Klimaschutzplan steht, Streit um käuflichen Sex, Umweltsenator bittet Bauern um Entschuldigung, Antifaschisten in Sorge

Guten Morgen: Wettbewerb um Klimaschutz. * Streit um käuflichen Sex. * Ringen um antifaschistische Gemeinnützigkeit. *

Θ HAMBURG

Klimaschutzplan steht: Die rot-grüne Koalition soll sich auf einen neuen Klimaplan verständigt haben, wie der NDR berichtet. Die Einschränkung des Autoverkehrs soll dabei keine Rolle spielen. Stattdessen wolle man mit einem attraktiven öffentlichen Nahverkehr die Autofahrer zum Umsteigen bewegen. Auch im Wahlprogramm der SPD, das am Dienstag vorgestellt wird, findet sich nichts zum Beitrag von Fahrverboten zum Klimaschutz. Die Genossen setzen, wie hinlänglich bekannt, auf eine gute Zusammenarbeit mit der Industrie. An der Hamburger Universität beklagen derweil Studenten, dass sich die Alma Mater mit ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen zu wenig in die klimapolitische Debatte einbringen würde.
ndr.de (Plan), taz.de (Programme), abendblatt.de (Uni)

Wir wollen unsere Forschungseinrichtungen und unsere Wirtschaft so aufstellen, dass Hamburg neue Technologien für den weltweiten Einsatz entwickelt und erprobt.
Die SPD setzt auf Industrie und Wissenschaft.
taz.de

Streit um käuflichen Sex: Zum Tag gegen die Gewalt gegen Frauen hatte die Organisation Terre des Femmes wieder eine Flagge gestaltet. Während das Motto „Frei leben – Ohne Gewalt“ auf der Flagge am Rathaus, noch von jedem unterschrieben werden konnte, sorgte der damit verknüpfte Themenschwerpunkt #sexistunbezahlbar für Diskussionen. Terre des Femmes setzt sich für ein Sexkaufverbot ein, wie es etwa in Norwegen bereits gesetzlich verankert ist. Damit sollen Frauen vor Prostitution geschützt werden, indem Sexkäufer bestraft werden. Andere Organisationen warnen hingegen vor einem Verbot, da es die sexarbeitenden Frauen, aber auch Männer, in eine schutzlose Anonymität abdrängen würde.
ndr.de (Der Tag gegen Gewalt), frauenrechte.de (Verbot), diakonie.de (Kein Verbot), abendblatt.de (Demo gegen Verbot)

Ich finde es unerträglich, wie Terre des Femmes die Fraueninteressen spaltet.
Die Vorsitzende von Pro Familia Hamburg, Kersten Artus, hält nichts von einem Sexkaufverbot.
twitter.Kersten_Artus

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Rabe auf Zinne: Schulsenator Ties Rabe ist sauer auf seine Kollegen in Süddeutschland. In München und Stuttgart können die Länder dem Nationalen Bildungsrat nichts mehr abgewinnen, in dem der bunte Strauß der föderalen Bildungspolitik geordnet werden sollte. Die Bildungspolitiker der Union im Süden haben die Sorge, dass ihre vermeintlich wertigeren Schulabschlüsse im Konsens verweichlicht würden und verabschieden sich aus dem Gremium. Damit ist etwa das Thema Zentralabitur erstmal vom Tisch. Es wird spannend zu beobachten sein, was die föderale Bildungspolitik den internationalen Herausforderungen der Moderne entgegen zu setzen hat.
sueddeutsche.de, mopo.de

Denen fehlt der Blick über den Tellerrand der eigenen Bildungspolitik.
Schulsenator Ties Rabe sieht den schwarzen Peter der Bildungspolitik in Bayern und Baden-Württemberg.
sueddeutsche.de

Fußball und Wirtschaft: Der HSV darf in diesen Tagen ja zumindest sportlichen Erfolg für sich verbuchen. Wirtschaftlich klappt beim Tabellenführer indes wenig. Am Volkspark freut man sich schon über ein Defizit von „nur“ acht Millionen Euro. Zudem scheitert der Verein erneut, einen pannenfreien Weihnachtskalender zu produzieren. Derweil läuft das Merchandising und das Fußball-Geschäft beim FC St. Pauli gut. Am Mittwoch wollen die Kiezkicker einen Gewinn von 1,5 Millionen Euro verkünden. Dafür klappt am Millerntor sportlich wenig. Die zusammen geliehene Söldnertruppe lässt Engagement vermissen und steht kurz vor den Abstiegsrängen.
bild.de (HSV), abendblatt.de (FCSP)

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hamburgschnackt.de, business-on.de

Initiative für Inklusion: Linke legt Ideen für neues Hamburger Schulgesetz vor taz.de
Weniger Verstöße gegen Nachtflugverbot: Umweltsenator Jens Kerstan sieht Fortschritte mopo.de
Kreuzfahrer wollen Klima schützen: TUI-Cruises verpflichtet Ole von Beust für den Umweltbeirat abendblatt.de
Freimaurer machen sich frei: Distriktmeister der Freimaurer, Thomas Stuwe, plaudert über den speziellen Bund hamburg1.de
Hamburg diskutiert: Darf übergriffiger Placido Domingo noch singen und darf es noch Silvester-Feuerwerk mit Feinstaub geben? abendblatt.de/print

Wetter heute: Bei sechs bis acht Grad ist es bewölkt und zumeist trocken.
wetter.net

Θ ZAHL DES TAGES

Etwa 3.000 Beschäftigte arbeiten auf den 600 verbliebenen Hamburger Bauernhöfen. Im Ringen um Wählerstimmen hat sich Umweltsenator Jens Kerstan nun bei den Landwirten entschuldigt. Bei der Umweltministerkonferenz vor zwei Wochen hatte Kerstan beklagt, dass Hamburg sein Trinkwasser außerhalb Hamburgs fördern müsse, weil die Nitratbelastung durch die Landwirtschaft zu hoch sei. Da habe man ihn wohl missverstanden, erklärte Kerstan nun. Man müsse lediglich zusätzliches Trinkwasser aus dem Umland holen. Die Hamburger Bauern würden einen tollen wasserwirtschaftlichen Job machen.
facebook.kerstan.jens

Θ DEUTSCHLAND & DIE WELT

Diebstahl an der Elbe: Unbekannte Täter haben am Montagmorgen diverse Gegenstände aus dem Grünen Gewölbe in Dresden gestohlen. Um die Alarmanlage außer Kraft zu setzen, zündeten sie einen elektrischen Verteilerkasten an. Was genau die Diebe erbeuteten ist noch unklar. Die Behörden hoffen, dass die Diebe nicht schlau sind und die bekannten Schmuckstücke nicht verkaufen können. Schlaue Verbrecher würden die Materialien einschmelzen und trennen, was ein großer Verlust für das sächsische Kulturerbe sei.
spiegel.de

Der Sage nach zeugte er 300 Kinder und zerbrach mit seiner Kraft Hufeisen.
Bild-Schreiber Franz Josef Wagner ist empört über den Diebstahl der Errungenschaften des August des Starken.
bild.de

Deutschland fordert Zugang für UN-Experten zu Lagern in China: Nach dem Bekanntwerden geheimer Regierungsdokumente über die systematische Unterdrückung von Uiguren in China hat die deutsche Regierung von Peking Zugang internationaler Experten zu den Lagern gefordert. Die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Bundestags, Gyde Jensen, erklärte, die „China Cables“ belegten systematische Gewalt und Verfolgung. China müsse sich gegenüber der internationalen Gemeinschaft für diesen kulturellen Genozid verantworten. Europa und die Bundesrepublik sollten Sanktionen erwägen.
tagesspiegel.de, tagesschau.de

Trauer um Liberalen und Digital-Politiker: FDP-Bundestagsabgeordneter Jimmy Schulz nach schwerer Krankheit mit 51 Jahren verstorben spiegel.de
Giffey für Rechtsanspruch auf Platz im Frauenhaus: Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 122 Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet worden tagesspiegel.de
Rainer Wendt nach Disziplinarverfahren: Das Innenministerium in Nordrhein-Westfalen hat dem Polizeigewerkschafter jüngst die Pension gekürzt spiegel.de
Agrarpolitik: Bauernprotest in Berlin tagesspiegel.de

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Die Social Video Academy an der HMS – Know-How, Praktiken und Umsetzung für Anfänger und Fortgeschrittene: An Videoinhalte kommt kein Unternehmen mehr vorbei: Neben einem Unterhaltungsfaktor bringen Videos die Möglichkeit Nutzer und Kunden über Produkte, Neuigkeiten und Unternehmen zu informieren. Gerade Bewegtbild-Content für Social Media Plattformen lässt sich unkompliziert und kreativ selber produzieren. Wie Konzepte hierfür entwickelt werden, welche Technik neben dem Smartphone benötigt wird und wie Videos vermarktet werden, vermittelt ab dem 13. und 14. Februar das Seminar. Hier geht’s zu Infos und Anmeldung: hamburgmediaschool.com

Θ STADT & LEBEN

KZ-Überlebende schreibt Olaf Scholz einen bösen Brief: Esther Bejarano ist das Hamburger Gesicht, wenn es um die Erinnerung an die Greueltaten in den KZ der Nazis geht. Der 94-Jährigen wurde noch vor wenigen Tagen eine der höchsten Hamburger Ehrungen zugesprochen, wohl um nach dem antisemitischen Anschlag in Halle ein schnelles Zeichen zu setzen. Nun beklagt sich Bejarano bitterlich bei Finanzminister Olaf Scholz, denn der habe es zugelassen, dass der „Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschisten“ die Gemeinnützigkeit abgesprochen wurde. Die von KZ-Überlebenden gegründete Vereinigung sei zu links, wie der Bayerische Verfassungsschutz festgestellt haben will.
mopo.de (Bejarano), spiegel.de (Aberkannte Gemeinnützigkeit)

Das Haus brennt – und Sie sperren die Feuerwehr aus!
Esther Bejarano findet Olaf Scholz wenig hilfreich im antifaschistischen Kampf gegen Rechts.
twitter.anettselle

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German Mittelstand After Work – Jens Krüger, Managing Director KANTAR Deutschland stellt am Mittwoch als Herausgeber den „Werte-Index“ mit Fokus Europa vor. Dabei werden bei einer liberalen Weinprobe Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Franzosen und Deutschen verkostet. Bei der Weinprobe mit Frédéric David wird der Depotinhaber persönlich eine Auswahl von vier Weinen jeweils zwei aus Frankreich und Deutschland zur Verkostung inhaltlich präsentieren und zum Probieren einschenken.
german-mittelstand.network

Restaurant-Tipp – Kartoffeln in der Altstadt: Erdäpfel oder auch Kartoffeln sind alles andere als langweilig. Im „Erdapfel“ in der Burchardstraße werden zehn spannende Kartoffelvariationen geboten, die im Bistro in der Hamburger Altstadt frisch zubereitet werden. Ob mit Nachos und Guacamole, Bulgur und Kichererbsen oder Sojahack und Linsen – die Variationen sind vielfältig! Alle Erdäpfel sind vegetarisch und können auf Wunsch auch vegan serviert werden. Nur dort gibt es auch die legendäre, vegane Bärlauch-Sauce. Eine echte Konkurrenz für die klassische Aioli.
erdapfel-hamburg.de

Blackout Island: Bei den Nordischen Literaturtagen stellt Sigríður Hagalín Björnsdóttir ihren ersten Roma vor. Die Autorin leitet die Nachrichtenabteilung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Islands und beschreibt wie dort der Ausnahmezustand ausgerufen wird. Ein bedrückendes Endzeitszenario entsteht, das sich von Seite zu Seite immer bedrohlicher und hoffnungsloser darstellt. Umso mehr gehen die Parallelen zu aktuellen weltpolitischen Geschehnissen in Mark und Bein. Um 20.30 Uhr im Literaturhaus.
hamburg.de

Θ FOFFTEIN

Betteln in der S-Bahn wird aggressiver: Die TAZ-Autorin Katrin Sedding hat mal versucht, das Dilemma zu beschreiben, das den Fahrgast beschäftigt, wenn wieder ein Obdachloser während der Fahrt um Geld, Getränke oder Essen bettelt. Irgendwie will man helfen und gibt die Cents oder den Schokoriegel, aber eben auch nicht drei Mal bei einer Fahrt in die City. Zudem wird der Ton auch rauer. Die Beschimpfungen bei unterlassener Hilfeleistung nehmen deutlich zu, während die unaufgeforderten musikalischen Einlagen fast verschwunden sind.
taz.de

Heute ist Neumond. Wir wünschen Ihnen einen schönen Dienstag.

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