Schnelle Sportstadt, Olympische Gedanken, HSV-Not und FCSP-Elend, Unmistakably human

Guten Morgen: Gewinnen. * Verlieren. *

Θ HAMBURG

Schnelle Sportstadt: Der Marokkaner Othmane El-Goumri gewann die 40. Ausgabe des Hamburg-Marathons in 2:04:24 Stunden. Samuel Fitwi wurde mit einem Rückstand von nur 21 Sekunden Zweiter, stellte eine persönliche Bestzeit auf und sorgte als erster Deutscher seit 27 Jahren wieder für einen Podestplatz. Bei den Frauen siegte die Kenianerin Brillian Kipkoech mit einer neuen Bestleistung von 2:17:05 Stunden. 46.000 Menschen nahmen in diesem Jahr am Marathon-Wochenende teil, davon liefen etwa 20.000 die volle Distanz. Sie wurden von bis zu 300.000 Zuschauern angefeuert. Das Event gilt auch als Signal für Hamburgs mögliche Olympiabewerbung. Es wurde jedoch am Ende von einem medizinischen Notfall überschattet: Ein Läufer brach im Ziel zusammen, konnte aber erfolgreich reanimiert werden.
ndr.de, mopo.de, abendblatt.de, welt.de

Das ist ein Vorgeschmack darauf, wie es sein könnte mit Olympia in Hamburg.
Sportsenator Andy Grote sah ein gutes Statement für das Olympia-Referendum.

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Heute: Gesundheitsakademie UKE, 18.30 Uhr „Gesundheit ist nicht für alle gleich“
An ausgewählten Beispielen werden in den kommenden Wochen soziale Unterschiede und strukturelle Herausforderungen sichtbar gemacht. Heutiges Thema der Livestream-Veranstaltungsreihe ist: „Soziale Ungleichheit in der gesundheitlichen Versorgung“, Vortragender: Prof. Dr. Olaf von dem Knesebeck, UKE. Zugang und Anmeldung unter uke/gesundheitsakademie

Olympische Gedanken: Beim Parteitag am Sonnabend hat sich Die Linke gegen eine Bewerbung Hamburgs um Olympische und Paralympische Spiele ausgesprochen. Die Milliarden seien für soziale Zwecke und den Wohnungsbau besser eingesetzt. Dem widerspricht die Bewegung „OlympJA”, denn zusätzliches und schnelleres Geld werde es nur im Falle einer Bewerbung geben, so Mit-Initiator Matthias Onken. Die Initiative hatte am Freitag bei einer Kundgebung am Jungfernstieg für eine Bewerbung geworben. Zwar unterstützt viel Stadtprominenz das Anliegen, allerdings waren weniger Teilnehmer als erwartet vor Ort. In einem emotionalen Plädoyer rief der Sportjournalist und Herausgeber Oliver Wurm der Stadt zu, die Spiele und den olympischen Geist als Chance zu begreifen; ähnlich argumentiert Digital-Experte Niko Lumma. Für das Referendum am 31. Mai werden noch Helfer in den Wahllokalen gesucht.
ndr.de (Linke), abendblatt.de (OlympJA), welt.de, facebook.NicoLumma (Chance), ndr.de (Wahlhelfer)

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Forscher fragen: Chemie ohne Erdöl – Wie müssen die Prozesse von morgen in der chemischen Industrie aussehen? Die meisten Chemikalien für Kleidung, Kosmetika oder Medikamente werden noch immer auf Erdölbasis unter hohen CO2-Emissionen hergestellt. Biomasse aus Holz oder Algen bietet zwar eine nachhaltige Alternative, aber dabei kommen Lösungsmittel zum Einsatz, die toxisch sind. Wie findet man das umweltfreundlichste Lösungsmittel? Und lassen sich solche Ansätze in der Industrie etablieren? Darüber spricht Wissenschaftsjournalist Johannes Büchs mit Verfahrenstechnikerin Laura König-Mattern. Die Veranstaltung „Forscher fragen: Chemie ohne Erdöl“ findet am Mittwoch, den 29. April um 19 Uhr im KörberForum an Kehrwieder 12 statt. Hier zur kostenlosen Veranstaltung anmelden.

Augen zu und durch: Vor den letzten drei Partien in der Bundesliga geben beide Hamburger Bundesligavereine kein gutes Bild ab. Der HSV profitiert nach der dritten Niederlage in Serie, am Sonnabend ein 1:2 zu Hause gegen die TSG Hoffenheim, von der 0:2-Niederlage des FC St. Pauli beim Tabellenletzten 1. FC Heidenheim. Damit bleibt der Relegationsplatz für die Rothosen als 15. der Tabelle weiter fünf Punkte entfernt. Die Kiezkicker schaffen es als einzige Mannschaft in dieser Saison nicht, ein Tor in Heideheim zu schießen. Mehr als die Verteidigung des Relegationsplatzes ist wohl nicht drin. Der HSV reist am kommenden Sonnabend zu Eintracht Frankfurt hofft, dass Luka Vuskovic wieder spielen kann. Der FCSP empfängt am Sonntag Mainz 05 vor den eigenen Fans am Millerntor. Vielleicht hilft das ja.
ndr.de (Beide), welt.de, taz.de (HSV), abendblatt.de (FCSP)

Es geht darum, die Spieler zu finden, die sich wehren und aufstehen.
FCSP-Trainer Alexander Blessin kann am 32. Spieltag seine Kicker nicht einordnen. Am 31. hat er schwer daneben gegriffen.
mopo.de

Wieder Abbiegeunfall: Fahrradfahrer gedenken in Billbrook an zweites Opfer in zwei Tagen ndr.de
Waffen, Drogen, Urkundenfälschung: Erfolgreiche regelmäßige Kontrolle am Hauptbahnhof abendblatt.de
Vor 30 Jahren: Entführung von Philipp Reemtsma endet welt.de

Wetter heute: Bewölkt bei zwei bis 13 Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

Nur 93,3 Prozent der S-Bahn-Züge hatten weniger als drei Minuten Verspätung. Die Hamburger S-Bahn ist seit Jahresbeginn unpünktlicher als im Vorjahr. Im Januar sank die Pünktlichkeit wegen Eis und Schnee auf etwa 91 Prozent, im Februar lag sie drei Prozentpunkte höher. Gleichzeitig erreichten Zugausfälle, die nicht in die Pünktlichkeitsstatistik einfließen, einen Höchststand. Im Januar fielen 13 Prozent der Fahrten aus. Insgesamt lag die Pünktlichkeit unter dem Ziel von 94 Prozent. Gründe waren der Wintersturm „Elli“, die gesperrte Brücke an der Holstenstraße und Signalstörungen. Besonders betroffen ist die Linie S3. Die U-Bahn schnitt mit 98 Prozent Pünktlichkeit deutlich besser ab.
ndr.de

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FORAIM- Wer wir sind

Θ DEUTSCHLAND & DIE WELT

Ablenkung von Iran, Epstein und Bereicherung in Washington: Mutmaßlicher Attentäter und Trump-Kritiker soll US-Regierung und Journalisten in Gefahr gebracht haben Hotel der Attentate

Europa – von Wolf Achim Wiegand

Selenskyj offensiv: Die Ukraine ist am Wochenende diplomatisch und militärisch weiter in die Vollen gegangen. In der gleichfalls Ex-Sowjetrepublik Aserbaidschan vereinbarte Präsident Wolodymyr Selenskyj gleich sechs Kooperationsabkommen. Dazu gehören geheime Armee- und Rüstungspakte mit dem Großförderland von Öl und Gas. Die Gespräche Selenskyj mit seinem Kollegen Ilham Alijew fanden symbolträchtig nahe der russischen Grenze statt. Am Tag zuvor hatte der Ukrainer mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman konferiert. Zugleich hat die Ukraine wieder Ziele tief im Inneren von Russland angegriffen. Im südrussischen Hafen Tuapse brannten tagelang Öltanks und es regnete Öl.
facebook.zelenskyy, boerse.de, t-online.de

Washington, nein danke! Eine von Großbritannien und Frankreich geführte „Koalition der Willigen“ soll die Verteidigung Europas übernehmen – ohne USA. Das fordert der frühere NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Angesichts wachsender Zweifel an der Verlässlichkeit Washingtons unter Präsident Donald Trump brauche der Kontinent eine deutlich stärkere eigenständige Sicherheitsarchitektur. Nach den Vorstellungen des Dänen so eine Militärkoalition die konventionelle Verteidigung des gesamten Kontinents tragen und dabei die Ukraine als „Aktivposten“ einbinden – innerhalb – oder notfalls auch neben – der Allianz.
merkur.de

Wir brauchen die Ukraine als Bollwerk gegen dieses aggressive Russland
Ex-NATO-Chef Rasmussen will Kyjiw als Partner im Bündnis haben.

Θ STADT & LEBEN

– Leitglosse –
„In a world flooded with AI content, being unmistakably human is what will matter most“ In Hamburg stehen kreative Tage an. Der German Creative Economy Summit findet Dienstag und Mittwoch zum dritten Mal auf Kampnagel statt. Das Thema Artificial Intelligence in der Kreativwirtschaft nimmt großen Space ein. AI-Koryphäe Sam Altman ist überzeugt, das menschliche Kreativität weiter den Unterschied machen werde. Es könnte der letzte Creative Economy Summit in Hamburg werden. Die Budgets des Bundes für vermeintliche Blümchenthemen werden knapper und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer wird in Hamburg kritisch gesehen. Auf jeden Fall ist es der letzte Summit für Egbert Rühl. Der langjährige und erfolgreiche Chef der umsetzenden Kreativ Gesellschaft Hamburg geht in den gut vorbereiteten Unruhestand. Seit vielen Monaten wurde gemeinsam mit der Kulturbehörde ein Profil für die Nachfolge erarbeitet, um ab dem 1. Januar 2027 die Geschichte der Kreativität weiterzuschreiben.
german-creative-economy-summit.de (Restkarten), x.realBigBrainAI (Altman), abendblatt.de (Rühl)

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Unmistakably human werben im Hamburger Tagesjournal
Hier könnte Ihre Anzeige an die Stadtgesellschaft stehen. Für eine einmalige Textanzeige berechnen wir 240 Euro. Veranstaltungsanzeigen kosten 195 Euro. Rabatte bei Mehrfachschaltungen sind verhandelbar. Mehr Infos

-Tatort-Kritiker-
Unspektakulär, aber spannend. Ein ruhiger Wiener Tatort. Vielleicht sogar etwas zu ruhig. Viel passiert nicht. Trotzdem ist die Geschichte sorgfältig gebaut. Ein Betreuer einer Jugendeinrichtung wird des Nachts auf der Straße erschlagen. Verdächtig sind die Bewohner der Jungs-WG, die anderen Betreuer und der komische Nachbar. Ein übersichtliches Setting, nur wenige Spielorte. Ums interessant zu gestalten, greift ein netter Kniff: Die Befragungen werden in Rückblicken erzählt – Moritz und Bibi stehen direkt in der Szenerie. Die Figuren sind gut gezeichnet und glaubwürdig gespielt. Bis zur späten und unspektakulären Auflösung sieht man viel trockene Polizeiarbeit und lernt die schwierigen Lebenssituationen der jugendlichen Heimbewohner kennen. Der nächste Wiener Fall ist der Abschied von Bibi und Moritz. Das wird es hoffentlich wieder etwas spannender.
Tatort-Experte: Henning Kleine, Chef vom Dienst, Sat.1 Landesstudio Hamburg

Restaurant-Tipp – Gemütlich auf der Insel: Im Webchristel in Westerland auf Sylt werden gehobene Küche auf stilvolles, gemütliches Ambiente eins. Es werden kreative Gerichten wie Lachs-Jakobsmuschel-Carpaccio, Bouillabaisse oder einfach ein Wiener Schnitzel geboten. Eine erlesene Weinauswahl, hochwertige Zutaten und ein eingespielter Service machen das Webchristel zu einer festen Adresse für genussvolle Abende.
genussguide-hamburg.com

Filme und Fragen: „Do You Love Me“ (Libanon u.a., 2025; OmdtUT). Im Mai ist Kinostart des Preisträgers „Der politische Film“ der Friedrich-Ebert-Stiftung. Als mal laute, mal leise Collage aus Archivmaterial ist er ein ganz besonderes Werk. Es ist ein essayistischer Dokumentarfilm aus über 20.000 Quellen, der ein melancholisches Panorama über die Erinnerungen einer Generation zeigt, die während und nach dem libanesischen Bürgerkrieg erwachsen wurde. Preview ab 17.30 Uhr im Alabama Kino, inkl. Gespräch mit der Regisseurin Lana Daher (zugeschaltet, Gespräch auf Englisch) über ihre Arbeit am Film, die Schönheit Beiruts und über audiovisuelle Erinnerungsarbeit zum libanesischen Bürgerkrieg. Hier kostenfrei anmelden.

Θ FOFFTEIN

„Bitte Reisepläne ändern!“: Die Sommerzeit naht – und damit auch die Reisepläne. Ein Urlaubsportal listet nun auf, wohin man möglichst NICHT reisen sollte – wegen Massentourismus (Fachsprache: „overtourism“). Den Angaben zufolge sollte man in der Hauptsaison besonders diese Länder meiden: Kroatien (wegen: regulierter Zugang zu Sehenswürdigkeiten), Griechenland (wegen: dreimal mehr Besucher als Einwohner) und überraschend Norwegen (wegen: einst ruhige Orte wie die Lofoten sind regelrecht überrannt). Außerdem Island und Slowenien. Die Überfüllung fördert Frust bei Einheimischen, der teils offen gegen Touristen geht.
reisereporter.de (waw)

Heute ist der Welttag des Designs. Kommen Sie gut in die kurze Arbeitswoche. Wir wünschen Ihnen einen schönen Montag

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