Reden über Künstliche Intelligenz, Reden über Olympische und Paralympische Spiele, Reden über die Vergangenheit

Guten Morgen: Technik. *

Θ HAMBURG

Reden über KI: Das Thema dominierte am ersten Tag der Digitalmesse OMR. Zur Eröffnung betonte Digitalminister Karsten Wildberger die Chancen dieser neuen Technologie. Er ist sich aber auch der großen Herausforderungen für die Gesellschaft bewusst. Rolf Schumann, CEO von Schwarz Digits, die das deutsche KI-Zentrum werden will, kritisierte, dass die Gesellschaft nicht ausreichend für die Veränderungen sensibilisiert ist, die in allen Lebensbereichen bevorstehen. Mit viel Mut und Anpassungswillen sehe er aber auch Chancen. Seine Chance hat das Start-up Helsing bereits genutzt, um autonome Waffensysteme mit KI zu entwickeln. Gründer Torsten Reil erwartet in der Zukunft Kriege von Maschinen statt Menschen. Auch die neue Otto-Chefin Petra Scharner-Wolff erkennt die Möglichkeiten, denn E-Commerce, ergänzt um KI, schafft schöne Einkaufswelten. „Independence Day“-Regisseur Roland Emmerich sieht neue Möglichkeiten für das Filmbusiness, aber auch wirtschaftliche Verwerfungen. Verhindern könne man KI ohnehin nicht.
ndr.de, abendblatt.de, mopo.de, welt.de, omr.com

Den hab ich gebaut.
Messebauer Detlev Siebold hat in digitalen Zeiten noch gut zu tun und baute der BILD die OMR-Bühne.
bild.de, siebold-hamburg.de

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Die Bewerbungsfrist für den Hamburg Innovation Award (HHIA) 2026 wurde verlängert! In drei Kategorien – Ideation, Start und International Founders – werden herausragende, unternehmerischer Talente und frühphasige Innovation in der Metropolregion Hamburg ausgezeichnet. Alle Finalist*innen pitchen live auf der Bühne des Hamburg Innovation Summit (HHIS). Auf die drei Gewinner*innen-Teams warten außerdem attraktive Preise. Bewerbungen sind noch bis zum 10. Mai möglich: hhia.hamburg

Reden über Olympia: Am Mittwoch wird Bürgermeister Peter Tschentscher in der Bürgerschaft eine Regierungserklärung zum Thema Olympia halten. Bislang hatte er sich dazu im Parlament nicht geäußert, bei seinen Auftritten in den Bezirken soll er jedoch sehr engagiert gewesen sein. Auch die Kanzlei DLA Piper, die Olympische Spiele juristisch begleitet, engagiert sich für Olympia. Bei deren Veranstaltung am Dienstag äußerte sich der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes, Otto Fricke, zum Ablauf der Bewerbung für die deutsche Teilnahme. Zunächst muss allerdings eine Mehrheit beim Referendum am 31. Mai erreicht werden. Die Versammlung Ehrbarer Kaufleute (VEEK) will dazu beitragen und veranstaltet am Freitag ein Frühstück unter dem Motto „Ehrbares Olympia? So machen wir das!”. Es soll ein Ausblick auf die kulturelle Vielfalt durch Olympia gegeben werden. Zu den Gästen zählen der Musiker Joja Wendt, die Schauspielerin Sandra Quadflieg und FC St. Pauli Präsident Oke Göttlich.
hamburgische-buergerschaft.de (Politischer Livestream ab 13.30 Uhr), VEEK (Olympisches Frühstück)

Vielleicht ja ein neues Sportinstitut stattdessen.
Den Verlierern soll die Niederlage erträglich gemacht werden, schlägt DOSB-Chef Otto Fricke vor. Das würde aber auch in Hamburg nur kommen, wenn das Referendum eine Zustimmung signalisiert.

– Gastbeitrag – Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten –
Wenn sich die norddeutsche Verwaltung von Microsoft lossagt, dann ist das ganz im Sinne von Digitalminister Karsten Wildberger. Er lobte die Anstrengungen in Schleswig-Holstein und Hamburg, auf die Open-Source-Lösung Open Desk zu setzen, im Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten als „mutig“. Der CDU-Politiker schilderte, wie er den Staat modernisieren will – vom Personalausweis auf dem Handy bis zur einheitlichen Deutschland-App. Dafür hofft er auf zusätzliche Kompetenzen: Wer über alle Ministerien für digitale Effizienz und entsprechende Milliarden-Einsparungen sorgen soll, brauche dafür schlagkräftige Instrumente. Gelingt das, hat sich für den Spitzenmanager der Wechsel aus der Wirtschaft in die Politik auch persönlich bezahlt gemacht. Schließlich sei er aus der Wirtschaft in die Politik gewechselt, um etwas zu bewegen.
clubhamburgerwirtschaftsjournalisten

„Das ganze Ding war eine riesige Kacke.“: Am 49. Verhandlungstag sagte Privatdetektiv Kevin D. zu einem Einsatz im November 2022 in Dänemark aus. Gemeinsam mit Christina Block, Angehörigen, einem Kinderpsychologen und weiteren Detektiven sollte er deren Kinder beobachten und ein Treffen ermöglichen. Der Plan scheiterte früh, da die Gruppe von der Polizei aufgegriffen wurde. D. betonte, es habe sich nicht um eine Entführung gehandelt, sondern um ein Gesprächsangebot. Er wurde kurzzeitig festgenommen; ein Messer zum Brotschneiden wurde als „Dolch“ gewertet. Rückblickend fasst er das Geschehen ganz gut zusammen.
mopo.de

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Mehr Sichtbarkeit für Ihre Expertise: Sie sind richtig gut in Ihrem Job, doch außerhalb Ihres Teams weiß das niemand? Sie würden gerne mal auf einer Bühne sprechen oder sich für eine Beförderung positionieren? Dann ist jetzt der richtige Moment, Ihre Expertise sichtbar zu machen – statt darauf zu warten, entdeckt zu werden. Gerade in unsicheren Zeiten kann Sichtbarkeit ein entscheidender Faktor für Ihre Jobsicherheit sein. Die Hamburg Media School bietet Ihnen einen kompakten Einsteiger-Workshop, der Sie als Fach- oder Führungskraft dabei unterstützt, Ihre Positionierung zu schärfen und Ihre Expertise bekannter zu machen. Am 2. und 3. Juni als Online-Seminar – zum Schnupperpreis. Zur Anmeldung.

Wetter heute: Bewölkt bei sechs bis 13 Grad wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

42 Beleidigungen gegen Politiker in Hamburg wurden 2025 registriert. 2022 wurden nur 12 Fälle aktenkundig. Ein Paragraf sieht höhere Strafen gegen Verleumdung von Politikern vor, die seit 2026 als Verleumdung gilt und zudem als Staatsschutzdelikt eingeordnet wird. Politisch ist die Regel umstritten. Zwar sollen Mandatsträger geschützt werden, doch viele Verfahren verlaufen im Sande. Wenige Anklagen und zahlreiche Fälle wurden eingestellt. CDU-Bürgerschaftsvizepräsidenten André Trepoll zweifelt daher am Nutzen der Sonderregel, auch wegen überlasteter Justiz, und stellt ihre Abschaffung zur Debatte.
mopo.de

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Europa – von Wolf Achim Wiegand

Autos zu Panzern? Europas in Not geratene Autoindustrie flirtet derzeit mit der Rüstungsbranche. In Berichten werden vor allem zwei Firmen genannt. So führt Volkswagen fortgeschrittene Gespräche mit dem israelischen Iron-Dome-Hersteller Rafael. Er könnte das ausgediente Werk in Osnabrück übernehmen und dort Raketenkomponenten bauen. Der französische Kfz-Konzern Renault arbeitet bereits mit einem Start-up an Militärdrohnen. Experten warnen allerdings vor überzogenen Erwartungen. Das Know-how über hoch entwickelte Fertigungslinien, komplexe Lieferketten und Ingenieurskompetenz allein befähige noch längst nicht zum Bau hochkomplexer Militärgüter.
breakingdefense.com mena-watch.com

Pakt mit Rechtsaußen: Die pro-europäische Regierung des EU- und NATO-Mitgliedes Rumänien unter dem Nationalliberalen Ilie Bolojan ist nach weniger als einem Amtsjahr durch ein Misstrauensvotum gestürzt worden. Dazu hatten sich die bislang mitregierenden Sozialdemokraten (PSD) mit der rechtsradikalen Partei AUR verbündet. Hintergrund ist Kritik an Bolojans Sparpolitik sowie an der geplanten Privatisierung staatlicher Unternehmen. Rumänien droht eine politische Hängepartie. Sollte Präsident Nicușor Dan keine neue Nr. 1 in Bukarest durchbringen, sind Neuwahlen möglich. Dan will keinen Kandidaten benennen, der von den Rechtsextremisten getragen wird.
welt.de

Die Bereitschaft der Sozialdemokraten, sich mit Rechtsextremen zusammenzuschließen, hat europaweit Besorgnis ausgelöst
Alex Șerban von der Denkfabrik Atlantic Council nennt es beim Namen
atlanticcouncil.org

Singen mit Terrorgefahr: Die Sicherheitslage rund um den 70. Eurovision Song Contest übernächstes Wochenende in Wien ist so angespannt, wie nie zuvor. Österreich führt schon seit Längerem extreme Schutzmaßnahmen für das weltweit größte TV-Musikevent durch. Einheiten der Polizei-Spezialeinheit Cobra haben die Wiener Stadthalle zur Hochsicherheitszone gemacht – mithilfe des FBI. Sie kalkulieren Anschläge und politische Proteste ein. Grund: Massive islamistische Drohungen gegen Israels Sänger Noam Bettan („Michelle“), der seit Ankunft mit Team scharf bewacht wird. Mehrere Länder boykottieren den ESC2026 wegen angeblicher Verbrechen israelischer Militärs im Abwehrkampf gegen arabische Terroristen.
bild.de, t-online.de, youtube.com

Θ STADT & LEBEN

Everybody Calls Redjo: Ein abgelegenes Bergdorf leidet unter Abwanderung, Handwerker fehlen. Redjo ist der letzte Allrounder und hilft bei allen Aufgaben – vom Renovieren bis zum Haushalt. Deshalb gilt er als Held des Dorfes. Trotz der Perspektivlosigkeit bleibt er, während viele andere gehen. Die Figur spiegelt persönliche Erfahrungen von Autor Ibër Deari wider, der das Drehbuch mit Artin Selmani schrieb. Auch Deari kennt Menschen wie Redjo und fühlt sich mit ihm verbunden, da er selbst in seiner Heimat bleiben möchte. Die Geschichte zeichnet ein liebevolles, teils humorvolles Porträt eines bodenständigen Mannes mit großem Herzen. um 20 Uhr im Abaton Kino mit Regisseur Iber Deari und Hauptdarsteller Afrim Muçaj. In Kooperation mit der Organisation deutsch-albanischer Akademiker e.V.
abaton.de

Restaurant-Tipp – Burger&Fries: Superbad in der Bartelsstraße in der Schanze präsentiert sich als minimalistisches Burgerkonzept mit klarem Designansatz. In hellem, reduziertem Ambiente liegt der Schwerpunkt auf einem kleinen, präzisen Angebot rund um Burger and Fries. Bestellt wird am Tresen, serviert in Take-away-Form. Schnelle Abläufe, solide Qualität und ein durchdachtes Konzept machen Superbad zu einer modernen Adresse für unkomplizierten Genuss.
genussguide-hamburg.com

– Kulturhinweis –
Der aktuelle Kunstflâneur empfiehlt das rund 140 kg schwere „Aquarell“ des Künstlers Tomislav Topić in der HafenCity. Das Online-Magazin für zeitgenössische Kunst und Architektur in der Metropolregion Hamburg bietet regelmäßig einen Überblick über die aktuellen Termine in der Stadt. Anmeldung unter kunstflaneur.de. Außerdem finden Sie den Kunstflâneur auch auf Instagram @kunstflaneur_hambur

Θ FOFFTEIN

Erinnerung an die Befreiung: Die Bürgerschaft beginnt am Mittwoch schon um 12.30 Uhr für eine Feierstunde zum Gedenken an die Befreienden und Befreiten vom 8. Mai 1945. Präsidentin Carola Veit und die Shoah-Überlebende Helga Melmed werden Gedenkansprachen halten. Die Bürgerschaft überträgt die Feierstunde im Livestream.
hamburgische-buergerschaft.de

Heute ist der internationale Anti-Diät-Tag. Wir wünschen Ihnen eine schöne Wochenmitte.

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