Ehrenbürger sorgt sich, Viel Kritik am Senat, Kriegsverbrechen vor Oberlandesgericht, Natur in der HafenCity

Guten Morgen: Zeitenwende. *

Θ HAMBURG

Ehrenbürger sorgt sich: Vor der Landtagswahl am Sonntag in Sachsen-Anhalt hat Udo Lindenberg davor gewarnt, die AfD zu wählen. Er begründet dies mit dem populistischen Parteiprogramm und nimmt dabei einige Forderungen unter die Lupe, die für Deutschland nichts Gutes bedeuten. Ähnlich sieht es die Hamburgerin Franziska Hoppermann. Die CDU-Generalsekretärin warnt vor dem als rechtsextrem eingestuften Landesverband. Markus Söder und Hendrik Wüst unterstützen den Wahlkampf im Osten mit Auftritten. Der Radiosender Ahoy! macht den Sonntag zum Aktionstag und sendet Grüße nach Sachsen-Anhalt. Intendant Lars Meier will damit auch für den Journalismus kämpfen, der bei einem Sieg der AfD gefährdet wäre. Die Partei will als erstes den NDR-Staatsvertrag kündigen.
facebook.UdoLindenberg, abendblatt.de, welt.de

Wer Deutschland WIRKLICH liebt, wählt schwarz rot gold, gelb oder grün oder lila, aber definitiv NICHT blau.
Udo legt sich fest.

– Mit Meinung –
Viel Kritik am Senat: Die Haushaltsumschichtungen des rot-grünen Senats sorgen für Protest und Probleme. An der HAW muss ein Studiengang für Pflegende eingestellt werden. Die HafenCity Universität bangt um den Bereich „Gebäudeausrüstung mit digitaler Infrastruktur”. Beide Bereiche sind gefragte Zukunftsherausforderungen. Unterstützung für die HCU kommt von Architekten- und Ingenieurverbänden. In Altona werden überraschend lokale Hilfsangebote für drogenkranke Menschen geschlossen. Dafür sollen andere zentrale Angebote gestärkt werden, um den sozialen Bedarf zu bündeln. Dieses Pooling von Unterstützung folgt zwar einer betriebswirtschaftlichen Logik, scheint bei der Schulbegleitung aber nicht zu funktionieren. Der NDR berichtet von einer Hamburger Schule, in der kein Unterricht gewährleistet werden kann, da es an Begleitung fehlt. Gleichzeitig mietet die Sozialbehörde im Harburger Binnenhafen ein modernes Designhotel für ukrainische Geflüchtete an, denen selbstverständlich eine gute Unterbringung zu wünschen ist. Damit wird jedoch die Stadtentwicklung im technologisch aufstrebenden Bezirk massiv ausgebremst. Die Behörde war sich der Konsequenzen offenbar nicht mal bewusst.
abendblatt.de, ndr.de (Hochschulen), mopo.de (Drogenhilfe), ndr.de (Schule), abendblatt.de (Harburg)

Der Sozialbehörde ist jetzt die Bedeutung des Ortes bewusst geworden.
So soll es SPD-Bezirkssenator Andreas Dressel gesagt haben. Das klingt nicht nach „Die ganze Stadt im Blick“.
abendblatt.de

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Hamburg grüßt Sachsen-Anhalt. Am Wahlsonntag, 6. September, sendet ahoy Radio stündlich Grüße an alle, die sich dort für Demokratie und Pressefreiheit einsetzen. Denn wenn unabhängiger Journalismus und öffentlich-rechtlicher Rundfunk unter Druck geraten, geht das ganz Deutschland an. Wir stehen an eurer Seite. Bleibt stabil, zeigt Haltung und bleibt demokratisch, Sachsen-Anhalt. Einschalten über DAB+ oder auf ahoyradio.de

Kriegsverbrechen vor Oberlandesgericht: Der Prozess um die Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines soll am 14. Oktober am Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg beginnen. Angeklagt ist der ukrainische Staatsangehörige Serhii K., dem die Bundesanwaltschaft vorwirft, die Sabotageaktion im September 2022 koordiniert zu haben. Damals wurden Sprengsätze an den Gasleitungen angebracht, die anschließend schwer beschädigt wurden. Die Anklage wirft ihm unter anderem ein Kriegsverbrechen und die Zerstörung von Bauwerken vor. Unklar ist, ob der Anschlag in Abstimmung mit staatlichen Stellen in der Ukraine erfolgte, was Präsident Selensky dementiert hat.
welt.de, ndr.de

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Ich freue mich, dass die Transferaktivitäten des HSV inzwischen medial positiv besprochen werden. Das war nicht in allen Jahren so.“ In der neuen Folge von „Wie ist die Lage?“ spricht Hamburgs Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation Dr. Melanie Leonhard mit Lars Meier über die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und die Bedeutung der maritimen Weltleitmesse SMM. Außerdem geht es um den DFB-Pokalabend des HEBC gegen Borussia Dortmund, die neue Sternbrücke und die politische Lage in Sachsen-Anhalt. Neue Folgen von „Wie ist die Lage?“ gibt es jeden Freitag um 12 Uhr und immer samstags, 11 Uhr, bei ahoy Radio sowie auf allen gängigen Streaming-Plattformen. „Wie ist die Lage?“ – Der wöchentliche Blick auf Hamburg mit Lars Meier und wechselnden Gästen aus Politik, Kultur, Sport und Wirtschaft.

Ist was Persönliches: Zwei Tote an der Lagerstraße werden zum Problem für Box-Promoter Ismail Özen abendblatt.de
Kicken mit Herz: Auf UKE-Aktion am Sonntag liegt ein Schatten, weil der Sponsor juristischen Ärger hat abendblatt.de

Wochenend-Wetter: Wechselnd bewölkt mit Schauern bei zwölf bis 20 Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

500.000 Euro jährlich investiert Hamburg in die Förderung des Spitzensports. Derzeit erhalten 83 Athletinnen und Athleten monatlich zwischen 200 und 400 Euro. Voraussetzung ist, dass sie eine olympische oder paralympische Sportart betreiben, für einen Hamburger Verein starten und einem Bundeskader angehören. Nach dem Aus der Hamburger Olympiabewerbung soll die Unterstützung des „Team Hamburg” ausgebaut werden. Laut Alexander Harms gibt es dafür bereits weitere interessierte Unternehmen. Bislang unterstützen rund 70 Hamburger Firmen den Spitzensport.
ndr.de

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Europa – von Wolf Achim Wiegand

Machtkampf in Brüssel: Der monatelange Machtkampf zwischen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas spitzt sich zu. Es geht um den Umbau des Auswärtigen Dienstes. Da Deutschland und Frankreich das letzte außenpolitische Wort bei der Präsidentin ansiedeln wollen, befürchtet Kallas, sie könnte ihren Einfluss als koordinierende EU-Chefdiplomatin verlieren. Der Kompetenzkampf um die Führung der europäischen Außenpolitik kommt zur Unzeit. Ukraine-Krieg, Nahostkrise und wachsender Druck durch Russland und China erfordern die Bündelung von Kräften.
politico.eu, euronews.com, european-union.europa.eu

Sánchez unter Druck: Die Migrationspolitik der linkssozialistischen Regierung unter Pedro Sánchez wird in Spanien immer mehr zum Problem. Zehntausende Menschen haben gegen illegale Einwanderung demonstriert. Anlass war, dass rund 72.000 Migranten Ende Juli aus Marokko in die spanische Exklave Ceuta geströmt sind. Immer noch kampieren Tausende dort, was die Einwohner beunruhigt. Kritiker werfen Sánchez vor, das nordafrikanische Gebiet mit der Krise allein zu lassen. Der schiebt die Schuld an dem Ansturm auf Russland und Israel, legt aber keine Beweise vor.
srf.ch, merkur.de

Ausland guckt hin: Überwiegend in Sorge und mit Anspannung blickt das europäische Ausland auf die am Sonntag stattfindende Wahl zum Landtag in Sachsen-Anhalt. Das Newsportal Politico meint: „Deutschlands extreme Rechte sieht einen kleinen östlichen Bundesstaat als Sprungbrett zur nationalen Macht“. Stimmen in Frankreich, Finnland oder Portugal befürchten, die demokratischen Institutionen der Bundesrepublik könnten destabilisiert werden. In Osteuropa dominieren geopolitische Ängste, etwa über mögliche Risse im gesamteuropäischen Konsens gegen Russland. Andere deuten das Wahlverhalten u.a. als wirtschaftliche Transformationsängste nach der Wiedervereinigung.
eurotopics.net, politico.eu

Die extreme Rechte wächst: eine weitere deutsche Mauer.
Auch in Übersee schaut man hin, hier: Resumen Latinoamericano (Argentinien)

Θ STADT & LEBEN

Natur in der HafenCity: Der ADAC hat den „Tourismuspreis Hamburg 2026” verliehen. Den Innovationspreis erhielt die „Botschaft der Wildtiere“ in der HafenCity. Sie setzte sich gegen weitere nominierte Projekte wie das „Lego Discovery Centre“ und das „Port des Lumières“ durch. Die Jury würdigte den Erlebnis- und Bildungsort dafür, Naturbildung innovativ und emotional in die Großstadt zu bringen. Auf rund 2.200 Quadratmetern in einem Holzhaus macht eine multimediale Ausstellung die heimische Tier- und Pflanzenwelt interaktiv erlebbar. Ergänzt wird das Angebot durch ein Naturfilmkino und eine Lernwerkstatt. Als Preis gibt es unter anderem eine Videokampagne von Ströer.
abendblatt.de

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Hamburg war lila. Der HEBC verlor gegen Dortmund auf dem Feld, gewann aber auf den Rängen und in den Herzen. Die Gute Leude Fabrik und den HEBC verbinden Leidenschaft und die Überzeugung: Erfolg ist nicht nur eine Frage des Budgets. Besonderer Dank ans Bezirksamt Eimsbüttel, das unser lila Herz so schnell und perfekt umgesetzt hat. Viel lila Liebe an Edeka Niemerszein, Die kleine Konditorei, Lidl, die Haspa und alle anderen Eimsbüttlerinnen. Da kommt noch was… guteleudefabrik.de

Restaurant-Tipp – Echt chinesisch: Manchmal braucht es nur einen Bissen, um zu merken: Hier wird nicht für den europäischen Gaumen gekocht, sondern mit echter Überzeugung für die chinesische Küche. Genau dafür steht das Chuan Heritage in Hoheluft-Ost. Das Genuss-Michel-Testsieger-Restaurant 2026/2027 in der Kategorie China bringt die feurigen Aromen der Sichuan-Küche authentisch auf den Teller, mit hausgemachten Dumplings, aromatischem Chiliöl, würzigem Schweinebauch und Gerichten, die kompromisslos Charakter zeigen. Statt angepasster Klassiker erwarten die Gäste intensive Gewürze.
genussguide-hamburg.com

HASTAM Festival: Drei Tage lang, vom 4. bis 6. September, bietet das Bürgerhaus Wilhelmsburg Künstler:innen in der Diaspora den Resonanzraum, der ihnen in ihren Herkunftsländern verwehrt bleibt. Das Festival bringt mehr als 20 hochkarätige Acts der jungen politischen Kunst aus Iran und Afghanistan auf die Bühne. Mit der Kraft und Schönheit ihrer Musik, Filme, Bühnenstücke und Bilder erheben sie sich gegen Patriarchat und Unterdrückung – in Iran, Afghanistan und darüber hinaus. Kefaya & Elaha Soroor verbinden afghanische Folktraditionen mit Jazz, Elektronik und Psychedelic Rock um 20.30 Uhr.
szene-hamburg.com

Θ FOFFTEIN

Freude in der Holstenstraße: Nach der Evakuierung eines einsturzgefährdeten Hauses Ende Juli mussten die Bewohner viele persönliche Gegenstände zurücklassen. Nachdem der hintere Gebäudeteil bereits abgerissen worden war, startete am Donnerstag eine Rettungsaktion für die verbliebenen Habseligkeiten. Über einen Hubsteiger und eingeschlagene Fenster konnten Mitarbeiter der Abrissfirma Kisten und Säcke aus den Wohnungen bergen. Die Mieter hatten zuvor Listen mit den wichtigsten Gegenständen erstellt. So konnten unter anderem Bücher, Kleidung, Platten, Dokumente und Pflanzen gerettet und an ihre Besitzer zurückgegeben werden.
ndr.de

Heute ist der Tag der Wohltätigkeit. Kommen Sie gut durch den Freitag und wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende. Am Montag lesen wir uns wieder.

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