Guten Morgen: Streik. *
Θ HAMBURG
„Olympia in Hamburg. Eine Chance für alle.“: So lautet das Motto der Hamburger Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele, die am Donnerstag in der Elbphilharmonie vorgestellt wurde. Politiker und Olympia-Legenden betonten, dass die Spiele verbindend seien, sich der Stadt anpassen würden und die Infrastruktur stärken würden. Das Leuchten in den Kinderaugen beflügele die Ambitionen auf die Spiele. Später gab es dann auch Leuchten in den Augen der Erwachsenen, denn eine Drohnenshow malte das Motto und die Sportarten an den Nachthimmel über der Elbe. Das war durchaus beeindruckend, allerdings dürfte es auch Kritik geben, denn die Show war keine Chance für alle, da sie nicht öffentlich angekündigt wurde. Die Drohnen-Inszenierung soll aber wohl häufiger im Bewerbungsprozess zu sehen sein. Nach den Skiferien sollen das Feinkonzept und das Finanzkonzept für die Spiele vorgestellt werden.
welt.de, ndr.de, mopo.de, abendblatt.de, Adlerauge
„Wir können damit ein neues Kapitel unserer Stadtgeschichte schreiben, die für Internationalität, Vielfalt und ein friedliches Miteinander der Völker steht.“
Bürgermeister Peter Tschentscher zählt auf Hamburger Tugenden.
Busse und U-Bahnen fahren nicht: Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Hochbahn für den Zeitraum von Freitag, 3 Uhr, bis Sonntag, 3 Uhr, zu einem Warnstreik aufgerufen. In diesem Zeitraum werden voraussichtlich keine U-Bahnen und Hochbahn-Busse fahren. Auch die Busse von vhh-mobility werden zumeist in den Betriebshöfen bleiben. Die Schulbusverkehre am Freitag sind jedoch gewährleistet. Zusätzlich ist die U3 am Sonntag zwischen Schlump und Barmbek wegen Bauarbeiten gesperrt. Es sind Ersatzbusse mit bis zu 20 Minuten längerer Fahrzeit geplant. Am Elbtunnel gibt es derweil keine Streiks mehr. Ver.di und der Beamtenbund haben sich auf eine Gehaltserhöhung von 7,8 Prozent geeinigt.
ndr.de, mopo.de, abendblatt.de (Hochbahn), ndr.de (Autobahn)
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Mehr als Papier: Warum Sie am 7. März Hamburgs Archive erkunden sollten
Hand aufs Herz: Woran denken Sie beim Wort „Archiv“? Dunkle Keller? Staubige Regale? Aktenberge ohne Ende? Am 7. März 2026 räumen wir im Wirtschaftsarchiv gemeinsam mit dem Arbeitskreis Hamburger Archive in der Handelskammer mit diesem Klischee auf! Zum Tag der Archive öffnen zahlreiche Hamburger Institutionen ihre Türen und beweisen, dass sie alles andere als angestaubt sind. Sie sind das Gedächtnis unserer Stadt – und Ihr Schlüssel zur Vergangenheit. Wir erwarten Sie von 10 – 17 Uhr in der Handelskammer Hamburg. Neugierig geworden – kostenfreie Anmeldung
Neue Chefs: Die Block Gruppe unternimmt einen neuen Anlauf und hat Sebastian Holtz zum neuen CEO auserkoren. Sein Vorgänger Carsten Horn, der den langjährigen Chef Stephan von Bülow ersetzen sollte, musste bereits nach wenigen Monaten wieder gehen. Der 47-jährige Holtz kommt spätestens zum 1. November von der Bitburger Braugruppe, wo er derzeit als Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb tätig ist. Auch bei Hapag-Lloyd steht eine Änderung an. Der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Behrendt gibt sein Amt zumindest vorläufig an den Vertrauten von Klaus-Michael Kühne, Karl Gernandt, ab. Behrendt hatte im November einen schweren Unfall in seinem Haus auf Sylt und erholt sich derzeit bei einer Reha-Einrichtung.
welt.de (Block), abendblatt.de (Hapag Lloyd)
„Wir wollen mehr“: So will der FC St. Pauli das Auswärtsspiel am Sonnabend gegen die TSG Hoffenheim angehen. Die Kraichgauer spielen eine hervorragende Saison, während die Kiezkicker außerhalb Hamburgs in dieser Saison noch gar nicht gewonnen haben. Punkte wären jedoch wichtig, um die Chancen im Abstiegskampf nach dem Sieg gegen Werder Bremen zu wahren. Der HSV trifft am Sonntag im Volksparkstadion auf RB Leipzig. Dem Brauseclub fehlt Konstanz, sodass ein Sieg für die heimstarken Rothosen möglich ist – zumal es beim HSV derzeit überall gut läuft. Das Darlehen der Fans, das in schweren Zeiten nötig war, ist nun zurückgezahlt und Luka Vusković hat seine Führerscheinprüfung bestanden.
ndr.de (FCSP), mopo.de, bild.de (HSV)
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„Unser Olympia-Bewerbungskonzept hat das Potenzial, aus den Fehlern von 2015 zu lernen – wirtschaftlich tragfähiger, besser finanziert und nachhaltiger.“ In dieser Folge von „Wie ist die Lage?“ spricht Hamburgs Finanzsenator Dr. Andreas Dressel über die Bewerbung der Stadt für die Olympischen Spiele und betont die anhaltende Solidarität mit der Ukraine. Außerdem plädiert er für mehr Offenheit und weniger Nörgelei im politischen Diskurs. Neue Folgen von „Wie ist die Lage?“ gibt es jeden Freitag um 12 Uhr und immer samstags, 11 Uhr, bei ahoy Radio sowie auf allen gängigen Streaming-Plattformen. „Wie ist die Lage?“ – Der wöchentliche Blick auf Hamburg mit Lars Meier und wechselnden Gästen aus Politik, Kultur, Sport und Wirtschaft.
Verhaltene Zuversicht: Baubranche sieht Wohnungsbau mit Wachstum von niedrigem Niveau welt.de
Femizid vor Gericht: 37-Jähriger soll seine Ex-Freundin erschlagen und in einem Teppich eingewickelt haben mopo.de
Wochenend-Wetter: Wechselnd bewölkt bei vier bis 16 Grad. Sonnabend sind Schauer möglich wetter.net
Θ ZAHL DES TAGES
2,6 Millionen Euro hat die Hamburger Allianz für Social Entrepreneurship an 33 Sozialunternehmen ausgeschüttet. Dies geht aus dem ersten Wirkungsbericht für 2024/25 hervor, mit dem die Allianz ihren Beitrag zum Ökosystem in Hamburg erstmals ausgewertet hat. Die Ergebnisse wurden beim Social Entrepreneurship Forum Hamburg vorgestellt, das 2026 zum zweiten Mal in der Körber-Stiftung stattfand. Es wurden 176 Mitglieder gezählt, die 65 Veranstaltungen ausrichteten und 738 Beratungsstunden für 157 Sozialunternehmen anboten.
newsroom.pressfile.de
Θ DEUTSCHLAND
Schlechter Start für Parteiverbot: Die AfD darf nach einer Gerichtsentscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts vorläufig nicht mehr als gesichert rechtsextrem bezeichnet werden. Die Entscheidung kann von höheren Gerichten revidiert werden, aber erstmal ist es ein Rückschlag für die Bemühungen ein Parteiverbot zu prüfen, wie es auch die rot-grüne Koalition in Hamburg angeregt hat. Innensenator Andy Grote weist allerdings darauf hin, dass neue Erkenntnisse wie Auslandsverbindungen der AfD oder die Gründung der neuen Jugendorganisation Generation Deutschland noch nicht in die Bewertung eingeflossen sind. Für die Hamburger AfD ist die Entscheidung einen Grund zur Freude. AfD-Landesvorsitzende Dirk Nockemann sieht eine „ganz gewaltige Klatsche für unseren Inlandsgeheimdienst“.
ndr.de, mopo.de
Θ STADT & LEBEN
Kunst und Kontroverse: Im Streit um die Leitung der Internationalen Filmfestspiele Berlin stellt sich Kultursenator Carsten Brosda klar hinter Intendantin Tricia Tuttle. Diese steht wegen ihres Umgangs mit dem Nahostkonflikt beim Festival in der Kritik. Es sei fatal, ihre Zukunft infrage zu stellen, denn ein Festival müsse auch politische Kontroversen aushalten können. Ähnlich argumentiert Helge Albers, Chef der Moin-Filmförderung. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hatte Tuttles Zukunft infrage gestellt, doch sie bleibt vorerst im Amt. In einem offenen Brief verteidigen Filmschaffende wie Fatih Akin, İlker Çatak und Tom Tykwer die Kunstfreiheit und fordern den Verbleib von Tuttle.
abendblatt.de, welt.de, rbb24.de
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Impuls-Talk: Nur wer sichtbar ist, bleibt relevant.
Sichtbarkeit von Unternehmer:innen ist längst mehr als Selbstvermarktung. Sie ist Wachstumstreiber. Im HMS Lunch-Update spricht Anais Cosneau, Geschäftsführerin von Happy Immo, darüber, wie sie Social Media gezielt nutzt, um Vertrauen, Reichweite und Wachstum aufzubauen. Es geht um klare Positionierung, die Mechaniken von LinkedIn und Instagram – und um die Frage, warum Firmenchef:innen heute auch als öffentliche Stimmen gefragt sind. Am 17. März 2026, 12 bis 13 Uhr. Kostenlos als Zoom-Event der Hamburg Media School während der Mittagspause. Bringen Sie Ihre Fragen mit. Zur Anmeldung.
Restaurant-Tipp – Rustikal im Keller: Wenn es echte Brauhausatmosphäre mit knuspriger Haxe und frischem Bier sein soll, ist die Gröninger Privatbrauerei die richtige Adresse. Eine der ältesten Brauereien Hamburgs liegt versteckt im Souterrain und glänzt mit einem historischen Braukeller, deftiger Küche und urigem Ambiente.
genussguide-hamburg.com
Kunst im Kontext sexualisierter Macht: Anlässlich des Weltfrauentags stehen in der diesjährigen Ausstellung im MOM art space die Begriffe „Structural Shift“, „Confidence“ und „Reverse“ im Fokus. Es werden Werke von Hoda Tawakol, Signe Raunkjaer Holm, Katharina Kohl, Franziska Nast, Si-Ying Fung, Bianca Daniel, Soundbar Hamburg und Cuntlets gezeigt, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. Die Eröffnung findet um 19 Uhr statt und wird von einem Vortrag von Prof. Dr. Heidi Salaverría, Philosophin und Kulturakteurin, sowie einem Gespräch von Dagmar Rauwald, Künstlerin, und Laura Harlass, Kunsthistorikerin und Galeristin, begleitet.
momartspace.com, kunstflaneur.de
Θ FOFFTEIN
Geweihe weg: Vom Hirschpark in Nienstedten sind drei Damwildhirsche ins Wildgehege Klövensteen nach Rissen umgesiedelt worden. Der Transport verlief problemlos. Grund dafür war, dass im Hirschpark keine artgerechte Haltung mehr gewährleistet war. Dies bezweifeln allerdings die Freunde des Hirschparks, der damit eines seiner Symbole verliert. Für den Umzug wurden den Hirschen die Geweihe entfernt.
mopo.de
Heute ist der Eisbären. Kommen Sie gut durch den Freitag und wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende. Am Montag lesen wir uns wieder.
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