Senat uneinig, Grüne sortieren sich, Olympia-Crunchtime beginnt, Soulkitchen bleibt kalt

Guten Morgen: Stern des Kiezes. *

Θ HAMBURG

Senat uneinig: SPD-Finanzsenator Andreas Dressel begrüßt die Beschlüsse der schwarz-roten Bundeskoalition gegen hohe Energiepreise. Diese sehen unter anderem eine befristete Senkung der Mineralölsteuer um 17 Cent ab etwa Mitte Mai vor. „Das ist ein wichtiges Signal, das nicht zerredet werden sollte“, ordnet Dressel ein. Die Grüne Umweltsenatorin Katharina Fegebank sieht das jedoch ganz anders und zerredet: „Wer in dieser Situation fossile Energien subventioniert, hat nicht verstanden, dass diese für unsere Abhängigkeit in Krisen verantwortlich sind. Das ist das Gegenteil von nachhaltiger Politik“, lässt Fegebank wissen. Sie hätte eine Senkung der Stromsteuer bevorzugt, von der auch Unternehmen profitiert hätten. Die Rechnung – hier ist man sich einig – sollen in jedem Fall die Raucher zahlen.
ndr.de, mopo.de, facebook.andreas.dressel

Das macht die Lage nicht einfacher.
Die finanziellen Auswirkungen des Krieges in Nahost bedeuten zusätzlichen Druck auf die Haushaltsberatungen.
ndr.de

Grüne sortieren sich: Bei der Landesmitgliederversammlung der Hamburger Grünen am Sonnabend soll eine grundlegende Strukturdebatte darüber angestoßen werden, ob die basisdemokratische Versammlung bei knapp 7.000 Mitgliedern noch zeitgemäß ist. Erwägt wird ein Delegiertenmodell, das mehr Verbindlichkeit, Transparenz und Repräsentanz schaffen soll. Bis 2027 soll ein entsprechendes Konzept erarbeitet werden. Weiterhin wollen die Grünen gemeinsam mit der SPD die Olympia-Bewerbung Hamburgs unter strengen sozialen und ökologischen Auflagen anstreben, wobei die Grüne Jugend gegen die Spiele ist. Ein weiterer Leitantrag sieht mehr Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen vor, darunter elektronische Fußfesseln und Deeskalationshaft, aber auch die Stärkung von Präventionsmaßnahmen.
welt.de, abendblatt.de, mopo.de

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Crunchtime beginnt: Die Auseinandersetzung um Olympia gewinnt zunehmend an Schärfe. Abendblatt-Autor Matthias Iken hatte schon angedeutet, wie wortstark die Gegner von Olympia aufgestellt sind. Nun kommen Bilder von NOlympia dazu, die den Senat als kokssüchtigen Stadionverehrer darstellen und Messerverbrechen gegen Olympia verherrlichen. Die Linke veröffentlicht Animationen wie Olympia dem Bürger das Geld aus der Hose zieht. Dagegen halten will die Initiative OlympJA, die sich am Dienstag um 11 Uhr am Jungfernstieg vorstellen will. Höhepunkt der Kampagne sollen schöne Bilder werden, wenn sich am 24. April – dann liegen die Briefwahlunterlagen für das Referendum vor – möglichst viele sportbegeisterte Hamburger und Hamburgerinnen in sportlichen Trikots treffen und ihre Zustimmung für Olympische und Paralympische Spiele sowie die Hoffnung auf ein besseres Hamburg ausdrücken wollen.
facebook.nolympiahamburg, facebook.Fraktion.DIE.LINKE.Hamburg, olympja.hamburg, abendblatt.de

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Pause im Block-Prozess: Angeklagte können wohl wegen Lufthansa-Streik nicht rechtzeitig anreisen bild.de
Freddy Quinn glücklich: Sein Haus in Poppenbüttel wurde endlich an einen Kaufmann verkauft, der es erhalten will welt.de

Wetter heute: Bewölkt mit Schauern bei sechs bis 14 Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

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4 Kilometer für den guten Zweck? Im Team? Na klar! Der HafenCity Run 2026 am 30. Mai bietet zum 24. Mal den perfekten Rahmen für einen gelungenen Betriebsausflug: Gemeinsam aktiv sein, Teambuilding an der frischen Luft betreiben, den wachsenden Stadtteil erlaufen und damit Spenden für soziale Projekte in Hamburg generieren. Das ist das bestechende Erfolgsrezept des traditionsreichen Firmenlaufs zugunsten des Charity-Partners Hamburger Abendblatt hilft e.V.! Belegschaft, Familie und Freunde, Jung und Alt, mit und ohne Beeinträchtigung, gemächlich und schnell – hier sind alle willkommen! Anmeldungen für Teams ab zehn Personen unterhafencityrun.de

53 Millionen Euro investiert Hamburg in einen Neubau am Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus.
Auf rund 8.000 Quadratmetern sind neue Funktions- und Stationsbereiche geplant, darunter fünf OP-Säle, eine größere Notaufnahme, moderne Kreißsäle sowie Stationen für Geburtshilfe und Gynäkologie. Das Krankenhaus in Volksdorf behandelt jährlich mit 1.000 Mitarbeitenden etwa 30.000 Patientinnen und Patienten und begleitet rund 1.000 Geburten.
ndr.de

Europa – von Wolf Achim Wiegand

Saubermachen in Budapest: Nach der historischen Ungarn-Wahl schauen Beobachter mit Spannung auf die nächsten Schritte von Sieger Péter Magyar und Verlierer Viktor Orbán. Der seit 16 Jahren zuletzt autokratisch agierende nationalistische Regierungschef könnte versucht werden, seinem designierten Nachfolger einige Stolperfallen in den Weg zu legen. Allerdings hat der Wahlsieger angekündigt, die bisherigen Seilschaften mit seiner Zweidrittel-Mehrheit aus den Ämtern zu drängen. Explizit nennt der Christdemokrat den Staatspräsidenten, den Obersten Staatsanwalt und die Spitzen von Verfassungsgericht und Medienaufsicht.
fr.de, welt.de, deutschlandfunk.de (Porträt)

Ich fordere alle Marionetten, die uns die (Orbán-)Regierung in den Nacken gesetzt hat, zum Rücktritt auf
Péter Magyar will in Budapest klar Schiff machen.

Knirschen im EU-Finanzgebälk: Ein veritabler Streit ums liebe Geld ist zwischen dem Europäischen Parlament und der Kommission ausgebrochen. Die einzige direkt gewählte EU-Institution droht der obersten Behörde, die Verhandlungen über den neuen mehrjährigen Finanzrahmen massiv zu verzögern – möglicherweise bis 2027. Das könnte wichtige Projekte blockieren. Der Streit dreht sich um die Verteilung von mehrjährig gestreckten ca. 1,8 Billionen Euro. Die Volksvertreter finden die Vorschläge der Kommission zu wenig ehrgeizig. Außerdem wollen sie mehr Mitsprache und Druckmittel bei neuen Einnahmequellen und zentralen Themen wie Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit und Unterstützung der Ukraine.
politico.eu, europeansources.info

EU greift nach Sternen: Europa will beim neuen Wettlauf zum Mond künftig eine deutlich größere Rolle spielen – mit dem langfristigen Ziel einer eigenen Forschungsstation. Konkret plant die Europäische Weltraumorganisation ESA, zunächst ihre Fähigkeiten auszubauen. So sollen bis etwa 2030 eigene Missionen und Technologien zeigen, dass Europa unabhängig operieren kann, etwa mit einem eigenen Mondlander („Argonaut“). Dann soll Schritt für Schritt eine dauerhafte Mond-Präsenz entstehen. Bislang ist dabei die Kooperation mit den USA unverzichtbar, jedoch will die EU langfristig eigenständig im All operieren.
derstandard.de, zeit.de

Θ STADT & LEBEN

Soulkitchen bleibt kalt: Die legendäre Halle in Wilhelmsburg ist am Montag abgerissen worden. Sie diente 2009 als Kulisse für den Film „Soul Kitchen“ von Fatih Akin und war später Ort für Kulturprojekte. Lange wurde über ihre Nutzung debattiert. Pläne, sie in einen „Kulturkanal“ einzubinden, scheiterten jedoch. Nachdem sie bereits 2013 als einsturzgefährdet eingestuft worden war, wurde die Nutzung untersagt, dennoch fanden weiterhin Events statt. Im Jahr 2024 beschloss der Senat trotz Protesten von Anwohnern den Abriss. Nun ist die Halle verschwunden und die Fläche liegt in der Hand der Wirtschaftsbehörde, die sie als Gewerbegebiet sichern will.
ndr.de, abendblatt.de

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Spot on: Hamburg Startups – 10.000 sollten es werden und 10.000 wurden es: Der Future Leader Summit hat sein Ziel bei der Teilnehmerzahl erreicht und noch viel mehr. Er verbreitete positive Stimmung in schwierigen Zeiten und machte deutlich, wie viel Potenzial in der Hamburger Startup-Szene steckt. Sein Potenzial bereits bewiesen und in einer Finanzierungsrunde 3 Millionen Euro eingesammelt hat Hyground. Zu verdanken hat es das einer KI, die IT-Ausfallzeiten reduziert. Schwieriger an das große Geld zu kommen hat es das Startup myProtectify. Dabei behandelt es ein gesellschaftlich besonders relevantes Thema, nämlich häusliche Gewalt, und macht betroffenen Frauen Hilfsangebote.
summit, hyground, myprotectify

Restaurant-Tipp – Genuss mit Tradition und Legende: Im Zum Wattkorn gibt es das Who Is Who norddeutscher Küchenklassik: Grützwurst, Kohlrouladen, Pannfisch und Wildspezialitäten. Tim Woitaske hat das Erbe vom legendären Ex-Pächters Michael Wollenberg mit Bravour übernommen.
genussguide-hamburg.com

„Entombed“: Bis zum 10. Mai zeigt der Kunstverein eine Auswahl von Videoarbeiten aus zehn Jahren Zusammenarbeit von Hsu Che-Yu und Chen Wan-Yin. In ihren Werken verbinden die Künstler dokumentarische Recherche, digitale Simulation und spekulative Erzählweisen. Im Fokus stehen Taiwans jüngere Geschichte und die Frage, wie Geschichte konstruiert wird. Dabei untersuchen sie das Zusammenspiel von Politik, Technologie und verdrängtem Wissen. Mithilfe von Interviews, Reenactments und 3D-Scanning machen sie verborgene und schwer zugängliche Räume sichtbar. Am Dienstag um 19.30 Uhr werden im Abaton vier frühere Videos gezeigt. Anschließend findet ein Gespräch mit den Künstlern und dem Kurator Martin Karcher statt.
abaton.de, kunstverein.de

Θ FOFFTEIN

Stern des Kiezes: Theatermacher Corny Littmann erhält einen Stern auf der Reeperbahn. Das Bezirksamt Mitte lobt seinen Einsatz seit rund fünf Jahrzehnten für das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Stadt. Die feierliche Verlegung des Sterns ist für den Sommer geplant. Bislang wurde diese Auszeichnung nur einmal vergeben: Udo Lindenberg erhielt sie bereits 1996.
ndr.de

Heute wird im DESY der World Quantum Day gefeiert. Wir wünschen Ihnen einen schönen Dienstag.

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