„Hamburg schnurrt“, Ferlemann retunnelt, Bilanz nach Ausschreitungen, Sparen bei der Bildung, Block-Prozess auch in 2027

Guten Morgen: Problem. * Projekte. * Prozess. *

Θ HAMBURG

Bilanz nach Ausschreitungen: Bei der „Gen Z regelt“-Demonstration in Hamburg hat die Polizei knapp 130 Menschen festgenommen, darunter 43 Minderjährige. Zudem wurden zwölf Einsatzkräfte verletzt. Den Festgenommenen werden Angriffe auf Polizisten, Verstöße gegen das Versammlungsgesetz sowie das Werfen von Böllern vorgeworfen. Insgesamt waren 1.300 Beamte im Einsatz. Der Verfassungsschutz vermutet, dass Hunderte Anhänger linksextremistischer Gruppen an den Krawallen beteiligt waren. Die bundesweiten Organisatoren der Initiative distanzierten sich von Gewalt und Extremisten. Am Montagmorgen kam es zu einem weiteren Polizeieinsatz an der Universität Hamburg. Etwa 50 vermummte Teilnehmer einer zunächst nicht angemeldeten Demonstration skandierten in Hörweite der jüdischen Schule Parolen pro Palästina.
ndr.de, abendblatt.de, mopo.de (Sonntag), bild.de (Montag)

„Hamburg schnurrt, wenn du so was hinstellst“ Der ARD-Film „Benko – Size Does Matter“ beleuchtet den Aufstieg und Fall des österreichischen Immobilienunternehmers René Benko und den Elbtower-Skandal in Hamburg. Benko wird als charismatischen Geschäftsmann dargestellt, der mit großen Versprechen, persönlicher Nähe und Blendwerk einflussreiche Politiker und Investoren für seine Projekte gewann. Olaf Scholz und Klaus-Michael Kühne kommen nicht gut weg. Der Film ist eine satirisch-tragische Inszenierung der Ereignisse und in der Mediathek zu besichtigen. Davon ab sollte sich in den kommenden Wochen die Zukunft des Kurzen Olaf final klären. Der Senat scheint weiter die Lösung zu präferieren, das Naturkundemuseum im Stummel an den Elbbrücken unterzubringen. Die Anhandgabe des Elbtowers an das Konsortium um Immobilienunternehmer Dieter Becken soll bis Jahresende verlängert worden sein.
abendblatt.de

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Sparen bei der Bildung: Die Gymnasien und Oberstufen in Hamburg müssen sich auf mögliche Einsparungen einstellen. Der Senat plant, die sogenannte Basisfrequenz zu erhöhen. Diese soll in den Klassen sieben bis zehn von 24 auf 25 Schüler und in der Oberstufe von 22 auf 24 erhöht werden. Dadurch könnten Klassen und Kurse größer werden und zusätzliche Angebote könnten eingeschränkt werden. Die Schülerkammer kündigt mit der Kampagne „Eure Kürzung! Unser Aufstand!“ Proteste an. Auch die CDU fordert eine Sondersitzung des Schulausschusses, um die Folgen und das Einsparpotenzial der Pläne zu klären. Derweil hat die Hamburger Schülerkammer angekündigt unter dem Motto „Eure Kürzung! Unser Aufstand!“ gegen die Sparpläne des Senats zu mobilisieren..
welt.de, skh.de

Stromnetz noch lange überfordert: Da der Netzausbau nicht Schritt hält, lehnen die Hamburger Energienetze seit Montag neue Anschlussanträge von Großverbrauchern in der Regel ab. Betroffen sind Anlagen mit mehr als 1,5 Megavoltampere Leistung. Hamburgs Strombedarf wird sich bis 2040 nahezu verdoppeln können. Grund sind unter anderem Wärmepumpen, E-Autos und die Umstellung von Industrie und Wärmeversorgung auf Strom. Hauptproblem für das Netz sind fehlende Transformatoren in drei Umspannwerken, die für den Anschluss an das überregionale Stromnetz zuständig sind. Der Ausbau durch den Betreiber 50Hertz verzögert sich auf unbestimmte Zeit. Trotz milliardenschwerer Investitionen dürfte der Engpass noch Jahre bestehen.
abendblatt.de

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hinzundkunzt.de

Wetter heute: Wechselnd bewölkt mit Schauern bei sieben bis elf Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

Rund 1,22 Millionen Passagiere nutzten während der Herbstferien den Hamburger Flughafen. Besonders verkehrsreich war die Woche vom 12. bis 18. Oktober mit etwa 373.000 Fluggästen – ein Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein neuer Jahresrekord. Der besucherstärkste Tag war Freitag, der 16. Oktober, mit 57.140 Starts und Landungen. Trotz des hohen Andrangs verlief der Betrieb laut Flughafen reibungslos. Positiv hervorgehoben wurde die gute Nutzung der erweiterten Check-in- und Gepäckautomaten.
mopo.de

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Europa – von Wolf Achim Wiegand

Milliarden statt Sanktionen? Die US-Regierung unter Donald Trump drängt offenbar auf eine Rückkehr russischer Gaslieferungen nach Europa – ausgerechnet durch die Ukraine. Laut Wall Street Journal haben US-Sondergesandte den Vorschlag in Moskau und Kyjiw unterbreitet. Das Gas soll über einen US-Zwischenhändler verkauft werden. So könnten EU-Sanktionen umgangen und zugleich lukrative Geschäfte für US-Investoren ermöglicht werden. Washington hofft angeblich, Kremlchef Wladimir Putin mit milliardenschweren Einnahmen zu einer Pause bei Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur zu bewegen. In Europa stößt der US-Vorstoß wegen der Gefahr neuer Abhängigkeiten auf Widerstand.
wsj.com, reuters.com

Frostkost nicht resilient: In Dutzenden europäischer Supermärkte hat die Frühschicht nach dem Wochenende manipulierte Kühl- und Gefriertheken entdeckt – statt Minusgraden herrschten Warmhaltetemperaturen bis 50°C vor. Die Gleichzeitigkeit deutet auf einen gezielten Cyberangriff auf elektronisch gesteuerte Anlagen hin. Betroffen waren Geschäfte in Belgien, Luxemburg, Estland und Schweden, darunter die deutsche Spar-Gruppe. Zahlreiche Produkte mussten entsorgt werden. Es entstanden Millionenschäden, vereinzelt sogar Brände. Wer dahinter steckt ist bislang ungeklärt.
euronews.com

Putins langer EU-Arm: Erwartungsgemäß keine Begeisterung hat die Wahl der russlandfreundlichen Ilijana Jotowa als Präsidentin von Bulgarien ausgelöst. Die europäische Presse sieht das Ergebnis in dem EU-, NATO- und Euro-Land durchweg kritisch. Die 62-jährige Sozialistin und Ex-Journalistin hatte die Stichwahl mit 57,6 Prozent gegen ihren prowestlichen Herausforderer gewonnen. Sie lehnt Hilfen an die Ukraine ab, obwohl mehrere Handelsschiffe vor der Schwarzmeerküste durch mutmaßlich russische Drohnenangriffe getroffen worden sind. Jotowa führte einst mit die Nachfolgeorganisation der kommunistischen Staatspartei. Ihr Unterstützer ist der allein regierende Ministerpräsident Rumen Radew.
balkaninsight.com

„Ich freue mich darauf, unsere gemeinsame Arbeit fortzusetzen.“
Artig gratulierte EU-Chefin Ursula von der Leyen der Linksregentin in Sofia
x.vonderleyen

Θ STADT & LEBEN

Block-Prozess auch in 2027: Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder ist ein Streit über neue Beweisanträge entbrannt. Kurz vor Fristende reichte die Verteidigung 860 Seiten ein, davon 840 durch Anwalt Ingo Bott. Die Staatsanwaltschaft warf der Verteidigung eine Verschleppung des Verfahrens vor. Bott wies das zurück und verwies auf entlastende Hinweise. Besonders die Handydaten von Christina Block sollen belegen, dass sie zum fraglichen Zeitpunkt nicht am mutmaßlichen Treffpunkt mit den Entführern war. Die Vorsitzende Richterin kritisierte zudem die umfangreiche digitale Einreichung. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt und es werden Termine für das kommende Jahr abgesprochen.
welt.de, mopo.de, abendblatt.de, mopo.de

„Wir sind nicht das ausgelagerte Sekretariat der Anwälte.“
Die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt ist ungehalten angesichts der Strategie von Ingo Bott.

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Hamburgs Weg zur Klimaneutralität: Diskutieren Sie mit!
Wie kann Hamburg bis 2040 klimaneutral werden und zugleich wirtschaftlich stark und bezahlbar bleiben? Die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft lädt alle Interessierten herzlich zur 10. Podiumsdiskussion am 5. November ein. Impulse aus Kopenhagen liefert Karoline Liedtke-Sørensen vom Architekturbüro COBE. Auf dem Podium diskutieren Andreas Albrecht, Annika Rittmann und Sebastian Haß. Den Auftakt übernimmt Staatsrat Dr. Alexander von Vogel, die Moderation Matthias Iken.
Wann: 5. November 2026, 17 Uhr Wo: Ausbildungszentrum-Bau, Schwarzer Weg 3, Hamburg
Kostenlose Anmeldung
: events@hbaw.hamburg. Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit!

Spot on: Hamburg Startups – Goldener Oktober für Hamburger Startups: Nach Procuros, 1KOMMA5° und Rabot Energy konnten nun zwei weitere Unternehmen aus unserem Ökosystem erfolgreich abgeschlossene Finanzierungsrunden verkünden. MuRay sicherte sich 7,1 Millionen Euro, hansetherm sogar 10 Millionen Euro. Ein echter Erfolg trotz der Pokalniederlage gegen Eintracht Frankfurt danach war dagegen der erste HSV Tech & Innovation Day, vor allem für die drei Startups, die den Pitchwettbewerb gewannen: Visiolab, #IAMPLASTICFREE und COBACK. Mit dem Hamburg Global Innovators Circle (HHGIC) ist in den letzten zwei Jahren eine Community für englischsprachige Gründer:innen entstanden, die mittlerweile fast 600 Personen umfasst. Wie es dazu kam und was den HHGIC ausmacht, erklärt der Gründer Ben Arnon im Interview.
finanzierungsrunden, tech-innovation-day, hhgic

Restaurant-Tipp – La chance am Meer: Eiscafé, Pizzeria, Fischrestaurant – das La Chance am Meer in Kellenhusen will sich nicht so ganz festlegen. Die internationale Karte springt munter von Pasta und Pizza über Fisch bis zu Schnitzel und Köfte. Dazu gibt es einen hellen Gastraum mit Blick auf die Seebrücke. Ein klarer Lichtblick ist das Hähnchenbrustfilet mit Champignonsoße, von der unsere Tester keinen Tropfen übrig lassen. Weniger rund liefen dagegen das trockene Lachsfilet, der schleppende Service und die Karte, auf der am Testabend gleich mehrere Gerichte schon ausverkauft waren. Fazit: Ein Ostsee-Restaurant mit schöner Lage, das seine Chance noch nicht ganz nutzt.
genussguide-hamburg.com

Every man a king? Anlässlich der US-amerikanischen Midterm-Wahlen präsentiert Bernd Grawert vom Thalia Theater eine satirisch-musikalische Bestandsaufnahme der Vereinigten Staaten. Im Mittelpunkt stehen Songs des Singer-Songwriters Randy Newman, der seit den 1970er-Jahren mit Folk und Blues gesellschaftliche und politische Themen kritisch beleuchtet. Seine Lieder behandeln unter anderem die imperialistische Geschichte der USA, soziale Ungleichheit und den Mythos vom amerikanischen Traum. Ergänzt durch politische Textfragmente aus den USA verbindet der Abend Musik, Satire und politische Analyse – begleitet von einer kleinen Hoffnung auf Veränderung durch die Midterms. Thalia unterwegs, TONALi SAAL 19.30 Uhr.
szene-hamburg.com

Θ FOFFTEIN

Ferlemann retunnelt: Der Ideengeber für den Hamburger S-Bahn-Verbindungsbahnentlastungstunnel Enak Ferlemann wird als Experte zu einer Kommission zur Pünktlichkeitsoffensive der Deutschen Bahn geladen, die in Hamburg keinen guten Ruf geniesst. Der Tunnel ist ja wohl Geschichte und nun hat Ferlemann eine neue Idee für den Deutschland Takt. Er regt in der Kommission „Robuster Fahrplan“ an, den Fernbahntakt zwischen Hamburg und Berlin drastisch zu reduzieren, damit die einzelnen Züge auf der bestehenden historischen Verbindungsbahn pünktlicher werden.
abendblatt.de

Heute ist der Hubertustag. Wir wünschen Ihnen einen schönen Dienstag.

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