Guten Morgen: Luftig. *
Θ HAMBURG
Drohnen über dem Hafen: Um die anstehenden Hafenprojekte zu veranschaulichen, lud Hafensenatorin Melanie Leonhard zum Überflug ein. Das Eurogate Container Terminal Hamburg soll automatisiert und in Verbindung mit dem Drehkreuz bis Mitte der 2030er Jahre erweitert werden. Anschließend ging es zur maroden Köhlbrandbrücke, wo nun die Trasse für den Neubau festgelegt wurde. Am Salzgitterkai, Deutschlands größtem Umschlagplatz für Schüttgüter wie Kohle und Eisenerz, werden die Kaimauern für 300 Millionen Euro erneuert. Am Blumensand soll die Transformation zur Wasserstoffwirtschaft umgesetzt werden. Auch die Dekarbonisierung an den Terminals wird vorangetrieben. Hapag-Lloyd, als letzte große Reederei, hat sich verpflichtet, Landstrom abzunehmen. Die Vision einer vollelektrischen Schifffahrt rückt ebenfalls in greifbare Nähe.
Adlerauge
„Will ich nicht sagen.“
Drohnen werden immer wichtiger, um Hafeninfrastruktur zu überwachen und Lagebilder zu ermöglichen. Deren Einsatz wird bei der HPA gebündelt. Chef Jens Meier will nicht verraten, wieviele Drohnen im Einsatz sind, weil sie auch für die Landesverteidigung genutzt werden können.
Langsam wird es persönlich: CDU-Mann Sandro Kappe fordert eine Haftungsprüfung, um zu klären, ob die Umweltsenatorin und Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtreinigung, Katharina Fegebank, für den teuren Schaden des ZRE-Projekts einstehen muss. Die Grüne hatte sich am Mittwoch attestieren lassen, dass der Aufsichtsrat bis Ende 2025 „nicht angemessen” von der Geschäftsführung informiert worden sei, was sie sehr ärgert. Fegebank will die vielen Millionen vom langjährigen Geschäftsführer Rüdiger Siechau einklagen. Kappe argumentiert jedoch, dass Fegebank trotzdem besser hätte nachfragen müssen. Fegebank entgegnet, sie habe kurz nach ihrem Amtsantritt eine Untersuchung über alle Bauprojekte der Behörde erstellen lassen und für Transparenz gesorgt. Sie wiederum wirft Kappe vor, zu verkennen, dass große Infrastrukturprojekte überall teurer werden. Dieses Argument trägt jedoch nicht, denn die kritisierten Kostensteigerungen in ihrem Bereich hängen jeweils auch mit schlechter Kommunikation und/oder schlechtem Management zusammen.
abendblatt.de, welt.de, ndr.de
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„Ich finde, man sollte sich entschuldigen, wenn man einen Fehler gemacht hat. Das gehört einfach dazu.“ In der aktuellen Folge von „Wie ist die Lage?“ spricht Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote über das gescheiterte Olympia-Referendum, die Chancen neuer Mobilitätskonzepte wie den Hyperloop und aktuelle Herausforderungen der Stadt. Außerdem ordnet er Themen wie die Wohnungspolitik und die Situation rund um die Abrigado in Harburg ein. Persönlich wird es, wenn er über seine Reiselust, seine Gemüsebox mit rohem Blumenkohl und seine erste eigene Wohnung in Altona spricht. Neue Folgen von „Wie ist die Lage?“ gibt es jeden Freitag um 12 Uhr und immer samstags, 11 Uhr, bei ahoy Radio sowie auf allen gängigen Streaming-Plattformen. „Wie ist die Lage?“ – Der wöchentliche Blick auf Hamburg mit Lars Meier und wechselnden Gästen aus Politik, Kultur, Sport und Wirtschaft.
Populismus im Krankenhaus: Hamburg bereitet seine Krankenhäuser auf mögliche Kriegs- und Krisenszenarien vor. Ein neuer Rahmenplan der sozialdemokratischen Sozialbehörde umfasst Maßnahmen für Cyberangriffe, einen NATO-Bündnisfall und einen militärischen Angriff auf Deutschland. Kliniken sollen innerhalb weniger Stunden zahlreiche Verletzte versorgen können. Allein für den Bündnisfall werden Investitionen von mehr als 130 Millionen Euro benötigt, etwa für die Sicherung der Trinkwasserversorgung und Detektionssysteme. Zudem wird der Aufbau eines Pools mit bis zu 20.000 Hilfskräften geprüft. Wer das bezahlen soll, ist allerdings unklar. Wenn die CDU solche unausgegorenen Konzepte in den Raum stellt, schreit SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf „Populismus“.
ndr.de (SPD), welt.de (CDU)
Wochenend-Wetter: Sonnig bei 14 bis 28 Grad wetter.net
Θ ZAHL DES TAGES
580 Millionen Euro haben die Hamburger Energienetze 2025 in die Energie-Infrastruktur investiert. Das ist ein Rekordwert und eine Steigerung um ein Drittel gegenüber dem Vorjahr. Die Investitionen dienen dem Netzausbau und der Erreichung der Klimaziele, unter anderem durch den Aufbau eines Wasserstoff-Industrienetzes, dessen erster Abschnitt 2026 in Betrieb gehen soll. Gleichzeitig kündigt das Unternehmen steigende Netzentgelte und damit voraussichtlich höhere Energiepreise an. Die Nachfrage nach Netzkapazitäten übersteigt derzeit und in naher Zukunft das vorhandene Angebot, was zu neuen Vergaberegelungen für das knappe Gut führt.
welt.de, ndr.de
– Mit Meinung –
„Das ist ein falsches Signal.“
Zumindest werden die Hamburger Energienetze weniger Wärmepumpen als geplant versorgen müssen. Die Bundesregierung hat die für sicher geglaubte Förderung bis 2029 handstreichartig abgeräumt. Nicht nur Handwerkskammerpräsident Hjalmar Stemmann kann nur noch den Kopf schütteln, über diese wirre Energiepolitik.
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Europa – von Wolf Achim Wiegand
Beifall für neue Streitaxt: Die Mitteilung von Bundeskanzler Friedrich Merz, Deutschland werde in den USA „Tomahawk“-Marschflugkörper kaufen, werten Beobachter als wichtigsten Verteidigungs-Kurswechsel Deutschlands seit Ende des Kalten Krieges. Im befreundeten Ausland erntet Berlin überwiegend Wohlwollen. Osteuropäische Staaten wie Polen und das Baltikum fordern seit Langem eine stärkere Abschreckung gegen Russland. Die NATO sieht darin einen Beitrag Deutschlands zur Lastenteilung. Russland hingegen schäumt – der Kreml spricht von weiterer Eskalation, da die Marschflugkörper an die Ukraine gehen könnten. „Tomahawk“ kann – je nach Version – bis zu 2.500 Kilometer tief in gegnerisches Territorium eindringen und Bunker, Radars, Flugplätze sowie Kommandoposten zerstören.
euractiv.com blick.ch, wikipedia.org
Druck auf Israel: Die EU-Kommission erwägt ein Handelsverbot für Waren aus Siedlungen, die Israelis im besetzten Westjordanland errichtet haben. Aus Brüssel verlautet, die Außenminister der 27 Mitgliedsstaaten würden am Montag über Sanktionsmöglichkeiten beraten. Dazu liegen mehrere rechtliche Optionen vor. Hintergrund ist wachsender Druck einiger EU-Regierungen, konsequenter Produkte aus den international kritisierten Kommunen und Agrarbetrieben zu sanktionieren, da sie diese gegen das Völkerrecht verstießen. Israel weist das als politisch motiviert zurück. Die EU ist bislang gespalten. Da Deutschland, Ungarn und Tschechien die Israelis unterstützen ist die erforderliche Mehrheit offen.
euractiv.com, euobserver.com
Θ STADT & LEBEN
Prozess nähert sich dem Ende: Vor einer längeren Prozesspause bis Ende Juli im Fall Block wurde der komplexe Israeli Jonathan G. weiter befragt. Er hatte, wie alle Israelis Christina Block belastet, weil es ein Treffen mit ihr vor der Tat gegeben habe. Erstmals wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen, als es um Details seiner geistigen und psys>chichen Verfassung ging. Wie üblich gab es einen Reigen von anwaltlichen Einwürfen. Richterin Hildebrandt erklärte, dass kein weiteres Beweisprogramm geplant sei. Dennoch wird es noch viele Erklärungen und Einlassungen geben, bevor es zu Schlussplädoyers und Verurteilungen oder Freisprüchen kommt. Und danach wird es mit Sicherheit eine Revision geben.
abendblatt.de, welt.de, mopo.de
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„Volle Kraft – wohin?!“ Unter diesem Motto steht das PHŒNiX festival 2026 vom 10. bis 12. Juli im Deutschen Hafenmuseum Hamburg. An drei Festival-Tagen könnt ihr ein vielfältiges Programm auf dem Gelände unseres HEIMAT_HAFENS, dem Deutschen Hafenmuseum, erleben! Mit dem Damenlikörchor, der Schauspielerin Julia Nachtmann, der Autorin von „Queere Tiere“ Magda Wystub, der Glasharfen-Virtuosin Susanne Würmell, Lasergeigerin Mona Seebohm uva… Konzerte, Kino, Parties, Lesungen, Workshops, PEKING-Führungen uvm. erwarten Euch. An jedem Tag findet außerdem ein Programm für Kinder, Jugendliche und Familien statt.
shmh.de
Restaurant-Tipp – Gute Speisen und spannende Weine: Wer das Hadley’s betritt, merkt schnell, warum viele Gäste immer wiederkommen. Im ehemaligen Krankenhaus von 1876 trifft Gemütlichkeit auf ehrliche, hausgemachte Küche. Ob würzige Bergkäsespätzle, saisonales Ofengemüse oder feine Suppen, hier stehen Wohlfühlgerichte im Mittelpunkt. Dazu kommt ein herzliches Team, besser gehts nicht.
genussguide-hamburg.com
HAFENCITY TRIFOKAL: Die Ausstellung zeigt ab heute im Hamburger Rathaus drei fotografische Perspektiven auf die Entstehung der HafenCity. Die Hamburger Fotografen Kurt W. Hamann, Thomas Hampel und Wolfgang Huppertz dokumentieren die Entwicklung der östlichen Hafengebiete – von Sandflächen und Baustellen bis zu den fertigen Großprojekten. Dabei wählen sie unterschiedliche Blickwinkel: vom Geschehen am Boden über Luftaufnahmen aus dem Hubschrauber bis hin zu Eindrücken aus dem U-Bahn-Bau. Die Ausstellung ist Teil des Hamburger Architektursommers 2026 und vermittelt die Entwicklung der HafenCity kompakt und facettenreich.
trifokal.info
Θ FOFFTEIN
Pünktlich zur nächsten Hitzewelle eine heiße Meldung: Wenn Sie eine mobile Klimaanlage für glühende Zimmer brauchen – Sie könnten Pech haben. In vielen Lagern europaweit sind die Geräte ausverkauft oder es gibt lange Wartezeiten. Online-Kaufportale verzeichnen bei solchen Produkten sprunghaft gestiegene Klickzahlen. Allein Österreich meldet ein Nachfrageplus bei tragbaren Luftkühlern von über 400 Prozent und eine Teuerung innerhalb weniger Tage um 26 Prozent.
derstandard.at (waw)
Heute ist der Ehrentag der Kuh. Kommen Sie gut durch den Freitag und wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende. Am Montag lesen wir uns wieder.
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