Guten Morgen: Geld im Umlauf. *
Θ HAMBURG
Hafenkoordinator winkt mit Geld: Hamburg könnte künftig erstmals Bundesmittel aus dem milliardenschweren Fördertopf „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) für Hafeninfrastruktur erhalten, berichtet die BILD. Geplant ist, damit unter anderem Verkehrsachsen, Kaimauern und schwerlastfähige Kräne zu finanzieren. Die Investitionen sollen sowohl der Wirtschaft als auch der Sicherheit dienen, da die Infrastruktur im Ernstfall auch für den Transport schweren militärischen Geräts genutzt werden könnte. Hintergrund ist der schlechte Zustand vieler über 100 Jahre alter Hafenanlagen. Der maritime Koordinator der Bundesregierung und CDU-Landeschef, Christoph Ploß, erwartet bis zum Jahreswechsel eine Entscheidung. Ab 2028 könnten zwölf von Hamburg vorgeschlagene Stadtteile Fördergebiet werden.
bild.de
Viele Fälle für das Schwarzbuch: Mit elf Fällen aus Hamburg so vielen wie nie zuvor hat der Bund der Steuerzahler für 2026/27 so viele Fälle in sein Schwarzbuch aufgenommen. Der Verband kritisiert dabei vor allem ausufernde Kosten, fehlende Wirtschaftlichkeitsprüfungen und mangelnde Transparenz. Zu den größten Beispielen zählt das Zentrum für Ressourcen und Energie der Stadtreinigung, dessen Kosten von ursprünglich 234 Millionen auf bis zu 780 Millionen Euro steigen könnten. Auch der Oberhafentunnel, dessen Kosten auf 27,9 Millionen Euro stiegen, wird kritisiert. Weitere Beispiele sind die nach fast zehnjähriger Entwicklung eingestellte Ticket-App „hvv Any“, teure oder fehlerhaft aufgestellte Parkbänke, das Seniorenticket ohne Bedürfnisprüfung sowie die für 2,6 Millionen Euro sanierte und später wieder verfüllte Toilettenanlage in der City.
welt.de, ndr.de, abendblatt.de
„Ob 14.800 Euro oder 780 Millionen Euro: Steuergeld bleibt Steuergeld. Die Verantwortlichen müssen bei jedem Projekt so sorgfältig entscheiden, als müssten sie die Rechnung am Ende selbst bezahlen.“
Verbandschef-Chef Sascha Mummenhoff mahnt einen sorgsameren Umgang mit öffentlichen Mitteln an.
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Die Wanderausstellung „Wa! Germany – Die Expo zu Gast in Deutschland“ im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) bringt den Deutschen Pavillon der Expo 2025 Osaka nach Hamburg. Vom 5. Oktober bis 18. Oktober 2026 ist die Ausstellung im Foyer des Bezirksamtes Hamburg-Mitte in der Caffermacherreihe zu sehen und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, innovative Projekte aus Deutschland und zentrale Zukunftsthemen interaktiv zu entdecken. Hamburg und Osaka pflegen eine enge Beziehung, seit nunmehr 37 Jahren verbindet die beiden Metropolen eine Städtepartnerschaft. Vom 13. April bis 13. Oktober 2025 fand in Osaka, Kansai, Japan die letzte Weltausstellung statt.
Polizeipräsident will gehen: Falk Schnabel will Hamburg voraussichtlich im Frühjahr 2027 aus familiären Gründen verlassen und nach Nordrhein-Westfalen zurückkehren. Die Findungskommission der Stadt Köln hat den 57-Jährigen für das Amt des Beigeordneten für Sicherheit, Ordnung und Recht vorgeschlagen. Während Schnabels dreijähriger Amtszeit – recht lange für seine Verhältnisse – wurden unter anderem die Zusammenarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft, das Risikomanagement und die Drohnenabwehr ausgebaut. Zudem entstanden eine neue Einsatzzentrale und Maßnahmen für mehr Sicherheit am Hauptbahnhof. Innensenator Andy Grote lobte das Wirken von Schnabel. In der Polizeiführung hatte es jüngst schon eine Änderung gegeben. Timo Zill wird neuer Polizeivizepräsident und folgt auf Mirko Streiber, der nach 43 Dienstjahren in den Ruhestand geht.
welt.de
HSV sucht Startups: Der Verein möchte sich auch technologisch neu aufstellen und veranstaltet zu diesem Zweck einen „Tech & Innovation Day”. Ziel der Veranstaltung ist es, das Stadionerlebnis zu verbessern, die Nachhaltigkeit zu stärken und KI-Inspirationen für die Partner des HSV zu finden. Wer dafür Ideen hat, kann sich nun bewerben. Trainer Merlin Polzin muss derweil auch überlegen, wen er beim Testspiel am Sonnabend gegen den FC Kopenhagen aufstellt. Diverse Verletzungen und Länderspiel-Abwesenheiten verkleinern den Kader. Zumindest soll der wieder genesene Abwehrchef Sebastiaan Bornauw die Möglichkeit erhalten, wieder in diese Rolle zu schlüpfen.
hsv.de, abendblatt.de
–Veranstaltung–
DER FALL BLOCK – Der angesagte TOP-Podcast kommt erneut auf die Bühne
Die Live-Premiere war ausverkauft, das Interesse des Publikums groß und die Resonanz außergewöhnlich positiv. Deshalb kehren der freie Journalist Michael Maske und Spiegel-Redakteur Christopher Piltz mit ihrem Podcast „Der Fall Block“ am Montag, den 20. Dezember 2026, auf die Bühne des Ernst Deutsch Theaters zurück. Seit Monaten analysieren die beiden Journalisten Woche für Woche das Prozessgeschehen. Mit dem bevorstehenden Ende des Prozesses erhält der zweite Live-Abend eine besondere Aktualität.
ernst-deutsch-theater.de
Verkehrsader bleibt gesperrt: Amsinckstraße wird nach Wasserrohrschaden lange gesperrt bleiben ndr.de
Kein Kürzungshaushalt: Finanzsenator Andreas Dressel spricht von Wir-wachsen-langsamer-Haushalt abendblatt.de
Wochenend-Wetter: Wechselnd bewölkt bei 14 bis 21 Grad wetter.net
Θ ZAHL DES TAGES
40,1 Millionen Euro will der Senat für den Erwerb und Betrieb der „Factory Hammerbrooklyn“ bezahlen um den zentralen Innovations- und Start-up-Campus neu zu beleben. Die mehrheitlich städtische Start-Up Labs Hamburg GmbH soll den rund 6000 Quadratmeter großen Pavillon kaufen. Geplant sind Renovierungen, mehr Barrierefreiheit, neue Ausstattung und Brandschutzmaßnahmen. Ab April 2027 könnten Flächen vermietet werden. Ziel ist es, Start-ups stärker zu vernetzen und neue Unternehmen nach Hamburg zu holen. Als Ankermieter sind die „Impossible Founders“ vorgesehen.
mopo.de
Europa – von Wolf Achim Wiegand
Minderjährige mobben Macron: In Frankreich eskalieren zum Teil gewaltsame Schülerproteste gegen Lehrermangel, schlechte Klassenausstattung, überfüllte Räume und hohen Leistungsdruck. Die Bewegung hat von Paris aus das ganze Land erfasst – mit Barrikaden, Brandstiftungen und Angriffen sowie verletzten Polizisten und hunderten Festnahmen. In Marseille wurden Lehrer mit Benzin übergossen. Die Regierung steht wegen der EU-weit höchsten Staatsverschuldung unter erheblichem Sparzwang, auch in der Bildung. Präsident Emmanuel Macron zeigt Verständnis für die Sorgen der Jugendlichen, stellt sich aber klar gegen Gewalt. Besonders stark mischt die Linke mit, der das Mitte-Rechts-Lager Instrumentalisierung vorwirft.
t-online.de, n-tv.de
Sánchez’ sozialer Sprengstoff: Auch in Spanien gibt es landesweite Straßenproteste. Dabei geht es um zu knappen Wohnraum – ein Problem, das die linkssozialistische Regierung von Pedro Sánchez nicht in den Griff bekommt. Symbol des Unmuts ist ein Zeltcamp mitten in der Hauptstadt. Ausgelöst wurde das Aufbegehren, nachdem eine 87-jährige, schwerbehinderte Frau mit Polizeigewalt aus ihrer Madrider Wohnung zwangsgeräumt wurde – nach 70 Jahren fehlte ihr die Miete. Die überwiegend linksgerichteten Demonstranten fordern Sánchez auf, Mieter zu schützen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Der reagierte mit einem Maßnahmenpaket, hat aber keine Mehrheit im Parlament.
youtube.com, zeit.de
Europas Nationalfeiertage: Europa zelebriert seine Staats-„Geburtstage“ nicht überall nur mit Militärparaden, Staatsreden und Fahnen. In vielen der fast 50 Länder zwischen Bosporus und Nordatlantik gibt es einige recht eigenwillige Traditionen. In Norwegen etwa übernehmen die Kinder die Straßen. In Finnland macht man es still mit zwei blau-weißen Kerzen im Fenster. Und in der Schweiz brennen die Berge – nach Einbruch der Dunkelheit entflammen die Eidgenossen auf Bergen und Anhöhen Feuer. In der EU-Hauptstadt Brüssel wiederum zieht die Pinkelstatue Manneken-Pis eines von mehr als 900 Gewändern an.
european.expert
Θ STADT & LEBEN
Kultur mit Nachkarten: Der ehemalige Intendant des Hamburg Balletts, Demis Volpi, hat sich erstmals ausführlich zu seinem Rücktritt geäußert. Nach massiver Kritik aus dem Ensemble – unter anderem wegen eines schlechten Arbeitsklimas und mangelnder Kompetenz – habe er sich öffentlich als „Monster“ dargestellt gesehen. Die Vorwürfe hätten ihn zunächst gelähmt und an sich selbst zweifeln lassen. Volpi widerspricht insbesondere dem Vorwurf, bei Proben kaum anwesend gewesen zu sein. Er habe sich bewusst nicht öffentlich verteidigt, um die Konflikte intern zu lösen. Enttäuscht ist er von Kultursenator Carsten Brosda, der ihn trotz mehrfacher Bitten nicht öffentlich unterstützt hat. Die Kulturbehörde erklärte dagegen, sie habe viel Zeit in die Vermittlung investiert, doch nicht alle Beteiligten seien für Ratschläge offen gewesen.
zeit.de, ndr.de
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Filmvorführung „Sieben Seelen“: Im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit veranstaltet die Fürstenberg Foundation am 18. Oktober 2026 eine Filmvorführung mit anschließendem Gespräch in der ASTOR Film Lounge. Gezeigt wird der bewegende Dokumentarfilm „Sieben Seelen – Ringen um Familie“ von Stefan Czimmek. Zehn Jahre lang war der Vater des Regisseurs an einer Depression erkrankt. In seinem Film richtet er den Blick auf seine siebenköpfige Familie und darauf, was diese Zeit bei jedem einzelnen Familienmitglied hinterlassen hat. Offen, ehrlich und mit überraschendem Humor erzählt „Sieben Seelen“ von familiärem Zusammenhalt, Sprachlosigkeit, Belastung und dem Versuch, miteinander ins Gespräch zu kommen.
fuerstenberg-foundation.de
Restaurant-Tipp – Von außen zwar weniger italienisch, aber von innen mamma mia! Die Trattoria Campo da Franca in Eppendorf überzeugt unsere Tester so sehr, dass sie am liebsten den ganzen Abend dort verbringen würden, denn Koch Franco weiß als süditalienisches Original mit seiner Handwerkskunst zu überzeugen. Außerdem importiert er sämtliche Zutaten aus seiner Heimat und bereitet mit seinem Team alle Speisen selbst zu, das schmeckt man! Auf jeden Fall einen Besuch wert.
genussguide-hamburg.com
„Wirf einen Schatten“: Nach ihrer Nominierung für den Debütpreis des Harbour Front Literaturfestivals 2023 kehrt Elena Fischer mit ihrem zweiten Roman „Wirf einen Schatten” nach Hamburg zurück. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Joseph, der allein auf seinem Hof lebt, nachdem seine Frau und sein Sohn ihn verlassen haben. Als die junge Birdie auf der Flucht vor ihrer Familie bei ihm Zuflucht sucht, beginnt eine unerwartete Begegnung. Während Birdie ihm von ihrer Liebsten und ihren Träumen erzählt, stellt sich Joseph Ängsten und Wahrheiten, vor denen er lange geflüchtet ist. Der in den Sechzigerjahren spielende Roman erzählt feinfühlig davon, wie Menschen einander Halt geben und retten können, ohne es zu wissen. Lesung um 19:30 Uhr in der St.-Pauli-Kirche.
szene-hamburg.com
Θ FOFFTEIN
Wieder Licht im Hafen: Nach 100 Jahren Abicht Reederei am Mittwoch wurde am Donnerstag zum 25. Jubiläum von Disneys „Der König der Löwen“ der Hafen erneut ausgeleuchtet. Bis zum 11. Oktober leuchtet der „Golden Port“. Rund um das Stage Theater an der Elbe werden ausgewählte Gebäude und Wahrzeichen täglich von 19 bis 23 Uhr in warmes Licht getaucht – inspiriert vom Sonnenaufgang Afrikas. Das Lichtkunstwerk stammt natürlich von Michael Batz. Zur Eröffnung gab es eine Drohnenshow mit Motiven aus dem Musical. Seit Dezember 2001 wird „Der König der Löwen“ an der Elbe aufgeführt und hat dort bereits mehr als 17 Millionen Besucher erreicht.
mopo.de
Heute ist der Tag des Lächelns. Kommen Sie gut durch den Freitag und wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende. Am Montag lesen wir uns wieder.
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