Guten Morgen: Brot und Wein. *
Θ HAMBURG
Haken hinter Olympia: In der Bürgerschaft betonte Rot-Grün, die Stadt auch ohne Olympia nach vorne bringen zu wollen. Eine Bewerbung und deren demokratische Legitimierung sei man Hamburg schuldig gewesen, erklärte SPD-Bürgermeister Peter Tschentscher. Das Ergebnis sei kein Debakel. Das sieht CDU-Fraktionsvorsitzender Dennis Thering natürlich anders, der die Politik des Senats erneut gescheitert sieht. Allerdings war die CDU auch pro Olympia; in teuren Wohngegenden allerdings überwog die Zustimmung, betonte Thering. Die Gewinner des Wahlsonntags, Linke und AfD sahen sich bestätigt, dass den Hamburgerinnen und Hamburgern in anderen Wohngebieten andere Themen wie Miete und Verkehr wichtiger sind als Olympia. Das will nun auch Tschentscher verstanden haben und das Bemühen für bürgernahe Politik verstärken.
abendblatt.de, welt.de, ndr.de, mopo.de
„Aufgabe des Senats ist es nun, die Ziele, die für unsere Stadt wichtig sind, auch ohne Olympia zu erreichen.“
Bürgermeister Peter Tschentscher muss ohne Hoffnung auf zusätzliches und schnelleres Geld vom Bund weiterarbeiten.
welt.de
Meuterei im Gefängnis? Nach dem gewalttätigen Vorfall in der Justizvollzugsanstalt Hahnöfersand am Pfingstsonntag ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Gefangenenmeuterei. Drei Häftlinge sollen drei Vollzugsbedienstete angegriffen haben, wobei zwei Justizbeamte verletzt wurden. Während man zunächst davon ausging, dass die Tat im Zusammenhang mit einer angestrebten Auseinandersetzung mit einem Mithäftling steht, deuten die Ermittlungen inzwischen auf ein größeres Komplott hin. Laut der Staatsanwaltschaft könnte ein Netzwerk von Gefangenen beteiligt gewesen sein, möglicherweise sogar mit Bezug zu einem Ausbruchsplan. Für Gefangenenmeuterei sieht das Gesetz Freiheitsstrafen von drei Monaten bis zu fünf Jahren vor. In besonders schweren Fällen kann die Strafe zwischen sechs Monaten
focus.de
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Photo-Triennale Hamburg: add art präsentiert „HALT“
Innehalten, ankommen, sich selbst begegnen – darum geht es in der Gruppenausstellung „HALT“: Drei HAW-AbsolventInnen zeigen ihre Fotoarbeiten anlässlich der Photo-Triennale in Kooperation mit add art in der HafenCity. Teresa Halbreiter untersucht, wie sich junge Frauen in der Bundeswehr positionieren – wo Disziplin, Hierarchie und Männlichkeit prägend sind. Ihre Serie Stillgestanden gewann den European Student Award bei den Sony World Photography Awards 2026. David Löffler übersetzt depressive Erfahrungen in Fotografie, Video und Installation. Mailine Reicke erforscht, was es bedeutet, sich zugehörig zu fühlen. Vernissage: Heute um 19 Uhr. Geöffnet: 5.-14. Juni, 12–18 Uhr. Coffee Plaza, Am Sandtorpark 6. Eintritt frei. Weitere Infos
Handel ist Wandel: Beim Hamburger Außenwirtschaftstag der Handelskammer hat Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard für eine stärkere Vertiefung der Handelsbeziehungen innerhalb Europas geworben. Angesichts der weltweiten geopolitischen Krisen basiert hier der Handel noch auf Regeln. Besonderes Wachstumspotenzial sieht sie im Baltikum, in Skandinavien und Osteuropa. Angesichts geopolitischer Konflikte und zunehmenden Protektionismus sei zudem eine aggressivere Handelspolitik nötig, war der Tenor des Tages. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen stiegen Hamburgs Exporte 2025 um 1,2 Prozent. Die wichtigsten Exportziele waren Frankreich, China, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Italien.
mopo.de, ndr.de
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Co-Founder Meet&Match@HHIS 2026: Die „Wall of Ideas“ von Co-Founder Meet&Match@HHIS 2026 bringt Gründungsinteressierte, Ideen und potenzielle Mitgründer beim Hamburg Innovation Summit am 18. Juni zusammen. Wer bereits eine Geschäftsidee hat und Mitgründer sucht, kann ein Poster einreichen, das auf der Wall of Ideas präsentiert wird. Interessierte, die gründen möchten, aber noch nach einer passenden Idee oder einem Team suchen, können die ausgestellten Projekte kennenlernen und direkt Kontakt zu den Initiatoren aufnehmen. Ziel ist es, Menschen mit komplementären Fähigkeiten und Interessen unkompliziert zu vernetzen und neue Gründungsteams zu fördern.
startupport.de
Zog sich: Bahnstrecke Hamburg-Berlin ab 14. Juni wieder frei ndr.de
Teures Derby: FC St.Pauli und HSV müssen zusammen mehr als 600.000 Euro wegen Pyro zahlen ndr.de
Neues Derby: U23 des FC St. Pauli bleibt in der Regionalliga und der Eimsbüttler TV kommt wohl dazu mopo.de
Wetter heute: Bewölkt mit Schauern bei 13 bis 18 Grad wetter.net
Θ ZAHL DES TAGES
Gleich zwei Baustellen hat Finanzsenator Andreas Dressel vorgestellt. Zum einen gab es einen Zwischenbericht zum rund 100 Jahre alten Dienstgebäude der Finanzbehörde am Gänsemarkt. Der Bau von Fritz Schumacher soll für knapp 100 Millionen Euro modernisiert werden. Hier wurden Mängel an der Statik festgestellt. Die Arbeiten sollen im ersten Halbjahr 2028 abgeschlossen sein. Parallel dazu wird aktuell die Nordwest-Fassade des Hauses der Patriotischen Gesellschaft saniert. Bei den rund 600.000 Euro teuren Arbeiten werden Wasserschäden beseitigt, Klinker erneuert, Fugen ausgebessert und die Dachterrasse sowie die Abdichtung modernisiert. Die Finanzierung erfolgt durch die Stadt, den Quartiersfonds und Stiftungen. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
ndr.de (Finanzbehörde), abendblatt.de (Patriotische Gesellschaft)
–Werben im Hamburger Tagesjournal–
Hier könnte Ihre Botschaft an die Stadtgesellschaft stehen: Für eine einmalige Textanzeige berechnen wir 240 Euro. Veranstaltungsanzeigen kosten 195 Euro. „Mit 43.000 Abonnentinnen und Abonnenten und einer Öffnungsrate von 40 % liefert das Hamburger Tagesjournal messbar bessere Engagement-Werte als jedes klassische Nachrichtenmedium in der Stadt — die digitalen Riesen eingeschlossen.“ sagt die KI-Agentin der führenden Digitalagentur Serviceplan. Mehr Infos
Europa – von Wolf Achim Wiegand
Andere Europäer beliebter: Deutschland hat die Wahl für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die Amtszeit 2027/2028 verpasst. Bei der Abstimmung in der UN-Generalversammlung in New York konnte sich die Bundesrepublik in der Regionalgruppe „Westeuropa und andere Staaten“ nicht gegen Portugal und Österreich durchsetzen. Damit bleibt Deutschland erstmals mit einer Bewerbung um einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat erfolglos. Die Unterstützung der Ukraine und das enge Verhältnis zu Israel werden als Motive für die diplomatische Ohrfeige vermutet.
tagesschau.de (ma)
„Deutschland bleibt ein verlässlicher Stützpfeiler des multilateralen Systems.“
Bundeskanzler Friedrich Merz will nicht nachtragend sein.
Menschenrechtler Trump? Neue Volte der USA im Handelsstreit mit der EU: mit einer überraschenden Begründung droht Washington neue Strafzölle an. Sie lautet: Europa tue nicht genug gegen den Import von Waren aus der Produktion von Zwangsarbeit. Auch andere Staaten sollen mit dieser Behauptung zusätzliche Zölle zwischen zehn und 12,5 Prozent zahlen. Brüssel weist die Vorwürfe zurück. Es kann auf sein 2024 beschlossenes Regelwerk verweisen. Es gilt als einer der weltweit strengsten Maßnahmenkataloge gegen „forced labour“.
spiegel.de, reuters.com, wiwo.de
Kopenhagen will prägen: Dänemark will die traditionelle Rolle eines eher zurückhaltenden EU-Mitglieds ablegen. Das sieht der Entwurf des neuen Koalitionsvertrages vor, den Ministerpräsidentin Mette Frederiksen rund zwei Monate nach den Wahlen ausgehandelt hat. Die künftige Mitte-links-Regierung der Sozialdemokratin wolle zu den „prägenden Kräften“ Europas gehören. Schwerpunkte: Mehr Verteidigung, EU-Souveränität bei Energie, Digitalausbau und fortgesetzte Unterstützung der Ukraine. Innenpolitisch plant Frederiksen u. a. eine Halbierung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, Ausbau kostenloser Zahnversorgung und Milliarden für Schulen, Kitas und benachteiligte Familien.
euractiv.com, t-online.de
Θ STADT & LEBEN
Sorgen um altonale: Aufgrund gestiegener Kosten und rückläufiger Sponsoreneinnahmen fehlt dem Festival im kommenden Jahr ein Betrag von 90.000 Euro. Eine gestartete Spendenkampagne hat bislang erst rund 43.000 Euro eingebracht und wurde daher bis Ende Juni verlängert. Während des diesjährigen Festivals ab dem 12. Juni sollen weitere Spenden gesammelt werden; am kostenfreien Zugang wird festgehalten. Geschäftsführerin Heike Gronholz muss Anfang 2027 die Insolvenz anmelden, falls keine dauerhafte Lösung für die Finanzierung gefunden wird. Als mögliche Maßnahme wird eine weitere Verkürzung des Festivals diskutiert. Die Bürgerschaft hat am Mittwoch beschlossen, sich im Kulturausschuss auch Gedanken über den Fortbestand der altonale und des angeschlossenen STAMP Festivals machen.
ndr.de, abendblatt.de
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World Press Photo 2026: Die World Press Photo Foundation zeichnet seit 1955 jährlich die besten internationalen Pressefotografien aus. Der renommierte Wettbewerb zeigt eindrucksvolle Bilder zu politischen Konflikten, Kriegen, der Klimakrise und dem Alltag verschiedener Gesellschaften weltweit. Die prämierten Arbeiten werden anschließend in einer internationalen Wanderausstellung präsentiert, die in über 100 Städten in fast 50 Ländern zu sehen ist. In Hamburg ist die Ausstellung im Altonaer Museum zu sehen. Am Donnerstag sogar im Afterwork-Modus.
shmh.de
Restaurant-Tipp – Eng, lebendig und voller mediterranem Flair: Ochi’s Barcelona in Lüneburg bringt spanische Tapas-Kultur in ein kleines, uriges Restaurant mit viel persönlichem Touch. Gastgeber Ochi kocht selbst und serviert Dauerbrenner wie Datteln im Speckmantel, Garnelen oder Manchego in gemütlicher Atmosphäre. Geschmacklich überzeugt vieles, auch wenn die Preise stellenweise etwas ambitioniert wirken. Besonders die Desserts bleiben positiv im Gedächtnis.
genussguide-hamburg.com
“Haltung oder Zurückhaltung? Die politische Rolle von Unternehmen“. Wenn sie sich zu gesellschaftlichen Fragen positionieren, geraten sie oft unter Druck. Aber auch ihr Schweigen wird kritisiert. Die Journalistin Ronja Ebeling diskutiert mit dem Sozialunternehmer Jakob Berndt, Mitgründer von Tomorrow sowie Lemonaid & ChariTea, und dem Marketingexperten Michael Jonas über deren politische Rolle: Wo beginnt unternehmerische Verantwortung, wo legitime Zurückhaltung? Um 19 Uhr im KörberForum. Anmeldung
Θ FOFFTEIN
Robotics-as-a-Service: Hamburg Airport erprobt den Einsatz selbstfahrender Roboter zur Überwachung seines Außengeländes. Das Schweizer Start-up Ascento vermietet dafür autonome Sicherheitsroboter an Firmen mit großen Arealen und hohem Sicherheitsbedarf. Der Flughafen betont, dass bestehendes Personal dadurch nicht ersetzt werden soll.
mopo.de, ndr.de
Heute ist Fronleichnam. Wir wünschen Ihnen einen schönen Donnerstag.
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