Trauer am Bahnsteig, Kalter Streiktag, Harmlose Chinesen im Hafen, Neue Stürmer kommen

Guten Morgen: Kalt erwischt. *

Θ HAMBURG

Trauer um Fatemeh Z.: Am Sonntagnachmittag gedachten zahlreiche Menschen der 18-jährigen Frau, die am Donnerstagabend an der U1 Haltestelle Wandsbek Markt getötet wurde. Ein Mann riss sie unvermittelt vor eine einfahrende U-Bahn, beide starben. Aus einer kleinen Gedenkfeier für Angehörige und Freunde wurde eine größere Versammlung, vor allem von Menschen mit iranischen Wurzeln, weshalb die Feier später auf den Busbahnhof verlegt wurde. Der Täter war ein 25-jähriger Mann aus dem Südsudan, der 2024 über ein humanitäres Aufnahmeprogramm nach Deutschland kam und in einem Wohncontainer nahe der Station lebte. Er soll bereits zuvor durch Aggressions- und Gewalttaten aufgefallen sein. Zwei Tage vor der Tat soll er auf dem Kiez Polizisten angegriffen haben.
bild.de, ndr.de, abendblatt.de, welt.de, mopo.de

Kalter Streiktag: Ein ganztägiger Warnstreik bei Hochbahn und vhh.mobility legt am Montag große Teile des Hamburger Nahverkehrs lahm. Busse und U-Bahnen fahren nicht, S-Bahn und Hadag-Fähren sind nicht betroffen. Trotz Streik und Temperaturen bis minus sechs Grad findet an allen Hamburger Schulen regulärer Präsenzunterricht statt. Die Schulbehörde verweist darauf, dass die Streikankündigung frühzeitig erfolgte und Familien Alternativen für den Schulweg einplanen können. Ist der Schulweg objektiv unzumutbar oder die Schule nicht erreichbar, dürfen Eltern ihre Kinder abmelden. Fahrgäste sollen auf notwendige Fahrten verzichten und ausweichen.
mopo.de, abendblatt.de, welt.de

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FES: Filme und Fragen. „Die Unverzichtbaren – Arbeiten an der Basis“: Die Filmreportage des Progressiven Zentrums widmet sich den Arbeits- und Lebensumständen eines Paketzustellers, einer Reinigungskraft und einer Pflegehelferin. Sie alle leisten sogenannte Basisarbeit – für unsere Gesellschaft unverzichtbar, aber immer noch viel zu wenig anerkannt. Der Film zeigt jene, die den Laden am Laufen halten, den Alltag aller ermöglichen, und die sonst nicht oft im Rampenlicht stehen. Wir laden ein zur Filmvorführung am Donnerstag, 5. Februar ab 18 Uhr im Alabama Kino. Im Anschluss diskutieren wir mit Olaf Könemann (Paketzusteller & ver.di Gewerkschafter), Tanja Chawla (Vorsitzende DGB Hamburg) und Jan Koltze (Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft) über Basisarbeit, Anerkennung, angemessene Löhne und gute Arbeitsbedingungen. Teilnahme kostenfrei nach Anmeldung: fes.de

Neue Stürmer kommen: Beim beeindruckenden 2:2-Unentschieden des HSV gegen den FC Bayern München saß Offensivspieler Albert Grønbæk bereits im Volksparkstadion. Der 24-jährige Däne kommt leihweise von Stade Rennes. Am Sonntag wurde ein weiterer Stürmer verpflichtet. Der 26-jährige Nigerianer Philip Otele wird vom FC Basel ausgeliehen. Nach der Gala gegen den FC Bayern wartet am Sonnabend der 1. FC Heidenheim auf den HSV. Beim FC St. Pauli soll der Japaner Taichi Hara bald die Tore schießen. Bei der unnötigen 1:2-Niederlage gegen den FC Augsburg wurden wieder viele Chancen liegen gelassen. Der 26-jährige Stürmer kommt von Kyoto Sanga aus der J-League. Die abstiegsgefährdeten Kiezkicker treten schon am Dienstag im Pokal bei Bayer Leverkusen an.
mopo.de, abendblatt.de, welt.de (HSV), abendblatt.de, millernton.de (FCSP)

Wir müssen auf dem Platz versuchen, Spiele zu gewinnen, nicht nur sie nicht zu verlieren.
So hatte FCSP-Stürmer Oladapo Afolayan nach der vergangenen Saison frustriert geklagt. Das nahm man ihm übel und nun wechselt er zu den Blackburn Rovers nach England.
mopo.de

Wetter heute: Bewölkt bei minus fünf bis minus 8 Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

16.833 Kinder wurden für das Schuljahr 2026/2027 an staatlichen Grundschulen angemeldet und damit fast so viele wie im Vorjahr. Auch die Vorschulklassen verzeichnen mit 11.189 Anmeldungen einen leichten Anstieg. Während es in Altona, Bergedorf und Eimsbüttel Zuwächse gab, meldeten andere Bezirke Rückgänge. Die Schulbehörde rechnet bis zum Sommer mit weiteren Anmeldungen durch Zuzug. Mehrere Hundert schulpflichtige Kinder sind noch nicht erfasst, zudem werden 90 Zurückstellungsanträge geprüft.
abendblatt.de, mopo.de

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Europa – von Wolf Achim Wiegand

China-Griff nach EU-Häfen: Passend zu hamburgischer Kritik am wachsenden Hafeneinfluss Chinas hat die Europäische Kommission alle Sicherheitsbedenken zurückgewiesen. Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas versichert, weder Investitionen in Häfen wie Hamburg oder Piräus noch ausländische Eigentümer an kritischer Infrastruktur stellten per se eine Bedrohung dar. Das sieht man in der Opposition an der Elbe anders – der rotgrüne Senat behandle chinesische Expansionen zu nachsichtig. Pekings Staatsreederei Cosco plant nach dem umstrittenen Einstieg beim Terminal Tollerort einen weiteren Zukauf beim Hinterland-Spediteur Zippel. Das Geschäft mit China ist für Hamburg als drittgrößter EU-Hafen das mit Abstand wichtigste.
euractiv.com

„An de slaag!“ (An die Arbeit!): Nach jahrelangem Rechtsdrall an der Spitze werden die Niederlande ab sofort von einem freisinnigen Regierungschef geführt. Wahlsieger Rob Jetten von der sozialliberalen Partei D66 hat eine Minderheitsregierung gezimmert, der auch klassische Liberale (VVD) und Christdemokraten (CDA) angehören. Im Zentrum des Programms steht eine „Freiheitssteuer“ – ein Steuerzuschlag auf Einkommen und Unternehmensgewinne, der jährlich rund 5,1 Milliarden Euro für Verteidigung und Sicherheit einbringen soll. Außetrdem plant Jetten größere Einschnitte im Sozial- und Gesundheitswesen sowie wirtschaftliche Erneuerung.
fr.de, taz.de

Nordische Atombombe? Vor dem Hintergrund der unsicheren Weltlage ist in skandinavischen Sicherheitskreisen offenbar eine Diskussion um den Bau eines eigenen Atomwaffenarsenals entbrannt. Zu den Befürwortern gehört der Ökonom Jacob Funk Kirkegaard von der US-Denkfabrik Peterson Institute for International Economics (PIIE). Er sagt: Die Zeit der Abschreckung durch die USA sei vorbei und Russland drohe. Deshalb müsse man handeln, mahnt der einstige dänische Regierungsberater. Dabei seien Kosten und Know-how kein Hindernis, eher schon ethische, rechtliche und geopolitische Fragen.
.euractiv.com

Es ist leider an der Zeit für eine nordische Atombombe
Kirkegaards Ruf nach nuklearer Bewaffnung klingt bedauernd.

Vize-Europameister: Deutsche Handballer verlieren nach gutem Turnier das Endspiel in Dänemark gegen Weltmeister Dänemark bild.de

Θ STADT & LEBEN

Wegmarken jüdischer Geschichte: Ab Mittwoch zeigt das Altonaer Museum die Ausstellung „Wegmarken jüdischer Geschichte. Ein Projektraum für Hamburg“. Anhand von 14 chronologischen Stationen wird die jüdische Geschichte Hamburgs von 1611 bis 2024 dargestellt. Die Ausstellung versteht sich als Impulsgeber und Diskussionsplattform für die geplante Einrichtung eines Jüdischen Museums in Hamburg. Kultursenator Carsten Brosda unterstützt dieses Vorhaben. Lange Zeit wurde die Geschichte der Juden in Hamburg in der Abteilung „Juden in Hamburg“ im Museum für Hamburgische Geschichte dargestellt. Nach der Sanierung soll jüdisches Leben dort jedoch nur noch als Themenstrang erscheinen. Das Konzept des Museums muss nun erarbeitet werden. Landesrabbiner Shlomo Bistritzky würde es gerne in der Nähe des 400 Jahre alten jüdischen Friedhofs in Altona ansiedeln..
ardmediathek.de, shmh.de

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Die Open Hotel Days laden die Hamburger: innen zum Entdecken ein
Vom 6. bis 8. Februar 2026 laden die Open Hotel Days die Hamburger:innen dazu ein, zahlreiche Hotels in ihrer Stadt aus einer anderen Perspektive zu entdecken: mit Blicken hinter die Kulissen, kleinen Events, kulinarischen Momenten und echten Begegnungen. Mit dabei sind renommierte Hotels wie das The Fontenay, The Westin Elbphilharmonie, das Hotel Atlantic oder das PIERDREI Hotel in der HafenCity. Der überwiegende Teil der Programminhalte ist kostenlos. 46 Hotels laden zu rund 300 Programmpunkten ein und zeigen damit: Ein Hotel kann mehr sein als ein Übernachtungsort für Gäste – es ist ein Ort für Begegnung, Genuss und Neugierde.
openhoteldays.hamburg

-Tatort-Kritiker-
Verkorkster Abschied für Kommissarin Bonard. Corinna Harfouch verlässt den Tatort mit einer ziemlich merkwürdigen letzten Folge. Ihre Figur und die von Kollege Karow werden auf links gedreht. Sie machen Sachen, die sie einfach nicht tun würden. Nach dem Mord an einem im Wald campenden Obdachlosen schließt sich Bonard einer Survivalführerin (Verdächtige #1) an und stapft durchs Gehölz rund um den Berliner Teufelsberg. Karow lässt sich mit einem Prepper (Verdächtiger #2) ein und wird mit ihm in seinem Hightech-Bunker intim. Beides ist so hochgradig abwegig, dass selbst das tolle Spiel von Harfouch/Waschke auf Sinnsuche die sterile Storyline nicht retten kann. Ach ja: ein Krimi war‘s ja auch noch. Der Mordfall ist dermaßen banal und die Auflösung entsprechend unspektakulär. Immerhin punktet dieser Tatort mit einem edlen Look und coolen Bildern. Das war‘s aber auch an Positivem.
Tatort-Experte: Henning Kleine, Chef vom Dienst, Sat.1 Landesstudio Hamburg

Restaurant-Tipp – Weniger ist mehr in Eppendorf: Die kleine Karte des Bistro Engelke setzt auf hausgemachte Pasta und wenige Hauptgerichte mit Anspruch. Gefüllte Ravioli und cremiges Risotto zeigen Fingerspitzengefühl, auch die Antipasti sind klug komponiert.
genussguide-hamburg.com

Alfa Mist hat sich als einer der konzentriertesten, gefragtesten und unverwechselbarsten Musiker Großbritanniens etabliert. Er hat mit Größen wie Jordan Rakei und Tom Misch zusammengearbeitet. Künstler schätzen ihn für seine einzigartige Mischung aus intimer Schlafzimmerproduktion und expansiver Jazz-Orchesterung. Seine Musik reicht von Hip-Hop-Beats über Produktionen für Künstler wie den Rapper Loyle Carner bis hin zu neoklassischen Kompositionen für das London Contemporary Orchestra und Neuinterpretationen von Stücken des Komponisten Ólafur Arnalds und des wegweisenden Jazzlabels Blue Note. Um 20 Uhr im Mojo Club.
szene-hamburg.com

Θ FOFFTEIN

Trauer um Rita Süssmuth: Ehemalige CDU-Familienministerin und Bundestagspräsidentin stirbt im Alter von 88 Jahren t-online.de

Heute ist Maria Lichtmess. Kommen sie gut in die Woche und wir wünschen Ihnen einen schönen Montag.

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