HHLA AG will reinen Tisch machen, SPD giert nach Lob, Good+Bad Schnee-Cop, Block-Kritik an Medien und Justiz

Guten Morgen: Stadt sortiert sich neu. *

Θ HAMBURG

HHLA AG will reinen Tisch machen: Nicht unerwartet hat die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft SE angekündigt, ein sogenanntes Squeeze-out anzustreben. Damit kann der Mehrheitsaktionär in dem die Stadt und die Reederei MSC verbunden sind, die restlichen Aktionäre abfinden und aus der AG drängen. Im Ergebnis soll das den Gesellschaftern mehr Einfluss auf die Geschäftsführung erlauben, als es das Aktienrecht vorsieht. Die langjährige Vorstandsvorsitzende der HHLA, Angela Titzrath hatte es gut verstanden, damit den Einfluss der Stadt zu begrenzen. Nun wird wohl eine neue Gesellschaftsform angestrebt. Die Stadt und die italienische Eigentümerfamilie Aponte blicken bislang auf einen guten Start der Kooperation, der mehr Umschlag für den Hafen generiert hat.
hhla.de

Nordsee-Gipfel in Hamburg: Auf Einladung von Bundeskanzler Friedrich Merz findet Ende Januar erstmals ein Nordsee-Gipfel unter deutscher Ausrichtung in Hamburg statt. Im Rathaus und der Handelskammer beraten Staats- und Regierungschefs, Energieminister aus den Nordsee-Anrainerstaaten, die EU und die NATO sowie über 100 Unternehmensvertreter über den Ausbau der Energiepartnerschaft. Das Ziel besteht darin, die Nordsee zum größten Reservoir sauberer Energie zu machen. Im Fokus stehen der grenzüberschreitende Ausbau der Offshore-Windenergie, die Entwicklung von Wasserstoffmärkten und der Aufbau einer vernetzten Offshore-Infrastruktur. Zuletzt gab es jedoch einen Dämpfer: Im vergangenen August ging bei der Ausschreibung von zwei Windkraftflächen in der Nordsee in Deutschland kein einziges Angebot ein.
abendblatt.de, ndr.de

Anzeige
Meet the Mentor@Handelskammer: Ein Format für Innovator*innen im Life Science Bereich: Startups aus der Gesundheitsbranche haben die attraktive Gelegenheit, sich mit ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren der Handelskammer zu ihren Gründungsvorhaben auszutauschen und wertvolle Tipps zu erhalten. Nach einer kurzen Vorstellung in der großen Runde werden konkrete Fragestellungen in kleineren Gruppen diskutiert, je nach thematischem Bedarf. Ziel des Tages ist es, dass Gründende und Mentor*innen zueinanderfinden. Am 27. Januar um 9 Uhr im HKBiS, Willy-Brandt-Str. 75.
startupport.de

Hoffnung auf Lob: SPD-Bürgermeister Peter Tschentscher hofft weiterhin, dass der Elbtower bis Ende 2029 fertiggestellt wird und das geplante Naturkundemuseum dort einzieht. Die Stadt will fast die Hälfte des Gebäudes für 595 Millionen Euro übernehmen und das Museum dort unterbringen. Der Turm soll nun 199 statt 245 Meter hoch werden. Tschentscher betonte erneut, dass die Stadt keine alten Schulden übernimmt. Er wies auch auf die einzigartige städtebauliche Entwicklung in der HafenCity hin, zu der die Elbphilharmonie, der Elbtower und die Oper in der Mitte gehören. Tschentscher hofft, dass in 20 oder 30 Jahren gesagt wird: „Das war ja richtig genial.“
welt.de, mopo.de

Die Menschen sollen sagen: Das hat Olaf Scholz gut gemacht
Sozialdemokratische Bürgermeister scheinen nach Anerkennung für Bauwerke zu gieren.
ndr.de

– Glossig –
Good Schnee-Cop, Bad Schnee-Cop: So wirken die Mahnungen von Umweltsenatorin Katharina Fegebank und Bezirkssenator Andreas Dressel zur aktuellen Schneelage. Die beiden weisen darauf hin, dass die Stadtreinigung nur Straßen räumt; für die Sicherheit auf Gehwegen seien die Grundstücksbesitzer verantwortlich. Fegebank ließ sich dazu mit einer Schneeschaufel fotografieren und strahlte, dass freie Fußwege gelebte Solidarität seien. Dressel verweist hingegen auf Hunderte von investigativen Wegewarten, die die Räumpflichten der Anwohner überwachen und bei Verstößen hohe Bußgelder verursachen können. All das könnte man ernster nehmen, wenn die Stadt denn ihren eigenen Pflichten nachkommen würde, was vielerorts nicht der Fall ist, wie Schneereporter berichten.
welt.de, abendblatt.de, mopo.de, ndr.de, hamburg.de

Weiter Kritik an SPD-Abgeordneten und der Schura: Obskures Treffen zieht weiter Kreise abendblatt.de
Wieder freier Eintritt: Miniatur Wunderland bietet klammen Familien wieder einen kostenlosen Besuch an t-online.de
Max Kruse kickt beim TuS Dassendorf: Mit Kumpel Martin Harnik soll endlich mal wieder ein Titel geholt werden abendblatt.de

Wetter heute: Bewölkt, Schneefall möglich bei minus einem bis minus drei Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

7.900 Gewalttaten registrierte die Polizei laut der vorläufigen polizeilichen Kriminalstatistik von Januar bis November. Damit ist die Zahl der Gewalttaten im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2024 um sieben Prozent gesunken. Darunter waren 55 vorsätzliche Tötungsdelikte sowie etwa 5.500 Fälle schwerer oder gefährlicher Körperverletzung. Raubtaten gingen mit rund 2.000 Fällen um mehr als zehn Prozent zurück. Besonders deutlich sank der Einsatz von Messern und Schusswaffen um etwa ein Drittel. Die vollständige Statistik für 2025 wird Mitte Februar verkündet.
ndr.de, welt.de

Europa – von Wolf Achim Wiegand

EU ohne Haltung: Die Militäraktion der USA im südamerikanischen Ölstaat Venezuela hat in Europa – gelinde gesagt – „Irritationen“ ausgelöst. Kaum eine der 27 EU-Regierungen traut sich jedoch, Klartext zu reden. Grund ist eine große Ukraine-Konferenz am Dienstag in Paris, bei der man US-Präsident Donald Trump keinen Vorwand geben möchte, die Hilfe gegen den Angreifer Russland abzubrechen. Breite Ablehnung erfährt indessen Trumps erneute Aussage, das dänische Territorium Grönland übernehmen zu wollen. In Kopenhagen verlangte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen im Einklang mit Grönlands Regierung, die „Drohungen“ gegen den langjährigen Verbündeten zu unterlassen.
tagesschau.de, x/OJoelsen

Auf die Amerikaner ist kein Verlass mehr – nur, das traut man sich nicht auf Regierungsebene so klar auszusprechen.
CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter MdB hält die Position der Bundesregierung für zu lau.
x.i/status

Sabotage oder Seefehler? Die baltische Republik Lettland hat nahe dem Ostseehafen Liepāja ein womöglich absichtlich beschädigtes Untersee-Glasfaserkabel entdeckt. Es ist der zweite ähnliche Vorfall innerhalb weniger Tage. Die Behörden haben ein verdächtiges Schiff geentert, die Besatzung befragt und ein Strafverfahren eingeleitet. Die Telekom-Verbindung, deren Ausfall keine gravierenden Probleme bedeutet, gehört einem Privatbetreiber. Zu Silvester war auch ein Kabel zwischen Estland und Finnland zerrissen worden – vermutlich durch die gesenkte Ankerkette eines Frachters, dessen Crew in Finnland zur Polizei musste.
polskieradio.pl lrt.lt

Überall Schnee: Ein massiver Wintereinbruch hält viele europäische Länder im Griff. Polens Eisenbahn PKP meldete am Montag über zweieinhalb Stunden Verspätung zwischen Krakau und Berlin. In Rumäniens Karpatenregionen waren mehrere Dörfer wegen Schnee isoliert und ohne Strom. Am Flughafen Amsterdam-Schiphol mussten rund 450 Flüge wegen blockierter Start- und Landebahnen gestrichen werden. In Schottland schlossen Hunderte Schulen. Den EU-Niedrigrekord hält die tschechische Gemeinde Kvila im Nationalpark Böhmerwald: brrrutale minus 30,6 Grad Celsius. Schnelle Änderung ist nicht in Sicht.
dw.com

Θ STADT & LEBEN

Kritik an Medien und Justiz: Wie beim Neujahrsempfang „Punsch unterm Dach“ des Grand Elysée mittlerweile ritualisiert, bekamen die dritte und vierte Gewalt wieder die Leviten gelesen. So habe selbst die „linkslastige Panikpresse“ den Christdemokraten Friedrich Merz, – „einer der besten Kanzler seit Konrad Adenauer“ – nicht fertigmachen können, zeigte sich Eugen Block erleichtert. Die Senkung der Mehrwertsteuer, das Aus für das Lieferkettengesetz und das Comeback des Verbrenners seien die Verdienste von Merz. Die Hamburger Justiz indes möge der Block-Familie gutes Recht und Hilfe bringen, damit die Kinder wieder zu Mama kommen. Der Alleinschuldige sei Stefan Hensel, der endlich verklagt werden müsse. Ansonsten wünschte er den zahlreichen anwesenden Elysianern – darunter weniger Politik als gewohnt – Abstand vom Gericht in diesem Jahr.
Adlerauge, abendblatt.de, mopo.de

Ein Geschenk für Deutschland.
Eugen Block ist schwer begeistert von Friedrich Merz. Die Spitzen der lokalen CDU nutzten das Momentum nicht.
Adlerauge

Anzeige
Blutiger Boden – Die Tatort des NSU: Süleyman Taşköprü wurde am 27. Juni 2001 in seinem Lebensmittelladen in der Schützenstraße in Altona von zwei Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ermordet. Er war eines von zehn Todesopfern einer brutalen Anschlagsserie, die zwischen 2000 und 2007 in acht deutschen Städten verübt wurde. Die Künstlerin Regina Schmeken besuchte die Tatorte des NSU. Ihre großformatigen Schwarzweißaufnahmen zeigen die verstörende Normalität der Schauplätze von Hass und Gewalt inmitten deutscher Städte. Das Altonaer Museum erinnert an die Opfer.
shmh.de

Restaurant-Tipp – Vietnamesisch in Winterhude: Das vietnamesische Restaurant QD ist der modernisierte Nachfolger des früheren Quan Do. Zwei Jahre lang war dicht, jetzt gibt’s Betonboden, weiße Wände und trotzdem noch den karamellisierten Schweinebauch, auf den viele gewartet haben. Die Karte bleibt nah an vietnamesischen Klassikern, setzt jedoch moderne Akzente und bringt neue Ideen mit, zum Beispiel eine Mixplatte mit Betelblättern und Süßkartoffelstreifen oder Sardinen-Ceviche.
genussguide-hamburg.com

Echoes of the World: Das Duo Pertar nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Weltreise. Lin Chen und Kristian Sievers verbinden westliche Instrumente wie Marimba, Vibraphon, elektrische und akustische Gitarre sowie Percussion mit ostasiatischen Klängen von Yangqin, Da Ruan und Da Gu. Zwischen meditativer Ruhe und pulsierender Energie entstehen Eigenkompositionen und Arrangements, die Kulturen, Kontinente und Zeiten verknüpfen – von chinesischen Tempeln über südamerikanische Festplätze und europäische Klanglandschaften bis nach Westafrika. Ein farbenreicher Abend voller Rhythmus und Emotion. Um 19.30 Uhr in der Elbphilharmonie.
szene-hamburg.com

Θ FOFFTEIN

Ernie-und-Bert-Ampeln: In Hamburg werden künftig an zwei Kreuzungen Sesamstraßen-Ampeln installiert. Sie entstehen an den beiden großen NDR-Standorten in Lokstedt und an der Rothenbaumchaussee. Das Motto lautet: Bei Ernie kannst du gehen, bei Bert bleibst du stehen. Der Norddeutsche Rundfunk produziert seit über 50 Jahren die deutsche Sesamstraße, in der auch die Figuren Ernie und Bert beheimatet sind.
ndr.de, queer.de

Heute ist der Tag der Heiligen Drei Könige und Finanzsenator Andreas Dressel hat Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! Wir wünschen Ihnen allen einen schönen Dienstag.

Wenn Ihnen das Hamburger Tagesjournal am 6. Januar gefallen hat, empfehlen Sie uns gerne weiter; einfach diese Mail an Kollegen und Freunde schicken und auf tagesjournal.de anmelden.

Werben Sie für Ihr Unternehmen oder Ihre Veranstaltung im Hamburger Tagesjournal. Schreiben Sie uns, wir beraten Sie gerne. hamburg@tagesjournal.de

Add Comment