Guten Morgen: Strecke machen.*
Θ HAMBURG
Spiele für Infrastruktur: Der Senat hat sein Finanzkonzept für eine Olympia-Bewerbung vorgestellt, das sich an den Vorgaben des Deutschen Olympischen Sportbundes orientiert. Dabei würden die Rahmenbedingungen der Schuldenbremse eingehalten, was angesichts des neuen Sondervermögens möglich sei. Die Spiele könnten sogar einen Überschuss für die Stadt bringen, unter anderem, weil der Bund finanzielle Unterstützung zugesagt hat. Finanzsenator Andreas Dressel und Sportsenator Andy Grote mahnten jedoch, dass öffentliche und private Investitionen gezielt in die Hamburger Infrastruktur fließen müssten, statt in andere Bewerberregionen. Eine Niederlage bei der Bewerbung würde die Umsetzung wichtiger Hamburger Infrastrukturprojekte verzögern oder gar unmöglich machen.
welt.de, ndr.de, abendblatt.de, mopo.de,
„Die schieben das dauernd vor sich her.“
Ohne Olympia sieht es auch schlecht für die Modernisierung des Hauptbahnhofes aus, warnt Grote. Der Deutschen Bahn traut der Senat gar nichts mehr zu.
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Die Kreativwirtschaft erlebt den größten Shift seit Jahren: KI, neue Geschäftsmodelle und digitale Wertschöpfung verändern rasant, wie Agenturen und Kreativschaffende arbeiten, entscheiden und wachsen. Der German Creative Economy Summit bringt die Branche zusammen, um über diese Transformation zu sprechen. Zwei Tage voller Insights, Impulse und Austausch mit führenden Köpfen aus Kreativwirtschaft, Wirtschaft und Politik. Wer wissen will, wohin sich die Branche bewegt, sollte den German Creative Economy Summit im Blick haben. Jetzt Ticket sichern.
Exzellent klamm: Die Universität Hamburg darf weitere sieben Jahre den Titel Exzellenzuniversität tragen und Fördermittel erwarten. Die Entscheidung überraschte nicht, aber die Freude im Audimax war trotzdem groß. Uni-Präsident Hauke Heekeren lobte alle Beteiligten sowie die Universität insgesamt. Heekeren betonte jedoch auch, dass Exzellenz auf Dauer die Verlässlichkeit der Politik erfordere. Damit sprach er die schwierige finanzielle Lage der Universität an. Wissenschaftssenatorin Myriam Blumenthal freute sich auch; beim Thema Exzellenz ist sie erfolgreich für die Legislaturperiode durch. Sie wolle aber den Erfolg in die Zukunft tragen und verspricht, sich für eine auskömmliche Finanzierung der Universität einzusetzen. Das hatten zuvor auch Studierende vor dem Audimax gefordert.
ndr.de, abendblatt.de, welt.de, Adlerauge
„Twin transformation“
Die doppelte Transformation hin zu Nachhaltigkeit und Digitalisierung ist die Leitidee des Team Hamburg der Universität für die kommenden Jahre.
abendblatt.de
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Lesung: „Bürokratische Republik Deutschland. Report aus einem überregulierten Staat“ mit Autor Patrick Bernau. Dienstag, 17.03., 18.30 – 20 Uhr, Katholische Akademie Hamburg, Herrengraben 4
Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über Deutschlands „wuchernde Bürokratie“ und „Paragrafendschungel“ berichtet und geklagt würde. Und kein Parteiprogramm, kein Koalitionsvertrag und keine Regierungserklärung, die diesbezüglich nicht Besserung und Abhilfe fordern. Offensichtlich kann also vieles nicht bleiben, wie es ist: Spätestens, wenn „Bürokratie“ nur ein anderes Wort für „Überregulierung“ bedeutet, der Trend zu immer mehr Gesetzen und Einzelnormen seit Jahren unbeirrt weitergeht und Verwaltungen teilweise nur noch dann handlungsfähig sind, wenn sie bestimmte Regeln schlicht ignorieren. Doch ist es tatsächlich so? Diskutieren Sie mit über die Frage, ob Bürokratie immer und überall überflüssig ist. Infos und Anmeldung: shop.freiheit.org
Rondenbarg-Prozess vor Ende: Neun Jahre nach G20 in Hamburg schliesst sich eine Wunde taz.de
1,5 Milliarden Euro: Soviel soll der Rüstungskonzern Rheinmetall für Blohm+Voss gezahlt haben ndr.de
Wieder verletzt: HSV-Stürmer und Kapitän Yussuf Poulsen kann auf dem Feld weiter wenig ausrichten abendblatt.de
Wetter heute: Wechselnd bewölkt bei drei bis elf Grad wetter.net
Θ ZAHL DES TAGES
Mehr als 1300 neue Ladepunkte für Elektroautos wurden in Hamburg im vergangenen Jahr installiert. Mehr als 1.300 neue Ladepunkte für Elektroautos wurden im vergangenen Jahr in Hamburg installiert. Das ist fast doppelt so viel wie 2024. Laut Bundesnetzagentur gibt es in der Stadt inzwischen 4.842 Ladepunkte, davon sind 17,3 Prozent Schnellladepunkte mit einer Leistung von über 22 kW. Ein städtisches Programm soll zwischen 2024 und 2027 die Installation von rund 3.600 zusätzlichen Ladepunkten befördern. Das Ziel der Stadt ist es, bis 2030 insgesamt etwa 10.000 öffentliche Ladepunkte bereitzustellen.
abendblatt.de, welt.de
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Europa – von Wolf Achim Wiegand
Krieg belastet Reedereien: Der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran ist zur großen Belastung der europäischen Schifffahrt geworden. Mit der Meeresstraße von Hormus hat der Iran den weltweit wichtigsten Öl-Transportweg blockiert. Das Regime brachte Raketen und Drohnen gegen Schiffe in Stellung und verlegt Seeminen. Drei Frachter waren bereits unter Feuer – der Schaden war aber relativ gering. US-Präsident Donald Trump droht nun mit „beispiellosen militärischen Konsequenzen“. Vor der Kampfregion warten Hunderte Container- und Tankschiffe, darunter zig deutsche. Die Internationale Energieagentur empfiehlt nun die größte jemals beschlossene Reserveöl-Freigabe, um die Energiepreise zu stabilisieren – Deutschland hat das bereits getan.
telegraph.co.uk, zeit.de, handelsblatt.com
– Mit Meinung –
Hormus ist Hamburg: Die kommerzielle Weltschifffahrt ist erneut Opfer eines (bislang) regionalen Krieges. Nach der Sperrung des Suezkanals klemmt nun auch die abgeschnürte Handelsarterie von Hormus geschäftliches Blut ab – bis in die Seeschlagader Elbe hinein. Reedereien müssen Routen ändern, Umwege planen und längere Transportzeiten kalkulieren. Zugleich kassieren Versicherer mehr Prämien für Schiffe am und im Kriegsrevier. Die Kosten werden kaufmännisch weitergegeben – an uns alle. Das trifft einen Hafen wie Hamburg und seine Kunden mit voller Wucht und provoziert Inflation. Man muss hoffen, dass die Verletzung globaler Lieferketten nur Wochen dauert – und nicht etwa Monate oder gar Jahre. – waw
„Das wird die Weltwirtschaft zum Erliegen bringen“
Sehr drastische Warnung von Saad al-Kaabi, Energieminister von Katar
handelsblatt.com
Ungarn wird isoliert: Die EU will die Hilfe für die Ukraine gegen das einmarschierte Russland trotz des Vetos von Ungarn durchziehen. Experten haben Wege erkundet, wie die Kreditvergabe von rund 90 Milliarden Euro zur Stabilisierung des ukrainischen Staatsbudgets und Aufrechterhaltung der Kriegsanstrengungen ohne das gebotene Einstimmigkeitsprinzip möglich ist. Zur Auswahl stehen Konstruktionen, bei denen ein Teil der EU-Staaten gemeinsam Kredite aufnimmt oder Garantien stellt, ohne dass alle Mitgliedsländer zustimmen müssen. Auch die Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte liegt auf dem Tisch. Kyjiw benötigt schnell Liquidität, weil der Staat die Kriegskosten nur mit internationaler Hilfe schultern kann.
politico.eu
Θ STADT & LEBEN
Fahren nach Berlin: Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wird statt Ende April erst am 14. Juni vollständig wieder freigegeben – wegen des Winters rund sechs Wochen später als geplant. Die Verschiebung wurde von Politik und Bahnfahrern stark kritisiert. Die seit August gesperrte Strecke ist eine der wichtigsten Pendlerverbindungen mit täglich etwa 30.000 Fernverkehrsfahrgästen und rund 470 Zügen. Teilabschnitte sollen nun früher öffnen: Zwischen Hamburg und Hagenow Land bereits ab dem 15. Mai. Danach fahren Fernzüge wieder im Halbstundentakt und der Ersatzverkehr endet. Aufgrund der Verzögerung starten die Bauarbeiten auf der Strecke Hamburg–Hannover gestaffelt ab dem 1. Mai.
ndr.de, bild.de
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Stipendien für dreimonatigen Schüleraustausch – Bewerbungsschluss 30. April
Die Gesellschaft für Deutsch–Australischen/Neuseeländischen Schüleraustausch sucht Schüler*innen der Klassenstufen 9 bis 12 für ein dreimonatiges Austauschprogramm. Die Schüler*innen nehmen von November 2025 bis Januar 2026 einen Gast auf und reisen anschließend von Juni bis September 2026 selbst nach Australien. Die gemeinnützige Organisation arbeitet vollständig ehrenamtlich, wodurch die Kosten des Austausches vergleichsweise gering sind. Motivation und Charaktereigenschaften stehen bei der Bewerbung im Vordergrund. Weitere Informationen: gdansa.de
Restaurant-Tipp – Alpenküche in Eimsbüttel: Die Alpenkantine in der Osterstraße wirkt frisch und modern. Statt dunklem Kuhglockenambiente dominieren helle Töne, klare Linien und ein großer Alpenvorhang an der Wand. Maultaschen, Mini-Schnitzel und Walnussknödel überzeugen!
genussguide-hamburg.com
Luca Stricagnoli gilt als einer der einzigartigsten Gitarristen der Welt. Sein kreativer Stil, der ihn dazu veranlasste, Instrumente wie die Reversed Triple Neck Guitar und den Reversed Slide Neck zu erfinden, trug wesentlich zur modernen Entwicklung der Akustikgitarre bei. Seit Beginn seiner Musikkarriere entwickelte Luca seinen eigenen einzigartigen Stil, der die Verwendung von Geigenbögen, mehreren Gitarren gleichzeitig, modifizierten Kapodastern und ungewöhnlichen Stimmungen beinhaltete. Um 20 Uhr im Nica Jazz Club.
szene-hamburg.com
Θ FOFFTEIN
100 Fische verendet: In einem Teich in Farmsen sind mehr als 70 Prozent des Fischbestands verendet. Mitglieder des Anglervereins Alster entdeckten die toten Fische nach dem Ende der Frostperiode. Als mögliche Ursache gilt, dass Spaziergänger im Winter über die Eisfläche gelaufen sind. Durch die Bewegungen könnten die Fische aufgeschreckt worden sein, wodurch sie mehr Sauerstoff verbrauchten – der unter der geschlossenen Eisdecke ohnehin knapp ist. Die Vereinsmitglieder versuchten vergeblich, Menschen fernzuhalten, und schlugen dafür sogar Löcher ins Eis.
mopo.de, abendblatt.de
Heute ist der Welttag gegen Zensur im Internet. Wir wünschen Ihnen einen schönen Donnerstag.
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