Guten Morgen: Schnee. *
Θ HAMBURG
Ende gut, alles gut: Finanzsenator Andreas Dressel hat seinen Ruf als Verhandlungsführer bei den Tarifverhandlungen mit den Beschäftigten der Länder wiederhergestellt. In der Nacht zu Sonnabend wurde eine Lohnerhöhung um 5,8 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten vereinbart. Vor allem wurde aber auch die umstrittene Hamburg-Zulage beschlossen. Beschäftigte mit Bürgerkontakt erhalten ab dem 1. Februar 2026 monatlich 100 Euro, ab dem 1. Mai 2027 dann 115 Euro. Im Oktober hatte die Tarifgemeinschaft der Länder die Zulage abgelehnt, obwohl Dressel bereits sein Wort gegeben hatte. Dies führte zu Streit und Vorwürfen des Wortbruchs. Nach schwierigen Gesprächen lenkten die Länder ein. Der dbb spricht vom zentralen Streitpunkt und einem tragfähigen Kompromiss.
abendblatt.de, ndr.de, tagesschau.de
„Uns war besonders wichtig, dass die bereits im Oktober 2025 mit Herrn Dr. Dressel ausgehandelte „Hamburg-Zulage“ und der sog. Mobilitätszuschuss zum Deutschland-Ticket kommt.“
Thomas Treff, Vorsitzender dbb hamburg beamtenbund und tarifunion, ist zufrieden.
Reederei will expandieren: Hapag-Lloyd verhandelt über die vollständige Übernahme der israelischen Reederei ZIM in einem Volumen von 3,5 Milliarden Dollar, wie eine Ad-hoc-Mitteilung informierte. Noch fehlen jedoch die Genehmigungen von Gremien und dem Staat Israel. Durch den Kauf würde Hapag-Lloyd seine Flotte deutlich erweitern. ZIM besitzt 117 Schiffe, die überwiegend gechartert sind. Die Israel-relevanten Linien sollen an den Investor FIMI gehen, die internationalen Routen an Hapag-Lloyd. Die Transaktion ist politisch sensibel, da ZIM eine strategische Bedeutung hat und Katar sowie Saudi-Arabien an Hapag-Lloyd beteiligt sind.
abendblatt.de, ndr.de
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Gemeinsam laufen für den guten Zweck: Am 30. Mai läuft’s mit dem Kollegium, der Familie und Freunden wieder rund! Beim HafenCity Run schnüren hunderte Firmen bereits zum 24. Mal die Schuhe zugunsten des Hamburger Abendblatt hilft e.V. Der sportliche Betriebsausflug für Teams ab zehn Personen findet auf einem ca. 4 km langen Kurs durch die wachsenden Quartiere am Wasser statt – natürlich im eigenen Wohlfühltempo, auch Gehen ist erlaubt. Je Startnummer wandern sechs Euro und je Team zehn Euro in den Spendentopf. Mehr Infos und Anmeldung unter hafencityrun.de, Highlight-Video 2025
Läuft beim HSV: Der 3:2-Heimsieg gegen Union Berlin bringt den HSV erstmals in die obere Tabellenhälfte. Mit Platz neun beträgt der Abstand zum Relegationsplatz sechs Punkte. Am Freitag ist Mainz 05 der nächste Gegner. Hier muss Trainer Merlin Polzin auf Abwehrchef Luka Vuskovic verzichten. Beim FC St. Pauli hingegen könnten die Abwehrspezialisten Hauke Wahl und Eric Smith am Sonntag im Millerntorstadion wieder zur Verfügung stehen. Das ist wichtig nach der 0:4-Niederlage gegen Bayer Leverkusen. Gegner im Sechs-Punkte-Spiel ist Werder Bremen. Bei einem Sieg können die Kiezkicker den Relegationsplatz erreichen und ihre Hoffnungen im Abstiegskampf aufrechterhalten.
ndr.de (HSV), millernton.de (FCSP)
Radweg wird zurückgebaut: Betonklötze einer Protected Bike Lane wurden am Berner Weg umgefahren abendblatt.de
Rätsel um Motiv: Erstochener Restaurantbesitzer in Marienthal soll zuvor Hausverbot erteilt haben bild.de
Polizeieinsatz an der Holstenstraße: Festnahme nach missglücktem Drogendeal mopo.de
Freunde der Oper: Nachwuchspreise beim Operndinner auf der Bühne vergeben abendblatt.de
Wetter heute: Schneefall bei minus vier bis einem Grad wetter.net
Θ ZAHL DES TAGES
Über 17.400 Schülerinnen und Schüler sind in Hamburg für die fünften Klassen im kommenden Schuljahr angemeldet, das sind 364 mehr als im Vorjahr. Mit 8.689 bzw. 8.543 liegen Gymnasien und Stadtteilschulen fast gleichauf, 198 Kinder wählten die sechsjährige Grundschule. Insgesamt gibt es 137 staatliche weiterführende Schulen. Die Heinrich-Hertz-Schule ist am beliebtesten, bei den Gymnasien liegt das Ohmoor vorne. Die Aufnahmebescheide werden Ende April verschickt, der Schulstart ist am 24. August 2026.
ndr.de
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Wenn Altersvorsorge illiquide wird, wird es teuer, das zeigen die Milliardenverluste eines Versorgungswerkes. Gerade Ärzte und Freiberufler erleben: Auf dem Papier stabil – in der Krise schwer verkäuflich. Liquidität ist der Sicherheitsanker. Lesen Sie dazu „Sicherheit in der Altersvorsorge: Warum Liquidität oft unterschätzt wird“. Und besuchen Sie unsere aktuellen Webinare – nicht nur für Ärzte und Freiberufler:
Webinar 1: Altersvorsorge (für alle) – Di 17.2, 18:30 Uhr > Anmeldung 1
Webinar 2: Private Finanzplanung – Do 19.02, 18:30 Uhr > Anmeldung 2
Die Teilnahme an den Webinaren ist kostenfrei.
FORAIM
Europa – von Wolf Achim Wiegand
Münchner Sicherheitskonferenz (MSK): Teilnehmer aus 120 Ländern – 60 Staats‑ und Regierungschefs – 56 Außenminister – 30 Verteidigungsminister – 5.000 Polizisten mit Scharfschützen – Bilanz:
Erste MSK-Erkenntnis: Die transatlantischen Beziehungen bleiben unter Druck. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnet Europa zwar weiter als Partner. Aber er bleibt hart: Freundschaft nur zu amerikanischen Bedingungen. Also muss Europa eine Balance finden zwischen Kooperation und Eigenständigkeit. Dass Rubio von München aus zu den EU-Abweichlern Ungarn und Slowakei weiterreist trägt nicht zu mehr Vertrauen in die Trump-Administration bei.
handelsblatt.com, theguardian.com
„Freundlich im Ton, aber knallhart in der Sache – die USA teilen unsere Werte nicht mehr“
EU-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann bleibt nach Rubios Rede auf Alarm
welt.de
Zweite MSK-Erkenntnis: Europa rückt zusammen und will strategisch stärker autonom werden – bis hin zu einem Atomschirm. Es geht um selbständige Verteidigung und engere Zusammenarbeit bei Sicherheit – aber nicht nur. EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas promotet einen europäischen Fokus auf interne Reformen, industrielle Kapazitäten und wirtschaftsstrategische Unabhängigkeit. Frankreich und Deutschland bestätigen Gespräche über eine europäische Atombewaffnung.
politico.eu
„Wir sehen das ausdrücklich eingebettet in unser Nuklear-Sharing innerhalb der NATO“
Friedrich Merz will europäische, aber keine deutschen Atomwaffen schaffen
abc.net
Dritte MSK-Erkenntnis: Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine bleibt Europas Stachel. Fast alle reden von fortgesetzter oder verstärkter Unterstützung der Ukraine. Es brauche eine deutlichere Position gegenüber dem Kreml – aber konkrete Taten bleiben schwammig. Bei der Konferenz wird auch bekannt, Kremlkritiker Alexej Nawalnys Tod sei in Haft vergiftet worden– das bringt selbst den sonst eher bedächtigen Bundesaußenminister Johann Wadephul in Wallung.
tagesschau.de
Θ STADT & LEBEN
Kein AfD-Verbot, aber Prüfung: So lautet das Urteil des „Prozesses gegen Deutschland“, der am Wochenende über drei Tage im Thalia Theater der Frage nachging, wie sich die Gesellschaft gegenüber der AfD verhalten solle. Die Bühnenumsetzung einer Verhandlung mit einer echten Richterin, sieben Geschworenen und zahlreichen Plädoyers lehnte ein Verbot knapp ab. Die Hamburger AfD sah darin vor allem „linkes Schmierentheater”, bis auf die Einlassungen des Journalisten Harald Martenstein. Am Sonnabend kamen auf Initiative des Satirikers Nico Semsrott in der Innenstadt erneut 5.000 Menschen zusammen, um bei einer monatlichen Demonstration ein AfD-Verbot zu fordern. Die Hamburgische Bürgerschaft will dies ebenfalls, ein entsprechender Antrag im Bundesrat wurde jedoch noch nicht gestellt.
abendblatt.de (Theater), facebook.lorenzmeyer (Kritik an Martenstein), mopo.de (Demo)
„Demokratie ist Arbeit, und wir sind verdammt faul geworden.“
Michel Abollahi fordert Haltung und kein Vebot.
abendblatt.de
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Das Altonaer Museum im Nationalsozialismus Das Altonaer Museum setzte seine Arbeit nach der Machtübergabe an die NSDAP 1933 relativ nahtlos fort. Die damaligen Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter füllten die neue politische Ordnung zugleich aktiv mit Inhalten und gestalteten kulturpolitische Entwicklungen mit.Warum wurde z.B. im Altonaer Museum 1933 ein „jüdischer Kultraum“ entfernt? Was hatte die Eröffnung einer frühgeschichtlichen Abteilung im Jahr 1936 und deren Erfolg mit der nationalsozialistischen Ideologie zu tun? PD Dr. Yvonne Robel von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg beleuchtet in ihrem Vortrag das ambivalente Agieren des Museums im Nationalsozialismus. Am 18. Februar um 18 Uhr im Altonaer Museum.
shmh.de
Restaurant-Tipp – Sushi in Eimsbüttel: Im Tokio Sushi an der Osterstraße stellt sich sofort Wohlgefühl ein. Die Karte beinhaltet klassisches Sushi sowie moderne Rollen. Seit über 20 Jahren ist das Restaurant eine verlässliche Adresse für Fans der japanischen Küche!
genussguide-hamburg.com
Sivert Høyem gilt als eine der markantesten Stimmen Norwegens. Tief, melancholisch und zugleich intensiv emotional, zieht seine Stimme Hörer*innen sofort in ihren Bann. Bekannt wurde Høyem als charismatischer Frontmann der norwegischen Band Madrugada. Seine Soloalben haben nicht nur in Norwegen, sondern auch international Anerkennung gefunden, und auf der Bühne zeigt er, warum er als einer der intensivsten Live-Künstler Europas gilt: Jeder Ton, jede Nuance seiner Musik füllt den Raum und zieht das Publikum in seinen Bann. Um 20 Uhr im Mojo Club.
szene-hamburg.com
Θ FOFFTEIN
Raus aus der Kälte: Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard fliegt mit einer Wirtschaftsdelegation bis Sonnabend nach Indien. In Delhi, Mumbai und Bangalore – um die 30 Grad am Tag – sind Termine geplant.
welt.de
Heute ist der Tag der Mandel. Kommen Sie gut in die Woche und wir wünschen Ihnen einen schönen Montag.
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