Guten Morgen: Gleichnis. *
Θ HAMBURG
Gescheiterte Integration nimmt gelungene Integration: Zu dem tödlichen Vorfall am U-Bahnhof Wandsbek-Markt, bei dem ein 25-jähriger Südsudanese eine ihm unbekannte 18-jährige Frau in den Tod gerissen hatte, gibt es neue Erkenntnisse. Der Mann war über ein UN-Resettlement-Programm 2024 nach Deutschland gekommen und musste deswegen keinen Asylantrag stellen. Danach war er mehrfach polizeilich aufgefallen, etwa wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung. Er wurde jedoch nie verurteilt. Verfahren wurden meist wegen Geringfügigkeit eingestellt. Derweil wurde bekannt, dass die getötete18-jährige Iranerin Mitglied und Messdienerin einer katholischen Gemeinde in Bad Bramstedt war. Die Tat löst eine politische Debatte über humanitäre Aufnahmeprogramme aus, die derzeit in Deutschland ausgesetzt sind und über das Gelingen von Integration.
mopo.de, ndr.de, welt.de, taz.de, abendblatt.de
„Der Bürgermeister ist bestürzt über den Tod der jungen Frau“
Peter Tschentscher sieht „die Dringlichkeit rechtlicher Regelungen zur Rückführung von Flüchtlingen, die zu einem Risiko für die Sicherheit werden“, erklärte Senatssprecher Christopher Harms.
welt.de, mopo.de
– Meinung –
Überraschende Einordnung: Die Umstände der Tat am U-Bahnhof Wandsbek sind fürchterlich. Aber wenn Bürgermeister Peter Tschentscher andeutet, der Fall wäre nicht passiert, wenn der Mann früher zurückgeführt worden wäre, wagt er sich weit vor. Es hätte bedeutet, einen jungen Mann mit einem gültigen Aufenthaltstitel ohne Vorstrafen in ein Krisengebiet abzuschieben. Solche Vorschläge haben sonst andere Absender.
Sport tut gut: Wie eine in der Handelskammer vorgestellte Untersuchung zeigt, erfüllt der Sport in Hamburg nicht nur gesundheitliche, soziale und kulturelle Funktionen, sondern ist auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Analyse belegt die enge Verzahnung mit der Gesamtwirtschaft: Jeder Euro, der im Sport ausgegeben wird, erzeugt weitere 2,40 Euro in anderen Bereichen. Im Jahr 2023 betrug die sportbedingte Wertschöpfung 5,3 Milliarden Euro. Wenn jetzt noch die Olympischen und Paralympischen Spiele in Hamburg stattfinden würden, sähen Wirtschaft und Senat ein weiteres großes Potenzial – auch um Infrastrukturprojekte schneller finanzieren zu können. Es wäre deshalb gut, wenn die deutschen Mitbewerber nicht zum Zuge kämen und sich die Hamburger für Olympia entscheiden würden.
welt.de, ndr.de, abendblatt.de
„Jeder Euro für den Sport bringt Hamburg ein Vielfaches an Mehrwert. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, welche Chance und Kraft erst in Olympia steckt.“
An der Überzeugung der Wirtschaft wird die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele nicht scheitern. Das war 2015 auch nicht anders.
abendblatt.de
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Die Open Hotel Days laden die Hamburger:innen zum Entdecken ein
Vom 6. bis 8. Februar 2026 laden die Open Hotel Days die Hamburger:innen dazu ein, zahlreiche Hotels in ihrer Stadt aus einer anderen Perspektive zu entdecken: mit Blicken hinter die Kulissen, kleinen Events, kulinarischen Momenten und echten Begegnungen. Mit dabei sind renommierte Hotels wie das The Fontenay, The Westin Elbphilharmonie, das Hotel Atlantic oder das PIERDREI Hotel in der HafenCity. Der überwiegende Teil der Programminhalte ist kostenlos. 46 Hotels laden zu rund 300 Programmpunkten ein und zeigen damit: Ein Hotel kann mehr sein als ein Übernachtungsort für Gäste – es ist ein Ort für Begegnung, Genuss und Neugierde.
openhoteldays.hamburg
Hafenwirtschaft fordert Lösungen: Die Sperrung der Freihafenelbbrücke nach einem Schiffsunfall bringt Hamburgs Hafenwirtschaft stark unter Druck. Die Brücke ist so schwer beschädigt, dass sie nicht repariert werden kann; mindestens der Mittelteil muss ersetzt werden. Tausende Lkw und Fahrzeuge, die wöchentlich den Kleinen Grasbrook anfahren, sind betroffen, Staus im Hafengebiet nehmen massiv zu. Betroffene Unternehmen sprechen von eiem „Worst Case“. Die Hafenwirtschaft fordert kurzfristige Entlastungsmaßnahmen, da die Sanierung Jahre dauern wird. Eine schnell zu errichtetende Behelfsbrücke wird begrüßt. Spediteure verlangen beschleunigte Genehmigungen für eine Ersatzlösung.
abendblatt.de
Nicht an die Liga denken: Die abstiegsgefährdeten Kiezkicker treten am Dienstagabend im Viertelfinale des DFB-Pokals bei Bayer 04 Leverkusen an. Trainer Alexander Blessin freut sich auf die willkommene Ablenkung vom Ligaalltag, denn im Pokal sei schließlich alles möglich. Möglicherweise kommt der neue japanische Stürmer Taichi Hara dort zu seinem ersten Einsatz. Der HSV hat am Transfer Deadline Day auch nochmal die Rotation angeschoben. Talent Otto Stange beendet die Leihe beim SV Elversberg vorzeitig und soll eine Option für den HSV-Sturm werden. Im Gegenzug wechselt Mittelfeldspieler Immanuel Pherai nach Elversberg, das eine Kaufoption für den Surinamesen vereinbart hat.
abendblatt.de (FCSP), sportschau.de (HSV)
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Blabla oder echter Mehrwert für den Kundenkreis?
Unternehmenskommunikation ist unglaublich schwer, denn sie soll informieren, ohne zu langweilen, ein positives Image verbreiten, ohne zu verkaufen, und neue Interessent:innen erreichen, ohne pushy zu sein. Als Corporate Influencer:in kann man da nur verlieren. Weil man als Sprachrohr agiert und zugleich authentisch wirken soll. Wetten nicht? Im Einsteiger-Workshop der HeadlineHamburg Media School lernen Mitarbeiter:innen, wie sie ihr Unternehmen repräsentieren und dabei ihr eigenes Profil schärfen. Mit spannenden Stories, die der Firma nützen und die Community unterhalten. Ganz ohne Blabla. Am 02./03. Juni 2026 als Online-Seminar. Mehr erfahren.
Wetter heute: Bewölkt bei minus drei bis minus acht Grad wetter.net
Θ ZAHL DES TAGES
393 angehende Lehrkräfte sind zum 1. Februar in Hamburg in die zweite Phase ihrer Ausbildung gestartet. Im Rathaus wurden sie feierlich begrüßt und vereidigt. Unter den neuen Lehramtsreferendarinnen und -referendaren befinden sich sieben Personen mit ausländischen Lehramtsabschlüssen. Insgesamt gab es 938 Bewerbungen für die 393 Plätze, das sind 43 mehr als im Vorjahr. Damit liegt die aktuelle Einstellungsquote bei rund 42 Prozent.
welt.de
„Zeigen Sie Haltung.“
Bildungsstaatsrätin Katharina von Fintel bereitet die Lehrkräfte auf komplexere gesellschaftliche Verhältnisse vor.
–Terminhinweis–
Menschen begegnen, Perspektiven entdecken, Zukunft gestalten – das bietet die NEXT STEP DIAKONIE, die Ausbildungs- & Jobmesse für soziale Berufe in der Gaußstraße 75 in Ottensen! Am 4. Februar 2026 von 13-16 Uhr präsentieren über 30 diakonische Schulen und Einrichtungen ihre Ausbildungs- und Studienwege, geben Einblicke in die Praxis und zeigen berufliche Chancen im sozialen und pflegerischen Bereich.
diakoniehh.de/nextstep
Europa – von Wolf Achim Wiegand
Make Europe great: Die Diskussionen um eine eigenständigere und mächtigere EU nimmt an Fahrt auf. So fordern deutsche Christdemokraten die Schaffung einer europäischen Verteidigungsunion mit einer eigenen Streitmacht von etwa 100.000 Soldaten. Kommentatoren sehen bei dem Streben nach mehr Unabhängigkeit von den USA vor allem Bundeskanzler Friedrich Merz und Italiens Premierministerin Giorgia Meloni vorn. Sie wollen mehr Selbstbehauptung besonders bei Wirtschaft, Technologie und Verteidigung. EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné schlägt vor, öffentliche EU-Gelder nur noch an Unternehmen zu vergeben, die deutlich „Made in Europe“ sicherstellen.
fr.de, t-online.de
„Europas Rolle an den Märkten könnte größer sein, als viele heute erwarten“
Michael Calivas von Börse Inside sieht die EU auf dem aufsteigenden Ast
boerse-inside.de
Scheitert Orbán? Erstmals seit gut einem Vierteljahrhundert muss sich Ungarns EU-Daueropponent Viktor Orbán mit Gedanken an eine Wahlniederlage vertraut machen. Zwei Monate vor der Parlamentswahl wächst Unmut über den nationalistischen und russlandorientierten Regierungschef. Grund ist die politische und wirtschaftliche Lage des Landes. In Umfragen steht die Opposition mit dem jungen Europapolitiker Péter Magyar und seiner Tisza-Partei deutlich vorn. Orbáns Herrschaft galt bisher als praktisch gesichert: Sein Fidesz-Block gewann viermal hintereinander eine verfassungsändernde Zwei-Drittel-Mehrheit. Nun wenden sich vor allem jüngere und urbane Wähler ab – auch wegen massiver Korruptionsvorwürfe.
welt.de, reuters.com
Grauen im Mittelmeer: Nach übereinstimmenden Berichten wächst rund um das Mittelmeer die Erkenntnis, dass sich auf Migrantenbooten ein riesiges Drama zugetragen hat. Hunderte Menschen – einige Medien sprechen von über 1.000 – gelten nach Fahrten über das Meer als vermisst oder tot. Der Grund: Schwere Winterstürme haben in den vergangenen Tagen und Wochen mehrere Fluchtboote in der zentralen Mittelmeerregion zum Kentern und zum Untergang gebracht. Angehörige, Helfer und Beobachter sprechen von einer still verlaufenen Tragödie.
trtworld.com, jpost.com, infomigrants.net
Θ STADT & LEBEN
Winter geht weiter Hätte ein Dachs am Montag seinen Bau in Hamburg verlassen, könnte er seinen Schatten sehen. Das bedeutet, dass der Winter noch sechs Wochen andauert. Steigende Temperaturen sind in Hamburg nicht zu erwarten. Zudem soll in dieser Woche noch Schnee fallen. Laut Modellrechnungen soll der Polarwirbel für die Nordhalbkugel länger für Kälte sorgen. Für ein Alstereisvergnügen wird es aber wohl eher nicht reichen. Tröstlich für die Hansestadt ist, dass es andere Regionen der Welt in puncto Schnee und Kälte härter getroffen hat. Positiv ist auch, dass der öffentliche Nahverkehr mit U-Bahnen und Bussen nach dem Streik ab Dienstag den allerdings oft unregelmäßigen Winterdienst wieder aufnehmen wird.
ndr.de, wetter.demorgenpost.de, abendblatt.de, bild.de
Spot on: Hamburg Startups – Die Hamburger Startups der Zukunft entstehen an den Hochschulen, das ist die Prämisse des Förderprogramms Future Founder. Bei einem Pitch stellten sich einige der vielversprechendsten Projekte vor, am meisten Überzeugte eine Technologie, die das Recycling von seltenen Erden ermöglichen soll. Besonders erfolgreich sind zurzeit Startups, die sich mit Militärtechnologie beschäftigen. Zu ihrer Förderung hat die Hamburger Investmentfirma DTCP jetzt einen Fonds mit einem Volumen von 500 Millionen Euro aufgelegt. Immerhin bis zu 1 Million Euro gibt es es von der Förderinitiative „Green Industry & Circular Economy Hamburg“. Bewerben können sich alle Unternehmen, die ein Projekt für mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft durchführen möchten.
founder, fonds, förderinitiative
Restaurant-Tipp – Thailändisch in Ottesen: Gastronom Anton Wasmuth und seine Partnerin Achiraya Kaewkanya haben für ihren Traum eines thailändischen Restaurants eine feste Location in Ottensen gefunden. Im Shadalai in der Daimlerstraße 12 setzen die beiden auf Gerichte aus unterschiedlichen Regionen des südostasiatischen Landes, etwa Jakobsmuscheln auf veganem Kaviar mit feinem Kokosschaum.
genussguide-hamburg.com
Le roman de Jim: Aymeric, Jims Stiefvater, lernt Florence, seine Mutter, kennen, als sie im sechsten Monat schwanger ist. Die drei führen ein glückliches Leben im Jura, bis der leibliche Vater Christophe nach einer persönlichen Tragödie zurückkehrt. Aymeric findet seinen Platz nicht mehr und beschliesst, sich vom Kind zu distanzieren und sein Leben anderswo fortzusetzen. Aber Jahre später klopft der 23-jährige Jim an Aymerics Tür. Im Rahmen des Cinéclub während des Festival Arabesques 2026 wird der Film in der französischen Originalfassung mit englischen Untertiteln gezeigt. Um 19 Uhr im Institut francais. Reservierung unter institutfrancais.de
Θ FOFFTEIN
Heute ist der Tag der männlichen Körperpflege. Wir wünschen Ihnen einen schönen Dienstag.
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