Guten Morgen: Streik. * Streit. * Streich. *
Θ HAMBURG
Feministischer Kampftag: Auch in Hamburg demonstrierten am Sonntag mehrere tausend Menschen für mehr Gleichberechtigung. Die mit rund 8.000 Teilnehmenden größte Kundgebung startete an den Landungsbrücken und zog durch die Innenstadt. Sie wurde vom Bündnis „8. März Hamburg“ organisiert und von Gewerkschaften unterstützt, die sich für mehr Mitbestimmung von Frauen einsetzen. Auch bessere Schutzmaßnahmen gegen Gewalt und Diskriminierung wurden verlangt. Politik und Verbände kritisierten bestehende Benachteiligungen, die beispielsweise durch Teilzeitarbeit, Doppelbelastung und ungleiche Karrierechancen entstehen. Am Montag findet der weltweite Frauenstreik statt, um ein Zeichen gegen soziale Spaltung, antifeministische Politik und demokratiegefährdende Entwicklungen zu setzen.
ndr.de, abendblatt.de, mopo.de
„Bei dem aktuellen Tempo dauert es vermutlich noch etwa 130 Jahre, bis volle Gleichberechtigung erreicht ist.“
Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit dauert die Umsetzung der Gleichberechtigung zu lange.
„Schräg“: So ordnet der Hamburger SPD-Landeschef Niels Weiland das Ergebnis seiner Partei bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg ein, wo die SPD mit 5,5 Prozent gerade noch den Einzug ins Parlament schafft. Deutlicher Wahlsieger ist Cem Özdemir, der 30,4 Prozent für die Grünen erreicht. Das sei ein „fulminantes” Ergebnis, so Leon Alam, Vorsitzender der Hamburger Grünen. CDU-Chef Dennis Thering ärgert sich, dass die Schmutzkampagne der Grünen gegriffen habe. Die CDU kam auf 29,7 Prozent, sodass erneut eine grün-schwarze Koalition in Stuttgart wahrscheinlich ist. AfD-Landeschef Dirk Nockemann zeigte sich über die Verdopplung des Ergebnisses von 18,7 Prozent erfreut. Die FDP verliert deutlich und scheitert an der Fünf-Prozent-Hürde.
ndr.de, tagesschau.de
„Für uns Grüne kommt es jetzt darauf an, diesen Rückenwind für die kommenden Wochen und Monate zu nutzen.“
Die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank sieht, wie Cem Özdemir, Potenzial beim Verbinden von Wirtschaft und Klima.
x.boris_beissner
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Das Netzwerkevent der Handelskammer am 17. März spricht kleine und mittelständische Unternehmen sowie Gründende an. Der Startup Port ist mit einem Stand vertreten und berät rund um das Thema Gründung. Auf fünf Bühnen finden praxisnahe, interaktive Sessions zu Businessplanung, Finanzierung, Social Media, Cybersecurity, KI, Vertrieb und weiteren Themen statt. Zusätzlich bieten thematische Meeting Points Raum für persönlichen Austausch und Vernetzung. Über 50 Vorträge, inspirierende Erfolgsgeschichten, Sprechstunden und Impulse bekannter Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Social Media runden das Programm ab.
startupport.de
Punkt reicht nicht: Trotz eines 0:0-Unentschiedens am Millerntor und einer guten Leistung gegen den Favoriten Eintracht Frankfurt rutscht der FC St. Pauli in der Tabelle auf den Relegationsrang ab, da Werder Bremen auswärts gegen Union Berlin gewann. Am Freitag ist Borussia Mönchengladbach der nächste Gegner der Kiezkicker. Der HSV belegt nach dem 2:1-Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg den zehnten Rang und kann sich mit einem Sieg im kommenden Heimspiel am Sonnabend gegen den kriselnden 1. FC Köln weiter von der Abstiegszone absetzen.
ndr.de (FCSP), abendblatt.de (HSV)
Wetter heute: Sonnig bei vier bis 16 Grad wetter.net
Θ ZAHL DES TAGES
Rund 100 Menschen erinnerten in Moorfleet mit einer Mahnwache an einen 63-jährigen Radfahrer, der drei Tage zuvor von einem abbiegenden Lkw überrollt und getötet wurde – es war der erste tödliche Fahrradunfall des Jahres. Die Teilnehmenden legten sich symbolisch auf die Straße und stellten ein weißes Ghostbike auf. Der Fahrradclub ADFC kritisierte Senat und Polizei scharf: An der Unfallstelle fehlten trotz des starken Lkw-Verkehrs wichtige Sicherheitsmarkierungen. Die Politik reagiere oft erst nach Unfällen, obwohl die Gefahrenstellen bekannt seien. Im vergangenen Jahr starben in Hamburg elf Radfahrer im Straßenverkehr.
ndr.de, mopo.de
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FORAIM
Europa – von Wolf Achim Wiegand
Iran entzweit Europa: Vor einem schwierigen Balanceakt zwischen den USA/Israel und dem Iran steht die Europäische Union derzeit. Die EU-Staaten wollen einer direkten militärischen Beteiligung ausweichen. Zugleich stehen sie unter Druck, ihre Verbündeten zu unterstützen. Innerhalb Europas herrscht Uneinigkeit: Einige Regierungen unterstützen die US‑israelischen Ziele, andere rufen zur Deeskalation auf und warnen vor einem Flächenbrand. Die öffentliche Meinung ist laut Umfragen gegen Militärinterventionen, und Sicherheitsbehörden warnen vor Extremismus oder Cyberangriffen. Insgesamt erscheint ungeklärt, welche Rolle die EU geopolitisch in einer eskalierenden Welt einnehmen möchte.
dw.com, fokus-jerusalem.tv, theguardian.com
Europas Christen in Sorge: Nicht nur in islamisch geprägten Ländern, auch im „christlichen Abendland“ gibt es ein „dramatisches Ausmaß“ von Diskriminierung und Gewalt gegen Christen. Darauf hat der Vatikan bei einer UN‑Menschenrechtskonferenz hingewiesen. Ein Vertreter des Kirchenstaates warnte vor einer sogenannten „höflichen Verfolgung“ in Europa – Christen würden nicht offen verfolgt, wohl aber durch rechtliche Einschränkungen oder gesellschaftliche Diskriminierung etwa im Bildungs‑ und Berufsleben benachteiligt.
kirche-und-leben.de
Handy-Rettung für Europa? Finnland stand schon am Anfang der Handyrevolution an vorderster Front der Mobilfunkgeschichte. Nun könnte das Wald- und Seenland erneut zum Vorreiter bei der Sprachübermittlung werden. Mit dem gerade vorgestellten „Jolla Phone“ versprechen die Entwickler ein einzigartiges „Anti‑Big‑Tech‑Smartphone“ – vor allem gerichtet gegen die US-Giganten Google und Apple. Anstelle von Android oder iOS läuft das Gerät mit dem *Linux‑basierten SailfishOS – einem offenen Betriebssystem aus Europa. Zudem verzichtet es weitgehend auf Cloud‑Tracking oder versteckte Analysen. Das sei ein konkreter „Beitrag zu Europas technologischer Unabhängigkeit von US‑ oder chinesischer Big Tech‑Dominanz,“ sagen die findigen Finnen.
chip.de
Θ STADT & LEBEN
Weißer Schwan wird aufgehübscht: Das Museumsschiff „Cap San Diego“ hat für drei Wochen seinen Liegeplatz an der Überseebrücke verlassen, um zur Werft nach Bremerhaven zu fahren. Der 65 Jahre alte Stückgutfrachter wird dort umfassend saniert, damit er weitere fünf Jahre betrieben werden kann. Es stehen mehr als 200 Arbeiten an, darunter das Entrosten von Tanks, Unterwasserwartungen und der Austausch einer Dichtung an der Schiffsschraube. Die Kosten in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro werden von der Stiftung Hamburger Admiralität, der Bürgerschaft und vom Bund finanziert, der in der vergangenen Woche 500.000 Euro dafür genehmigt hat.
ndr.de, butenunbinnen.de
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Kitz4Kids e.V. hilft Hamburger Kindern: In Hamburg ist jedes 5. Kind von Armut betroffen. Mangel, Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit prägen das Umfeld dieser Kinder. Hamburger Firmen, aber auch Privatpersonen wollen mit der Initiative Kitz4Kids helfen. Soziale Einrichtungen sind auf Zuwendungen angewiesen, um den Kindern zu helfen, da öffentliche Mittel begrenzt zur Verfügung stehen. Mit der Unterstützung unserer Förderer helfen wir unterschiedlichen Einrichtungen im Hamburger Raum ihre tägliche Arbeit für Kinder zu erleichtern. Was Sie tun können: Jede noch so kleine Spende kann helfen.
kitz4kids.de/ihre-hilfe
Restaurant-Tipp – vietnamesische Fusion-Küche: Im Yuyu Beim Grünen Jäger 1 steht vietnamesische Küche mit kreativer Fusion auf der Karte. Klassiker treffen auf Trüffel-Udon, flambiertes Sushi und überraschende Desserts. Alles wirkt sorgfältig komponiert, aromatisch und modern gedacht. Auch Drinks und Vorspeisen überzeugen.
genussguide-hamburg.com
ZÜNZLE Oder die allabendlichen Brandfantasien: Eine junge Frau und ihre Großmutter sitzen zwischen verpackten Überresten eines Lebens und erinnern sich gemeinsam: an Wälder, Badebesuche, Geschichten und gemeinsame Zeit. Zwischen Fantasie und Erinnerung versuchen sie, Verlust und Abschied zu begreifen. Dabei stellen sie sich Schmerz und Trauer ebenso wie der Frage, was vom Menschen bleibt – besonders in einer Zeit ökologischer Zerstörung, in der auch Landschaften verschwinden. Der Text fragt, wie man sich an Körper, Stimmen und einst lebendige Natur erinnern kann – und richtet sich an alle Trauernden. Um 20 Uhr im Thalia Gaußstraße.
thalia-theater.de
Θ FOFFTEIN
Unterschiedliche Meinungen: Die Lesung von Alice Schwarzer im Deutschen Schauspielhaus wurde am Sonntag mehrfach von Protesten gestört. Demonstrierende liefen auf die Bühne und riefen Parolen, wurden jedoch vom Publikum ausgebuht. Bereits zuvor hatten über 100 Menschen vor dem Theater protestiert, außerdem kritisierten viele Kulturschaffende die Veranstaltung wegen Schwarzers Haltung etwa zu Transrechten. Das Theater hielt dennoch an der Lesung fest und betonte, wie auch Alice Schwarzer, die Bedeutung von Meinungsvielfalt und offener Debatte in der Demokratie.
mopo.de
Heute vor 250 Jahren veröffentlichte Adam Smith sein Werk „Der Wohlstand der Nationen“. Kommen Sie gut in die Woche und wir wünschen Ihnen einen schönen Montag.
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