Olympia-Schwimmer gesucht, Bodenpolitik wird flexibler, Bauen an Brücken, Woche des Kinos

Guten Morgen: Flow. *

Θ HAMBURG

„Ab ins Wasser“: Die Stadt Hamburg startet eine Initiative, um Kindern das Schwimmen näherzubringen. Die Bürgerschaft hat beschlossen, jedem Kind der 1. Klasse drei Gutscheine für den Besuch eines Bäderland-Bads zu stiften. Damit soll die schlechte Schwimmerquote unter Kindern verbessert werden. In diesen Tagen darf natürlich der Hinweis nicht fehlen, dass dies der Beginn einer olympischen Karriere sein könne. Umweltsenatorin Katharina Fegebank und Sportsenator Andy Grote gaben am Dienstag in Billstedt den Startschuss für die Aktion. Auch im Hamburger Westen soll ein Impuls für das Schwimmen gesetzt werden. Die Bezirksversammlung Altona will die absurden Ruhetage in den Freibädern Marienhöhe und Osdorf abschaffen. Besser wäre es jedoch, mehr Schwimmkurse anzubieten, finden SPD, CDU und Grüne im Bezirk.
abendblatt.de, hamburg.de, mopo.de

Bodenpolitik wird flexibler: Im Jahr 2023 hatte sich Hamburg in Verhandlungen mit Volksinitiativen darauf geeinigt, städtische Grundstücke zumeist im Erbbaurecht zu vergeben. Dieses Gebot wurde auch in die Verfassung aufgenommen, obwohl die Initiativen dies gar nicht gefordert hatten. Kritik kam schnell von Wohnungsbauunternehmen, die warnten, dass die Nachfrage durch das Erbpachtmodell sinken würde. Nun wird die Bürgerschaft gebeten, Ausnahmen zu genehmigen. Genau das wollten die Initiativen eigentlich verhindern, doch der Senat hatte sich mit seinen Formulierungen durchgesetzt. Die Baubranche sieht derweil einen „Frühling in der Hamburger Bodenpolitik“. Verkauft werden sollen auch Teile des zu entwickelnden Grasbrooks. Dafür sucht die Stadt in der kommenden Woche auf der Immobilienmesse MIPIM in Cannes nach Investoren.
welt.de, mieterverein-hamburg.de, hamburg-business.com

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Bauen an Brücken: Am Donnerstag werden die Arbeiten zur Erneuerung der Berlinertordammbrücke fortgesetzt. Dafür wird das nördliche Brückenteil abgerissen, wodurch es zu Sperrungen kommt. Bis Ende 2027 soll der Ersatz fertiggestellt sein. Seit 2024 sorgt die Erneuerung der Brücke am S-Bahnhof Sternschanze bereits für massive Einschränkungen im Schanzenviertel. Am Samstag soll die neue Eisenbahnüberführung eingesetzt werden. Optisch orientiert sich der Neubau an der Brücke von 1903, die den heutigen Anforderungen nicht mehr genügte. Die Schanzenstraße bleibt für Autos dennoch bis Ende 2026 gesperrt. Lediglich im Spätsommer wird sie für etwa zwei Monate als Umleitung geöffnet. Dann wird die riesige Sternbrücke in Altona eingebaut und die Max-Brauer-Allee gesperrt.
ndr.de (Berliner Tor), abendblatt.de (Schanze), abendblatt.de (Sternbrücke)

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Hamburg Music Award KRACH+GETÖSE startet die Bewerbungsphase 2026
Die Bewerbungsphase für den Hamburg Music Award KRACH+GETÖSE ist eröffnet – von heute bis zum 25. März können sich Nachwuchsmusiker:innen und -Bands aus Hamburg und Umgebung für den Preis von RockCity Hamburg e.V. und der Haspa Musik Stiftung bewerben. Fünf Preisträger:innen erhalten ein Preisgeld von 2.500 Euro sowie über die folgenden Monate den bewährten Rückenwind in Form von individuellem Support, Bookingslots, Netzwerkkontakten und Beratungen durch RockCity Hamburg e.V. und das breit aufgestellte Partner:innen-Netzwerk. Mehr Infos & Bewerbung unter: krachundgetoese.de

Sorge um Urlauber und Schiffcrews: Lage im Nahen Osten weitert unklar ndr.de, abendblatt.de
Bund soll weiter zahlen: SPD, Grüne und Linke fordern Fortsetzung der kostenfreien Sprachkurse für Geflüchtete welt.de
Viele Zahlen: Jahrbuch des Statistikamt Nord bietet viel Lesenswertes abendblatt.de

Wetter heute: Sonnig bei null bis zehn Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

Minus 20 Prozent verzeichnete die Aktie des einzigen Hamburger DAX-Konzerns, Beiersdorf, am Montag in einem schwierigen Marktumfeld. Der Betrieb aus Eimsbüttel rechnet nach einem schwachen Geschäftsjahr 2025 auch 2026 mit wenig Aufschwung. CEO Vincent Warnery führt dies auf einen schwach wachsenden globalen Hautpflegemarkt zurück. Auch die Kernmarke Nivea legte lediglich um 0,9 Prozent zu. Sogenannte Indie-Marken wachsen hingegen schnell und setzen große Hersteller unter Druck. Der Umsatz stagnierte bei rund 9,9 Milliarden Euro, der Nettogewinn liegt bei 955 Millionen Euro.
welt.de

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Europa – von Wolf Achim Wiegand

„He is my friend“: Das Treffen zwischen Kanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump wirkte im Oval Office freundlich; der US-Angriff auf den Iran überlagerte andere Themen. Merz machte gute Mine zum Thema. Der US-Präsident attackierte Spaniens Premier Sánchez scharf, der den kriegerischen Angriff ablehnt. Mit Spanien will Trump jetzt keine Geschäfte mehr machen. Merz zeigte ein gewisses Verständnis: Der linke Sozialdemokrat Sánchez weigere sich als einziger in der Allianz, erhöhte Verteidigungsausgaben zu beschließen – „Spanien muss sich daran halten.“ Die Themen Zollpolitik und Ukraine wurden auch adressiert; Merz sieht hier leichte Fortschritte.
abendblatt.de, bild.de, x.disclosetv (waw/ma)

Urlaub ohne Ende: Die Rückholung gestrandeter Europäer aus der Krisenregion rund um den Iran ist derzeit komplex. Hauptproblem: gesperrte Lufträume. Kommerzielle Flüge: gestrichen. Drehkreuze: blockiert. Charterflieger: bleiben am Boden. Und Militärhilfe? Ist kaum möglich, weil viele Kapazitäten wegen der Bedrohung aus Russland in Europa bleiben müssen. Landwege? Höchstens eine Notlösung – zu viel Bürokratie mit Transitstaaten und mangelnde Sicherheit. Dennoch bemühen sich etwa Frankreich, Spanien, Großbritannien und Italien um Evakuierungen.
reuters.com, eeas.europa.eu

Europa stottert: Mitten in Krisenzeiten läuft der außenpolitische Motor Europas nicht rund. Die EU versucht zwar, geschlossen aufzutreten – aber hinter den Kulissen tobt in Brüssel eine Art „Revierkampf“ um die diplomatische Führung des Staatenverbundes. Besonders kappeln tun sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die Außenbeauftragte Kaja Kallas – und Mitgliedsregierungen mischen auch noch mit. Das Kuddelmuddel bedeutet, dass die EU-Antwort auf die jüngste Eskalation rund um den Iran aus mehreren parallellaufenden Strängen besteht – was die EU-Handlungsfähigkeit mindert.
politico.eu, euronews.com

Die Rivalität zwischen Kallas und von der Leyen ist offensichtlich.
Sie spricht es aus: Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des europäischen Verteidigungsausschusses.

Θ STADT & LEBEN

Woche des Kinos: Im Zeise Kino stellte İlker Çatak am Montag kurz nach dem Gewinn des Goldenen Bären bei der Berlinale seinen Film „Gelbe Briefe“ vor. Für den Regisseur war es ein besonderer Abend, da Hamburg für ihn einen wichtigen Platz einnimmt. Hier hat er studiert, all seine Filme gedreht – und auch sein preisgekrönter Film spielt in der Stadt. Für Çatak bietet Hamburg mit seinem leicht mediterranen Flair und der kulturellen Vielfalt ideale Voraussetzungen als Film-Istanbul. Am Donnerstag wird dann im Metropolis Kino unter dem Motto „Danke, Hark Bohm“ an den prägenden Regisseur erinnert, der im vergangenen Jahr verstorben war. Kultursenator Carsten Brosda, Filmfest-Chefin Malika Rabahallah und Filmförderer Helge Albers sind dabei wenn Bohms Werke „Der kleine Staatsanwalt“ und „Nordsee ist Mordsee“ gezeigt werden. Der Eintritt ist frei.
abendblatt.de (Çatak), metropoliskino.de (Bohm)

Restaurant-Tipp – Italienisch im Winterhude: Das Pittarello am Mühlenkamp überzeugt mit tollem Ambiente und erstklassiger italienischer Küche. Die Karte ist übersichtlich, lässt aber keine Wünsche offen. Der Mittagstisch wechselt regelmäßig, auch abends dürfen sich die Gäste auf die täglich wechselnden Empfehlungen des Küchenchefs verlassen oder einfach à la carte bestellen.
genussguide-hamburg.com

No Mercy: Ausgehend vom Werk der sowjetischen Regisseurin Kira Muratova und ihrem Satz „Frauen machen die härteren Filme“ spricht Isa Willinger mit international arbeitenden Filmemacherinnen. Mit Beispielen u. a. von Céline Sciamma, Ana Lily Amirpour, Virginie Despentes, Catherine Breillat, Monika Treut, VALIE EXPORT und Alice Diop entsteht ein kraftvolles Manifest für ein neues Sehen – über Kunst, Wut und Verletzlichkeit. Hamburger Premiere um 19.30 Uhr im Abaton in Anwesenheit von Willinger, Treut und Margit Czenki.
szene-hamburg.com

Θ FOFFTEIN

Und nun das Wetter: In Europa zeichnet sich derzeit eine außergewöhnliche Wetterphase ab. Eine massive Saharastaub-Wolke hat bereits die Balearen erreicht. Das sorgt dort für ungewöhnliche Himmelsszenen, die sich weiter nach Norden bis nach Deutschland ausbreiten. Parallel dazu erleben weite Teile des Kontinents jahreszeitlich ungewöhnlich hohe Temperaturen – die Folge: Frühlingsgefühle. Wetterfrösche glauben, so geht es noch mehrere Tage oder sogar Wochen weiter.
web.de, uni-mannheim.de (waw)

Heute ist der Welttag des Ingenieurwesens für nachhaltige Entwicklung. Wir wünschen Ihnen eine schöne Wochenmitte.

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