Bekennerschreiben kritisieren sie die Größe, die Umweltbelastung und die mögliche Gefahr der Fahrzeuge für andere Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Kinder. Die Polizei bestätigte zunächst sechs betroffene SUVs in Rotherbaum und weitere Fälle in Winterhude. Während die Gruppe von 60 Fahrzeugen spricht, geht die Polizei von mehr als 40 aus. Das LKA prüft nun, ob eine strafbare Sachbeschädigung vorliegt.
mopo.de, welt.de, welt.de, bild.de
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Letzte Chance: Das Summer Special für den AI.SUMMIT 2026 – Corporate Edition der AI.GROUP am 24. November im CCH Hamburg endet am 30. September. Im Themenfeld KI-Tools im Arbeitseinsatz wird mit Live-Demos und Praxisbeispielen gezeigt, wie OpenAI ChatGPT, Anthropic Claude, Google Gemini und Microsoft Copilot bereits im Unternehmensalltag eingesetzt werden. In der Startup Area powered by Oracle treten junge Unternehmen um drei Awards an. Dazu mehr als 40 AI/KI-Sessions auf drei Bühnen sowie Networking mit über 1.000 Teilnehmenden. Summer Special: 660 € statt 990 € zzgl. MwSt. – nur bis 30. September. Verpassen Sie nicht Ihre letzte Chance auf die Zukunft.
Hapag Lloyd legt nach: Die Hamburger Reederei will die israelische Reederei ZIM für rund 3,5 Milliarden Euro übernehmen. Wegen Bedenken der israelischen Regierung hat Hapag-Lloyd sein Angebot nachgebessert. Israel fürchtet unter anderem um die Versorgungssicherheit in Krisenzeiten, da zu den Hapag-Lloyd-Großaktionären auch Staatsfonds aus Saudi-Arabien und Katar gehören. Nun soll die israelische ZIM-Sparte einen eigenen Liniendienst nach Fernost und Zugang zur Hapag-Lloyd-Flotte erhalten. Zudem soll Israel mehr Kontrollrechte bekommen, etwa bei einem Verkauf von Anteilen ins Ausland.
ndr.de
Zwist zwischen Senat und Deutscher Bahn Vorstandsvorsitzender: Evelyn Palla sagt Gespräch mit Hamburger Wirtschaftsjournalisten „aus Termingünden“ ab
Wetter heute: Wechselnd bewölkt bei 15 bis 22 Grad wetter.net
Θ ZAHL DES TAGES
Nur eine Staatsanwältin in Vollzeit bearbeitet derzeit ein umfangreiches Cum-Ex-Verfahren, das die Staatsanwaltschaft Hamburg von der Kölner Staatsanwaltschaft übernommen hat. Die Akte umfasst 14 Umzugskartons und rund 600 Millionen Dateien und enthält Informationen zu 26 Beschuldigten. Perspektivisch soll ein zweiter Dezernent hinzukommen, der von einem Wirtschaftsreferenten, einer Ermittlungsgruppe des Finanzamts und einem externen IT-Forensiker unterstützt wird. Eine spezielle Ermittlungsgruppe ist nicht geplant. Durch Cum-Ex-Geschäfte entstanden durch unrechtmäßige Steuererstattungen Schäden in Milliardenhöhe.
welt.de
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100 Jahre Rainer Abicht Elbreederei – die große Jubiläumsfahrt.
Am 30. September 2026 fahren die Schiffe und Barkassen der Unternehmensgruppe Abicht in einer besonderen Formation über die Elbe. Angeführt von der historischen Barkasse Otto Abicht, erleben Sie von Bord aus rund zwei Stunden lang die Schiffsparade, Hamburgs Skyline und als festlichen Höhepunkt ein großes Feuerwerk über dem Hafen. Tickets: nur 10 € pro Person statt ab 45 €! Die Erlöse werden vollständig an gemeinnützige Vereine und Organisationen gespendet.
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Europa – von Wolf Achim Wiegand
Wer soll Schweden regieren? Offenbar an der Linkspartei ist der Versuch der Sozialdemokraten (SD) gescheitert, in Stockholm eine Koalitionsregierung zu bilden. Keine zwei Wochen nach der Parlamentswahl hat SD-Chefin Magdalena Andersson die Sondierungsgespräche für gescheitert erklärt. Damit steckt Schweden in einer politischen Sackgasse. Das Aus kam, weil die Linke den liberal-konservativen Politiker Andreas Norlén erneut zum Parlamentspräsidenten küren will. Nun wird der bisherige bürgerliche Regierungschef Ulf Kristersson versuchen, ein Kabinett zu bilden – allerdings hat er keine Mehrheit. Eventuell kommt es zur Minderheitsregierung mit den scharf rechtsgerichteten Schwedendemokraten oder zu Neuwahlen.
derstandard.at, riksdagen.se, stern.de
Papst warnt vor Verrohung: Papst Leo XIV. hat bei seinem ersten Frankreich-Besuch eine deutliche europapolitische Botschaft formuliert. Zum Abschluss seiner Reise rief er in Metz die Jugend dazu auf, trotz Kriegen, Krisen und gesellschaftlichen Spannungen „keine Angst vor der Zukunft“ zu haben. Zugleich kritisierte er eine zunehmende Verrohung im Umgang zwischen Menschen und Staaten: Das gegebene Wort werde missachtet, Lüge und Täuschung würden vielfach zum politischen Mittel. Dabei zeige gerade Europa, wie unterschiedliche Interessen durch Begegnung und Zusammenarbeit statt durch Konfrontation ausgeglichen werden könnten.
tagesschau.de handelsblatt.com
„Europa soll sich weder von Angst noch von Abschottung treiben lassen“
Worte des Papstes Leo XIV möchten Optimismus fördern
Europas Wehrkraft mangelhaft: Trotz erheblicher Anstrengungen klaffen bei der EU weiterhin erhebliche Lücken bei der Verteidigungsbereitschaft. Das sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach Beratungen der 27 Fachminister in Brüssel. Sie verwies ohne nähere Details auf einen neuen Bericht, wonach die Lage besonders problematisch bei Luftverteidigung und Munitionsbeständen sei. Die Lücken müssten dringend geschlossen werden. Die aktuelle Sicherheitslage – vor allem die Bedrohung durch Russland – erhöht den Handlungsdruck. Beobachter sagen, die nationalen Armeen und Rüstungsindustrien seien zu stark zersplittert – es brauche neue einsatzfähige Strukturen.
tagesschau.de
Θ STADT & LEBEN
Gänsemarkt mit Höfen: Am Montag wurde der Grundstein für die „Gänsemarkt Höfe“ gelegt. Nach dem Abriss der früheren Gänsemarktpassage durch den insolventen Signa-Konzern von René Benko klaffte lange Zeit eine Lücke im Stadtbild. Nun soll dort ein zehnstöckiger Gebäudekomplex entstehen. Auf rund 25.000 Quadratmetern sollen 2028 Büros, Geschäfte und Gastronomie fertig gestellt sein. Ob auch Wohnungen gebaut werden, die geplant waren, ist noch offen. Die HanseMerkur Grundvermögen und Quantum investieren einen dreistelligen Millionenbetrag. Finanzsenator Andreas Dressel wertet das Projekt als positives Signal für die Innenstadt und freut sich auf gute Nachbarschaft, wenn auch die sanierte Finanzbehörde wieder genutzt werden kann.
abendblatt.de, ndr.de
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Filmvorführung „Sieben Seelen“: Im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit veranstaltet die Fürstenberg Foundation am 18. Oktober 2026 eine Filmvorführung mit anschließendem Gespräch in der ASTOR Film Lounge. Gezeigt wird der bewegende Dokumentarfilm „Sieben Seelen – Ringen um Familie“ von Stefan Czimmek. Zehn Jahre lang war der Vater des Regisseurs an einer Depression erkrankt. In seinem Film richtet er den Blick auf seine siebenköpfige Familie und darauf, was diese Zeit bei jedem einzelnen Familienmitglied hinterlassen hat. Offen, ehrlich und mit überraschendem Humor erzählt „Sieben Seelen“ von familiärem Zusammenhalt, Sprachlosigkeit, Belastung und dem Versuch, miteinander ins Gespräch zu kommen.
fuerstenberg-foundation.de
Spot on: Hamburg Startups: Mit „Next Big Brand“ feierte ein neuer Pitch-Wettbewerb Premiere. Über 30 Startups hatten sich beworben, vier von ihnen hatte das Medienunternehmen STRÖER in seine Hamburger Dependance in der Speicherstadt eingeladen. Dank der hohen Qualität der Präsentationen gab es gleich mehrere Gewinnerinnen und Gewinner. Mit der Idee, ungewöhnliche Orte wie das eigene Wohnzimmer zu Schauplätzen von Konzerten zu machen, ist das Startup SofaConcerts schon viele Jahre erfolgreich. Mit dem neuen Format „Office Crasher“ kommen nun auch Büros dazu. Unternehmen können Musikschaffende buchen, die unangekündigt in ein laufendes Meeting kommen und für 30 bis 45 Minuten spielen. Das Hamburger EdTech-Startup fobizz wird Teil von Infinitas Learning und damit Teil einer europäischen Bildungsgruppe mit Unternehmen in sechs Ländern. Das Team um Gründerin und CEO Dr. Diana Knodel bleibt komplett an Bord.
next-big-brand, office-crasher, fobizz
Restaurant-Tipp – Traditionelle griechische Küche: In einer Nebenstraße der Hohenluftchaussee liegt in einem schönen, idyllischen Umfeld das Elies, das mit gut gegrillten griechischen Klassikern in tollem Ambiente überzeugt. Der Genuss hat allerdings seinen Preis. Dennoch ist das Elies eine Top-Adresse für alle, die griechische Küche einmal fleischlos genießen möchten oder mit Familie und Kindern unterwegs sind, denn hier werden alle mitgedacht. Wer mit einem gut gefüllten Portemonnaie kommt, geht garantiert nicht hungrig nach Hause.
genussguide-hamburg.com
Gamerausch ist ein kuratorisches Format an der Schnittstelle von Kino und Spielkultur. Im Rahmen regelmäßiger Veranstaltungen zeigt Gamerausch ausgewählte Videospiele auf der großen Leinwand und setzt sie durch Diskussionen mit Gästen aus Kultur, Wissenschaft und der Spieleentwicklung in einen Kontext. Das Format betrachtet Spiele als kulturelle Werke und schafft einen gemeinsamen Raum, um sie gemeinsam zu erleben und zu diskutieren. Im Rahmen des Filmfest Hamburg 2026 findet Gamerausch von Cinema Futura um 16.30 Uhr im Abaton erstmals in Hamburg statt.
abaton.de
Θ FOFFTEIN
Satz mit „X“: Hochbahn und HVV haben die Entwicklung der „Max-App“ für ganz Deutschland vorerst gestoppt. Mit dieser App sollten Verkehrsunternehmen deutschlandweit ein gemeinsames Angebot nutzen können, anstatt eigene Apps entwickeln zu müssen. In Hamburg hatte der inzwischen geschasste Ex-Geschäftsführer Robert Henrich das Projekt vorangetrieben. Nun will sich die Hochbahn zunächst auf die Zusammenführung der HVV-App und HVV Switch konzentrieren. Gleichzeitig läuft der Vertrag mit dem Dienstleister Jakala zum Jahresende aus. Jakala will deswegen 50 Mitarbeiter entlassen. HVV und Hochbahn wollen Kosten sparen und anschließend neue Konditionen verhandeln. Ob Jakala nach den Neuverhandlungen künftig weiter für die Hochbahn tätig sein wird, ist noch offen.
abendblatt.de, ndr.de
Heute ist der Weltherztag. Wir wünschen Ihnen einen schönen Dienstag.
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