Spiele für den Frieden, Vorbereitung auf den Krieg, Block-Problem kriegt Struktur, Justiz missbraucht, Kalt in Europa

Guten Morgen: Krieg und Frieden. *

Θ HAMBURG

Spiele für den Frieden: Hamburg hat ermittelt, wie die Bevölkerung zu einer Olympia-Bewerbung steht. Viele der Teilnehmenden verbinden damit Chancen, vor allem in Bezug auf die Modernisierung von Infrastruktur und Sportstätten. Weitere Hoffnungen sind internationale Aufmerksamkeit und eine nachhaltige Stadtentwicklung. Gleichzeitig gibt es Sorgen um die Finanzierung. Sportsenator Andy Grote will im März das Konzept der Spiele vorstellen, in das auch Ideen der Hamburger einfließen sollen. Zudem soll der finanzielle Rahmen für die Spiele präsentiert werden. Grote betonte erneut, dass die Austragung der Olympischen Spiele die Entwicklung der Stadtinfrastruktur befördern würde. Ein deutliches Bekenntnis der Hamburgerinnen und Hamburger beim Referendum am 31. Mai wäre hilfreich, um sich gegen Mitbewerber durchzusetzen.
welt.de, ndr.de, mopo.de, abendblatt.de, sat1regional.de

Wir wollen an die 60 Prozent rankommen.
Sportsenator Andy Grote legt die Latte für das Referendum hoch. München hatte sich mit 66 Prozent deutlich für eine Bewerbung entschieden. Dort wüssten die Menschen aber auch seit 1972 welche Vorteile die Spiele einer Stadt bringen können, erklärte Grote den Unterschied.
hamburg.de

Vorbereitung auf den Krieg: Die Handelskammer mahnt Wirtschaft und Stadtgesellschaft, sich auf kriegerische Auseinandersetzungen vorzubereiten. Beim zweiten Dialogforum „Sicherheit & Resilienz” warnte der Generalmajor und Militärstratege Wolfgang Ohl vor der Bedrohung durch Russland, die man zu spät erkannt habe. Bis 2029 werde Putin die Voraussetzungen geschaffen haben, um angreifen zu können. Deutschland müsse bis dahin seine Wehrhaftigkeit steigern. Dazu benötige man viele neue Reservisten, die wissen, wo sich das „böse Ende des Gewehrs” befindet, aber die vor allem die Heimat schützen, denn die Gefechtstruppen werden sich dann an den Ostgrenzen der Nato befinden. Wichtig sei auch die Unterstützung durch die Wirtschaft, weswegen die Handelskammer vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen einen Vorsorgeplan zur Wehrhaftigkeit entwickelt hat, der vom Militär gelobt wird.
Adlerauge, welt.de, ndr.de

Die Russen können den Weltraum abstellen.
Dann wird es schwierig mit Kommunikation und Orientierung, warnt Generalmajor Wolfgang Ohl vorsorglich.

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Block-Problem kriegt Struktur: Der israelische Sicherheitsbeauftragte David Barkay belastete im Prozess Christina Block, die von der Entführung ihrer Kinder gewusst haben soll. Gleichzeitig entlastet er sie, weil der mitangeklagte Familienanwalt der Blocks, Andreas Costard, dem israelischen Team und wohl auch Christina Block vermittelt hat, dass die Rückholung der Kinder irgendwie legal sei. Insofern gerät der Jurist zunehmend in den Fokus. Er wiederum soll von Patriarch Eugen Block unter Druck gesetzt worden sein, die Sache mit den Enkeln zu regeln. Costard ist auch Testamentsvollstrecker von Eugen Block und soll eine Stiftung als Nachfolgeregelung leiten, die von den Kindern kritisch gesehen wird. Es ist eine herausfordernde Zeit – auch für das Gastronomie-Imperium.
mopo.de, bild.de, ndr.de, focus.de

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Unfall bei Hochbahn: U2-Verbindung zwischen Billstedt und Mümmelmannsberg nach Unfall bis auf weiteres unterbrochen abendblatt.de
Streit um Hadag-Fähren: Finkenwerder fühlt sich schlecht angebunden abendblatt.de
Jüdisches Leben: Liberale Juden begrüßten die Aktivistin Karolin Preisler welt.de
Never-Ending-Story: Politische Verfolgung nach neuerlicher Hausdurchsuchung wegen vermeintlichem Waffenbesitz beklagt t-online.de
Hotelier des Jahres: Langmütiger Thies Sponholz vom Fontenay wird zurecht geehrt mopo.de

Wetter heute: Meist sonnig bei minus vier bis plus ein Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

85 Prozesstage und damit geschlagene anderthalb Jahre statt geplanter sechs Monate dauerte ein Verfahren am Hamburger Landgericht, das am Dienstag mit einer lebenslangen Haftstrafe abgeschlossen wurde. Ein 33-jähriger Mann kurdisch-türkischer Herkunft hatte einen Mann erschossen und dabei seine archaische Weltvorstellung über über das Leben eines Menschen gestellt, urteilte der Richter. Die Verteidigung hatte das Verfahren mit 18 Befangenheitsanträgen und der 16-tägigen Befragung eines Zeugen in die Länge gezogen. Der Richter der Großen Strafkammer mahnte hier Missbrauch des Rechts an. Er bat den Bundesgerichtshof um Hinweise, wie mit solchen Rechtsanwälten umgegangen werden sollte.
ndr.de

Europa – von Wolf Achim Wiegand

EU und USA in Fehde: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat den Trump-USA den politischen Fehdehandschuh hingeworfen. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos kündigte sie eine geeinte, entschlossene und angemessene Antwort auf die jüngsten Annektionsdrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Grönland an. Noch dieses Jahr wolle die EU eine neue europäische Sicherheitsstrategie vorstellen. Die territoriale Integrität und Souveränität der dänischen Arktisinsel sei „nicht verhandelbar“, betonte von der Leyen. Sie rief Europa als Ganzes auf, die aktuellen Schocks als Chance für die Entwicklung einer größeren Unabhängigkeit zu begreifen.
tagesspiegel.de

Europa muss für seine eigene Sicherheit verantwortlich sein. Das ist nicht länger eine Option. Es ist ein Muss.
Ursula von der Leyen, EU-Kommissionspräsidentin, will die EU autarker machen.

Kommentare: Die Drohung der US-Regierung gegen Europa ist das meistkommentierte Thema von EU-Medien und -Politikern. „Auf Trumps Speisekarte: Ein Krieg der USA gegen Europa“, stellt Frankfurter-Rundschau-Autor Alexander Görlach fest – das hätte vor nicht allzu langer Zeit ungläubiges Kopfschütteln nach sich gezogen.“ Jean-Noël Barrot, französischer Europaminister, findet: „Es ist das Recht Europas, ‚Nein‘ zu sagen, wenn die USA unannehmbare Vorschläge machen.“ Die britische Nachrichtenagentur Reuters versucht sich in Optimismus: „Europa könnte Teile der Weltordnung retten — wenn es … den Trump-Schock als Chance nutzt.“ Bei Euronews heißt es: „Nur wenn Russland dort gestoppt wird, kann die Europäische Union als Ganzes bestehen.“

Europa friert: Passend zur politischen Eiseskälte steckt Europa auch klimatisch in einer außergewöhnlich kalten Situation. Aus dem hohen Norden sowie aus Nordost- und Sibirien strömt arktische und kontinentale Kaltluft nach Westen. Das bringt weite Teile des Kontinents deutlich unter übliche Wintertemperaturen – teilweise sind Infrastruktur und Energieversorgung belastet. Ursache ist unter anderem ein geschwächter Polarwirbel, der Kälteausbrüche weiter nach Süden erlaubt, während milde atlantische Westwinde fehlen, die sonst ausgleichen würden.
merkur.de

Θ STADT & LEBEN

Kinostadt Hamburg: Sieben von MOIN-Filmförderung unterstützte norddeutsche Filme sind im Programm der 76. Berlinale 2026 vertreten. Zwei Produktionen, „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak und „Rose“ mit Sandra Hüller, laufen im Wettbewerb. Weitere Filme sind in mehreren Sektionen zu sehen. Gedreht wurde vielfach in Hamburg und Schleswig-Holstein. MOIN sieht darin einen Erfolg der starken Filmförderung in der Region. Auch kaufmännisch läuft es: Im Juli findet erstmals die CineHamburg in der Hansestadt statt. Das neue Branchentreffen der deutschen Kinowirtschaft wird von HDF KINO und dem AllScreens Verband ausgerichtet. Es vereint die bisherigen Formate Filmtage Köln und Filmtheaterkongress KINO und soll ein neues gemeinsames Kapitel für die Kinobranche eröffnen.
moin-filmfoerderung.de

Restaurant-Tipp – Tapas in Eppendorf: Schwarze Aioli, Scampis al forno, Spinat-Kroketten und Churros: Die Tapas im Caleo sind sensationell und im Hamburger Vergleich schwer zu toppen. Im lateinischen Wort Caleo steckt Wärme, gar Hitze. Genau so werden die Gäste empfangen und unaufdringlich im Auge behalten: warmherzig.
genussguide-hamburg.com

Gedenken neu denken: Unsere Erinnerungskultur muss sich verändern. Wie und warum, legt Susanne Siegert in dieser Lesung dar. Sie plädiert für eine pluralistische, neue Gedenkarbeit mit einem Schwerpunkt auf der Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration anstelle unserer „einstudierten“ gemeinsamen Rückschau mit den Opfern. Es geht um weniger bekannte NS-Verbrechen, um weniger bekannte Orte, um bisher vernachlässigte Opfergruppen. Gleichzeitig zeigt dieses Buch, wie wichtig eine aktivere, vielfältigere Gedenkkultur ist, um künftige Generationen auch ohne direkte Zeitzeugenberichte zu erreichen. Um 19 Uhr im Mahnmal St. Nikolai.
szene-hamburg.com

Θ FOFFTEIN

„Der Teufel trägt Prada“: Noch in diesem Jahr kommt das Musical nach Hamburg. Der Westend-Hit basiert auf dem Kultfilm mit Meryl Streep und Anne Hathaway. Der Spielort steht noch nicht fest. Das Musical mit Musik von Elton John erzählt Andys Einstieg in die gnadenlose Modewelt um Chefredakteurin Miranda Priestly, der auch im Kino neu erzählt wird.
ndr.de, mopo.de

Heute ist erst einmal der Tag der Jogginghose. Wir wünschen Ihnen eine schöne Wochenmitte.

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