Krise die Dritte, Mutloses Olympia-Hamburg, Resilienz lernen auch bei Hamburger Fußball-Lehrstunden

Guten Morgen: Hozzáállás. * Haltung. *

Θ HAMBURG

Krise, die dritte: Finanzsenator Andreas Dressel bringt sich in die Diskussion ein, wie Bürger in schwierigen Zeiten entlastet werden können. Die Bundesregierung tagte dazu am Wochenende, ein Ergebnis wurde jedoch nicht verkündet. Derweil lässt der US-Präsident am Montag die Preise an den Zapfsäulen steigen und die Inflation befeuern. Trump will wieder alle töten und den Seeweg sperren, den er vorher befreien wollte. Die Reaktion der davon zuerst betroffenen asiatischen Welt dürfte nicht lange auf sich warten lassen. Angesichts der Lage plädiert Dressel für eine Wiederauflage der Inflationsausgleichsprämie. Dieses Instrument wurde bereits für die Folgen von Corona und des russischen Angriffskriegs eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Zahlung von Arbeitgebern an Arbeitnehmer, die steuer- und abgabenfrei ist.
facebook.andreas.dressel, tagesschau.de, abendblatt.de, spiegel.de

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Resilienz lernen: Ab Montag reisen Bürgermeister Peter Tschentscher und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther erstmals gemeinsam mit einer 60-köpfigen SPD-CDU-Delegation an die Nato-Ostflanke. In den fünf Tagen stehen in Danzig, Vilnius und Riga rund 20 Termine auf dem Programm. Hintergrund ist die Sorge vor russischer Aggression, mit der die Anwohner der Ostseeküste schon lange leben und auf die sie besser vorbereitet sind als die beiden deutschen Länder. Die Regierungschefs wollen vor Ort Erkenntnisse darüber gewinnen, wie die Bevölkerung besser auf Krisen vorbereitet werden kann. Im Fokus stehen Resilienz, zivile Verteidigung, Cybersicherheit und digitale Souveränität. Die Reise soll zudem die allgemeine Zusammenarbeit im Ostseeraum stärken.
welt.de

Dort haben die Menschen schon einen gepackten Rucksack im Keller.
Bürgermeister Tschentscher will auch Hamburger fit für die Flucht vor Russen machen,
welt.de

Mund abwischen und weiter: In Spielen gegen Spitzenteams mussten beide Hamburger Bundesligaklubs erkennen, dass sie sich auf einem anderen Leistungsniveau befinden. Der HSV unterlag beim VfB Stuttgart chancenlos mit 0:4 und muss es am Sonnabend im Derby gegen das abstiegsbedrohte Werder Bremen besser machen. Die 0:5-Niederlage des FC St. Pauli gegen Bayern München hatte phasenweise Slapstickcharakter. Unnötige Fehler im Aufbauspiel verschlechterten das im Abstiegskampf wichtige Torverhältnis. Auch die Kiezkicker haben mit dem 1. FC Köln am Freitag einen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte vor der Brust, der allerdings am Sonntag gegen Werder Bremen erstmals wieder gewinnen konnte.
ndr.de (HSV), millernton.de (FCSP)

Der VfB legte sich den Aufsteiger zurecht wie eine hilflose Schülermannschaft.
Sowohl der HSV als auch der FCSP ließen die wichtige Grundordnung vermissen.
abendblatt.de

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Webinare zu Finanzplanung in wirtschaftlich unsicheren Zeiten: Unsichere Märkte, hartnäckige Inflationssorgen, neue Fragen rund um Vermögen und Vorsorge: Wer heute gute Entscheidungen treffen will, braucht Orientierung. Genau die bieten zwei FORAIM-Webinare: Am Dienstag, 14.04. um 19 Uhr erfahren Sie im Webinar Ruhestandsplanung, wie Sie Ihren Ruhestand finanziell tragfähig aufstellen. Am Donnerstag, 16.04. um 19 Uhr zeigt das Webinar Geldanlage, welche Anlageformen, Risiken und Chancen in bewegten Zeiten relevant sind. Verständlich, praxisnah und mit Blick auf Ihre persönliche Situation. Melden Sie sich gern an: Ruhestandsplanung und/oder Geldanlage
FORAIM

Körber sortiert sich neu: Technologie-Konzern feiert auch Richtfest für neuen Standort welt.de
Lufthansa-Personal streikt: Hamburg Airport am Montag und Dienstag betroffen abendblatt.de

Wetter heute: Bewölkt mit Schauern bei sechs bis zehn Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

5.000 Menschen demonstrierten laut Polizei am Sonnabend auf dem Rathausmarkt für die Prüfung rechtsextremer Parteien durch das Bundesverfassungsgericht. Das sind nicht wenige Menschen, die jeden Monat vor Ort sind. Die Aktion ist Teil der bundesweiten Kampagne „PRÜF“ – Prüfung rettet übrigens Freiheit -. Die Veranstalter fordern, dass Parteien überprüft werden, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder als gesichert rechtsextrem eingestuft sind. Auch in Städten wie Berlin und München beteiligten sich zahlreiche Menschen an ähnlichen Demonstrationen.
abendblatt.de

Europa – von Wolf Achim Wiegand

Ungarn – bald Orbán-freie Zone? Er hat es geschafft. Ungarns proeuropäischer Oppositionskandidat Péter Magyar hat sein neues Bündnis zur stärksten Kraft gemacht. Um 21.15 Uhr verkündete der Ex-Diplomat, der Jura in Hamburg studiert hat, dass „Premierminister Viktor Orbán uns am Telefon zu unserem Sieg gratuliert.“ Orbán hat seit 16 Jahren zunehmend autokratisch regiert. In EU-Hauptstädten knallten Sektkorken beim Abgesang auf den AfD-, Trump- und Putin-freundlichen EU-Quertreiber. Anhänger des Christdemokraten Magyar sprachen von einem „Fest der Demokratie“. Aber Beobachter warnen: Orbáns Leute kontrollieren weiter Institutionen und Medien – sie werden dem Neuen das Leben schwer machen. Orbán scheiterte an Unmut über Wirtschaftsprobleme, Lehrermangel, Korruption und seiner EU-Feindschaft.
bild.de, facebook.peter.magyar

Heute Abend schlägt das Herz Europas in Ungarn stärker, ein Land findet seinen Weg nach Europa zurück.
So gratulierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihrem Parteikollegen Péter Magyar.

Trumps Hormus-Wahnsinn: Die Ankündigung von Donald Trump, die vor Iran gelegene Seestraße von Hormus zu sperren, lassen die Alarmglocken bei Europas Handel, Reedereien und Häfen läuten. Die Maßnahme des US-Präsidenten richtet sich gegen alle Schiffe im Transit. Damit will der Mann im Weißen Haus das Mullah-Regime zu Verhandlungen zwingen. Doch für Europa bedeutet das eine handfeste Energie- und Wirtschaftskrise durch steigende Preise, gestörte Lieferketten und Inflationsgefahr. Die EU weist etwa Pläne für Durchfahrtsgebühren oder Gemeinsamkeiten der USA mit Iran klar zurück und prüft Schutzmissionen für Handelsschiffe. Großreedereien wie Hapag-Lloyd, Maersk oder CMA CGM meiden die Region ganz.
welt.de euronews.com

Iran-Krieg stört Luftfahrt: Auch Europas Luftverkehr steuert auf eine ernsthafte Belastungsprobe zu – mit Notfallplänen, Engpässen und steigenden Preisen. Die Vorboten zeigten sich am Wochenende auf den italienischen Airports Mailand-Linate, Bologna, Treviso und Venedig – dort wurden Flugzeuge wegen Kerosinmangels nur noch nach Priorität betankt. Sowohl Ryanair wie ACI Europe warnen vor einer womöglich flächendeckenden Treibstoffknappheit im Sommer mit Flugausfällen und deutlich höheren Ticketpreisen. Auch die Lufthansa bereitet sich aktiv vor – bis zu 40 Flieger könnten am Boden bleiben, um Sprit zu sparen.
bild.de, rnd.de

Θ STADT & LEBEN

– Anmerkung –
Olympia-Philosophie: Der nicht unstreitbare Abendblatt-Kolumnist Matthias Iken hatte sich für ein eindeutiges Ja beim Referendum ausgesprochen, weil die Spiele eine Chance für Hamburg seien. Die Reaktionen darauf waren wohl so eindeutig, dass er dazu lieber nichts mehr schreibt. Aber er sieht im Negativen und Ablehnenden – hier der Olympischen und Paralympischen Spielen – ein deutsches Muster nach Jahren schlechter Politik, das die Bürgerinnen und Bürger Vertrauen in das Land verlieren. Das mag gut beobachtet sein, aber erklärt nicht, wieso München begeistert für die Spiele gestimmt hat. Und auch das oft als dysfunktional wahrgenommene Berlin erklärt in Umfragen deutlich für eine Bewerbung zu sein. Es scheint dann doch mehr eine mutlose Hamburger Haltung zu sein, die Risiken über die Chancen zu stellen.
abendblatt.de, facebook.lars.meier, rbb24.de

Olympische Sommerspiele stoßen in der Gunst der Leserbrief- und E-Mail-Schreiber ungefähr auf so viel Gegenliebe wie Kopfläuse, Knöllchen oder Knoblauchatem.
wie der Kolumnist konsterniert konstatiert.

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-Tatort-Kritiker-
Peinlich, peinlich.. Der Kölner Tatort versucht sich an irgendwas zwischen Krimi und Satire. Das geht gehörig schief. Hinter den Kulissen der beliebtesten Kindersendung im Fernsehen: Erst stirbt der Kameramann, dann der Moderator. Da soll das Haifischbecken TV-Branche seziert werden. Natürlich sind alle Leute mit Verantwortung arrogante A… . Die Dialoge rumpeln unangenehm vor sich hin. Selbst die Sätze von Ballauf und Schenk klingen wie aufgesagt. Komiker Max Giermann als Star aller Kinder mit Hang zu cholerischen Ausrastern gibt sich alle Mühe, aber bei diesem holzschnittartigen Drehbuch scheitert auch er. Die überdramatisierte Inszenierung mit Splitscreen, den bemühten Anspielungen aufs TV-Geschäft und die plumpe Auflösung tun ihr Übriges. Das war diesmal leider nix.
Tatort-Experte: Henning Kleine, Chef vom Dienst, Sat.1 Landesstudio Hamburg

Restaurant-Tipp – Tisch des Gastgebers: Früh kommen lohnt sich im Table Dot in der Altstadt – beliebte Lunchgerichte sind schnell vergriffen. Die wöchentlich wechselnde Karte setzt auf saisonale, regionale Küche mit modernen Einflüssen. Bowls, Pasta und Mezze überzeugen!
genussguide-hamburg.com

„Hamburg, Wache 16“: Der Hamburger Schauspieler und Kabarettist Michael Ehnert präsentiert die Premierenlesung seines ersten Romans. Das Buch ist am 6. April erschienen und erzählt, basierend auf der Geschichte seines Vaters, vom Kiez der 1970er-Jahre. Im Mittelpunkt steht die weniger bekannte Wache 16, die für besonders harte Fälle zuständig war. Ehnert verbindet persönliche Erinnerungen mit einem lebendigen Porträt dieser Zeit. Die Lesung bietet neben Textauszügen auch Anekdoten, Einblicke in Hamburgs Geschichte und ein anschließendes Publikumsgespräch. Um 19.30 Uhr im im St. Pauli Theater.
st-pauli-theater.de

Θ FOFFTEIN

Heute feiert die Hamburger Schauspielerin Mignon Remé ihren 60. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! Kommen Sie gut in die Woche und wir wünschen Ihnen einen schönen Montag.

Wenn Ihnen das Hamburger Tagesjournal am 13. April gefallen hat, empfehlen Sie uns gerne weiter; einfach diese Mail an Kollegen und Freunde schicken und auf tagesjournal.de anmelden.

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One thought on “Krise die Dritte, Mutloses Olympia-Hamburg, Resilienz lernen auch bei Hamburger Fußball-Lehrstunden

  1. Olympia

    Wir Hamburger sind nicht mutlos, sondern ehrbar – mit stolzem republikanischen Herzen. Wir möchten nicht an einer Veranstaltung profitieren, die von einer in Teilen korrupten und prinzipienlosen Clique von Sportfunktionären durchgeführt wird.
    Mut zu Großprojekten brauchen wir in Hamburg nicht zu beweisen. Wir leben mit republikanischem Stolz in einer der großartigsten Städte Europas, was die vielen Besucher beweisen. Das wird auch ohne Olympia so bleiben.

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