Olympia im Rathaus, Wieder Schule, HSV hatte kein schönes Wochenende, Olympia bei Ahoi

Guten Morgen: Olympia und Hamburg. *

Θ HAMBURG

Olympia im Rathaus: Beim Neujahrsempfang der Hamburger SPD mit rund 900 Gästen stand eine mögliche Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2040 oder 2044 im Mittelpunkt. Bürgermeister Peter Tschentscher, Para-Sportlerin Edina Müller und HSV-Legende Horst Hrubesch betonten den verbindenden Charakter des Sports in herausfordernden Zeiten. Hamburg habe bereits bewiesen, große Sportereignisse nachhaltig, inklusiv und verantwortungsvoll auszurichten. Man wolle Spiele auf bestehenden Sportstätten, barrierefrei und mitten in der Stadt ausrichten. Allerdings soll eine neue Arena gebaut werden, auch unabhängig von den Spielen. Vor dem Referendum am 31. Mai sind eine Bewerbungskampagne und zahlreiche Infoveranstaltungen geplant. Sportsenator Andy Grote setzt besonders auf die Unterstützung der Hamburger Sportvereine.
facebook.dirk.kienscherf, ndr.de

Wir haben ein Konzept, das selbst mich als kritische Person extrem überzeugt.
Auch die ehemalige Skeptikerin für Olympischen Spiele, Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal, zeigt sich nun von einer möglichen Hamburger Bewerbung angetan.
abendblatt.de, facebook.christoph.holstein

Diskussion um mögliches AfD-Verbot: Bis zu 5.000 Menschen demonstrierten am Sonnabend auf dem Rathausmarkt für eine Überprüfung rechtsextremer Parteien durch das Bundesverfassungsgericht. Die Initiative „Prüf“ forderte Stadt und Senat auf, sich dafür einzusetzen. In der Bürgerschaft will Rot-Grün am Mittwoch über einen Antrag abstimmen, der die Vorbereitung eines möglichen AfD-Verbotsverfahrens prüfen soll. Hintergrund ist die Einstufung der AfD als „gesichert rechtsextrem“ durch den Verfassungsschutz, über die allerdings noch ein Gericht entscheiden muss. SPD und Grüne sehen in der AfD eine Gefahr für die demokratische Ordnung. Allerdings wird vor rechtlichen Hürden und den Risiken eines gescheiterten Verfahrens gewarnt. Der Hamburger Antrag hat zwar Symbolkraft, die Entscheidung liegt jedoch auf Bundesebene.
welt.de, ndr.de

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Kristina Kara mit Pheline Roggan (Schauspielerin & Nachhaltigkeitsaktivistin) und Thomas Sampl (Gastronom & Unternehmer) im Energiebunker Wilhelmsburg. Es geht um nachhaltige Filmproduktionen, verantwortungsvolle Gastronomie, neue Standards in Kultur und Genuss, Bildungsarbeit und Gemeinschaft – und darum, wie aus Veränderung ein neues Normal entstehen kann. Ein Gespräch über Hebel, praktische Lösungen und die Frage, welche Rolle Kreativität, Haltung und Zusammenarbeit für Hamburgs nachhaltige Zukunft spielen. Jetzt reinhören – jeden zweiten Montag um 19 Uhr auf ahoy Radio und anschließend überall, wo es Podcasts gibt.

HSV hatte kein schönes Wochenende: Auch beim SC Freiburg gab es nicht den ersten Auswärtssieg sondern eine weitere Niederlage. Im Ergebnis war der 2:1 Sieg der Breisgauer verdient, brauchte aber umstrittene Schiedsrichterentscheidungen. Trainer Merlin Polzin war ungehalten und wurde auch bestraft. Am Dienstag kommt Bayer Leverkusen ins Volksparkstadion. Das hatte Ex-Sportvorstand Stefan Kuntz Ende Dezember verlassen. Allerdings nicht wegen familiärer Probleme, sondern wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung, berichtet die Bild. Der Aufsichtsrat nahm die Sache nach juristischer Prüfung ernst. Die erwartete Vertragsverlängerung kam ins Stocken. Kuntz weist die Vorwürfe zurück und hat seinerseits eine Stalking-Anzeige erstattet. Ein Thema jedenfalls, das der HSV im Abstiegskampf nicht gebraucht hat.
welt.de (Spiel), bild.de, ndr.de (Kuntz)

Wetter heute: Bewölkt mit Schauern bei steigenden Temperaturen von minus sieben bis plus zwei Grad mit der Gefahr von Glätte wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

Knapp 300.000 Schüler und Lehrer müssen heute wieder in den Hamburger Bildungseinrichtungen erscheinen. Ab Montag findet für die Schülerinnen und Schüler wieder regulärer Unterricht statt, wie die Schulbehörde am Sonntag mitteilte. Derzeit gebe es keine Warnlagen, die eine erneute Aussetzung des Schulbetriebs rechtfertigten. Lediglich Sporthallen bleiben aus Sicherheitsgründen mindestens bis Montagabend geschlossen. Der schneefreie Freitag bleibt in Hamburg – erstmals wieder nach 13 Jahren – eine Besonderheit.
ndr.de

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Europa – von Wolf Achim Wiegand

Kurz vor EU-„Krieg“ gegen USA? Die transatlantischen Beziehungen sind so abgekühlt wie nicht seit 80 Jahren – so analysieren Beobachter. Am Wochenende ist bekanntgeworden: Falls die USA ihre Ansprüche auf das dänische Grönland nicht zurückziehen, bereitet die EU Sanktionen gegen US-Technologiegiganten wie Google, X und Microsoft vor. Auch US-Banken und Finanzunternehmen könnten in ihrer Aktivität auf EU-Gebiet beschränkt werden. Selbst die Schließung von US-Militärstützpunkten in Europa soll im Gespräch sein, berichten Insider. Aus London heißt es zudem, das UK, Frankreich und Deutschland bereiteten die Entsendung von Soldaten nach Grönland vor.
tagesschau.de, deutschlandfunkkultur.de, apa.az, standard.co

Donald Trump so: „Ohne Amerika ist die NATO nichts.“ – Giorgia Meloni so: „Cool … sollen wir dann eure Stützpunkte schließen, den Handel einstellen oder einfach McDonald’s stürmen?
x.IndiaTales

EU-Iranalarm: Die Massenproteste im Iran lassen in Europa die Alarmglocken klingen. In den meisten EU-Hauptstädten gingen am Wochenende Menschen aus Solidarität gegen das Mullah-Regime auf die Straßen. Sie verlangten stärkere Hilfe für die Gegner der Theokraten. Zugleich verurteilten Politiker die Gewalt der iranischen Regierung gegen Demonstrierende und forderten Schutz für die Menschenrechte im Iran. Aus europäischer Perspektive ist die Krise ein „Testfall für die Stabilität des Regimes und die Rolle des Westens“. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verlangt die sofortige Freilassung aller festgenommenen Demonstranten und die Wiederherstellung des Internetzugangs.
derstandard.at, euronews.com, abendblatt.de (Hamburg)

– Meinung (waw) –
Das Schweigen der Medien: Die deutsche Bevölkerung ist lange über das Ausmaß, die Hintergründe und die Bedeutung der massiven Protestwelle im Iran im Dunkeln gehalten worden. Die Berichterstattung im Fernsehen lief nur sparsam an. Fakt ist: gestern Abend statt „ARD-Weltspiegel“ ein Handball-Spiel. Und bei der Tagesschau fehlte selten das Gib-mir-täglich-Rührstück über das Leid der Menschen im terroraffinen Gaza. Aber der Todesmut, mit dem sich iranische Frauen und Männer gegen ihr theokratisches Unterdrückungsregime stemmen und verzweifelt nach Schah-Sohn Reza Pahlavi rufen, fand lange wenig Resonanz – trotz geopolitischer Relevanz. Es scheint, als ginge man erst jetzt ausführlich auf Sendung, wo man am Iran weltweit nicht mehr vorbeisehen kann.
(Constantin Schreiber), (Michael Wolffsohn)

Θ STADT & LEBEN

Olympia bei Ahoi: Auch beim Neujahrsempfang der Gute Leude Fabrik warb Bürgermeister Peter Tschentscher um Zustimmung für die Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele. Beim 16. „Ahoi“-Neujahrsempfang im Hotel Reichshof kamen 666 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Medien zusammen. In festlicher Garderobe wurde auf zwei Etagen eine ausgelassene Party mit Shanty-Chor, DJ Tobi Schlegl und Mitmachaktionen gefeiert. Gute-Leude-Chef Lars Meier kündigte an, auch im kommenden Jahr wieder im Reichshof feiern zu wollen. Insgesamt kamen 40.000 Euro für den guten Zweck zusammen. 1.000 Euro davon steuerte Frederik Braun bei, der mit seiner Frau im Jubiläumsjahr des Miniatur Wunderlandes sein sechstes Kind erwartet. Im Anschluss gab es wie in jedem Jahr eine lange und ausgelassene Party.
welt.de, mopo.de, bild.de, ndr.de

-Tatort-Kritiker-
Irgendwo zwischen nervig und langweilig. Der Kölner Tatort floppt komplett. Zwei Tote in der Kölner Oper, viele Verdächtige in den Gewerken hinter der Bühne. Farblose Figuren, blasierte Dialoge, nichtssagende und endlos lange Einstellungen von Chorproben. Die Auflösung ist dann enttäuschend banal und pseudo-dramatisch aufbereitet. Selbst Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär scheinen diesmal von ihren Ermittlern Ballauf und Schenk maximal angeödet zu sein. Einen solch phlegmatischen Tatort gab‘s schon lange nicht mehr. Und die ARD-Redakteure scheinen die Bücher nur noch zu überfliegen. Oder wie kann es sein, dass der Münchener Tatort an Weihnachten hinter den Kulissen des Residenztheaters spielt und zwei Wochen später schauen wir hinter die Kulissen der Kölner Oper?
Tatort-Experte: Henning Kleine, Chef vom Dienst, Sat.1 Landesstudio Hamburg

Restaurant-Tipp – Vielfalt in Ottensen: Mit der Weidenkantine am Spritzenplatz hat Zora Klipp einen hellen, lebendigen Treffpunkt geschaffen. Frühstück bis 15 Uhr, wechselnder Mittagstisch, Kuchen, Limos und Kaffee – vieles bio,vegetarisch oder vegan.
genussguide-hamburg.com

HAMNET: Oscar-Gewinnerin Chloé Zhao („Nomadland“) kehrt auf die große Leinwand zurück. In der Verfilmung des gefeierten Romans von Maggie O’Farrell, die gemeinsam mit Zhao auch das Drehbuch verfasste, wird die Geschichte von William Shakespeares Familie erzählt. Aus Sicht seiner empfindsamen Frau Agnes erlebt man, wie sie sich in den großen Barden verliebt und die beiden ein gemeinsames Leben planen. Als ihr einziger Sohn Hamnet im Alter von elf Jahren durch die Pest ums Leben kommt, droht ihre große Liebe zu ersticken. Mitten in dieser furchtbaren persönlichen Tragödie beginnt Shakespeare in tiefer Verzweiflung und Trauer, „Hamlet“ zu schreiben, eines der großen Dramen der Literaturgeschichte. Premiere der englischen Fassung um 19.30 Uhr im Zeise Kino.
zeise.de

Θ FOFFTEIN

Kalte Geburt: Bei minus elf Grad kam am Sonntagabend in Rissen ein Baby in einem geländegändigen PKW zur Welt. Der Vater alarmierte während der Geburt den Notruf. Feuerwehr und Notarzt rückten mit mehreren Fahrzeugen an, gaben telefonische Anweisungen und brachten Mutter und Kind wegen der Kälte schnell ins Krankenhaus. Beide waren wohlauf.
mopo.de

Heute ist der Nationaltag der Apotheker. Kommen Sie gut in die Woche und wir wünschen Ihnen einen schönen Montag.

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