Wochen der Umleitung, Wohnen wird teurer, Antisemitismus und Techno, Grüne Stadt mit Bäumen

Guten Morgen: Verkehrsherausforderung. *

Θ HAMBURG

Wochen der Umleitung: Von heute an bis zum 30. August gibt es massive Einschränkungen im Verkehr wegen des Einbaus der neuen Sternbrücke in Altona. Dafür wird die Stresemannstraße gesperrt und der Autoverkehr weiträumig in den Norden – mit neuen Einbahnregelungen – und in den Süden – hier ist die Elbchaussee freigegeben- umgeleitet. Und auch der Zugverkehr wird sortiert. Die Verbindungsbahn ab Altona ist gesperrt und die S-Bahnen nutzen den Citytunnel. Nur die S2 fährt vom Hauptbahnhof bis Sternschanze. Der Zug-Fernverkehr fährt Altona auch nicht an. Züge enden am Hauptbahnhof, in Harburg, Bergedorf oder Pinneberg. Das wird sich alles erst einspielen müssen; mit Verzögerungen ist zu rechnen.
ndr.de, abendblatt.de (Auto), abendblatt.de (Bahn)

Wohnen wird teurer: Das ist die Botschaft von Hamburgs Genossenschaften und der SAGA, deren Modernisierungskosten für den Bestand in den vergangenen sechs Jahren um die Hälfte gestiegen sind. Das Vorziehen der Klimaneutralität von 2045 auf 2040 treibe weiter die Kosten für die Sanierung. Hier soll nun ein Umdenken stattfinden, den ein neuer Hamburg Standard für die Bestandssanierung definieren soll. Für den Neubau gibt es bereits ein erfolgreiches Vorbild. Der neue Standard soll wie im Neubau nicht mehr dem höchsten Ansprüchen dienen, sondern effizient sein. Zudem sei eine Betrachtung von Clustern, statt einzelner Gebäude wichtig. Dennoch würden die teuren Investitionen auf die Miete geschlagen werden, denn die Genossenschaften hätten keine Rücklagen. Die SAGA könnte sie haben, aber führt ihre Gewinne größtenteils an die Stadt ab.
ndr.de

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Für das ganze Wissenschafts- und Innovationssystem ist es unglaublich wichtig, dass wir hier Universitäten haben, die in der ersten Liga spielen.“ In der aktuellen Folge von „Wie ist die Lage?“ spricht Prof. Dr. Beate Heinemann, Vorsitzende des DESY-Direktoriums, über das neue Besucherzentrum DESYUM, anwendungsnahe Forschung und die finanzielle Situation der Universität Hamburg. Außerdem äußert sie sich zur Entwicklung der HafenCity und lobt die Fortschritte bei den Hamburger Fahrradwegen. Persönlich wird es, wenn sie über ihre Joggingstrecke an der Elbe, dunkle Schokolade und ihren Urlaub in Galizien spricht. Neue Folgen von „Wie ist die Lage?“ gibt es jeden Freitag um 12 Uhr und immer samstags, 11 Uhr, bei ahoy Radio sowie auf allen gängigen Streaming-Plattformen. „Wie ist die Lage?“ – Der wöchentliche Blick auf Hamburg mit Lars Meier und wechselnden Gästen aus Politik, Kultur, Sport und Wirtschaft.

Antisemitismus und Techno: Hamburgs Antisemitismusbeauftragte Anna von Villiez fordert die Absage des Auftritts der palästinensischen DJ Sama‘ Abdulhadi beim Habitat-Festival in Wilhelmsburg an diesem Wochenende. Sie wirft der Künstlerin vor, mit Äußerungen in sozialen Medien das Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 zu verharmlosen und islamistische Deutungsmuster zu übernehmen. Kritik gibt es insbesondere wegen eines Instagram-Beitrags, in dem der Terrorangriff als Teil des „palästinensischen Widerstands“ bezeichnet wird. Bereits im April hatte der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein den geplanten Auftritt kritisiert. Die Festivalveranstalter lassen wissen, dass sie die Vorwürfe geprüft haben, halten jedoch trotz der Kritik an dem geplanten Auftritt fest.
welt.de, ndr.de, juedische-allgemeine.de

Leiche durch die Stadt gefahren: 27-jähriger Ägypter stirbt bei Arbeitsunfall in Wilhelmsburg und wird in Rissen abgelegt mopo.de
Fehler im UKE: 15 Jahre nach Behandlungsfehler muss Versicherung millionenschwere Abfindung für den Verdienstausfall des damals 13-jährigen Behandlungsopfers sowie die Pflegekosten übernehmen abendblatt.de

Wochenend-Wetter: Freitag bis 28 Grad, am Wochenende kühler bei 12 bis 21 Grad. Schauer möglich.
wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

17.200 Fahrzeuge hat Hamburg hat im ersten Halbjahr 2026 abschleppen lassen – so viele wie seit sieben Jahren nicht mehr. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der CDU hervor. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres stieg die Zahl der Abschleppvorgänge um 3,5 Prozent. Gleichzeitig erzielte die Stadt mit den Abschleppmaßnahmen Rekordeinnahmen: Bis Ende Juni flossen rund 8,8 Millionen Euro in die Kasse.
ndr.de

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43.000 Abonnentinnen und Abonnenten und eine Öffnungsrate von 40% sind messbar bessere Engagement-Werte des Hamburger Tagesjournal als jedes klassische Nachrichtenmedium in der Stadt — die digitalen Riesen eingeschlossen. So die Analyse der KI Agentin der führenden Digitalagentur Serviceplan. Für eine einmalige Textanzeige berechnen wir 240 Euro. Mehr Infos

Europa – von Wolf Achim Wiegand

See-Krieg gegen Narco-Boote: Im Kampf der EU gegen den Drogenhandel scheint sich ein grundlegender Wandel hin zu einer stärkeren Militarisierung anzubahnen. Europäische Anti-Drogen-Ermittler fordern eine europaweite Rechtsgrundlage für bewaffnete Einsätze auf Hoher See speziell gegen die Kokain-Mafia. Hintergrund: Die Kartelle holen sich ihre Ware mit ultraschnellen Speedbooten von Frachtern auf dem Atlantik und rasen mit bis zu 70 Knoten zur Küste Spaniens oder Portugals – schneller als jedes Patrouillenschiff. Ermittler sehen einen „Kokain-Highway“ mit rund 600 Booten zwischen Kanaren, Madeira und Iberischer Halbinsel. Frankreich hat bereits gehandelt: Scharfschützen zerschossen via Hubschrauber die Außenborder eines Schmuggelbootes.
ndr.de washingtonpost.com, lemonde.fr

Korruptionswarnung für Spanien: Die Europäische Kommission sieht in Spanien erhebliche Defizite im Kampf gegen Bestechung. Im aktuellen Rechtsstaatsbericht fordert Brüssel weitere Reformen. Die Regierung des Sozialisten Pedro Sánchez steht wegen einer Reihe von Affären und unzureichender Kontrollmechanismen unter Druck. Die Kommission fordert nun, die Unabhängigkeit der Justiz zu stärken und den Einfluss der Politik auf wichtige Kontrollorgane zu begrenzen. Sie hat Sorgen wegen Intransparenz bei öffentlichen Aufträgen, ungeregelter Interessenkonflikte und langsamer Anti-Korruptionsverfahren. Die Kritik kann Auswirkung auf die Auszahlung von EU-Geldern haben.
politico.eu, reuters.com, commission.europa.eu

Kein EU-Geld für Olympia? Parallel zum Wochenend-Finale der affärenreichen Fußball-WM in Nordamerika richtet sich der Blick Europas bereits auf das nächste Sport-Weltereignis, die Olympischen Spiele 2028, ebenfalls in den USA (Los Angeles). Neun EU-Mitgliedstaaten – darunter Polen, Schweden und die Niederlande – fordern die EU-Kommission auf, die Förderung des Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zu stoppen. Auslöser: Das IOC hat die Suspendierung der russischen Olympioniken wegen des Krieges gegen die Ukraine aufgehoben. Die EU hat vor einigen Tagen der internationalen Kunstausstellung Biennale den Millionen-Etat gestrichen – auch, weil wieder Russen erlaubt sind.
polskieradio.pl heute.at, reuters.com

Θ STADT & LEBEN

Katharina Fegebank kann auch gute Nachrichten: 1.863 Straßenbäume seien im vergangenen Jahr gepflanzt worden; 352 mehr, als gefällt werden mussten. Bei den Fällungen würden zudem strengere Kriterien angelegt, betont die Umweltsenatorin. Das Hamburger Baumkataster umfasst 231.081 Straßenbäume und damit so viele wie seit 2010 nicht mehr. Besonders die 31.500 Altbäume spielen eine große Rolle für Klimaschutz und der Entsiegelung von Flächen und müssen dafür kostenintensiv gepflegt werden. Die Bilanz erfreut sogar den Fegebank-Opponent und CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Sandro Kappe. Er moniert allerdings, dass ein gutes Jahr – Fegebank spricht von drei – den Baumverlust der vergangenen Jahre nicht kompensieren könne.
welt.de, abendblatt.de

Investitionen in neue Bäume sind nur dann nachhaltig, wenn auch ihre langfristige Pflege gesichert wird.
Der finanzielle Druck beim Haushalt kann sich auch auf die grüne Stadt auswirken.

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GUT GEMACHT!“: Die Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks (AdK) Hamburg feiert ihr 70-jähriges Bestehen mit der Ausstellung „GUT GEMACHT!“. Die IV. Biennale Angewandter Kunst im Museum der Arbeit gibt einen Überblick über sieben Jahrzehnte kunsthandwerklichen Schaffens in Hamburg. In der Alten Fabrik werden 70 aktuelle Arbeiten zeitgenössischer Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker rund 40 historischen Exponaten ehemaliger AdK-Mitglieder aus der Sammlung des Museums für Kunst und Gewerbe gegenübergestellt. Die Ausstellung zeigt, wie sich künstlerische Ideen, Gestaltung und handwerkliches Können im Wandel der Zeit entwickelt haben.
shmh.de

Restaurant-Tipp – Gemütlich in Altona: Wer für die Mittagspause einen Ort sucht, an dem man auch gerne noch etwas länger bleibt, ist im Klippkroog richtig. Das charmante Nachbarschaftscafé verbindet entspanntes Ambiente mit unkomplizierter Küche, vom Frühstück über Lunch bis hin zu Kaffee und Kuchen. Besonders der ruhige Außenbereich macht den Klippkroog zu einer kleinen Oase im Alltag. Ein Ort zum Essen, Arbeiten oder einfach zum „chillen”.
genussguide-hamburg.com

Barbarella: Das psychedelischste Space-Abenteuer der Kinogeschichte! Im Jahr 40.000 startet Astronautin Barbarella (ikonisch: Jane Fonda) einen intergalaktischen Liebestrip, um den irren Forscher Durand Durand zu stoppen. Ein knallbuntes Kultspektakel mit blinden Engeln und einem mit Lavalampen inszenierten Hyperraum. Irgendwo zwischen Objektivierung und weiblicher sexueller Befreiung balanciert dieser Popkultur-Klassiker voller selbstironischem Witz. Basierend auf einem wegweisenden Comic. Um 21.30 Uhr im Metropolis.
szene-hamburg.com

Θ FOFFTEIN

Oper auf gutem Weg: Die Kühne-Stiftung sieht sich bei den Planungen für die Oper im Zeitplan. Vieles habe man schon schneller umsetzen können, im Vergleich zu einem städtischen Bauplaner. Sebastian Bolz wird ab September 2026 neben Stefan Hofmann die Projektgesellschaft verstärken. Er soll die „Schnittstellen zum Kulturbetrieb“ schaffen. Die Oper soll zwischen 2032 und 2034 eröffnet werden.
abendblatt.de

Heute ist der Tag der Tag der Gerechtigkeit. Kommen Sie gut durch den Freitag und wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende. Am Montag lesen wir uns wieder.

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