Guten Morgen: Rot-Grün. * Bläulich-grau. * Lila-Weiss.
Θ HAMBURG
Grünes Geld: Die Stadt und ihre öffentlichen Unternehmen brauchen in den kommenden Jahren viel Geld für die Daseinsvorsorge und Investitionen. Dafür möchte SPD-Finanzsenator Andreas Dressel einen Green Bond am Markt platzieren. Im ersten Schritt sollen 500 Millionen Euro für Projekte eingenommen werden, die ökologische Kriterien erfüllen. Der Senat möchte mit dieser Finanzierung ein politisches Zeichen für den Klimaschutz setzen sowie das Zinsniveau gegenüber klassischen Anleihen senken. Erfahrungen gibt es bereits. Die Hochbahn hatte 2021 mit festverzinslichen Papieren ebenfalls erfolgreich 500 Millionen Euro eingesammelt. Damals gab es jedoch mehr Rückenwind für ökologische Themen, wie Dressel angesichts der aktuellen Weltlage einräumte. Das von der städtischen FinanzServiceAgentur betreute Wertpapier soll Ende 2026/Anfang 2027 starten. Die konkreten Projekte sind noch nicht festgelegt.
welt.de, taz.de
„Grüne Finanzprodukte sind kein ideologischer Spinnkram.“
Finanzsenator Andreas Dressel macht eine Rechnung für den Klimaschutz auf.
Landespressekonferenz
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Einladung „Bier mit Beck“: Wie geht zukunftsfähige Wirtschaft?
Die Hamburger Bundestagsabgeordnete und finanzpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion Katharina Beck lädt am Montag, 31.8., um 18.30 Uhr zu ihrem regelmäßigen Gesprächsformat „Bier mit Beck“ ein – diesmal in einen Biergarten. Bei einem Austausch zur wirtschaftlichen und geopolitischen Lage besprechen wir die Frage, wie eine positive, zukunftsfähige Wirtschaft gelingt – zum Beispiel mit Innovation und Wettbewerbsfähigkeit für sozialen, finanziellen und ökologischen Wohlstand. Bei Bier, sonstigen Kaltgetränken und Snacks gibt es Raum auch für weitere Fragen und lockeren Austausch. Anmeldung unter katharina.beck.wk@bundestag.de, der Ort wird anschließend mitgeteilt.
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Christina Block erklärt sich: Vor dem nahenden Ende des langen Prozesses wegen Kindesentführung hatte die angeklagte Mutter zweier Kinder am Dienstag Gelegenheit, das Landgericht von ihrer Unschuld zu überzeugen. Sie betonte erneut, wie schmerzhaft es für sie gewesen sei, als ihr Ex-Mann Stephan Hensel die Kinder in Dänemark behalten habe. Natürlich habe sie versucht, die Kinder, für die sie das Sorgerecht hatte, zurückzugewinnen. Dabei sei sie offenbar schlecht beraten worden, habe sich mit dem dominanten Vater in Konflikte gestürzt und habe die Entfremdung von ihren Kindern ertragen müssen. Ein friedliches „Einsammeln” der Kinder in Dänemark mit ihrer Beteiligung habe sie als Gedankenspiel erwogen. Den Plan der mutmaßlichen Entführer um den Israeli David Barkay habe sie jedoch nicht gekannt. Dafür spreche, dass sie in ihren dem Gericht bekannten intimen Aufzeichnungen nicht darüber reflektiert habe und von der Entführung überrascht gewesen sei. Am Mittwoch setzt sie ihre Erklärung fort.
mopo.de, welt.de, abendblatt.de, bild.de, spiegel.de
Bleirohre bremsen Bezirksbemühen: Der Bezirk Altona war froh, dass sich die Genossenschaft Altoba kurzfristig bereit erklärt hatte, den Bewohner:innen des Wohnhauses an der Holstenstraße 197 eine Übergangslösung zu bieten. Ein nicht weit entferntes Gebäude, das eigentlich für den Abriss vorgesehen war, konnte bereitgestellt werden. Nun wurde bekannt, dass in dem alten Haus die neuerdings verbotenen Bleirohre das Wasser liefern. Ob die vom Teilabriss in der Holstenstraße betroffenen Mieter einziehen können oder wollen, ist unklar.
abendblatt.de
Menschen saßen in Kettenkarussel fest: Feuerwehr muss 23 Personen aus DOM-Atttraktion „Nordic Tower“ bergen abendblatt.de
U5 im Plan: Hochbahn präsentiert Baufortschritt auf unterschiedlichen Grund im Nordosten ndr.de
Blick auf die Baustellen: Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard hofft auf Verkehr durch die Fehmarnbeltquerung und sieht sich bei den zusammenhängenden Elbquerungen in der Pflicht abendblatt.de
Schlechte Frequenz: Restaurant-Kette Schweinske gibt Gründungsstandort in Barmbek auf abendblatt.de
Zwei Jahre Haft auf Bewährung: 34-jähriger Mann aus Eppendorf muss nach Teilgeständnis im Prozess wegen Vergewaltigung nicht in Haft ndr.de
Wetter heute: Wechselnd bewölkt bei 14 bis 27 Grad wetter.net
Θ ZAHL DES TAGES
30 Minuten weniger Freizeit haben die Deutschen im Vergleich zu 1988. Von der Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen wurden 3.000 Menschen befragt, von denen viele 1988 noch nicht geboren waren. Damals standen an einem Werktag durchschnittlich 4,1 Stunden zur Verfügung, während es heute nur noch 3,6 Stunden sind. Trotz digitaler Effizienzgewinne verschwimmen laut den Forschern wegen ständiger Erreichbarkeit die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit. Die Mediennutzung nimmt derweil zu und kann bis zu 30 Prozent der Freizeit ausmachen. Positiv hingegen ist die Beliebtheit von Sport; 53 Prozent treiben regelmäßig Sport, 1988 waren es nur 18 Prozent.
abendblatt.de
Europa – von Wolf Achim Wiegand
– Mit Meinung –
Europa ist nicht Kanada: Knallhart reagiert das Nachbarland der USA auf übermäßige Zollforderungen des Präsidenten Donald Trump – Importabgaben von bis zu 50 Prozent für Stahl, Möbel oder Käse. Der Bruch von Kanadas Premierminister Mark Carney mit dem Weißen Haus stellt die Europäische Union vor eine unangenehme Frage: Kann Brüssel das, was Ottawa tut, auch auf die Beine stellen? Die Antwort lautet: kaum. Europa hätte zwar mehr Gewicht: Die EU-Wirtschaftsleistung umfasst das Zehnfache Kanadas und der Transatlantik-Handel ist deutlich größer. Das Problem heißt: fehlende Einstimmigkeit. Frankreich, Spanien und nordische Staaten wollen Härte, Deutschland, Italien und Irland möchten einen Kompromiss. So wird nichts aus einem Trumpf gegen Trump.
euronews.com, zeit.de
Russlands Billigkrieg: Günstig hergestellte Drohnen aus Russland dringen zunehmend in den NATO-Luftraum ein und bringen das Bündnis dadurch in ein Kosten-Dilemma. Laut Sicherheitsanalysten wurden allein in Rumänien seit Jahresbeginn über 25 unerlaubte Drohneneinflüge registriert – die nationale Luftwaffe hat sogar erstmals einen Kreml-Flugkörper über eigenem Gebiet abgeschossen. Das Problem ist die Kostenasymmetrie: Die NATO bekämpft Russlands Billigdrohnen häufig mit teurer Kampfjets und Luft-Luft-Raketen. Das wäre bei einer größeren Zahl solcher Angriffe wirtschaftlich kaum durchzuhalten, heißt es. Ein neues Abwehrsystem müsse her.
t-online.de
Urlaubs Schattenseiten: Neue Tourismusdaten zeigen, wie extrem der Besucherdruck in etlichen Ferienregionen Europas geworden ist. In vielen Küsten- und Inselgebieten gibt es zeitweise mehr Urlauber als Einwohner. Die Folgen für die Bevölkerung sind fatal: Steigende Mieten, Wohnungsmangel, überlastete Infrastruktur und wachsende Proteste der Angestammten. Spitzenreiter dieser Entwicklung sind die Inseln in Griechenland. Deutschland liegt im Mittelfeld. Viele Regionen ergreifen Einschränkungen wie Eintrittsgebühren, Reduzierung von Ferienwohnungen oder Touristensteuern.
reisereporter.de, european.expert
Θ STADT & LEBEN
Eimsbüttel wird Lila-Weiss: Am Dienstag um 20.45 Uhr empfängt der Hamburg Eimsbütteler Ballspiel Club im DFB-Pokalspiel im Volksparkstadion den deutschen Vizemeister Borussia Dortmund. Für das einmalige Event der HEBC-Vereinsgeschichte sind schon viele Karten weg. Das Spiel wird auch live bei RTL übertragen. Somit gibt es viele Chancen für eine nationale Sichtbarkeit des Bezirks, den die Agentur Gute Leude Fabrik in die Öffentlichkeit tragen soll. Am Dienstag war ein lila Herz auf einem der Grindelhochhäuser zu sehen. Das Bezirksamt hatte die Fensterflächen aus Solidarität bereitgestellt. Weitere Aktionen sind in Planung. Ab Mittwoch sind auch die klassischen „Hanseaten” in den Farben Lila und Weiß bei der Kleinen Konditorei erhältlich.
eimsbuetteler-nachrichten.de, facebook.lars.meier
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Aiga Resch und ihre Detektive: Ab dem 2. September widmet das Altonaer Museum Aiga Rasch und ihrer prägenden Cover-Kunst eine Ausstellung. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung ihres markanten Stils, der ab 1969 mit den Covern für „Die drei ???“ bekannt wurde. Zuvor hatte Rasch bereits Illustrationen für die Detektivgeschichten von Nancy Drew geschaffen. Ihr unverwechselbarer Stil beeinflusste später auch weitere Krimireihen, darunter Sherlock Holmes und „Alfred Hitchcocks Gruselkabinett“. Die Ausstellung zeigt den kreativen Entstehungsprozess – von Motivvorlagen und ersten Skizzen bis zu den fertigen, ikonischen Covern. Zudem wird Raschs besondere Verbindung zu Hamburg und Altona beleuchtet.
shmh.de
Restaurant-Tipp – Reduktion auf Substanz: Wer glaubt, Gemüse sei nur Beilage, sollte besser einen Tisch im Pastorale reservieren. Denn Marc Müller beweist Abend für Abend, dass pflanzliche Küche nicht verzichten, sondern überraschen, begeistern und berühren kann. Mit seinem kreativen Fine-Dining-Konzept kochte sich das Restaurant verdient zum Genuss-Michel-Testsieger 2026/2027 in der Kategorie Veggie & Vegan.
genussguide-hamburg.com
„Staatsschutz“: Die junge Staatsanwältin Seyo Kim tritt entschlossen gegen die Tricks eines rechtsextremen Angeklagten auf. Nach einem Attentat übernimmt sie ihren Fall selbst und kämpft in einem Rechtssystem, das rechten Strukturen gegenüber offenbar blind ist. Der deutsch-iranische Regisseur Faraz Shariat inszeniert die Geschichte als spannenden Thriller und stellt eine sensible, zugleich hartnäckige und unberechenbare junge Koreanerin ins Zentrum. Das Drehbuch entwickelte Claudia Schäfer über mehrere Jahre. Zur Hamburger Premiere im Abaton um 20 Uhr sind Shariat, der Aktivist und Mölln-Anschlagsüberlebende İbrahim Arslan sowie Strafrechtlerin Gül Pınar zu Gast. Moderiert wird das Gespräch von Nhi Le.
abaton.de
Θ FOFFTEIN
„Was passiert mit xy nach Kühnes Tod?“: Erstmal nichts. Die Beteiligung an Hapag-Lloyd wird weiter bestehen, die Oper am Baakenhöft wird weiter geplant, die Namensrechte am Volksparkstadion haben eine Laufzeit und Fontenay-Hotelchef Thies Sponholz wird hoffentlich auch weiter machen. Aber ob eine spezielle Hamburger Leidenschaft für Fußball und Luxus-Hotellerie von einer Schweizer Stiftung langfristig betrieben werden wird, ist in der Tat unklar. Das finanzielle Engagement beim ohnehin gefährdeten Kurzen Olaf an den Elbbrücken könnte ein ganz schnelles Ende finden.
abendblatt.de, taz.de, ndr.de, t-online.de
Heute ist der Tag des Hundes. Wir wünschen Ihnen eine gedehnte Wochenmitte.
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