Guten Morgen: Fastenzeit. *
Θ HAMBURG
Teurer Tarifabschluss: Finanzsenator Andreas Dressel hat die Auswirkungen des Tarifabschlusses für den öffentlichen Dienst in Hamburg präsentiert. Demnach steigen die Einkommen von Angestellten und Beamten in drei Stufen um insgesamt 5,8 Prozent. Im Haushalt waren lediglich 4,5 Prozent kalkuliert worden. Die Kosten betragen bis 2028 insgesamt über 1,6 Milliarden Euro, ab dann jährlich rund 610 Millionen Euro. Im Jahr 2024 fallen 526 Millionen Euro an. Der Abschluss erhöht den Haushaltsdruck deutlich. Dressel spricht dennoch von einem vertretbaren Kompromiss. Parallel zum Tarifabschluss wurde eine für die Hansestadt besonders wichtige Frage gelöst: die sogenannte Hamburg-Zulage für bürgernahe Dienstleistungen. Diese wird tariflich anerkannt, was einen seltenen Sonderweg innerhalb der Tarifgemeinschaft der Länder darstellt.
welt.de, mopo.de, ndr.de
„Wichtig was nicht drinsteht.“
Die Forderung nach einem zusätzlichen Urlaubstag konnte Dressel abwenden.
abendblatt.de
Ungereimtheiten beim Elbtower: In der Sendung „NDR-Panorama 3“ wird darüber berichtet, dass die Nutzwertanalyse für den städtischen Teilerwerb des Elbtowers für ein Naturkundemuseum von einer Beratungsfirma erstellt wird, deren Geschäftsführerin vormals bei der HafenCity Hamburg GmbH angestellt war. Letztere hat wiederum die Kriterien für die Analyse mit beeinflusst. Der Sozialdemokrat Mathias Petersen geht davon aus, dass das Ergebnis pro Elbtower von vornherein feststand. Außerdem soll SPD-Finanzsenator Andreas Dressel mindestens eine Bank „flankierend kontaktiert“ haben, um zu besprechen, ob die privaten Investoren für einen Kredit über 200 Millionen Euro gut sind. Das wiederum empört den ehemaligen Sozialdemokraten Torsten Teichert: Dressel mache sich zum „Agenten“ für den Investor Dieter Becken.
ndr.de
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Was können wir, was dürfen wir, was wollen wir? Im Wochenrhythmus kommen neue KI-Tools und -Trends auf den Markt. Doch ohne Orientierung bleibt ihr Potenzial ungenutzt. Deshalb hat die Hamburg Media School das AI Ambassador Program rund um diese drei zentralen Fragen entwickelt: Was ist technologisch sinnvoll? Was rechtlich & ethisch vertretbar? Und welche Rolle soll Künstliche Intelligenz in unseren Unternehmen spielen? Der erste Durchgang ist bereits ausgebucht. Wer schnell ist, sichert sich einen Platz in der zweiten Kohorte. Zwölf Monate, unzählige Use Cases, ein „Certificate of AI Application Management„: Zu den Infos.
Streiks im Nahverkehr: Wegen des Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di müssen Pendler in Hamburg und im südlichen Schleswig-Holstein weiter mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Am Mittwoch soll der Betrieb auf allen vier U-Bahn-Linien der Hochbahn eingestellt werden. Ein Regelbetrieb ist nicht vorgesehen, ein Notbetrieb wird geprüft. Bereits seit Dienstag werden Teile des Busnetzes der Hochbahn bestreikt: 37 der 112 Linien waren betroffen, teils mit Notfahrplan, teils mit Komplettausfällen. Am Mittwoch werden auch Busse von VHH Mobility im Osten Hamburgs ausfallen. Fahrgäste werden gebeten, auf S-Bahnen auszuweichen und sich kurzfristig zu informieren.
abendblatt.de, ndr.de
Genossen für das Stadion: Der Hamburger SV folgt dem Beispiel des FC St. Pauli und möchte über eine Genossenschaft Geld von den Fans einsammeln. Am Mittwoch soll auf der Mitgliederversammlung die Genossenschaft „Supporters Trust” gegründet werden. Die Mitglieder können insgesamt 1.870.797 Aktien der HSV Fußball AG & Co. KGaA in drei Tranchen erwerben. Dadurch sollen bis zu 100 Millionen Euro eingenommen werden. Die Mitbestimmungsrechte bleiben beim e. V. Das Geld soll vor allem in Bau- und Ausbauprojekte am Volksparkstadion fließen, etwa in eine Kapazitätserhöhung auf 60.000 Plätze.
ndr.de, hsv-ev.de
Unfall am Dammtor: Frau wird verletzt nachdem führerloser Klein-LKW über sie rollt mopo.de
Ärger um Markise: Neuer Sonnenschutz in Regenbogenfarben des Uhrlaub in der Langen Reihe erntet Hasskommentare abendblatt.de
Wetter heute: Wechselnd bewölkt bei minus fünf bis null Grad wetter.net
Θ ZAHL DES TAGES
277 Dateien mit direktem Hamburg-Bezug hat das Abendblatt in den Epstein-Files ausgemacht. Sie zeigen die Aktivitäten des US-amerikanischen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Dieser war unter anderem involviert, als der bekannte Geschäftsmann Sultan Ahmed bin Sulayem aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach einem Reitunfall in Hamburg operiert wurde. 2009 prüfte er laut E-Mails einen Einstieg bei Hapag-Lloyd, während die Stadt und Investoren wie Klaus-Michael Kühne eine ausländische Übernahme verhindern wollten. Auch Lufthansa Technik taucht im Zusammenhang mit einer Jet-Anfrage auf. In den Akten erscheinen zudem mehrere Hamburger Modelagenturen, teils im Umfeld des früheren Agenten Jean-Luc Brunel.
abendblatt.de
Europa – von Wolf Achim Wiegand
Schmutz im Shein-Schaufenster? Die chinesische Erfolgs-Kaufplattform Shein könnte illegale Produkt-Angebote vertreiben und EU-Regeln verletzen. So begründet die Kommission ein formelles Untersuchungsverfahren. Unter anderem seien Waffen und Sexpuppen mit kindlichem Aussehen angeboten worden. Im Fokus des Brüsseler Checks stehen auch die Empfehlungs-Algorithmen und ob Shein die Nutzer absichtlich „kaufsüchtig“ macht. Die Firma mit Sitz in Singapur hatte zwar nach Kritik einige Produkte verbannt – dennoch will die EU systematisch prüfen. Es droht eine Geldstrafe von bis zu sechs Prozent des Weltjahresumsatzes.
tagesschau.de sueddeutsche.de, t-online.de
Horchposten in Gaza: Die Europäische Union lehnt zwar den Friedensrat (Board of Peace) von US-Präsident Donald Trump ab, will aber dennoch mitmischen. Für den Spagat hat die EU-Spitze die Mittelmeer-Kommissarin Dubravka Šuica auserkoren. Die Kroatin soll am Donnerstag zur Eröffnungssitzung nach Washington reisen – auch ohne Sitz und Stimme. Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat einen Beobachter-Status. Das Wiederaufbau-Gremium für das weitgehend vom Krieg zerstörte Gaza ist in Europa umstritten, weil Trump das Sagen hat und die UN außen vor sind. Schärfste Kritiker sind Deutschland und Frankreich.
euractiv.de, fr.de
„König Donalds Tafelrunde“
Was soll man von einem Gremium halten, das organisiert ist wie ein Golfklub, fragt sich Bernhard Zand vom Spiegel.
spiegel.de
Isoliertes Ungarn: Das Turteln des EU-Außenseiters Viktor Orbán mit der nationalistischen US-Bewegung MAGA kommt in Europa nicht gut an. Nachdem Donald Trumps Außenminister Marco Rubio in Budapest den Wahlkampf des ungarischen Regierungschefs unterstützt hat, hagelt es Kritik. Jens Münchrath vom Handelsblatt rät: „Der erste Schritt zu europäischer Souveränität wäre es, dem Saboteur Orban seine Grenzen aufzuzeigen“, sprich: ihn aus der EU herauszuschmeißen. Der Irish Independent meint, der „Friedenszweig“, mit dem Rubio noch bei der Sicherheitskonferenz gewedelt habe, sei nach der Umarmung Orbáns „zum dürren Zweig verwelkt“.
handelsblatt.com independent.ie euronews.com
Θ STADT & LEBEN
Sportler geehrt: Bei der Hamburger Sportgala in der Handelskammer Hamburg wurden vor 750 Gästen aus Sport, Politik und Wirtschaft die besten Athletinnen und Athleten der Stadt geehrt – und natürlich auch für eine Olympia-Bewerbung geworben. Als „Team des Jahres” wurde der Hamburger SV ausgezeichnet, der mit dem historischen Doppelaufstieg seiner Frauen- und Männerteams in die 1. Bundesliga überzeugt hat. Sportlerin des Jahres wurde Pararuderin Jasmina Bier, die EM-Titel und WM-Silber gewann. Sportler des Jahres wurde der Diskuswerfer Mika Sosna von der TSG Bergedorf von 1860. Den Active City Award erhielt Boris Schmidt, der Sonderpreis für sein Lebenswerk ging an die HSV-Ikone Horst Hrubesch.
abendblatt.de, mopo.de
– Terminhinweis –
Wie sichern wir Hamburgs Zukunft? Sicherheit und Resilienz haben viele Facetten. Deshalb bringt das Haus Rissen die Perspektiven einer Klima- und Konfliktforscherin, eines Militärökonomen und eines Mediziners zusammen. Welche bekannten Szenarien gibt es, auf die wir uns in Hamburg vorbereiten müssen, und was sind die Unbekannten? Und wer ist wofür eigentlich zuständig? Moderiert wird der Abend von Eckart von Hirschhausen, Arzt und Gründer der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen, was eine dynamische und interaktive Runde garantiert. Mit dabei sind Dr. Kira Vinke von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und Prof. Dr. Stefan Bayer vom German Institute for Defence and Strategic Studies. Am Donnerstag um 19 Uhr im Haus Rissen.
hausrissen.org
Restaurant-Tipp – Spanisch in Altona: Barcelona Tapas vis-à-vis vom Altonaer Rathaus ist bei Freunden katalanischer Küche seit zwei Jahrzehnten in aller Munde. Qualität und Vielfalt des Angebots stimmen, besonders die Klassiker schmecken hervorragend.
genussguide-hamburg.com
Das Altonaer Museum im Nationalsozialismus Das Altonaer Museum setzte seine Arbeit nach der Machtübergabe an die NSDAP 1933 relativ nahtlos fort. Die damaligen Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter füllten die neue politische Ordnung zugleich aktiv mit Inhalten und gestalteten kulturpolitische Entwicklungen mit. Warum wurde z.B. im Altonaer Museum 1933 ein „jüdischer Kultraum“ entfernt? PD Dr. Yvonne Robel von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg beleuchtet in ihrem Vortrag das ambivalente Agieren des Museums im Nationalsozialismus. Um 18 Uhr im Altonaer Museum.
shmh.de
Θ FOFFTEIN
Heute ist Aschermittwoch und Ramadan beginnt. Wir wünschen Ihnen eine schöne Wochenmitte.
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