Schöner und schneller, Sommer der Umwege, Sorgen um Geld, So geht Haltung

Guten Morgen: Brücke. * Bahn. * Beteiligungsverfahren. *

Θ HAMBURG

Schöner und schneller: Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard hat den Entwurf für die neue Köhlbrandbrücke vorgestellt. Mit einer Höhe von 73,5 Metern soll sie 20 Meter höher werden als bisher. Optisch lehnt sich der Entwurf an die bestehende Brücke an. Das Projekt soll von einer Arbeitsgemeinschaft aus Architektur- und Ingenieurbüros umgesetzt werden. Die Baukosten werden auf 5,3 Milliarden Euro geschätzt. Leonhard ist zuversichtlich, diese Summe einhalten zu können, wobei der Bund die Hälfte der Kosten tragen soll. Gute Nachrichten verkündete die Senatorin auch zum Termin der Fertigstellung, die schon Ende der 30er-Jahre erfolgen soll. Bislang wurde eine Freigabe im Jahr 2042 erwartet, die nun durch neue Planungsverfahren schneller realisiert werden soll.
welt.de, abendblatt.de, ndr.de

Der Entwurf fixt mich an.
HPA-Chef Jens Meier wollte eigentlich nie einen Tunnel.

Sommer der Umwege: Während der Hamburger Sommerferien kommt es aufgrund des Einbaus der Sternbrücke in Altona sowie weiterer Brücken auf der Verbindungsbahn zu erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr. Vom 18. Juli bis zum 15. August halten keine Fernzüge in Altona und Dammtor. Zudem fallen einige Verbindungen am Hauptbahnhof aus oder werden über andere Bahnhöfe umgeleitet. So enden Verbindungen etwa in Harburg und Pinneberg. Auch die S-Bahn-Strecke zwischen Sternschanze und Altona ist vom 17. Juli bis zum 13. August gesperrt, sodass Busse den Verkehr ersetzen. Zusätzlich wird die wichtige Straßenkreuzung Max-Brauer-Allee/Stresemannstraße sechs Wochen lang blockiert. Verkehrssenator Anjes Tjarks verspricht ein „umfassendes und eng verzahntes Maßnahmenpaket”, um den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten.
welt.de, ndr.de, mopo.de, abendblatt.de

Anzeige
Hamburger Stiftungstage: Erleben, Mitmachen, Horizont erweitern
19.-28.06.: In der ganzen Stadt zeigen über 165 Stiftungen in mehr als 350 Events, was in ihnen steckt. Kultur, Gesellschaft, Sport, Politik, Inklusion, Familie und Kinder und viel mehr: Zum diesjährigen Motto „Dein guter Zweck ist hier“ öffnen Stiftungen ihre Türen für 10 Tage noch weiter als sonst. Viele Veranstaltungen sind kostenfrei. Ein Highlight wird der Stiftungstage-Talk am 24.6. in der JazzHall, u. a. mit Rolf Zuckowski, Moderation Julia Westlake. Hören Sie zu und reden Sie mit zum Thema Herzenssache Stiften!
hamburger-stiftungen.de

Sorgen um Geld: Der Senat will die Besoldung der rund 40.000 Hamburger Beamten erhöhen und dazu das Tarifergebnis für die Landesbeschäftigten übernehmen. Soweit stimmen auch die Gewerkschaften und der Beamtenbund dem Gesetzentwurf zu. Finanzsenator Andreas Dressel sieht die damit jährlich fälligen bis zu 630 Millionen Euro aus der Stadtkasse angesichts knapper Kassen jedoch als große Herausforderung. Deshalb will er die sogenannte Alimentation aus Sicht der Beamten so knapp wie möglich halten. Das „13. Gehalt” für Beamte will er knapp kalkulieren und den Pensionären vorenthalten. Dies sei zwar juristisch möglich, verkenne aber die „Lebensleistung der Betroffenen”, mahnt die Hamburger DGB-Vorsitzende Tanja Chawla. Sie will den Entwurf nun im Beteiligungsverfahren genau prüfen.
mopo.de, welt.de

Anzeige
Die Zeiten bleiben anspruchsvoll – Gemeinsam geht’s besser! Wenn z.B. rund um den Winterhuder Marktplatz die Ladenleerstände zunehmen, braucht es Austausch, neue Ideen und unternehmerischen Zusammenhalt. Genau darum geht es heute Abend beim moderierten Netzwerkformat „Mehr Optimismus, bitte!“ vom Unternehmernetzwerk M-POINT. Um 19.30 Uhr treffen sich in Hamburg-Winterhude Solo-Selbständige, Kleinunternehmer, kleine Mittelständler mit Gewerbetreibende aus dem Stadtteil, um Erfahrungen auszutauschen, Lösungen zu diskutieren und neue Kontakte zu knüpfen. Unternehmerischer Support inclusive! Seien auch Sie dabei und holen Sie sich neue Impulse. Infos und Anmeldung wie immer unter mpoint.pro

Neuer Verdacht im Block-Prozess: Neue Verdächtige aus Pforzheim könnten Prozessverlauf weiter verlängern mopo.de
„Nur ja heißt ja“: Justizsenatorin Anna Gallina kann ihre Anliegen bei der Justizministerkonferenz vorstellen, die sie leitet abendblatt.de
Läuft bei Hamburg Wasser: Guter Gewinn, Investitionen für alte Rohre und steigende Preise welt.de
Drei Kinder verletzt: 75-jährige Oma bringt Enkel im SUV zur Blankeneser Schule und gibt Gas mopo.de
Elbdome soll kommen: Stadt schreibt Gelände am Huckepack Bahnhof in Rothenburg aus abendblatt.de
Abend der Nachhaltigkeit: N Klub-Gastgeber Lars Meier testet Nachhaltigkeit der Bezirke mopo.de

Wetter heute: Wechselnd bewölkt mit Schauern bei neun bis 18 Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

1.000 Arztpraxen, etwa ein Viertel aller Praxen in Hamburg blieben am Mittwochvormittag geschlossen. Mehrere Berufsverbände hatten zu dem Protest gegen die Reformpläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken aufgerufen. Die Kassenärztinnen und -ärzte befürchten deutliche Honorarkürzungen und warnen vor den Folgen für Patientinnen und Patienten, darunter längere Wartezeiten und ein Aufnahmestopp für Neupatienten. Mit dem Sparpaket will die Bundesregierung die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2027 um mehr als 16 Milliarden Euro entlasten.
ndr.de

Werben im Hamburger Tagesjournal
Mit 43.000 Abonnentinnen und Abonnenten und einer Öffnungsrate von 40% liefert das Hamburger Tagesjournal messbar bessere Engagement-Werte als jedes klassische Nachrichtenmedium in der Stadt — die digitalen Riesen eingeschlossen. So die Analyse der KI Agentin der führenden Digitalagentur Serviceplan. Für eine einmalige Textanzeige berechnen wir 240 Euro. Mehr Infos

Europa – von Wolf Achim Wiegand

Hass und Hetze im UK: Massive Gewalt in Belfast mit Brandschatzungen und Attacken auf Polizisten hat in ganz Großbritannien und Irland migrantenkritische Kundgebungen ausgelöst. Am Montag hatten durch die nordirische Hauptstadt ziehende Grüppchen Fahrzeuge und Wohnhäuser angezündet – angestachelt von rassistischen Rechtsextremisten. Auslöser war ein drastisches Handy-Video. Es zeigt, wie ein polizeilich als legaler Migrant aus dem Sudan identifizierter Mann offenbar versucht, einem anderen auf offener Straße den Kopf abzuschneiden – das von Passanten gerettete Opfer ist schwerstverletzt. Premier Keir Starmer verurteilte die Gewalt und warnte vor anti-migrantischer Instrumentalisierung.
focusplus.de, fr.de,

Work-Life-Balance in Europa: Trotz gemeinsamer EU-Rahmenregeln ist die wöchentlich übliche Arbeitszeit in den 27 EU-Staaten krass unterschiedlich. Während man im europäischen Durchschnitt laut offizieller Statistik in Vollzeitbeschäftigung rund 36 Stunden arbeitet, liegen andere Länder deutlich darüber bzw. darunter. Am meisten schuften muss man in Griechenland mit rund 40 Stunden. Dort und anderswo sind lange Arbeitszeiten oft mit Selbstständigkeit, geringerer Tarifbindung oder mit bestimmten Branchen wie Agrar und Bau verbunden. Am wenigsten auf der Arbeit sind die Niederländer (32) sowie die Deutschen und Dänen (je 34).
euronews.com

Geringere Produktivität kann die längeren Arbeitszeiten in den genannten Ländern ebenso erklären wie die geringe Verhandlungsmacht der Beschäftigten.
Professor David Spencer von der University of Leeds hat das analysiert.

EU-Küstenpläne: Die Europäische Kommission will Inseln und Küstenregionen wie Rügen gezielter fördern. Ziel ist es, die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Tourismus zu mindern und zugleich Verbesserungen etwa bei Klimaschutz, mariner Artenvielfalt oder Lebenshaltungskosten zu erreichen. Die erstmals angelegte Strategie gilt für mehr als 4.000 Inseln in 16 EU-Staaten sowie für Küsten in 22 Mitgliedsländern. In Deutschland profitieren vor allem die Bundesländer an Nord- und Ostsee. So könnte sich die beliebte Ferieninsel Rügen Investitionen zur Stärkung jobträchtiger Bereiche leisten, die neben der Urlaubsbranche blühen.
sueddeutsche.de

Θ STADT & LEBEN

„Exzellent, aber Pleite“: Der lange Streit um eine angemessene Finanzierung der Universität Hamburg wird am Donnerstag auf die Straße getragen. Ab 14 Uhr beginnt die Demonstration am Uni-Hauptgebäude an der Edmund-Siemers-Allee. Die Finanzierung des Senats reicht nicht aus, um neue Anforderungen, etwa im Bereich der IT-Sicherheit, zu erfüllen. Dies führt zu Kürzungen in den Etats der Fakultäten. Der AStA hat sogar vom Studium in Hamburg abgeraten. Uni-Präsident Hauke Heekeren stellt deutliche Forderungen an Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal. Ob er sogar an der Demonstration teilnimmt, ist noch nicht bekannt. Die Situation ist verwunderlich, da die Universität ihren Exzellenzstatus verteidigt hat, mit dem große finanzielle Zuwendungen verbunden sind. Diese dürfen jedoch nur für die exzellenten Forschungsprojekte eingesetzt werden.
abendblatt.de, mopo.de, taz.de

Anzeige
World Press Photo 2026: Die World Press Photo Foundation zeichnet seit 1955 jährlich die besten internationalen Pressefotografien aus. Der renommierte Wettbewerb zeigt eindrucksvolle Bilder zu politischen Konflikten, Kriegen, der Klimakrise und dem Alltag verschiedener Gesellschaften weltweit. Die prämierten Arbeiten werden anschließend in einer internationalen Wanderausstellung präsentiert, die in über 100 Städten in fast 50 Ländern zu sehen ist. In Hamburg ist die Ausstellung im Altonaer Museum zu sehen. Am Donnerstag um 18 Uhr findet eine After-Work Führung statt.
shmh.de

Restaurant-Tipp – Kulinarische Handwerkskunst: Obwohl 2025 erst eröffnet in einem denkmalgeschützten Reetdachhaus in Lemsahl- Mellingstedt, ist das Pfeiffers längst unumgänglich. Nicht nur gewann das Restaurant beim Genuss Michel 2026 in der Kategorie „International“, sondern es kommt auch seit Tag eins bei den Gästen sehr gut an. Etwas außerhalb gelegen, bietet das Restaurant außerdem einen kostenlosen Shuttle- Service an, der dankend angenommen wird. Von Sushi und Sashimi bis hin zu Dry- Aged-Rib-Eye-Steak kann man sich hier durch die Karte schlemmen. Das Handwerk ist präzise und die Preise sind für das, was hier inklusive Atmosphäre geboten wird, absolut angemessen.
genussguide-hamburg.com

„Fluss“: Diese dokumentarische Reise entlang der Elbe, von ihrer Quelle im nebelverhangenen Riesengebirge bis zur breiten Mündung in die Nordsee, entlarvt die tiefgreifende Prägung und Nutzung des Flusses durch den Menschen und dekonstruiert die vermeintliche Natürlichkeit der Landschaften. Hamburg Premiere in Anwesenheit und mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur des Dokumentarfilms „Fluss“ von Timo Grosspietsch. Um 20 Uhr im Zeise Kino.
szene-hamburg.com

Anti-Antifeminismus! Fragen rund um Geschlechterrollen, Feminismus und Antifeminismus besprechen die österreichischen Rechtsextremismus-Expertin Natascha Strobl und die Autorin Susanne Kaiser. Wie antifeministische Positionen in gesellschaftliche Debatten gelangen, welche Akteure sie vertreten und welche Auswirkungen sie haben können? Um 17 Uhr im Besenbinderhof Musiksaal. Anmeldung erforderlich

Θ FOFFTEIN

Klare Kante: Sportstaatsrat Christoph Holstein möchte auch im kommenden Jahr beim zehnten Ironman die Sportler durch Kirchwerder radeln lassen. Dort hatten Metallspäne auf der Straße für viele Platten gesorgt und dem Ruf der Sportstadt geschadet. Holstein argumentiert, dass ein derart unsportliches Verhalten nicht durch eine Streckenänderung belohnt werden dürfe. Gleichzeitig will er den Dialog suchen und die Fehler der Veranstaltung beheben.
abendblatt.de, facebook.christoph.holstein

Heute beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft. Wir wünschen Ihnen einen schönen Donnerstag.

Wenn Ihnen das Hamburger Tagesjournal am 11. Juni gefallen hat, empfehlen Sie uns gerne weiter; einfach diese Mail an Kollegen und Freunde schicken und auf tagesjournal.de anmelden.

Werben Sie für Ihr Unternehmen oder Ihre Veranstaltung im Hamburger Tagesjournal. Schreiben Sie uns, wir beraten Sie gerne. hamburg@tagesjournal.de