Guten Morgen: Hamburger Visionen. *
Θ HAMBURG
„Hamburger Ding“: In der Bürgerschaftsdebatte über Olympia zu Beginn des postalischen Referendums betonte die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank leidenschaftlich, dass eine Bewerbung ein Zeichen gegen Verzagtheit und für den Mut, Visionen zu verfolgen, sei. So sähe es schließlich auch das kriselnde Gelsenkirchen, wo 75 Prozent der Bevölkerung für Spiele in NRW gestimmt hätten. Auch Sportsenator Andy Grote, Finanzsenator Andreas Dressel und Oppositionschef Dennis Thering betonten die möglichen positiven Impulse durch Olympische und Paralympische Spiele für Hamburg. Der Bürgermeister äußerte sich erneut nicht. Die Linke hatte das Thema auf die Agenda gesetzt und die Verschwendung von Milliarden Euro beklagt. Auch die AfD sprach sich gegen Spiele in Hamburg aus.
welt.de, ndr.de (Debatte), hamburg2040 (Hörenswert zur Matrix der Kriterien der Olympia-Entscheidung möglicherweise schon zu 2036, sollte Hamburg sich für Spiele entscheiden)
„Bei Ihnen funktioniert es ja auch.“
SPD-Sportsenator Andy Grote über die Energie die Olympia den Menschen gibt, zu der in der Debatte wirklich sehr lebhaften Linken-Fraktionschefin Heike Sudmann.
Hamburger Brücke: Auch über die abgängige Köhlbrandbrücke wurde in der Bürgerschaft gestritten. Die CDU forderte einen schnelleren Verlauf der Planungen und der Umsetzung des Brückenneubaus. Fraktionschef Dennis Thering spricht von „Pleiten, Pech und Pannen“, angesichts neuer Sperrungen. In der Tat ist der über Jahrzehnte lässliche Umgang mit der für den Hafen kritischen Infrastruktur kein Muster für die Zukunft. Die SPD sieht das natürlich anders, man sei in Gesprächen mit dem Bund um die Verfahren zu beschleunigen. Hafensenatorin Melanie Leonhard trat beim sensiblen Thema persönlich ans Pult. Es soll laut Abendblatt zudem wohl neue geheime Erkenntnisse über die Brücke geben, die die Bevölkerung und die Hafenwirtschaft verunsichern könnten. Die Brücke gilt als kritische, also vorerst im Sinne von wichtig, Infrastruktur.
abendblatt.de
–Anzeige–
Eltern von Jugendlichen stehen heute unter besonderem Druck. Zwischen globalen Krisen und familiären Erwartungen geraten viele an ihre Grenzen. Gleichzeitig erleben auch Jugendliche zunehmend Stress – in Schule, Freizeit und sozialen Beziehungen. In dieser Situation wächst der Wunsch nach Orientierung: Was hilft Jugendlichen wirklich? Und was unterstützt Eltern dabei, ihren eigenen Weg durch die Phase der Pubertät zu finden? Therapeutin Britta Edl, Beratungslehrer Philip Oprong Spenner und Dörte Inselmann von der HipHop Academy teilen Erfahrungen und geben konkrete Impulse für herausfordernde Situationen. Die Veranstaltung „Jugendliche und ihre Eltern: Mehr Halt weniger Stress“ findet am Donnerstag, den 7. Mai um 19 Uhr im KörberHaus in Hamburg-Bergedorf statt.
Hier zur kostenlosen Veranstaltung anmelden.
Hamburg – Hannover wochenlang gesperrt: Die Deutsche Bahn hat ihre Bauplanung auf der Strecke deutlich reduziert und nennt es „Qualitätsoffensive 2026“. Wegen verkürzter Bauzeit – im Abschnitt Uelzen–Maschen nur noch gut drei statt zehn Wochen – sinkt der Umfang der Arbeiten: Statt über 70 werden nur 36 Weichen erneuert, statt mehr als 100 nur 66 Schienenkilometer. Grund ist die verlängerte Sanierung der Strecke Hamburg–Berlin, die als Ausweichroute benötigt wird. Eine gleichzeitige Vollsperrung beider Strecken wäre nicht möglich. Die Bauarbeiten laufen in Etappen bis zum 10. Juli und haben ein Volumen von rund 300 Millionen Euro.
ndr.de, abendblatt.de
Hamburger Gesundheit: Unter dem Motto „Gesundheit ist nicht für alle gleich“ steht die erfolgreiche Gesundheitsakademie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, die am kommenden Montag wieder startet. Ziel der Reihe, die von der AOK Hamburg-Rheinland unterstützt wird, ist es, verständlich aufzuzeigen, wie gesundheitliche Ungleichheiten entstehen und welche Ansätze zu mehr Gerechtigkeit und verantwortlichem Umgang mit knappen Ressourcen beitragen können. An ausgewählten Beispielen werden soziale Unterschiede und strukturelle Herausforderungen sichtbar gemacht. Dies sind Krebserkrankungen, Notfallmedizin, Organspende, Versorgung von geflüchteten Menschen, stigmatisierte Erkrankungen und regionale Unterschiede. Im wöchentlichen Livestream ordnen medizinische Expertinnen und Experten die Themen ein.
uke.gesundheitsakademie
–Anzeige – Nachhaltigkeit bei Tchibo–
Coffee Canopy Partnership – Globale Allianz gegen Entwaldung im Kaffeesektor: Tchibo beteiligt sich mit großen Kaffeeunternehmen an der Coffee Canopy Partnership, einer Initiative gegen Entwaldung im Kaffeesektor. Ziel ist eine frei zugängliche, globale Karte aller Kaffeeanbaugebiete als Basis für Waldschutz und nachhaltigen Anbau. Ein Pilotprojekt in Ostafrika kartiert Flächen in sechs Ländern; bis 2027 soll die weltweite Abdeckung folgen. Mithilfe von Satellitendaten, KI und Vor-Ort-Prüfungen entstehen Referenzkarten für 2020/21 und 2024/25, die Veränderungen sichtbar machen. Ein Problem bisher: Agroforstsysteme werden oft fälschlich als Wald erfasst, was Schutzmaßnahmen erschwert. Es birgt auch das Risiko, Kleinfarmerinnen und -farmer trotz nachhaltiger Anbaumethoden vom Marktzugang auszuschließen.
Mehr Informationen
Geld aus Berlin für Sportinfrastruktur: Förderung von Hamburger Sportanlagen mopo.de
Autos einkassiert: Verurteilter Kokain-Dealer wollte aus dem Gefängnis ein Auto verkaufen ndr.de
Wetter heute: Meist sonnig bei fünf bis 14 Grad wetter.net
Θ ZAHL DES TAGES
Platz acht vergibt die The New York Times für die Elbphilharmonie unter den umstrittensten Gebäuden aller Zeiten. Einst wegen Bauverzögerungen und Kosten kritisiert, gilt sie heute als Wahrzeichen Hamburgs und hat den Michel in Beliebtheit überholt. Laut Ranking zeigt sie, wie Kontroversen mit der Zeit verblassen: Nach der Fertigstellung wandelte sich die öffentliche Meinung stark, heute ist das Konzerthaus äußerst beliebt und Tickets sind schwer zu bekommen.
abendblatt.de, mopo.de
Europa – von Wolf Achim Wiegand
Horror von Hormus: Nach dem Beschuss und der Beschlagnahme mehrerer Schiffe durch Iran bleibt die Lage in der Straße von Hormus angespannt. Die sogenannten Revolutionsgarden haben unter anderem die „MSC Francesca“ aufs Korn genommen. Der Groß-Containerfrachter gehört der schweizerischen Reederei MSC, die an der HHLA beteiligt ist. Zugleich verdient Teheran trotz US-Blockade weiter Milliarden über eine „Geisterflotte“. Deren Tanker fahren ohne Ortung, fälschen Identitäten und verschleiern Öltransfers auf See – meist mit Ziel China. Die Reeder festsitzender Schiffe müssen dagegen hohe Verluste bei weiterlaufenden Kosten tragen.
t-online.de, dvz.de vesselfinder.com, (Standort „Francesca“) express.co.uk
„Wir stehen vor der größten Energiekrise der Geschichte“
Das ist die Prognose von Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur.
boerse.de
EU-Geldsegen: Wenige Tage nach der Wahlniederlage des ungarischen EU-Dauerkritikers Viktor Orbán hat die EU ein lange blockiertes Ukraine-Hilfspaket in Höhe von rund 90 Milliarden Euro freigegeben. Nun ist ein zentrales Hindernis für die Finanz-Hilfe an Kyjiw bis 2027 beseitigt. Parallel dazu hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen russischen Kriegsgegner Wladimir Putin zu einem Treffen aufgefordert – überall, außer in Russland oder Belarus. Die Angriffe des Kremls, auch gegen Zivilisten, gehen weiter. Die Ukraine zerstört russische Infrastruktur.
taz.de
RTL wird neuer Medienriese: Bei der RTL Group in Luxemburg knallten die Sektkorken – mit der offiziellen EU-Genehmigung zur Übernahme des Pay-TV-Anbieters Sky Deutschland entsteht ein Medienriese, der hierzulande nach Marktführer Netflix und Amazon Prime an dritter Stelle liegt. Es ist einer der größten Medien-Deals der vergangenen Jahrzehnte. In Hamburg hatte RTL den Verlag Gruner+Jahr abgewickelt. Im Bewegtbild kann RTL künftig Free-TV, Pay-TV und Streaming unter einem Dach bündeln. Sky mit Sitz in Unterföhring bei München ist vor allem für Live-Berichte etwa aus der Fußball-Bundesliga aber auch Serien bekannt.
abendblatt.de, t-online.de, bild.de
Θ STADT & LEBEN
Hamburger Fotografenerbe: Die Stadt sichert den Verbleib der Sammlung des Fotografen F.C. Gundlach für weitere 20 Jahre in den Deichtorhallen. Kultursenator Carsten Brosda und Intendant Dirk Luckow stellten am Mittwoch die Vereinbarung vor. Rechtzeitig zum 100. Geburtstag von F.C. Gundlach wird im Zuge der neuen Vereinbarung auch der Titel der Leihgabe angepasst: Aus „Das Bild des Menschen in der Photographie“ wird künftig „Sammlung F.C. Gundlach“. Die nun 14.000 Werke umfassende Fotokunstsammlung wächst um 5.000 Exponate und erhält einen eigenen Bereich im Haus der Photographie, das derzeit renoviert wird. Ergänzt wird sie durch eine Bibliothek mit über 10.000 Bänden. Die seit 2003 bestehende Kooperation folgt Gundlachs Wunsch, seine Sammlung dauerhaft in Hamburg zu verankern.
welt.de
–Anzeige–
#OMR26 – DAS FESTIVAL FÜR DAS DIGITALE UNIVERSUM! 5. & 6. Mai 2026, Hamburg Messe
Erlebe zwei Tage voller inspirierender Vorträge, spannender Diskussionen & exklusiver Networking-Möglichkeiten. 800+ Speaker*innen & über 1.000 Ausstellende. Volles Programm mit Keynotes, Masterclasses, Side Events & mehr. Einblicke in Digitaltrends & Netzwerken.
omr.com
Restaurant-Tipp – Haus der Gaumenfreuden: Das Freudenhaus in der Hein-Hoyer-Straße auf St. Pauli in Hamburg steht für gutbürgerliche deutsche Küche in lebhafter Kiez-Atmosphäre. Das Restaurant bietet klassische Fleisch-, Fisch- und vegetarische Gerichte in großzügigen Portionen.
genussguide-hamburg.com
K(no)w Black Heroes: Akos baut ein Raumschiff und reist mit ihrer Freundin Essinam ins All. Sie nehmen Erfindungen Schwarzer Wissenschaftlerinnen mit – von der Ampel bis zur Gasmaske. Auf neuen Planeten wollen sie keine kolonialen Fehler wiederholen und keine eigenen Werte aufzwingen. Die Inszenierung von Mable Preach verbindet verschiedene Genres und macht Schwarze Errungenschaften sichtbar. Sie stellt die Frage, wie wir dieses Wissen nutzen und welche neuen, gerechteren Zukünfte wir daraus entwickeln können. Um 19 Uhr im Thalia Gaußstraße.
szene-hamburg.com
Θ FOFFTEIN
Die Nosferatu-Spinne, ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, breitet sich nach Norden aus und ist nun auch in Hamburg nachgewiesen. Laut Umweltbehörde gibt es bislang vier gemeldete Funde aus 2024 und 2025 in verschiedenen Stadtteilen, basierend auf Bürgerbeobachtungen über Apps. Die geringe Zahl bedeutet jedoch nicht, dass die Art selten ist – sie wird vermutlich noch oft übersehen. Mit wachsender Bekanntheit dürften die Meldungen zunehmen.
welt.de
Heute ist der Tag des Buches. Wir wünschen Ihnen einen schönen Donnerstag.
Wenn Ihnen das Hamburger Tagesjournal am 23. April gefallen hat, empfehlen Sie uns gerne weiter; einfach diese Mail an Kollegen und Freunde schicken und auf tagesjournal.de anmelden.
Werben Sie für Ihr Unternehmen oder Ihre Veranstaltung im Hamburger Tagesjournal. Schreiben Sie uns, wir beraten Sie gerne. hamburg@tagesjournal.de