Guten Morgen: Schleichende Skepsis. * Schlechte Kommunikation. * Schluss am Hopfenmarkt. *
Θ HAMBURG
Wempe verbarrikadiert sich: Welches Ausmaß an Gewalt bei der Demonstration junger Menschen am Sonnabend in der City zu erwarten ist, bleibt ungewiss. Nach den Plünderungen bei jugendlichen Demonstrationen in anderen Ländern zieht der Juwelier Konsequenzen. In Hamburg sind wegen des Feiertags ohnehin alle Geschäfte geschlossen. Die Polizei erwartet einen friedlichen Verlauf, ist aber dennoch mit Hundertschaften vor Ort. Die Schülervertretung, die es ja wissen sollte, hält sich von der Veranstaltung fern, da sie nicht beurteilen kann, wer die Veranstaltung organisiert und welchen Einfluss die Organisatoren haben. Offiziell soll mit einem Zug vom Jungfernstieg zum Lohmühlenpark für bessere Bildung und weniger Militarismus demonstriert werden.
bild.de, ndr.de, mopo.de
„Wir freuen uns, dass die Jugend ihre Stimme erhebt und ihr Recht zu freier Meinungsäußerung ernst nimmt. Aber wir distanzieren uns von jeglicher Eskalation und Gewalt. Europaweit sehen wir gerade, dass Proteste ausarten können.“
Pia Langer, die Vorsitzende der Schüler:innenkammer Hamburg, bleibt lieber vorsichtig.
ndr.de
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„JazzTracks424 – eine mehrfach mit dem APPLAUS der Initiative ausgezeichnete Veranstaltungsreihe In der Halle424 im Oberhafen – steht für hochkarätige Jazz-Konzerte mit überwiegend internationaler Besetzung. Am Samstag, den 7. November, 20 Uhr bekommen wir Besuch von PETROS KLAMPANIS. Neben dem griechischen Bassisten, auch „Bass Ace“ genannt, sind der Pianist Kristjan Randalu aus Estland und der Israelische Schlagzeuger Ziv Ravitz zu hören. Das Trio präsentiert bei uns exklusiv in intimer Atmosphäre sein neuestes, bisher unveröffentlichtes Werk ‚96‘. Es beschäftigt sich mit Erinnerung, Wahrnehmung und den Spuren, die zurückbleiben, wenn die Erlebnisse selbst bereits zu verblassen beginnen. Infos und Tickets: halle424.de
Sparen an der Bildung: Die Universität Hamburg plant nun doch, im Zuge der Sparmaßnahmen Studiengänge zu streichen und das Studienangebot zu kürzen. Damit widerspricht sie ihrer Aussage von vor zwei Wochen, wonach keine entsprechenden Schließungen vorgesehen seien. Betroffen sind zwei Studiengänge im Fachbereich Informatik sowie die Kosmetikwissenschaft. Die Universität begründet die Einschnitte mit veränderten Rahmenbedingungen und dem Konsolidierungskurs des Senats. Bereits eingeschriebene Studierende können ihr Studium regulär fortsetzen und abschließen. Das Informatikstudium als solches bleibt weiterhin bestehen.
ndr.de, mopo.de
Kritik an Sozialsenatorin: In einem offenen Brief kritisiert das Hamburger Spendenparlament die umstrittene Neuvergabe der Integrationszentren. Es warnt vor dem Verlust bewährter Beratungsstrukturen und fordert eine Überprüfung der Entscheidung. Nach der Vergabe an die Stiftung Berufliche Bildung musste der langjährige Träger Verikom Insolvenz beantragen. Auch der ehemalige CDU-Sozialsenator Dietrich Wersich und der Paritätische Wohlfahrtsverband bemängeln die kurzen Fristen und die schlechte Kommunikation. Schlotzhauer verteidigt die Neuausrichtung mit veränderten Rahmenbedingungen durch die gestiegene Zahl Geflüchteter und kündigt eine modernere, mobilere und digitalere Beratung an.
ndr.de, abendblatt.de
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„Ich glaube schon, dass man den Elbtower zu Ende bauen sollte. Ich glaube, die Alternative ist nicht sonderlich attraktiv.“ In der aktuellen Folge von „Wie ist die Lage?“ spricht Ralf Neubauer, Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Mitte, über die Lage in St. Georg, Gen-Z Proteste und seine Haltung zum Weiterbau des Elbtowers. Neue Folgen von „Wie ist die Lage?“ gibt es jeden Freitag um 12 Uhr und immer samstags, 11 Uhr, bei ahoy Radio sowie auf allen gängigen Streaming-Plattformen. „Wie ist die Lage?“ – Der wöchentliche Blick auf Hamburg mit Lars Meier und wechselnden Gästen aus Politik, Kultur, Sport und Wirtschaft.
Kicken an Allerheiligen: Der FC St. Pauli empfängt am Sonntag um 13.30 Uhr den 1. FC Nürnberg. Die von WM-Legende Mirko Klose trainierten jungen Clubberer sind sehr gut in die Saison gestartet, aber auch die Kiezkicker stehen derzeit defensiv recht gut, was Potenzial für eine gute Platzierung schaffen kann. Der HSV will später um 17.30 Uhr bei Eintracht Frankfurt eine erfolgreiche Revanche für die verlorene Pokalpartie erzielen. Trotz der Niederlage zeigten die Rothosen eine engagierte Leistung. Angesichts der vielen Verletzten muss Trainer Merlin Polzin für das Spiel im Waldstadion wieder eine neue Lösung für das Personal finden.
bild.de (FCSP), abendblatt.de (HSV)
Leitmedium sortiert sich: Cordula Schmitz, Digital Chefredakteurin des Abendblatts, übernimmt nun auch die wirtschaftliche Verantwortung für die Zeitung. Der bisherige Chef Christian Siebert wechselt ab Januar zu den Funke-Fernsehzeitschriften, wo er Jochen „Maserati” Beckmann ablöst. Der Haudegen will derweil auch nach langen Jahren bei Springer und Funke noch nicht in den Ruhestand gehen, sondern sich weiterhin für die nationalen Marken der Gruppe engagieren.
kress.de
Wochenend-Wetter: Meist bewölkt mit Schauern bei fünf bis elf Grad wetter.net
Θ ZAHL DES TAGES
829.742 Fahrzeuge waren in Hamburg im dritten Quartal des Jahres angemeldet. Das ist der höchste Wert seit Jahren, was die CDU als Scheitern der Hamburger Verkehrspolitik bezeichnet. Die Verkehrsbehörde argumentiert, dass der hohe Wert aus Neuzulassungen gewerblicher Anbieter resultiert, deren Autos etwa als Mietwagen bundesweit im Einsatz seien. Derweil fahren schon 19,1 Prozent der Neuzulassungen mit einem elektrischen Antrieb.
abendblatt.de
Θ DEUTSCHLAND & BERLIN
Linke Berliner Bürgermeisterin in spe hat Angst: Elif Eralp lässt den Spiegel, also nicht ihren sondern das Magazin, wissen, dass sie Angst vor einem offenbar propalästinensische Terrorsympathisanten Berlin mit Kontakten zur Hamas hat, der von ihrer Partei goutiert wird spiegel.de, zdfheute.de
Europa – von Wolf Achim Wiegand
EU blockiert TikTok-Bremse: Die EU-Kommission hat Österreichs geplantes SocialMedia-Verbot für Kinder unter 14 Jahren vorerst auf Eis gelegt. Eigentlich sollte es Anfang 2027 in Kraft treten. Brüssel kassiert das Gesetz, weil es einen Flickenteppich nationaler Regeln verhindern will und einen eigenen EU-weiten Jugendschutz im Internet erarbeitet. Der soll nach bisherigen Plänen noch schärfer sein als die Regelung aus Wien – das Verbot für den Zugang zu TikTok, Instagram & Co. würde bereits 13-Jährige erfassen, eigene Nutzerkonten sollen in der EU erst ab 15 Jahren erlaubt sein.
derstandard.at
Neue Ära bei Zentralbank: Wegen vorzeitigen Abgangs von Präsidentin Christine Lagarde bei der Europäischen Zentralbank wird es zur umfassenden Neuordnung an der Spitze der Euro-Hüter kommen. Am Donnerstag wurde bekannt, dass die Französin im Februar gut ein halbes Jahr vor Amtsende an die Spitze des Weltwirtschaftsforums in Davos wechseln soll. Der Zeitpunkt ihres Rücktritts gilt als politisch brisant, da die Euro-Staaten nun noch vor der französischen Präsidentenwahl im April 2027 die Nachfolge ohne Mitsprache europaskeptischer Rechter in Paris regeln könnten.
ecb.europa.eu, consilium.europa.eu
Neue Atlantikachse: Mit großen Erwartungen hat in Montreal das Gipfeltreffen zwischen Kanada und der Europäischen Union begonnen. Vor Beginn hatte es zunächst Streit um die Benennung der geplanten Sonderstellung Kanadas in der EU gegeben. Bundeskanzler Friedrich Merz bremste mit anderen Regierungschefs die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aus, die das nordamerikanische Land als „assoziiertes Mitglied“ mit der EU verzahnen wollte – nun ist zurückhaltender von einer „Allianz für die Zukunft“ die Rede. Geplant ist die Kooperation bei Wirtschaft, Sicherheit und gemeinsamen internationalen Interessen wie dem Krieg um die Ukraine. Sowohl die EU als auch Kanada wollen sich damit unabhängiger von den USA machen.
tagesschau.de, n-tv.de
Θ STADT & LEBEN
Bernstorffstraße begeistert: Die Hofgemeinschaft Viva la Bernie hat ihr Fundraising-Ziel von drei Millionen Euro nach vielen Verlängerungen rechtzeitig erreicht. Ein anonymer Hamburger Spender stellt die fehlenden 800.000 Euro bereit. Damit ist die Voraussetzung erfüllt, um den Verkauf des Areals an der Bernstorffstraße 117 an die Hofgemeinschaft weiterzuverfolgen. Insgesamt soll das Grundstück 9,2 Millionen Euro kosten. Nun ist die Stadt Hamburg gefragt: Sie könnte eine Risikobürgschaft übernehmen oder das Gelände für rund 6,2 Millionen Euro kaufen. Die Eigentümer signalisieren auch Gesprächsbereitschaft, um für das interessante Areal neue Lösungen mit den Mietern zu finden. Sollte kein Erwerb durch die Stadt zustande kommen, könnten Mietverträge angepasst und weitere Investitionen geprüft werden.
abendblatt.de
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Wer macht Hamburg besser, ohne viel Aufhebens darum zu machen? Für den Annemarie Dose Preis 2026 suchen MenscHHamburg e. V. und die Hamburger Tafel Menschen und Initiativen, die hinschauen, anpacken und ganz praktisch etwas bewegen. 21.000 Euro Preisgeld stehen dafür bereit. Bewerbungen und Vorschläge: mensch.hamburg
Restaurant-Tipp – Von wegen hässlich! Das Ugly Duckling in der Hamburger Altstadt entpuppt sich als echter Schwan unter den französischen Bistros. Lenja Bahlburg und Clément Noel servieren hier saisonal wechselnde Nose-to-Tail-Küche und leidenschaftlich ausgewählten Naturwein.
Besonders die über Heu geräucherte Ochsenherztomate und das zarte Pulled Beef auf Waffel
mit Kimchi-Mayo begeistern unsere Tester, nur die Portionen dürften etwas größer ausfallen.
Die Karte ist eher fleischlastig, vegetarische Extrawünsche erfüllt die Küche aber gern.
genussguide-hamburg.com
„Queens of the Dead“: DJ Dre bereitet im New Yorker Stadtteil Brooklyn eine große Drag-Show in ihrem Club Yum vor. Doch als eine Zombie-Apokalypse ausbricht und Untote in den Club eindringen, müssen Dragqueens, Club-Kids und Partygäste ihre Konflikte beiseitelegen und gemeinsam ums Überleben kämpfen. Mit High Heels, Glitter und Cocktailshakern stellen sie sich der Bedrohung. „Queens of the Dead“ verbindet blutigen Zombie-Splatter mit queerem Glamour und schwarzem Humor. Um 16.30 Uhr im Savoy Kino.
szene-hamburg.com
Θ FOFFTEIN
Stadtentwicklung zu teuer: Die Kulturbehörde hat die Pläne für das Archäologische Fenster am Hopfenmarkt gestoppt. Das Museum sollte die Überreste der rund tausend Jahre alten „Neuen Burg” der Öffentlichkeit zugänglich machen und den Parkplatz aufwerten. Vor vier Jahren wurde im Rahmen eines Architektenwettbewerbs der Entwurf eines lang gezogenen Holzpavillons ausgezeichnet. Doch die Kosten überstiegen bereits in der Planungsphase deutlich das vorgesehene Budget, wie die Kulturbehörde mitteilte. Der Direktor des Archäologischen Museums bedauert die Entscheidung. Hamburg verpasse damit die Chance, sein bedeutendes archäologisches Erbe an diesem historischen Ort sichtbar zu präsentieren.
abendblatt.de
Heute ist der Weltspartag. Kommen Sie gut durch den Freitag, Halloween, Reformationstag und das Wochenende. Am Montag lesen wir uns wieder.
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