Kanzler setzt auf Hamburgerin, Mehr Polizisten beim CSD, Sorgen um Popkultur, Trauer um Hans Otto Mertens

Guten Morgen: Kommen und Gehen. *

Θ HAMBURG

Kanzler setzt auf Hamburgerin: Auf Vorschlag von Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz wurde Franziska Hoppermann zur CDU-Generalsekretärin auserkoren. Die Bundestagsabgeordnete aus Wandsbek muss dem schwer angeschlagenen Parteichef in herausfordernden Zeiten den Rücken freihalten. Zudem stehen bald wichtige Landtagswahlen an. Mit ihrer Ernennung gewinnt der Hamburger Landesverband weiter an Einfluss in der Bundespolitik; das freut auch Landeschef Dennis Thering. Neben Hoppermann gehören auch Christoph Ploß und Christoph de Vries zu den sichtbaren CDU-Politikern in Berlin mit Amt und Hamburger Wurzeln, ebenso wie Bundesministerin Karin Prien.
welt.de, ndr.de, taz.de, abendblatt.de

Dankbar. Demütig. Bereit.
Unter diesem Motto startet Franziska Hoppermann, die es erfolgreichen Generalsekretären wie Heiner Geißler und Volker Rühe nachtun will.
facebook.f.hoppermann

Mehr Schutz beim CSD: Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD will Hamburg die Sicherheitsvorkehrungen für die CSD-Demonstration am Sonnabend mit erwarteten 250.000 Teilnehmenden verstärken. Polizei, Veranstalter und Behörden prüfen zusätzliche Maßnahmen. Unter anderem wird die Zahl der Einsatzkräfte erhöht. Konkrete Hinweise auf eine Gefährdung in Hamburg gibt es laut Polizei zwar nicht, wegen der weiterhin hohen abstrakten Bedrohungslage bleibt das Sicherheitsniveau jedoch hoch. Die Polizei betonte ihre Unterstützung für die queere Community und kündigte eine starke Präsenz während der Pride Week und des CSD an.
welt.de, ndr.de, mopo.de

Polizei rüstet für Hamburger CSD auf.
bild.de

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genussguide-hamburg.com

Waffe saß locker: 73-jährige Niendorferin soll Kinder nach Klingelstreich mit Gewehr bedroht haben mopo.de
Raser im Deichtortunnel: Nach Unfall in der Nacht war die Verbindung bis Montagmittag gesperrt abendblatt.de
Letzter Vorhang: Harry Potter verabschiedet sich vom Großmarkt-Theater ndr.de

Wetter heute: Wechselnd bewölkt bei zwölf bis 24 Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

Nur 175,5 Millionen Euro gaben Hamburgerinnen und Hamburger im vergangenen Jahr für Lotto aus – 7,3 Millionen Euro weniger als 2024. Gewonnen hat nur der Verwaltungsaufwand von Hamburg Lotto, der um knapp 20 Prozent stieg. Knapp 70 Millionen Euro wurden als Gewinne rückerstattet, darunter drei Millionengewinne. Die städtische Gesellschaft führte zudem 58,5 Millionen Euro an die Stadt ab. Weitere 1,9 Millionen Euro flossen in gemeinnützige Projekte, für Wohlfahrt, Sport, Denkmalschutz und Natur- und Katastrophenschutz.
ndr.de, mopo.de, lotto-hh.de

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Europa – von Wolf Achim Wiegand

Uhr läuft ab für TikTok: Nachdem Frankreich als erster EU-Staat ein SocialMedia-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren eingeführt hat, plant auch Österreich eine Alterssperre. Unter 14-Jährige sollen ab 2027 keinen Zugang zu sozialen Netzwerken mehr erhalten. Dafür müssen Nutzer ihr Alter über zertifizierte Altersverifikationsdienste nachweisen. Die Betreiber der Plattformen werden gesetzlich gezwungen, entsprechende Technik umzusetzen. Die österreichische „Zuckerl“-Koalition begründet das Vorhaben mit Risiken durch suchtfördernde Algorithmen, Cybermobbing, psychische Belastungen sowie problematische Inhalte und Kindesmissbrauch.
derstandard.at

Feuerinfernos – war Europa zu cool? „Obwohl die EU schon lange von der Gefahr weiß, fehlen die Spezialflugzeuge“, lautet eine Analyse der „Welt“ über die lodernden Waldbrände in Spanien und Frankreich. Dort wüten bei Gluthitze zum Teil seit Wochen verheerende Feuersbrünste. Die zentralen Kritikpunkte nach den fast jährlich wiederkehrenden Großbränden lauten: zu wenige Löschflugzeuge und Hubschrauber, zu langsamer Aufbau gemeinsamer EU-Bekämpfungskapazitäten und fehlende strategische Vorbereitung. Andererseits hat die EU für diesen Sommer ihr bislang größtes Waldbrand-Aufgebot bereitgestellt: Rund 800 Feuerwehrleute aus 14 Ländern mit Fliegern und Helikoptern in besonders gefährdeten Regionen.
welt.de

Europa ist in der Ära des Feuers angekommen
Schlagzeile der FAZ.
faz.net

Boy George goes pro Israel: Der britische Popsänger hat mit einem neuen Solidaritätssong für den Existenzkampf Israels breite Zustimmung und eine kontroverse Debatte zugleich ausgelöst. Das Reggae-Lied wurde binnen Stunden weit über eine Million Mal angeklickt. Neben gerührten Unterstützungsposts aus aller Welt setzten im Netz parallel massive persönliche Beschimpfungen, Hass und Hetze ein. In den Liedzeilen weist das Queer-Szenen-Idol den Vorwurf eines Völkermords zurück. Boy George bezeichnet Israels Vorgehen als normalen Krieg nach einem Terrorangriff und kritisiert Künstlerkollegen, die sich auf die Seite der Palästinenser stellen und israelische Opfer ausblenden.
theguardian.com, youtu.be

Θ STADT & LEBEN

Sorgen um Reeperbahn Festival: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer fordert von Hamburg eine höhere finanzielle Beteiligung am Reeperbahn Festival. Bislang habe der Bund den Großteil der öffentlichen Förderung getragen, künftig müsse die Finanzierung gerechter verteilt werden. Bislang hatte der Bund 90 Prozent der öffentlichen Zuschüsse getragen. In diesem Jahr sinkt die Förderung auf 75 Prozent; geplant ist eine weitere Kürzung auf 50 Prozent. Die Hamburger SPD kritisiert die geplanten Kürzungen des Bundes und wirft Weimer vor, das Festival zu benachteiligen, während die Opern-Förderung der Bayreuther Festspiele steigen solle. Das Reeperbahn Festival hat sich mit viel Förderung zu einer der wichtigsten Plattformen der internationalen Musikwirtschaft entwickelt.
welt.de, ndr.de

Ungezählte Popfördernden aus Land und Bund lesen den Haushaltsentwurf Weimers als verheerendes Signal, denn sie denken eben nicht in Legislaturperioden, sondern in ganzen Generationen von Popkultur.
Andrea Rothaug, Geschäftsführerin von RockCity Hamburg, vermisst politische Kontinuität.
szene-hamburg.com

Spot on: Hamburg Startups – Das Hamburger Food-Tech-Unternehmen goodBytz liefert sein vollautonomes Küchensystem Ende des Sommers auf den US-Militärstützpunkt Fort Hood in Texas. Das System wird dort erstmals in den USA rund um die Uhr frische Mahlzeiten zubereiten. Innerhalb von 48 Stunden von der Idee zum Startup: In Hamburger Hackathons hat das in den letzten Monaten tatsächlich mehrfach funktioniert, und zwar bei FiberGuard, GravNav und Guardian Labs EU. Acht Handlungsfelder umfasst die kürzlich veröffentlichte Startup- und Scaleup-Strategie der Bundesregierung. Längst nicht alles davon ist neu und vieles bisher nur eine Absichtserklärung. Das Ziel aber ist klar: die Verbesserung der Voraussetzungen für die erfolgreiche Gründung und Skalierung von Startups in Deutschland.
goodbytz, hackathons, startup-und-scaleup-strategie

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Restaurant-Tipp – Ungezwungene Atmosphäre, Zuhause-Vibes und das trotz Michelin-Stern: Im Tipken’s by Nils Henkel auf Sylt fühlt sich Sterneküche erstaunlich nahbar an. Gastgeber Bernd Ahlert führt herzlich durch den Abend, während Nils Henkel mit den Menüs Flora und Fauna zwei kulinarische Genussreisen entwirft. Ob Gemüse, Fisch oder Fleisch, jeder Gang verbindet präzises Handwerk mit überraschenden Aromen. Besonders Henkels moderne Gemüseküche zeigt, wie spannend Zwiebel, Möhre oder Rote Bete inszeniert werden können. Ein Gourmetabend, der anspruchsvoll ist, ohne sich steif anzufühlen.
genussguide-hamburg.com

Rose: Das Historiendrama ist im 17. Jahrhundert angesiedelt und erzählt von einer Frau, die sich, als männlicher Soldat verkleidet, Integration in eine abgeschiedene Dorfgemeinschaft erhofft. Sandra Hüller trägt den österreichisch-deutschen Spielfilm von Markus Schleinzer aus dem Jahr 2026. Um 20.15 Uhr im Nestkino.
szene-hamburg.com

Θ FOFFTEIN

Trauer um Hans Otto Mertens: Der langjährige Manager und Entdecker von Otto Waalkes, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Er habe ihm alles zu verdanken, würdigte Otto seinen Freund. Mertens erkannte Anfang der 1970er-Jahre früh das Talent des Komikers, produzierte dessen erste Schallplatte in Eigenregie und ebnete so den Weg für dessen Karriere. Gemeinsam gründeten sie später das Label Rüssl Räckords. Über fünf Jahrzehnte verband die beiden eine enge Freundschaft. Auch ihre Villen in Florida waren sich nah. Mertens starb nach längerer Krankheit am 24. Juli im Krankenhaus Altona.
bild.de, focus.de

Heute ist der Welt-Hepatitis-Tag. Wir wünschen Ihnen einen schönen Dienstag.

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