80 Jahre Hamburgische Bürgerschaft, Rot-Grün hat sich wieder sortiert, Drei Tanker-Kapitäninnen

Guten Morgen: Verantwortung. * Veränderung. *

Θ HAMBURG

80 Jahre Hamburgische Bürgerschaft: Seit dem demokratischen Neubeginn im Jahr 1946 ist sie das zentrale Parlament der Stadt und hat acht Jahrzehnte politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen begleitet. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und Birgit Voßkühler, Präsidentin des Hamburgischen Verfassungsgerichts, betonten die Bedeutung demokratischer Verantwortung. Veit warnte, dass Demokratie nicht selbstverständlich sei, sondern zunehmend von innen – was die AfD nicht gerne hörte – und außen bedroht werde. Sie appellierte an die Hamburger Bevölkerung, sich aktiv für ihren Schutz einzusetzen. Voßkühler hob die Streitkultur und den Austausch von Argumenten als Grundlagen der Demokratie hervor.
ndr.de, hamburgische-buergerschaft.de

„Geschichte ist Verantwortung.“
Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit fordert dazu auf, sich dem entgegenzustellen, was unsere Demokratie von außen und von innen bedroht.

Lebhafte Debatte: Die Bürgerschaft nahm sich die Worte von Birgit Voßkühler bei der Bewertung des „Fehlers” des grünen Fraktionsvorsitzenden Michael Gwosdz zu Herzen, der am vergangenen Freitag das geplante Naturkundemuseum und den Elbtower abgesagt hatte – aber nur bis Montag. CDU-Fraktionschef Dennis Thering warf den Grünen vor, den Kompass verloren zu haben. Gwosdz gestand der CDU zu, das Thema aufgegriffen zu haben. Thering sei angesichts der Probleme der CDU geführten Bundesregierung „aber nicht der richtige Lehrmeister, wenn es um verlässliches, stabiles und zukunftsorientiertes Regieren geht”. SPD und Grüne hätten eine gemeinsame Haltung, beschwichtigte SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf. Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal bezog deutlich Stellung für das Museum, für das der Elbtower aus wirtschaftlicher Sicht nach aktuellem Stand der „beste Ort“ sei.
ndr.de, mopo.de, abendblatt.de

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Großer Andrang vor Gericht: Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg hat der Prozess gegen den 50-jährigen Ukrainer Serhii K. begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, ein Sabotage-Team angeführt zu haben, das 2022 im Auftrag der ukrainischen Streitkräfte die Nord-Stream-Pipelines sprengte. Zu klären ist unter anderem, ob die Tat als Kriegsverbrechen oder legitime Kriegshandlung einzustufen ist. Der Angeklagte will sich wegen fehlender Aussagegenehmigung nicht äußern. Rund 150 Medienvertreter verfolgen den Prozess. Unterstützer bekundeten im Gericht ihre Solidarität mit Serhii K. Die Verhandlung wird Ende Oktober fortgesetzt.
ndr.de

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Θ ZAHL DES TAGES

Rund 150 Schülerinnen und Schüler haben am Mittwochmorgen vor der Max-Brauer-Schule in Altona protestiert. Sie blockierten mit Mülltonnen die Eingänge der Stadtteilschule und zeigten ein Banner mit der Aufschrift „Solidarität mit den Schülern in Frankreich“. Dort demonstrieren Jugendliche seit Wochen gegen Unterrichtsausfall, marode Schulgebäude und ungleiche Bildungschancen. Da die Versammlung nicht angemeldet war, rückte die Polizei an und sprach gemeinsam mit der Schulleitung mit den Jugendlichen. Gegen 11 Uhr wurde der Protest beendet, die Schülerinnen und Schüler kehrten in den Unterricht zurück.
ndr.de

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Wetter heute: Bewölkt bei acht bis 16 Grad wetter.net

Europa – von Wolf Achim Wiegand

Algorithmen am Bankschalter? Die Finanzaufsichten Europas und der USA sind alarmiert wegen Applikationen mit KI, die Bankgeschäfte und Sicherheitsaufgaben weitgehend selbstständig erledigen. Die Europäische Zentralbank und die Bank of England verlangen bereits bessere Notfallpläne von den Finanzinstituten, um ihre Aktionen zu kontrollieren und im Notfall abschalten zu können. Auch US-Behörden befragen Banken dazu. Ebenfalls im Fokus stehen mögliche Cyberangriffe, der Einsatz spionagegeeigneter chinesischer KI-Technik und die Gefahr, dass außer Kontrolle geratene KI-Agenten die Stabilität des globalen Finanzsystems gefährden.
golem.de

EU-Gasversorgung unter Druck: Wegen des Iran-Kriegs und gestörter Lieferwege droht der Europäischen Union eine Versorgungslücke. Die Folgen könnten steigende Energiepreise, höhere Heizkosten und Einschränkungen für die Industrie sein. Der Grund: Die Speicher sind derzeit nur zu gut 70 Prozent gefüllt und damit so leer wie zu dieser Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen 2011 nicht mehr. Zusätzliche Mengen sind auf dem Weltmarkt nur begrenzt verfügbar. Gleichzeitig verteuert der Konflikt alternatives Flüssiggas. Weiteres Problem: Die EU verzichtet ab Januar 2027 vollständig auf russisches Flüssiggas, was bei einem kalten Winter zu einer gefährlichen Versorgungslücke werden könnte.
consilium.europa.eu, finance.yahoo.com, politico.eu

Neues vom ESC: Der TV-Zuschauermagnet Eurovision Song Contest expandiert nach Asien. Am 14. November 2026 steigt in Bangkok, Thailand, erstmals der „ESC Asia“. Zur Premiere treten elf Länder an, darunter Südkorea, Thailand, die Philippinen, Vietnam und Nepal. Organisiert wird der Wettbewerb unter Beteiligung der Europäischen Rundfunkunion. Unterdessen gerät der europäische ESC unter finanziellen und politischen Druck. Tschechien zieht sich aus Geldmangel zurück, Irland boykottiert erneut aus Protest gegen die Teilnahme von Israel – aber die Niederlande und Slowenien kommen wieder.
eurovision.com esc-kompakt.de

Θ STADT & LEBEN

Drei Tanker-Kapitäninnen: Bei der 26. Ausgabe von „Hamburgs Spitzen“ des Netzwerkers Lars Meier diskutierten am Mittwoch bei Hapag-Lloyd erstmals drei Frauen gemeinsam über moderne Führung und den Wandel großer Institutionen. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Umweltsenatorin Katharina Fegebank, Otto-Group-Chefin Petra Scharner-Wolff und HSV-Sportvorständin Kathleen Krüger sprachen über die jeweiligen Herausforderungen in Politik, Wirtschaft und Sport. Fegebank betonte die Bedeutung von Gelassenheit, Vertrauen und offenem Austausch. Scharner-Wolff erklärte, dass notwendige Veränderungen auch schwierige Entscheidungen – wie etwa Personalabbau – erforderten, die klar kommuniziert werden müssten. Die aus München stammende Krüger findet Hamburg zu kalt, verteidigte den Verbleib des HSV-Trainerteams trotz des schwierigen Saisonstarts und setzt auf einen gemeinsamen Zukunftsdialog mit den Mitarbeitenden.
Adlerauge

„Hamburger wünschen sich Veränderung, aber dann doch nicht.“
Katharina Fegebank kennt Hamburg gut. Auch der Grünen-Fraktionsvorsitzende Michael Gwosdz hörte zu.

Restaurant-Tipp – Genuss in den Dünen: Mitten in den Dünen von Hörnum auf Sylt liegt ein echtes Stück Inselglück: das Restaurant Landfein Strandwirtschaft. Hier treffen gemütliches Ambiente, herzlicher Service und nordisch geprägte Heimatküche aufeinander. Unsere Tester entscheiden sich für das „Abendmahl“, bei dem die Küche mit mehreren Gängen überrascht und sind begeistert! Ob vegetarisch oder nicht, hier kommt jeder auf seine Kosten. Von frischem Lachs-Ceviche über zarte Entenkeule bis hin zu Trüffel-Tagliatelle ist für jeden etwas dabei.
genussguide-hamburg.com

22 Bahnen – Sommer in einer deutschen Kleinstadt: Die Schwestern Tilda und Ida leben zwischen Freibad, Schule und Uni – doch die Leichtigkeit fehlt. Während die Mutter im Alkohol versinkt und ihre Kinder vernachlässigt, trägt die Ältere, Tilda, Verantwortung für beide. Als sich für Tilda zusätzlich die Chance bietet, für Studium und Karriere nach Berlin zu gehen, steht sie vor der Entscheidung: für die Schwester bleiben oder gehen? Caroline Wahls preisgekröntes Romandebüt erzählt mit zärtlicher Genauigkeit von Verantwortung in jungen Jahren, von einer Liebe und der Suche nach einem Platz im Leben. Um 19.30 Uhr auf der Bühne des Altonaer Theaters.
szene-hamburg.com

Θ FOFFTEIN

Holländischer Kick: Die Ex-HSV Ikone Rafael van der Vaart hat am Mittwoch in Wilhelmsburg einen neuen „Cruyff Court“ am Helmut-Schmidt-Gymnasium eingeweiht und junge Fans erfreut. Als Botschafter der Cruyff Foundation begleitete er die Eröffnung des barrierefreien Kunstrasenplatzes, der rund eine Million Euro kostet. Wilhelmsburg setzte sich dabei gegen mehrere Bewerber durch. Van der Vaart zeigte sich stolz und erinnerte an Johan Cruyff, der einst seinen Wechsel zum HSV kritisch kommentiert hatte. Der Niederländer spielte insgesamt sechs Jahre für den Hamburger Verein.
mopo.de

Heute ist der Welttag des Händewaschens. Wir wünschen Ihnen einen schönen Donnerstag.

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