Guten Morgen: Sicherlich. *
Θ HAMBURG
Kriminalstatistik verbessert sich: SPD-Innensenator Andy Grote und Polizeipräsident Falk Schnabel sprechen von einer Trendwende bei der Kriminalität. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2025 sind die Straftaten in Hamburg deutlich gesunken: Mit 213.596 Fällen gab es 11.317 weniger als im Jahr 2024. Fast jede zweite Tat wurde aufgeklärt. Die Gewaltdelikte – ein Drittel davon in den Stadtteilen St. Pauli und St. Georg – gingen um 5,4 Prozent auf 8.514 zurück. Raub, Körperverletzung sowie Diebstähle nahmen ab, auch Wohnungseinbrüche sanken stark. Die Zahl der Tötungsdelikte und Vergewaltigungen stieg jedoch an. Die Häufigkeitszahl liegt bei 11.468 Straftaten pro 100.000 Einwohnern – das Risiko, Opfer zu werden, ist insgesamt gesunken. CDU und Bund Deutscher Kriminalbeamter kritisieren jedoch, dass Statistiken allein keine Sicherheit schaffen.
welt.de, abendblatt.de, ndr.de
„Hamburg ist eine sichere Stadt.“
SPD-Innensenator Andy Grote zieht eine gute Bilanz.
abendblatt.de
„Deutschland blamiert sich“: Verkehrssenator Anjes Tjarks zieht ein bitteres Fazit zur Infrastrukturerhaltung in Deutschland – vor allem im Bereich Schiene – gezogen und fordert ein zügiges Umdenken. Helfen soll dabei ein Gutachten des Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, das zwei Entwicklungspfade beschreibt. Für Hamburg kommt aufgrund des Klimaentscheids und den Anforderungen des Hamburg-Takts wohl nur das Modell „Deutschlandangebot 2040“ in Betracht. Dabei wird unter anderem die Elektrifizierung beschleunigt und die Taktung erhöht. Das soll mehr Nutzer in den öffentlichen Nahverkehr locken, was wiederum für weniger fossile private Verbrenner sorgen soll. – Hier denkt Tjarks auch an Abwrackprämien – Billig wird auch der Weg des Hamburger ÖPNV nicht. Etwa 170 Millionen Euro zusätzlich im Jahr kostet der Plan; knapp 100 Millionen Euro mehr als die unambitioniertere Variante.
Adlerauge, bewegt-uns-alle.de
„50 Prozent Pünktlichkeit ist nicht das Ende der Fahnenstange.“
Verkehrssenator Anjes Tjarks hält ein Plädoyer für bessere Infrastruktur.
Adlerauge
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„Ich wurde zum Klassensprecher gewählt und nach sechs Wochen wieder abgesetzt, weil ich selbst zu unruhig war.“, erzählt Ole von Beust in der neuen Folge von „Wie ist die Lage?“. Hamburgs ehemaliger Bürgermeister spricht über sein Buch zu politischen Floskeln, seine Haltung zu einem möglichen Nordstaat und teilt persönliche Einblicke aus seinem Alltag. Neue Folgen von „Wie ist die Lage?“ gibt es jeden Freitag um 12 Uhr und immer samstags, 11 Uhr, bei ahoy Radio sowie auf allen gängigen Streaming-Plattformen. „Wie ist die Lage?“ – Der wöchentliche Blick auf Hamburg mit Lars Meier und wechselnden Gästen aus Politik, Kultur, Sport und Wirtschaft.
Musikwirtschaft will mehr Förderung: Begründet wird das mit jährlich rund 1,2 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung, weil Hamburg als Deutschlands „Musikhauptstadt“ gilt. Hinzu kommen knapp eine Milliarde Euro Tourismuseinnahmen durch Konzerte, Musicals und Festivals. Musik ist laut Branchenverband wichtigster Reisegrund und wird von 84 Prozent der Inlandsreisenden als besonders attraktiv bewertet. Um international zu den Top-5-Musikstandorten zu zählen, fordert Hamburg Music mehr Fördermittel und einen zentralen Erlebnisort auf St. Pauli. Trotz stark gestiegener Einnahmen aus der Kultur- und Tourismustaxe fließt bisher nur ein kleiner Anteil in die Musikförderung. Der Verband spricht von einer nötigen „Kulturdividende“ und fordert Investitionen in innovative Angebote, besonders für junge Zielgruppen.
welt.de, abendblatt.de
Wiedersehen im Volkspark: Am Sonnabend um 15.30 Uhr ist Union Berlin zu Gast im Volksparkstadion. Deren Trainer Steffen Baumgart kehrt damit an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück. Der HSV hofft auf seine Heimstärke und drei Punkte gegen die Berliner, die zuletzt schwache Leistungen gezeigt haben. Bei einem Sieg im 1887. Spiel der Bundesliga-Geschichte zieht der im Jahr 1887 gegründete HSV in der Tabelle an Union vorbei. Zur gleichen Zeit tritt der FC St. Pauli bei Bayer Leverkusen an und muss trotz seiner Auswärtsschwäche dringend punkten. Aufgrund ihrer mangelnden Offensivkraft sieht eine Statistik die Kiezkicker schon als kommenden Absteiger.
hsv.de (HSV), ndr.de (FCSP)
„Bild legt Rechtsmittel ein“
Das Blatt darf nach einem Urteil des Landgerichts Hamburg nicht mehr verbreiten, dass der Ex-HSV-Vorstand Stefan Kuntz wegen eines schwerwiegenden Fehlverhalten gegenüber Frauen den Verein verlassen musste. Der HSV-Aufsichtsrat hatte die Geschichte vor Erscheinen bestätigt.
bild.de
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Blutiger Boden – Die Tatorte des NSU: Süleyman Taşköprü wurde am 27. Juni 2001 in seinem Lebensmittelladen in der Schützenstraße in Altona von zwei Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ermordet. Er war eines von zehn Todesopfern einer brutalen Anschlagsserie, die zwischen 2000 und 2007 in acht deutschen Städten verübt wurde. Die Künstlerin Regina Schmeken besuchte die Tatorte des NSU. Ihre großformatigen Schwarzweißaufnahmen zeigen die verstörende Normalität der Schauplätze von Hass und Gewalt inmitten deutscher Städte. Das Altonaer Museum erinnert an die Opfer.
shmh.de
Viele Demonstrationen: Am Sonnabend finden sechs Demos statt mopo.de
Menschliche Posten: HPA sichert Bahnübergang im Hafen nach Zusammenstoß mopo.de
40 Flüge ausgefallen: Nur vier Flüge der Lufthansa gingen am Donnerstag ab Hamburg in die Luft ndr.de
Wochenend-Wetter: Freitag Schneefall, am Wochenende bewölkt bei null bis minus vier Grad wetter.net
Θ ZAHL DES TAGES
621.468 Mitglieder sind 2026 in Hamburger Sportvereinen organisiert. Der Zuwachs von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist ein Rekordwert für die 864 Vereine: Es kamen 38.538 neue Mitgliedschaften hinzu. Auch bei den Kindern und Jugendlichen wurde mit 176.855 Mitgliedschaften ein Höchststand erreicht. Die Zahl der weiblichen Mitglieder steigt auf 210.869.Den größten Zuwachs unter den Vereinen verzeichnen der HSV (+24.835) und der FC St. Pauli (+6.114). Die stärksten Zuwächse bei den Sportarten verzeichnen Kickboxen, Cheerleading und der Fußballverband.
ndr.de
Europa – von Wolf Achim Wiegand
Am Anfang war das Chaos: Knappe Parkplätze verzögerten die Anreise einiger EU-Staats- und Regierungschefs zur Wirtschaftsklausur auf Wasserschloss Alden Biesen in belgischen Landen. Die Missstimmung war aber beim Lunch mit Nordsee-Seezunge mit Gerstenrisotto wieder verflogen – zumal Polen-Premier Donald Tusk Doughnuts für alle mitgebracht hatte. Im Beisein geladener Industrieller kam man schnell zu den großen Polithappen: Wie kann Europa wettbewerbsfähiger werden? Die EU-Kommission schlug u.a. vor, das Label „Made in EU“ künftig auch vertrauenswürdigen Partnerländern wie Großbritannien oder Japan zu erlauben. Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte darauf Appetit, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eher nicht. Bindende Beschlüsse gab es nicht.
rnd.de, dihk.de
Kriegstüchtig, oder nicht? Ist Europa im Konfliktfall stark genug, um einem Gegner kriegerisch zu trotzen? Die Meinungen gehen auseinander. Pessimistische Experten verweisen angesichts der Vorbereitungen für die NATO-Operation „Arctis Sentry“ darauf, dass Russland in der Region über 40 Eisbrecher vor Ort habe – „Europa keinen”. Ein wichtiger Umstand, weil die Kontrolle der Arktis eisfrei gewordene Schifffahrtswege, Rohstoffzugänge und militärische Optionen betrifft. Differenzierter sieht das der einstige US‑General und ehemalige NATO-Befehlshaber Ben Hodges. Er meint: Europa und seine Verbündeten würden Russland insgesamt gesehen militärisch „bei weitem überragen.“ Es gäbe „keinen Grund, warum Russland Europa bedrohen können sollte.“
n-tv.de, merkur.de, szru.gov.ua
Germany, geh Du voran! Deutschland steht bei der heute beginnenden Münchner Sicherheitskonferenz so stark im Fokus, wie lange nicht mehr. Beobachter stellen übereinstimmend fest, dass Europas sicherheitspolitische Debatte schon jetzt stark vom Blick auf die Bundesrepublik geprägt ist. Berlin gilt vielen im Ausland als politisch und wirtschaftlich stabiler Akteur, dessen Beitrag zur europäischen Abschreckung und Verteidigung entscheidend ist. So sei es eine „Schicksalsfrage“ für Europas Rolle in einer instabilen Welt, ob Berlin die Kontinentalsicherung aktiv mitgestalte oder erneut zögere, schildert das Handelsblatt.
handelsblatt.com, deutschlandfunk.de
„Europa war Nutznießer der starken USA? Wir sollten dieser falschen Erzählung nicht glauben. Tatsächlich haben die Amerikaner den Europäern nichts geschenkt.“
Gegen Europas „falschen Schuldkomplex“ argumentiert Moritz Weiß, Sicherheitsexperte, in der neuen ZEIT-Ausgabe.
zeit.de
Θ STADT & LEBEN
„Prozess gegen Deutschland“: Zum Finale des politischen Festival „Lessingtage“ inszeniert das Thalia Theater mit Milo Rau von Freitag an den dreitägigen „Prozess gegen Deutschland“: Ein AfD-Verbotsverfahren wird als theatrales Prozessformat realitätsnah auf der Bühne durchgespielt – ohne Schauspieler, aber mit Expertinnen, Juroren und prominenten Beteiligten wie Ex-Justizministerin Däubler-Gmelin als Richterin. Eine echte Jury aus Hamburger Geschworenen fällt ein Urteil. Verhandelt werden „rechtspopulistische Strömungen, die Verantwortung der großen Tech-Konzerne sowie ein Verbot der AfD“. Die Aufführung wird im Livestream übertragen.
abendblatt.de, deutschlandfunk.de, thalia-theater.de
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Kitz4Kids e.V. hilft Hamburger Kindern: In Hamburg ist jedes 5. Kind von Armut betroffen. Mangel, Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit prägen das Umfeld dieser Kinder. Hamburger Firmen, aber auch Privatpersonen wollen mit der Initiative Kitz4Kids helfen. Soziale Einrichtungen sind auf Zuwendungen angewiesen, um den Kindern zu helfen, da öffentliche Mittel begrenzt zur Verfügung stehen. Mit der Unterstützung unserer Förderer helfen wir unterschiedlichen Einrichtungen im Hamburger Raum ihre tägliche Arbeit für Kinder zu erleichtern. Was Sie tun können: Jede noch so kleine Spende kann helfen.
kitz4kids.de/ihre-hilfe
Restaurant-Tipp – Lecker in Ottensen: Mitten in Ottensen sitzt das Restaurant Kleine Brunnenstrasse 1. In der kleinen Nebenstraße kann man sich unter der rotfarbenen Markise umsäumt von Grün stundenlang einnisten. Hier kocht Andreas Steinwandt vorrangig norddeutsche, mediterran inspirierte und saisonale Küche auf hohem Niveau.
genussguide-hamburg.com
„Narben im Kopf“: Die renommierte Designerin Anna C. Becker erlitt vor knapp 14 Jahren einen schweren Schlaganfall, der zu ihrer halbseitigen Lähmung und dem Verlust der Sprach-Fähigkeit führte. Trotz dieser massiven Beeinträchtigung arbeitete sie sich mit ihren Werken konsequent wieder ins Leben zurück. Ihre Kreativität drückt sich in zahlreichen Zeichnungen, Collagen und Skulpturen aus, die einerseits Zeugnis ihrer Krankheit und schweren Beeinträchtigung sind, andererseits als ästhetische Positionen hohen künstlerischen Rang beweisen. Vernissage um 19 Uhr im Atelier Gausz.
hamburg-tourism.de
Θ FOFFTEIN
Heute ist der Tag vor dem Valentinstag. Kommen Sie gut durch den Freitag und wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende. Am Montag lesen wir uns wieder.
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