Bemühen ums Bürgergeld, Autotunnel unter dem Stadtpark, Bildungspläne vor Weihnachten, Welterbe gegen Wasserstoff

Guten Morgen: Vertragen. * Vorschlag. * Verschlagen. *

Θ HAMBURG

Bemühen ums Bürgergeld: Die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank sprach sich in der Bürgerschaft dafür aus, die geplante Reform der sozialen Leistungen zügig umzusetzen. Die Grüne Fegebank artikulierte sich auch in Vertretung für SPD-Sozialsenatorin Melanie Leonhard, die in Berlin an einem Kompromiss mit der Union für den Vermittlungsausschuss des Bundesrats verhandelte. Leonhard ist optimistisch, eine Lösung zu finden. CDU-Fraktionschef Dennis Thering warf in der Bürgerschaft ein, dass derjenige der mehr arbeitet, auch mehr Geld haben solle. Die CDU stigmatisiere Menschen in Armut, empörte sich die Linke daraufhin. Bis zum 25. November sollte eine Lösung gefunden werden, denn der neue SPD-Bundesratspräsident Peter Tschentscher will einen guten Start in Berlin hinlegen.
ndr.de, welt.de

Teilweise ist es zu einfach, nur deshalb nach Deutschland zu kommen, um hier Sozialleistungen zu beziehen.
Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß spricht sich gegen Sozialtourismus aus.
bild.de

Bildungspläne noch im Advent: Die Schulbehörde will die überarbeiteten Bildungspläne noch vor Weihnachten vorstellen. 238 Stellungnahmen wurden abgegeben. 90 der Anregungen wurden berücksichtigt, zu den Inhalten und der Art was Hamburgs SchülerInnen in Zukunft zu lernen haben. Kritiker hatten der Behörde vorgeworfen, dass die Pläne zu wissens- und abfrageorientiert seien während die gesellschaftlichen Problemlösungsfähigkeiten der SchülerInnen zu wenig gefördert würden. Den betroffenen Schulen wird noch im Dezember 2022 ein Implementationskonzept zur Verfügung gestellt, um sich auf die Vorgaben einzurichten, die ab dem kommenden Schuljahr 23/24 für drei Jahre evaluiert werden sollen.
Adlerauge

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Brahmsrequiem mit Christian Gerhaher Das Deutsche Requiem von Johannes Brahms gehört zu den schönsten und tröstendsten Werken der Musikgeschichte. Mit Christian Gerhaher und Elsa Benoit hat der Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor am 19.11.22 um 19.30 Uhr in der Laeiszhalle zwei der aktuell international gefragtesten Solisten an seiner Seite. In Verbindung mit Schütz‘ „Selig sind die Toten“ und dem Klavierquintett des polnischen Mieczyslaw Weinberg spannt das Konzert einen Bogen von Tod und Leid hin zu Ruhe und Trost. Dabei werden in dem Konzert „Aus dem Dunkel zum Licht“ Denkräume eröffnet und neue Perspektiven geschaffen. Seien Sie am 19. November dabei!
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor

Moderne Einsatzzentralen: Innensenator Andy Grote legte am Mittwoch den Grundstein für die neue Rettungsleitstelle der Feuerwehr an der Eiffestraße. Im Neubau soll der Notruf in ein neues Zeitalter überführt werden. Genau wie in der parallel geplanten neuen Einsatzzentrale der Polizei in Winterhude soll modernste Kommunikationstechnik die Koordinierung und den Einsatz der Hilfskräfte optimieren. So können nicht nur Notrufe per Telefon aufgenommen werden, sondern auch per App und Messengerdienst. Damit erhoffen sich die Hilfskräfte mehr Informationen zur Lage vor Ort, um die Hilfe bedarfsgerecht zum Einsatzort zu schicken. 400 Millionen Euro sollen in den Neuaufbau der Einsatzzentralen investiert werden.
welt.de, abendblatt.de, ndr.de, mopo.de

Quantensprung in der Notrufannahme.
Innensenator Andy Grote freut sich auf die Optimierung der Einsatzzentralen.
abendblatt.de

Autotunnel unter dem Stadtpark: Mit diesem Vorschlag überraschte die CDU in der Bürgerschaftssitzung. Damit solle der Stadtpark für Autofahrer erreichbar bleiben und der Otto-Wels-Weg vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Bei Rot-Grün kam die Idee nicht gut an. Auch die meisten von der CDU vor zwanzig Jahren eingeführten Tempo 60-Zonen wurden in der Sitzung abgeräumt. Damit solle der Verkehr sicherer und umweltverträglicher werden. Moderne Mobilität forciert auch die Hochbahn, die eine Kooperation mit dem Unternehmen Holon bekannt gab, die autonom fahrende Shuttles entwickelt. Ab 2024 soll das System in Hamburg getestet werden.
abendblatt.de (Stadtpark), ndr.de (Tempo 60), welt.de (Autonomes Fahren)

Mitgegangen, mitgefangen: So argumentiert die HPA, warum Einwände gegen die Schlickverklappung aus Niedersachen und Schleswig-Holstein nicht greifen. Beide Länder hätten der Elbvertiefung zugestimmt, das gelte dann auch für Unterhaltungsmaßnahmen wie die Entfernung der Sedimente. Hamburg will den Schlick ab Januar vor Scharhörn ohne explizite Zustimmung der Anrainer in die Nordsee verbringen. Auch der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe forderte bei seiner Jahresversammlung in Hamburg die umfassende Entfernung der Sedimente, um die Systemrelevanz der Seehäfen zu erhalten. Hier dürfe es „keine kleinkrämerische Diskussion zwischen Bund und Ländern geben“.
ndr.de, welt.de

Sediment ist ein wertvoller Rohstoff.
Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe rät dazu, den Schlick als Chance zu begreifen.
welt.de

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Einfach so noch Steuern sparen für dieses Jahr? Vielleicht hören Sie gerade jetzt viel von der Rürup-Rente (auch Basisrente genannt). Denn in sehr vielen Fällen lassen sich sowohl für Angestellte als auch Selbstständige mit diesen Bausteinen für die Altersvorsorge noch beträchtliche Steuern für 2022 sparen. Allerdings: Allein Steuern sparen ist nie alles. Steuern sparen zur Altersvorsorge muss in Ihre persönliche Planung passen. Unser Webinar zur Planung der Altersvorsorge heute um 19 Uhr zeigt Ihnen erfolgsversprechende Wege für Ihren Ruhestand. Und auf dem Webinar am nächsten Dienstag erfahren Sie, wie Sie nachhaltig und ökologisch korrekt die Rürup-Rente nutzen können.
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„Konrad Adenauer“ wurde übergeben: Lufthansa Technik hat einen A350 zum modernsten Regierungsflugzeug der Welt verfeinert ndr.de
Wütende Beschäftigte der Metallbranche: 5.000 Warnstreikende fordern am Fischmarkt acht Prozent mehr Lohn von den Arbeitgebern abendblatt.de
Rückschlag auch für Hamburg: Schwedische Firma Northvolt zögert mit Bau der Batteriefabrik in Heide, die aus Hamburg heraus gesteuert werden sollte taz.de, ndr.de
Tragischer Tod: 22-jähriger Mann muss 800 Euro Strafe zahlen, weil er einer 16-Jährigen zu viel Ecstasy gegeben hatte, an dessen Folgen das Mädchen starb ndr.de
Besser noch schnell was erledigen: A7 rund um den Elbtunnel wird ab 22 Uhr bis Montagmorgen dicht gemacht ndr.de

Wetter heute: Bewölkt und regnerisch bei zwei bis sechs Grad.
wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

1.924.083 Menschen lebten am 30. Juni in Hamburg. Das sind 60.781 HamburgerInnen mehr als fünf Jahre zuvor. Die meisten neuen Einwohner hat Neugraben-Fischbek mit 4.095 Zuzüglern registriert. Dort waren in den vergangenen Jahren viele Neubauwohnungen errichtet worden. Einige Hamburger Szenestadtteile wie Ottensen, Sternschanze und Eppendorf haben indes kleine Rückgänge in der Bevölkerung zu verzeichnen. Winterhude wiederum gewinnt 2.284 Personen hinzu. Der größte Stadtteil Hamburgs ist weiter Rahlstedt mit 93.906 Menschen vor Billstedt mit 71.727 Personen.
abendblatt.de

Terminhinweis
3. Zukunftskonferenz für Industrie, Logistik und Häfen – 17. November. Digital Hub Logistics. 12 Uhr.
Die norddeutschen Industrie-, Logistik- und Hafenstandorte stehen angesichts der Lieferkettenprobleme und der Sicherstellung der Energieversorgung in der Krise vor großen Herausforderungen. Bei der Konferenz soll diskutiert werden, was die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz schon heute für Logistik, Industrie und Häfen leisten können.
Aus der wöchentlichen Terminübersicht der hamburg-news

Θ DEUTSCHLAND & DIE WELT

Einschlag in Polen war wohl ukrainische Flugabwehrrakete: Der Raketeneinschlag im polnischen Grenzgebiet zur Ukraine war nach Angaben Polens und der Nato kein vorsätzlicher Angriff. Laut Polens Präsident Andrzej Duda habe es sich höchstwahrscheinlich um eine Rakete der ukrainischen Luftabwehr gehandelt. Duda betonte, die letztendliche Verantwortung liege aber bei Russland, das am Dienstag zahlreiche Raketenangriffe auf die Ukraine gestartet habe. Die Ukraine will Zugang zum Ort der Explosion erhalten, um sich einer Untersuchung des Vorfalls gemeinsam mit ihren Partnern anzuschließen. handelsblatt.com, merkur.de, tagesspiegel.de, zeit.de

Scholz sieht Putin in der Welt fast isoliert: Der Kanzler hat eine positive Bilanz des G20-Gipfels gezogen. Dass man klare Worte zum russischen Angriffskrieg gefunden habe, sei außerordentlich. Präsident Putin sei in der Welt nahezu isoliert und habe keine starken Bündnispartner. Auch sei es ein starkes Signal, dass auf Bali eine klare Aussage zu Nutzung von Atomwaffen gemacht wurde. Gerade jetzt, wo Russland im Ukraine-Krieg Positionen, die die Armee erobert hatte, zurücknehmen müsse, sei es umso wichtiger, dass diese Form der Eskalation einheitlich verurteilt wurde. rnd.de, tagesschau.de

Wie in einer Bananenrepublik: Wahl zum Abgeordnetenhaus in der deutschen Hauptstadt muss wiederholt werden tagesschau.de
Er ist wieder da: Republikaner Donald Trump will wieder amerikanischer Präsident werden tagesschau.de
USA-Wahlen: Republikaner erlangen Mehrheit im Repräsentantenhaus sueddeutsche.de
Rotes Kreuz bringt Hilfsgüter nach Cherson: Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz lieferte unter anderem medizinische Produkte, um 500 Verwundete zu behandeln zeit.de
Vor Küste des Oman: Israel wirft Iran Drohnenangriff auf Tanker vor t-online.de
Iran: Drei weitere Todesurteile gegen Demonstranten rnd.de
COP27: Außenministerin Baerbock rechnet mit Verlängerung der Weltklimakonferenz tagesschau.de

Θ STADT & LEBEN

Postkarte als Kunst: Seit 1870 gibt es die beschriebene Karte für kurze Mitteilungen, die nicht dem Briefgeheimnis unterliegen. Das Altonaer Museum widmet dem Kommunikationsmittel nun die Ausstellung Vistapoints. Um 1900 entwickelten sich neben den vielfach gedruckten Karten individuelle Motive, die etwa von der expressionistischen Künstler-Gruppe Brücke gerne gestaltet wurden. Manchmal wurden mehrfach am Tag Botschaften an Freunde und Förderer verschickt. In der Ausstellung werden insgesamt 150 Künstlerpostkarten aus der fast 2.000 Exemplare umfassenden Sammlung des Altonaer Museums präsentiert. Darunter sind Arbeiten von Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Franz Marc, Anita Rée und Joseph Beuys.
hamburg.de, shmh.de

Restaurant-Tipp – Grünkohl in Altona: Das Restaurant „Anno 1905“ am Bahnhof Holstenstraße blickt auf eine über 100-jährige Tradition zurück. Wesentliche Teile der antiken Einrichtung sind noch erhalten und versprühen nostalgischen Charme. Die Küche ist norddeutsch geprägt, da darf im Winter der Grünkohl auf der Karte nicht fehlen. Serviert wird der Kohl hier mit Bratkartoffeln und wahlweise Kohlwurst oder Kasseler, aber auch ein Grünkohlrahmsüppchen Sylter Art mit Baconchip wird angeboten.
hamburg.de

Hamburgs Wirtschaft öffnet Türen für Kunst: Vom Donnerstag bis Sonntag laden im Rahmen der „add art“ 17 Hamburger Unternehmen und Institutionen Besucher ein, Kunst in ihren Räumen zu erleben. Es bietet sich die spannende Möglichkeit, hinter die Kulissen von Hamburgs Wirtschaft zu schauen und Kunst an Orten zu entdecken, die sonst nicht frei zugänglich sind. add art verbindet Wirtschaft und Kunst auf besondere Weise, indem sowohl Unternehmenssammlungen gezeigt werden als auch junge Kunst in Firmen ausgestellt wird. Im neunten Jahr von add art wartet eine große Kunstvielfalt – Malerei, Fotografie, Textilarbeiten, Zeichnung, experimentelle Kunst – auf das Kunstpublikum. Der Besuch und die Teilnahme an Führungen sind kostenlos.
addart.de

Θ FOFFTEIN

Welterbe gegen Wasserstoff: Obwohl Hamburg eine Hauptstadt des Wasserstoffs werden möchte, muss die bekannte Wasserstoff-Tankstelle an der Oberbaumbrücke gegenüber dem Spiegel-Gebäude im Juli 2023 schließen. Die Kundschaft war ohnehin rar am auffälligen Gebäude mit dem schrägen Dach. Nun wollten die Betreiber daraus einen Hub für moderne Mobilität auch mit einer Stromtankstelle machen. Daraus wird nichts, denn die Stadt hatte der Unesco zugesagt, die störende Architektur im Welterbe Speicherstadt zu entfernen.
bild.de, abendblatt.de

Heute ist der Welttag der Philosophie. Wir wünschen Ihnen einen schönen Donnerstag.

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