Die Drei und die Stadtreinigung, Unser Olaf orientiert, Olga belastet Lady C., Zeitgeschichte mit Esther Bejarano

Guten Morgen: Helden in Serie. *

Θ HAMBURG

– Leitartikel –
Die Drei und die Stadtreinigung: Diesmal haben Abendblatt-Autor Jens Meyer-Wellmann, der CDU-Umweltexperte Sandro Kappe und der Chef des Steuerzahlerbundes, Sascha Mummenhoff, die Stadtreinigung im Visier. Beim Bau des Zentrums für Ressourcen und Energie in Stellingen steigen die Kosten erneut deutlich und die Fertigstellung verzögert sich weiter. Die moderne Anlage soll Wertstoffe aus Hausmüll trennen und Strom sowie Fernwärme erzeugen. Ursprünglich waren 234 Millionen Euro veranschlagt, zuletzt lag der Kostenrahmen bei 534 Millionen Euro – doch auch dieser gilt nun als nicht haltbar. Wie die Drei aufdecken, wurde das Ausmaß des Problems erst erkannt, nachdem der langjährige Stadtreinigungschef Rüdiger Siechau ausgeschieden war. Umweltsenatorin Katharina Fegebank muss es nun wieder richten. In anderen Folgen hatten die Drei schon Hamburg Wasser, Hamburg Energie und die Hamburger Energienetze im Fokus. Bäderland, ebenfalls im Beritt von Fegebank, sollte gut vorbereitet sein.
abendblatt.de, stadtreinigung.hamburg

Womit ist dieser Senat eigentlich nicht überfordert?
Steuerzahlerbund-Chef Sascha Mummenhoff gibt noch einen Seitenhieb in Richtung Olympia mit.
abendblatt.de

Unser Olaf orientiert: Ex-Kanzler Olaf Scholz sortierte sich am Dienstag in der Patriotischen Gesellschaft und viele Besucher und Medien kamen. In die Niederungen der Tagespolitik zog es ihn jedoch nicht. Er blickte auf die großen Linien. Dabei hat er besonders die wachsende Rolle des Globalen Südens vor Augen. Das passt zu Medienberichten, denen zufolge Scholz die Leitung einer Nord-Süd-Kommission des Bundes übernehmen soll, um den Austausch mit Ländern wie China, Indien sowie den afrikanischen und südamerikanischen Staaten auf Augenhöhe voranzutreiben. Die neue Aufgabe soll offiziell bei der Hamburg Sustainability Conference bekannt gegeben werden, die vom 29. bis 30. Juni im Rathaus und der Handelskammer stattfindet.
zdfheute.de, abendblatt.de, welt.de, ndr.de, sustainability-conference.org

Ich würde dafür stimmen
Wenn Scholz noch in Hamburg wählen dürfte, würde er für Olympia in der Stadt stimmen.
welt.de

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Lesung und Gespräch zu den NSU-Morden und den Medien: Am Freitag 29. Mai sprechen die Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger und die Rechtsanwältin Seda Başay-Yıldız im Altonaer Museum um 19 Uhr über rechten Terror, mediale Verantwortung und die Perspektiven der Opfer. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Blutiger Boden. Die Tatorte des NSU“ statt. Moderation: Laura Hertreiter, Leiterin des Feuilletons der ZEIT. Ein Abend über Recht und Unrecht, mediale Verantwortung und die Frage, wie eine demokratische Gesellschaft auf rechten Terror reagiert. Vorab findet um 18 Uhr eine Führung durch die Ausstellung statt. Eintritt frei.
shmh.de

Olga belastet Lady C.: Im Prozess um die mutmaßliche Kindesentführung an Silvester 2023 hat vor dem Landgericht Hamburg erneut die Zeugin Keren Tennenbaum alias „Olga“ ausgesagt. Die 51-jährige Israelin gilt als enge Vertraute von Christina Block und soll an der Entführung beteiligt gewesen sein. Tennenbaum widersprach Blocks Darstellung und erklärte, Block habe gewusst, dass die Kinder an einen isolierten Ort gebracht würden. Eine WhatsApp-Nachricht mit „Frohes Neues Jahr“ habe bedeutet: „Wir haben die Kinder.“ Zudem bestritt die Zeugin, dass Blocks verstorbene Mutter hinter der Tat stecke. Christina Block weist weiterhin jede Kenntnis der Entführungspläne zurück.
mopo.de, ndr.de, abendblatt.de

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„Zwischen App und Ausbeutung: Wer bringt unser Essen?“ Lieferdienst-Fahrer*innen bringen Mahlzeiten und Einkäufe bis zur Haustür. Der Komfort hat seinen Preis: Viele Rider*innen arbeiten unter prekären Bedingungen – vorenthaltener Lohn, unklare Zuständigkeiten, hoher Druck und kaum transparente Sub Unternehmen. Welche politischen Forderungen haben die Rider*innen, was würde ihre Arbeitsbedingungen verbessern? Die NGG Region Hamburg Elmshorn und die FES Nord laden am Dienstag, 2. Juni ins Schrödingers ein zum World Café (17.30 Uhr) zu den Arbeitsbedingungen bei Lieferdiensten mit (ehemaligen) Rider*innen und (18.30-20 Uhr): Gespräch mit Mark Baumeister (NGG) und Jan Koltze (Hamburger Bürgerschaft). Hier kostenfrei anmelden.

Wieder Probleme: Stellwerksstörung bei Deutscher Bahn führt zu Einschränkungen auf der Strecke Hamburg Berlin ndr.de
Betäubt und vergewaltigt: Hamburger Autorin Claudia Wuttke macht auf eine Gesetzeslücke aufmerksam ndr.de
Tiefe Verbundenheit: Torhüter Daniel Heuer Fernandes verlängert Vertrag mit HSV bis 2028 mopo.de
Erben verpflichtet? Erbschaften sind ungleich verteilt, erklärt Finanzsenator Andreas Dressel heute Abend fes.de

Wetter heute: Sonnig bei sieben bis 21 Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

200.000 Euro Schmerzensgeld fordert eine Familie und wirft der Stadt Hamburg vor, ihre Fürsorgepflicht verletzt zu haben. Der tödliche Angriff auf zwei Mitarbeiter des Zuführdienstes in Hamburg-Eißendorf im Jahr 2018 wird nun vor dem Landgericht Hamburg zivilrechtlich aufgearbeitet. Ein psychisch kranker 28-Jähriger hatte damals einen Molotow-Cocktail auf die Behördenmitarbeiter geworfen, als sie ihn in eine psychiatrische Klinik bringen wollten. Orhan Kiliç starb an schweren Verbrennungen, sein Kollege wurde schwer verletzt. Laut Anwalt Fatih Zingal seien die Mitarbeiter nicht ausreichend geschützt und ausgerüstet gewesen.
abendblatt.de, facebook.zingalfatih

Werben im Hamburger Tagesjournal
Hier könnte Ihre Anzeige an die Stadtgesellschaft stehen Für eine einmalige Textanzeige berechnen wir 240 Euro. Veranstaltungsanzeigen kosten 195 Euro. „Mit 43.000 Abonnentinnen und Abonnenten und einer Öffnungsrate von 40 % liefert die Publikation messbar bessere Engagement-Werte als jedes klassische Nachrichtenmedium in der Stadt — die digitalen Riesen eingeschlossen. Die KI Agentin der führenden Digitalagentur Serviceplan empfiehlt höhere Preise. Vorerst bleiben Rabatte bei Mehrfachschaltungen verhandelbar. Mehr Infos

Europa – von Wolf Achim Wiegand

EU prüft AFD-Verbot: Eine EU-Kontrollinstanz prüft Schritte gegen die rechtsextreme Fraktion „Europa der Souveränen Nationen“. Darin stellen die AfD-Europaabgeordneten die größte Gruppe. Laut einem Exklusivbericht der Newsplattform Politico vom späten Abend könnte die Partei gegen grundlegende europäische Werte verstoßen. Die Rede ist von Extremismus, demokratiefeindlicher Rhetorik und Verbindungen zu radikalen Netzwerken. Im Raum steht ein Stopp der EU-Zuschüsse und das Verbot als europäische Partei aufzutreten. Schon länger wächst auf europäischer Ebene die Sorge, rechtspopulistische Bewegungen könnten demokratische Institutionen aushöhlen.
politico.eu

Seefahrt in Not: Die Schifffahrt steht wegen der weltweiten Unsicherheitslage vor komplizierten Herausforderungen. Als konkretes Beispiel nennen Experten einen aktuellen Zwischenfall in der Ostsee. Dabei wurden im russischen Tankhafen Ust-Luga nahe der Grenze zu Estland am Rumpf des Flüssiggastankers „Arrhenius“ magnetische Seeminen gefunden. Das zeige die wachsende Anfälligkeit von Handelsschiffen für verdeckte Sabotage. Reedereien müssten heutzutage komplexe Risikobilder zeichnen aus möglicher militärischer Eskalation, Versicherungseinschränkungen, Hafensicherheit, Unterwassersabotage und diskrete Routenführung sowie Zulässigkeit von Navigationsgeräten.
dryadglobal.com, ndr.de

Kandare für Elon Musk: Die EU-Kommission plant eine deutliche Einschränkung ausländischer Satellitenmobilfunkdienste wie das US-System Starlink. Um mehr digitale Souveränität Europas zu erreichen, sollen zwei Drittel der Lizenzen für das 2-Gigahertz-Frequenzband an europäische Anbieter vergeben werden. Damit wären kritische Kommunikation, Notfallverbindungen und Mobilfunkdienste nicht mehr abhängig von nordamerikanischen Betreibern wie SpaceX von Multimilliardär Elon Musk. Ein Teil der gesperrten Frequenzen soll ausschließlich staatlichen Sicherheitsanwendungen dienen wie Militärkommunikation oder Krisennetze.
t-online.de

Θ STADT & LEBEN

Zeitgeschichte mit Esther Bejarano: Der persönliche Nachlass der Holocaust-Überlebenden, Sängerin und Aktivistin ist nach seiner Aufarbeitung nun öffentlich zugänglich. Die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg übernahm ihn im Jahr 2023 auf Wunsch der Familie und wurde dabei von der Stadt mit 40.000 Euro unterstützt. Der Bestand umfasst Dokumente, Briefe, Fotos, Ton- und Filmmaterial sowie Unterlagen aus ihrem politischen und kulturellen Engagement. Er soll am Donnerstag vorgestellt werden. Bejarano, die 2021 im Alter von 96 Jahren starb, setzte sich bis zuletzt gegen Antisemitismus, Rassismus und das Vergessen der NS-Verbrechen ein. Kultursenator Carsten Brosda betonte die Bedeutung des Nachlasses für die Erinnerungskultur, die Forschung und die Bildung – besonders angesichts wachsender antisemitischer und geschichtsrevisionistischer Tendenzen.
abendblatt.de, welt.de

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Warum werden manche Menschen auf Linkedin sichtbar, während andere trotz großer Expertise kaum wahrgenommen werden? Anaïs Cosneau hat als Immobilienprofi mit Happy Immo Club gezeigt, wie aus Fachwissen, Haltung und Persönlichkeit ein erfolgreiches Creator Business und eine starke Female Brand werden kann. Beim kostenlosen Lunch Update der Hamburg Media School spricht die Linkedin Top Voice darüber, wie Reichweite mit Substanz entsteht und wie sich Content monetarisieren lässt. Eine inspirierende Mittagspause mit Behind-the-Scenes-Einblicken, Austausch und neuen Perspektiven auf das Creator Business. Am 16. Juni 2026 um 12 Uhr per Zoom. Zur Anmeldung.

Restaurant-Tipp – Warum vietnamesische Küche in der Stadt so beliebt ist, verdeutlicht das Anici in Eimsbüttel. Die kleine familiengeführte Eatery setzt auf frische Zutaten, hausgemachte Limonaden und vietnamesische Klassiker wie Pho, Sommerrollen oder Bún-Gerichte. Im Anici fühlen sich besonders Familien und Fans leichter, aromatischer Küche schnell wohl.
genussguide-hamburg.com

Wie entlarven wir chauvinistische Narrative? Sich über andere zu erheben, dient oft dem Gewinn und Erhalt von Macht. Doch wie genau funktionieren solche chauvinistischen Narrative? Wie können sie entlarvt werden und was kann eine liberale Gesellschaft ihnen entgegensetzen? Die Journalistin Alice Bota diskutiert mit Politikwissenschaftlerin Sabine Fischer und Gender- und Rechtsextremismus-Expertin Judith Goetz. Die Veranstaltung „Chauvinismus Macht Politik“ findet um 19 Uhr im KörberForum statt.
koerber-stiftung.de.

Θ FOFFTEIN

Heute ist der Amnesty International Tag. Wir wünschen Ihnen einen schönen Donnerstag.

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