Olympischer Tag, Eine Chance für alle, Letzter Tag OMR, You’ll Never Watch Alone

Guten Morgen: Vision. * Disziplin. * Resilienz. *

Θ HAMBURG

Olympischer Tag: In der Bürgerschaft warb Bürgermeister Peter Tschentscher für Olympische und Paralympische Spiele und sprach von einer „historischen Chance“. Es gehe um Zusammenhalt und Werte, die das Selbstbild der Stadt prägen. Das Hamburger Konzept setze auf Nachhaltigkeit, Inklusion und die Förderung des Sports. Unterstützung kommt neben den Grünen auch von der CDU. Ein emotionaler Fraktionschef Dennis Thering hofft wie Tschentscher auf ein „Ja“ beim Referendum am 31. Mai. Linke und AfD sagen „Nein“, vor allem wegen der hohen Kosten und der unklaren Sicherheitsausgaben. Kurz vor der Debatte verschickten 27 Interessenvertretungen der Wirtschaft ein klares Bekenntnis für die Spiele. Sie sehen darin Chancen für Infrastruktur und Wertschöpfung.
welt.de, ndr.de, abendblatt.de (Bürgerschaft), welt.de, abendblatt.de (Wirtschaft)

Hamburg könnte für ein modernes und offenes Land stehen, so wie die Elbphilharmonie.
Auch Kultursenator Carsten Brosda unterstützt die Olympia-Ambitionen.
abendblatt.de

„Eine Chance für alle“: Nachdem die Premiere der wirklich sehenswerten olympischen Drohnenshow im Februar nur ein ausgewähltes Publikum erreicht hat, soll sie beim Hafengeburtstag einem breiten Publikum präsentiert werden. Am Freitag soll der Himmel über dem Hafen mit der spektakulären Vorführung für alle erleuchtet werden. Ab 22 Uhr werden über 1.100 Drohnen rund 15 Minuten lang olympische und paralympische Motive, Hamburg-Symbole sowie Botschaften wie Frieden, Vielfalt und Respekt in den Himmel malen. Hunderttausende Zuschauer werden erwartet. Die Show soll Hamburgs Bewerbung für Olympische Spiele unterstützen. Auch am Sonnabend wirbt das Olympia-Team im Hafen bei „Elbe in Concerts“ mit Gästen aus dem Sport und Showeinlagen um Stimmen.
abendblatt.de, Adlerauge

Anzeige
Die Bewerbungsfrist für den Hamburg Innovation Award (HHIA) 2026 wurde verlängert! In drei Kategorien – Ideation, Start und International Founders – werden herausragende, unternehmerischer Talente und frühphasige Innovation in der Metropolregion Hamburg ausgezeichnet. Alle Finalist*innen pitchen live auf der Bühne des Hamburg Innovation Summit (HHIS). Auf die drei Gewinner*innen-Teams warten außerdem attraktive Preise. Bewerbungen sind noch bis zum 10. Mai möglich: hhia.hamburg

„Wir wollen Olympische Spiele haben!“ Am zweiten und letzten Tag der Digitalmesse OMR Festival sicherte SPD-Vizekanzler Lars Klingbeil zu, dass der Bund (wer das dann auch sein wird) in jedem Falle die Finanzierung möglicher Olympischer Spiele unterstützen werde. Er lobte die Hamburger Bewerbung und rief zu mehr Mut für Großprojekte auf. Die Messe zog rund 70.000 Besucher an und bot am letzten Tag weitere prominente Auftritte, etwa von Ex-Model Heidi Klum und Sportler Tom Brady, die beide Disziplin als Erfolgsfaktor betonten. Klum sorgte zudem mit ihrem Hund für Aufmerksamkeit. Veranstalter Philipp Westermeyer kann ein zufriedenes Fazit des Festivals ziehen.
mopo.de, ndr.de, abendblatt.de

Pünktlich sein, länger bleiben als andere, sich nicht mit Mittelmaß zufriedengeben.
Ex-Footballer und US-Superstar Tom Brady teilt das Erfolgsgeheimnis mit der Unternehmerin Heidi Klum.
welt.de

Umstrittene Veranstaltungen: Die Ditib-Kulturtage in Bergedorf sorgen weiterhin für Kritik. Nachdem umstrittene, teils antisemitische Prediger ausgeladen wurden, rückt nun das Logo der türkischen Staatsbehörde YTB auf dem Veranstaltungsplakat in den Fokus. Dies wirft Fragen nach politischem Einfluss aus Ankara auf. Auch an anderen Orten wächst die Sorge über Antisemitismus. So sollte ein Anti-Israel-Camp an der Moorweide stattfinden, die den Nationalsozialisten als Sammelpunkt für zu deportierende Juden diente. Ein Polizeisprecher erklärte, dass die Versammlungsbehörde die Nutzung der Moorweide aufgrund ihres besonderen historischen Hintergrunds untersagt habe.
welt.de (Bergedorf), abendblatt.de (Moorweide)

KI in der Justiz: Am Ende soll weiter ein menschlicher Richter stehen, aber im Verfahren wird sich viel ändern abendblatt.de
Übersicht über Bauprojekte: Stadt sieht sich beim kostenstabilen Bauen auf gutem Weg ndr.de

Wetter heute: Wechselnd bewölkt bei sieben bis 17 Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

Platz eins: Hamburg nimmt im Vergleich der Bundesländer eine Spitzenposition auf dem Weg zur Digitalisierung ein und führt das Ranking des Branchenverbands Bitkom, das alle zwei Jahre veröffentlicht wird. Besonders gut schneidet die Hansestadt bei digitaler Infrastruktur und in der Digitalwirtschaft ab. In den Bereichen Verwaltung und digitale Gesellschaft liegen hingegen Hessen und das Saarland vorn. Auf Platz zwei folgt erneut Berlin: Trotz leichter Rückgänge bleibt die Hauptstadt insgesamt stark bewertet, vor allem dank vieler Start-ups und einer hohen Dichte an IT-Unternehmen.
welt.de

Anzeige
Werben im Hamburger Tagesjournal
Hier könnte Ihre Anzeige an die Stadtgesellschaft stehen. Für eine einmalige Textanzeige berechnen wir 240 Euro. Veranstaltungsanzeigen kosten 195 Euro. „Mit 43.000 Abonnentinnen und Abonnenten und einer Öffnungsrate von 40 % liefert die Publikation messbar bessere Engagement-Werte als jedes klassische Nachrichtenmedium in der Stadt — die digitalen Riesen eingeschlossen„, schreibt die KI Agentin der führenden Digitalagentur Serviceplan. Rabatte bei Mehrfachschaltungen sind verhandelbar. Mehr Infos

Europa – von Wolf Achim Wiegand

Dramatischer Appell: Finnland-Präsident Alexander Stubb hat in ungewöhnlich deutlichen Worten davor gewarnt, dass die Zeit für den Aufbau einer europäischen Verteidigung schon bald vorbei sein könnte. In einem Interview nannte er ein sehr begrenztes Zeitfenster von möglicherweise nur noch fünf Jahren. Hintergrund sei eine zunehmend instabile Weltlage mit wachsendem Druck durch Russland, geopolitischen Verschiebungen und unsicheren transatlantischen Beziehungen. Es brauche deutlich mehr Tempo bei der europäischen Integration, insbesondere im Bereich Verteidigung und militärischer Fähigkeiten.
welt.de

Wir stehen unter Sicherheitsdruck durch Russland, und das wird nicht nachlassen
Finnland-Präsident Stubb hat eine 1.340 km lange Grenze mit Putin-Land.

Noch ein Appell: Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert umfassende Reformen der Europäischen Union. Nur so könne deren Handlungsfähigkeit in einer zunehmend konfliktreichen Welt stärker werden, sagte der CDU-Politiker in einer Grundsatzrede. Besonders kritisch äußerte sich der Außenminister zum EU-Einstimmigkeitsprinzip. Es blockiere wichtige Entscheidungen und lähme die EU in außen- und sicherheitspolitischen Fragen. Besser sei ein System qualifizierter Mehrheiten. Zugleich forderte Wadephul institutionelle Neuerungen wegen möglicher EU-Erweiterungen – mehr Mitglieder überforderten das bisherige System.
taz.de

Armutsbekämpfung: Die Europäische Union hat erstmals eine umfassende Strategie zur Bekämpfung von Armut vorgelegt. Ziel ist es, die soziale Lage in Europa langfristig zu verbessern. So soll die Zahl der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Europäer bis 2030 deutlich sinken. Im Jahre 2050 soll es praktisch keine Armut mehr in der EU geben. Erreicht werden sollen die Ziele durch mehr Beschäftigung, bessere soziale Absicherung und gezielte Unterstützung für besonders betroffene Gruppen. Schwerpunkt: Kinder – jedes vierte EU-Kind ist derzeit armutsgefährdet.
zeit.de

Θ STADT & LEBEN

MS Stubnitz hat neuen Liegeplatz: Das denkmalgeschützte Kultur- und Musikschiff soll am Baakenhöft in der HafenCity anlegen. Der Platz nahe der Elbbrücken muss erneut wegen Lärmschutz aufgegeben werden. Die Kulturbehörde und weitere städtische Akteure einigten sich mit den Betreibern auf den neuen Standort am Cruise Center Baakenhöft, wo die neue Kühne-Oper entstehen soll. Dort kann das Schiff ab Oktober 2026 festmachen, zunächst mindestens bis zum ersten Quartal 2028, abhängig vom geplanten Bau einer neuen Oper. Die 1964 gebaute MS Stubnitz dient seit 1992 als gemeinnütziger aber auch lauter Kulturort, weswegen die Liegeplätze in der wachsenden  HafenCity mehrfach verschoben wurden. Ob eine dauerhafte Nutzung des neuen Liegeplatzes im Einklang mit der Oper möglich ist, wird ergebnisoffen geprüft.
abendblatt.de, mopo.de

Anzeige
„Jenischpark. Unerzählte Geschichten seit 1785“: Der Jenischpark zählt zu den schönsten und beliebtesten Grünanlagen Hamburgs. Das Buch „Jenischpark. Unerzählte Geschichten seit 1785“, das von der Stiftung Historische Museen Hamburg herausgegeben wurde, beleuchtet die vielfältige Vergangenheit des Parks – von europäischen Kolonialverflechtungen über bedeutende Orchideensammlungen bis hin zu politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts. Atmosphärische historische und aktuelle Fotografien zeigen die Flora und Fauna sowie die Entwicklung von Nutzung und Architektur. Ergänzt durch Karten und eine Chronologie lädt das Buch dazu ein, die verborgenen Geschichten hinter der idyllischen Landschaft zu entdecken und die Stadtgeschichte, Gartenkunst und Natur Hamburgs neu zu erleben.
shmh.de, dugverlag.de

Restaurant-Tipp – Süßes, Salziges und Schönes: Im Café Schmidt Elbe von Schmidt & Schmidtchen in Hamburg-Altona verbindet sich moderne Café-Bäckerei mit Hafenflair. Das Konzept umfasst Frühstücksangebote, Backwaren aus eigener Produktion und Kaffee aus hauseigener Röstung. Der Fokus liegt auf bio-zertifizierten Zutaten, süßen und herzhaften Speisen sowie einem schnellen, freundlichen Service in urbaner Lage nahe der Elbe.
genussguide-hamburg.com

You’ll Never Watch Alone: Die Schau im Bucerius Kunst Forum präsentiert das facettenreiche Wirken von F. C. Gundlach (1926-2021) – dem Fotografen, Galeristen, Sammler, Unternehmer und Netzwerker. Gezeigt werden über 200 Exponate: von legendären Magazin-Covern über bisher ungezeigte Schwarz-Weiß- und Farbaufnahmen bis hin zu Werken seiner Weggefährt:innen, Vorbilder und Nachfolger:innen wie Richard Avedon, Erwin Blumenfeld, Regina Relang, Cindy Sherman und vielen anderen. Die Ausstellung findet im Rahmen der 9. Triennale der Photographie Hamburg 2026 statt. Eröffnung um 19 Uhr.
kunstflaneur.de, buceriuskunstforum.de, welt.de

Θ FOFFTEIN

Bewegende Worte: Die Hamburgische Bürgerschaft gedachte an den 8. Mai 1945, dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und der Befreiung vom Nationalsozialismus. Die Holocaust-Überlebende Helga Melmed appellierte an gegenseitiges Verständnis und mahnte, aus der Geschichte zu lernen, statt Hass zu schüren. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit warnte vor einem zunehmenden Erstarken von Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus und Verschwörungserzählungen und betonte die wachsende Bedeutung von Gedenkarbeit.
ndr.de

Heute ist der große Übersee-Tag. Wir wünschen Ihnen einen schönen Donnerstag.

Wenn Ihnen das Hamburger Tagesjournal am 7. Mai gefallen hat, empfehlen Sie uns gerne weiter; einfach diese Mail an Kollegen und Freunde schicken und auf tagesjournal.de anmelden.

Werben Sie für Ihr Unternehmen oder Ihre Veranstaltung im Hamburger Tagesjournal. Schreiben Sie uns, wir beraten Sie gerne. hamburg@tagesjournal.de

Add Comment